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Fendt Motorschaden

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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126 Beiträge • Seite 7 von 9 • 1 ... 4, 5, 6, 7, 8, 9
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Re: Fendt Motorschaden

Beitragvon berlin3321 » Do Nov 02, 2017 14:55

Es gab seinerzeit eine klare Arbeitsanweisung für uns (Pannendienst) wie zu verfahren ist:

Grundsätzlich Abschleppwagen bestellen, egal ob gelaufen oder nicht. Hinweis an Kunde, Werkstattarbeit kostenpflichtig. Betrag bis 10 000 €.

Hinweis an Kd, Mercedes spült auf Wunsch auch nur die Anlage, füllt Diesel auf, erneuert den Kraftstofffilter. Arbeiten nur gegen zusätzliche Unterschrift des Kd auf dem Auftrag.

Unter der Fg Nr wird der Kundenwunsch gespeichert, sämtliche Garantie- und Kulanzen sind erloschen.

Verboten war Kraftstoff auf der Straße umpumpen, z.B. in LKW Tanks.

VW- Pumpe- Düse oder VP44 waren unempfindlich, Gemisch Benzin- Diesel raus, Kraftstofffilter neu, Diesel aufüllen, starten und gut.

Bitte auch beachten: In den Bedienungsanleitungen steht explizit das zumischen von Benzin im Winter nicht statthaft ist, 30 % ist vielen noch im Gedächtnis.

Nur mal der Vollständigkeit halber: Common Rail ist äußerst empfindlich. Im Sommer bei Stau, Temperaturen um 30° gab es häufig Liegenbleiber mit Common Rail. Der Raildruck reichte nicht aus, im Fehlerspeicher (sofern vorhanden bzw. auslesbar) war der Fehler entsprechend abgelegt.

Dieser Fehler konnte auch direkt am Railsensor mittels Multimeter gemessen werden, Wert weiß ich nicht mehr, um 3 V (?).

Der Dieselkühler (meist Nähe Hinterachse) war glühend heiß, man verbrannte sich die Finger, konnte man nicht anfassen. Betroffen auch Jaguar, Mercedes, BMW, alles was zu der Zeit Common Rail hatte.

Eine weitere, häufige Fehlerursache war Raildruck bei Kaltstart unzureichend. Diese Fzge konnten z.T. "angeblasen" werden, d.h. Bremsenreiniger oder Startpilot nach dem Luftmassenmesser einsprühen bzw. Luftmassenmesser abklemmen und nach 2 min Motorlauf wieder anstecken.

MfG Berlin
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Re: Fendt Motorschaden

Beitragvon Falke » Do Nov 02, 2017 15:03

Rumpels hat geschrieben:Die neuen digitalen Traktormeter zählen ja auch Zeitstunden und die Alten zählen Betriebsstunden und von daher viel langsamer.


Digitale Traktormeter laufen üblicherweise (wie eine Stoppuhr), sobald Spannung an D+ (Klemme 61) anliegt, also wenn der Motor läuft und die LiMa Spannung produziert.

"Analoge" Traktormeter "zählen" die Motorumdrehungen mittels eines winzigen Zahnradgetriebes und eines Zählwerks. Die meisten sind so konstruiert, dass es etwas
über 2000 UpM am Motor braucht, damit das Zählwerk nach einer Stunde um eine Ziffer in der Einerstelle weiterspringt.

Wenn das Zählwerk also z.B. für 2200 UpM gebaut ist, braucht es 2200 * 60, also 132.000 Motorumdrehungen, damit der "analoge" Zähler eine Stunde mehr anzeigt.

Wenn so ein Motor mit konstant 2200 UpM läuft, zeigen ein "digitaler" und ein "analoger" Betriebsstundenzähler gleich viel Stunden an.

Wenn so ein Motor mit im Schnitt 1100 Upm läuft, zeigt der "analoge" Zähler halb so viel Betriebsstunden an, wie ein "digitaler" - usw. ...

A.
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Re: Fendt Motorschaden

Beitragvon fendt schrauber » Do Nov 02, 2017 16:07

Hallo,

Die alten Zählwerke waren meist so ausgelegt das bei 2/3 der Max Drehzahl nach einer Stunde Betrieb, eine Stunde angezeigt wurde. Das heißt aber auch, wenn der Schlepper Vollgas gelaufen ist, hat der sogar mehr als ne stunde gezählt.
Und damals brauchten die Schlepper Vollgas um die angegebene Höchstgeschwindigkeit zu erreichen. Da is nix mit reduzierter Drehzahl.

Wenn jetzt der Schlepper nur auf Standgas am Holzspalter vor sich hin tuckert zählt er weniger. Bzw wenn der als Hofschlepper mit Frontlader läuft, hast du wenig stunden aber die Kiste hats hinter sich.

Grüße aus Mittelfranken ​
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Re: Fendt Motorschaden

Beitragvon Rumpels » Do Nov 02, 2017 17:29

fendt schrauber hat geschrieben:Hallo,

Die alten Zählwerke waren meist so ausgelegt das bei 2/3 der Max Drehzahl nach einer Stunde Betrieb, eine Stunde angezeigt wurde. Das heißt aber auch, wenn der Schlepper Vollgas gelaufen ist, hat der sogar mehr als ne stunde gezählt.
Und damals brauchten die Schlepper Vollgas um die angegebene Höchstgeschwindigkeit zu erreichen. Da is nix mit reduzierter Drehzahl.

Wenn jetzt der Schlepper nur auf Standgas am Holzspalter vor sich hin tuckert zählt er weniger. Bzw wenn der als Hofschlepper mit Frontlader läuft, hast du wenig stunden aber die Kiste hats hinter sich.

Grüße aus Mittelfranken ​



Genau deswegen Bitte Ich bei meinen angebotenen Traktoren immer um persönliche Besichtigung um Unstimmigkeiten zu vermeiden weil die Angabe von den abgelesenen Stunden nicht viel aussagt bei alten Traktoren :klug:
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Re: Fendt Motorschaden

Beitragvon f.mannecke » Fr Nov 03, 2017 9:41

Nun ja. Raten kann man dazu ja rechlich niemanden.

Übrigens gibt es seit Jahren Monzol. Das ist ein "Additiv" für den Diesel zum Beimischen.
Extra entwickelt dafür, auf 2T-Öl Basis.

Ich kann da nur aus der Erfahrung mit vielen Bekannten berichten. Und da ists eben so, dass bei richtigem Öl der DPF auch nach inzwischen über 440tkm keine Probleme bereitet. (Kenne den Verwender sehr gut :mrgreen: ).

Das muss jeder selbst wissen. Die Probleme mit HD-Pumpen und Injektoren sind ja nun tatsächlich massiv. Egal ob im PKW, LKW oder in Bereichen abseits der Straße.
Die Korrekturwerte der Injektoren ändern sich bei älteren Motoren nun mal zum Besseren (nach der Zugabe).
Das ist so. Egal wie man das nun finden mag.

Gruß
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Re: Fendt Motorschaden

Beitragvon berlin3321 » Fr Nov 03, 2017 13:29

Richtig, die Hochdruckpumpen sind extrem empfindlich, ebenso die Injektoren.

Gibt div. Hersteller bei denen die sich lösen bzw. der Kompressions- und Verbrennungsdruck nach oben "durch pfeift". Man baut ´ne Abdeckung ab und es erwartet einen eine verkrustete Pampe, der Injektor selber ist nicht mehr zu sehen unter dem ganzen Schmadder.

Mal eben den Injektor wechseln ist auch nicht mehr, der (neue) Injektor muss im Steuergerät "angemeldet" werden.

Von daher, es muss jeder selber wissen was er dazu reinkippt oder ob er den Empfehlungen der Werkstatt nach falsch tanken folgt oder nicht.

MfG Berlin
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Re: Fendt Motorschaden

Beitragvon Rumpels » Fr Nov 03, 2017 13:49

berlin3321 hat geschrieben:Richtig, die Hochdruckpumpen sind extrem empfindlich, ebenso die Injektoren.

Gibt div. Hersteller bei denen die sich lösen bzw. der Kompressions- und Verbrennungsdruck nach oben "durch pfeift". Man baut ´ne Abdeckung ab und es erwartet einen eine verkrustete Pampe, der Injektor selber ist nicht mehr zu sehen unter dem ganzen Schmadder.

Mal eben den Injektor wechseln ist auch nicht mehr, der (neue) Injektor muss im Steuergerät "angemeldet" werden.

Von daher, es muss jeder selber wissen was er dazu reinkippt oder ob er den Empfehlungen der Werkstatt nach falsch tanken folgt oder nicht.

MfG Berlin



Ich kenne einige Lohner die kippen immer russischen Wodka dazu. Soll auch gehen
Rumpels
 
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Re: Fendt Motorschaden

Beitragvon f.mannecke » Fr Nov 03, 2017 14:04

:roll:

Wer will kann ja mal selber testen.

Korrekturwerte vorher auslesen (lassen). (Bei älteren Motoren werden die zwischen 2 und 7 liegen)
Nach Zugabe (z.B. Monzol o.ä) und 10 oder 20h noch einmal messen. :wink:

2. Varante: Trübungswerte. Einmal vorher und einmal nachher.

Ich finde das immer nen bischen blöd wenn Leute mitreden, die nicht wissen um was es geht.


Gruß
f.mannecke
 
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Re: Fendt Motorschaden

Beitragvon f.mannecke » Fr Nov 03, 2017 21:33

Ich hör ja schon auf. :lol:

Das ist wie Streiten über Religionen.

Das sich etwas tut kann aber jeder selbst ausprobieren. S.o.
Wobei ich die vorgeschlagenen Mengen als Obergrenze betrachte...
Wer das ausprobiert hat, mit dem kann man die Werte diskutieren.
Alle anderen kennen die Werte nicht und erzählen nur.

Und weil es oft vernachlässigt wird jährlich diese Werte zu ziehen, wundert man sich dann über defekte.

Also nochmal: sind die Korrekturwerte über 3 (eigentlich schon früher) oder noch höher, ist schleunigst zu handeln. Quasi sofort.
Bei jedem Motor. Premium oder nicht. Egal.

Ahmen. 8)

Gruß
f.mannecke
 
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Re: Fendt Motorschaden

Beitragvon f.mannecke » Fr Nov 03, 2017 22:35

Hallo berlin.

Nachträglich noch mal ne Unterstützung.
Hast Recht.
Ich habe gerade nachgesehen bei DB ,Yanmar und Deutz.

Alles das selbe Bild. Allerdings kann in jedem Fall freigezeichnet werden in besonderen Fällen.
Dann natürlich ohne weitere Werksunterstützung.

Gespeichert wird das aber nur bei DB und Deutz.

Wobei nur DB ernsthaft auf Daten zurück greifen kann.

Deutz eher nicht.
Die haben schon Probleme ihre Spesenabrechnung zu begründen.

Bei Yanmar ist nicht alles belegbar, allerdings auch sehr kullant.(die brauchen keine großen Nachweise) Und wenn der Motor 3 mal hoch geht wird getauscht.

Yanmar wusste auch warum. Das waren Kurbelwellenbrüche.

Derzeit kann ich FPT empfehlen. Bisher nicht ein Garantieantrag.
Seit Jahren.



Gruß
Zuletzt geändert von f.mannecke am Fr Nov 03, 2017 22:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Fendt Motorschaden

Beitragvon hälle » Fr Nov 03, 2017 22:36

Von was für korrekturwerten sprichst du genau?
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Re: Fendt Motorschaden

Beitragvon f.mannecke » Fr Nov 03, 2017 22:51

Hallo Hälle.

Du bist ja vom Fach.
Wenn du die Werte der Injektoren ausliest, dann werden auch Korrekturwerte angezeigt.

Platt gesagt: das Steuergerät ändert die Öffnungszeiten.

Warum?
Weil die Düsen nicht das tun was die tun sollen.

Bei einem PKW Diesel mit grob 150tkm
Ergibt das immer. Wirklich immer eine Streuung.
3 haben 0 oder 0.5 und eine hat 4.

Das ist dann der Zylinder der als erstes durchbrennt.

Das kann jetzt ein Klemmen in der Düse sein.
Meist schließen die nicht und tropfen nach. Kompressionsdruck kommt dazu. Usw usw.

Ab 2 nimmt das Ganze einen bösen Lauf.

Erst wird das Öl dünner (das merken die meisten nicht)

Dann brennt ein Kolben durch.

Im hatte auch schon Werte mit z.B. 2, 2,7,4.

Ein typischer Fall.

Taxi. Könnte auch sein.

Hier war es ein Hofradlader mit 1500bh.
Also relativ neu.

Gruß
f.mannecke
 
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Re: Fendt Motorschaden

Beitragvon f.mannecke » Fr Nov 03, 2017 23:12

Hatte ich erwähnt einen CR Diesel zu fahren mit gut 440tkm?
Ist aber auch was Gutes. Ein 3.2L 4Zyl. Mitsubishi Bj 2009.

Die 500tsnd Werd ich wohl reißen bis der neue da ist.

Und ja 3.2L mit nur 4Zylindern.
Das funktioniert. 210kmh sind drin.
Allerdings ist es egal wie schnell man fährt, 10 bis 13L sind weg.
Und das funktioniert hier wie in Pakistan, Iran, Mongolei, Italien, Spanien Israel und auch im Kasachstan.
Der Kanister mit dem Tröpfchen etwas war allerdings immer dabei.


Allerdings fahre nur ich damit.
Kalt wird nicht geteten. Warm schon.
50%Autobahn ohne Anhänger.
30%Autobahn mit Anhänger
Rest ist Gelände. Auch mal deftig.
Landstraße ist die Ausnahme. Ich wohne an ner Autobahn.

Ist quasi ne Kaufempfehlung für nen Männerauto.

Aber nicht vergessen: gleich konservieren!
Ab Werk kommt nicht viel.



Gruß
f.mannecke
 
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