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Fremd im eigenen Dorf

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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258 Beiträge • Seite 2 von 18 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 18
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon Fassi » Mi Jan 18, 2012 23:22

Wenn die Landwirschaft noch zurückgeht, können wir hier bald die Lichter ausmachen.


Nö, könnt ihr nicht. Ich weiß zwar nicht welche Ecke Nordhessen (Tippe aber mal auf irgendwo im Waldeckschen), aber ich wohn ja auch in der Gegend. Vollerwerbler gibts bei uns im Dorf keinen mehr, im Nachbardorf noch einen Schäfer und im anderen Nachbardorf noch nen größeren Milchviehhalter (mit einem Angestellten) und nen Legehennenhalter. Da haben also (mit einer Ausnahme) nur FamAKs Arbeitsplätze, die restlichen Dorfbewohner sind halt auswärts arbeiten. Aber Lichter brennen hier noch, auch wenns in meiner Generation langsam dünner wird. Allerdings siehts mit dem Nebenerwerb auch nicht viel besser, die werden auch immer mehr Hoftore geschlossen. Wird wohl noch ne Weile so bleiben, ehe sich da was ändert.

Aber man merkt es jetzt schon, wie die Generation, wo der Opa noch Landwirt war, aber danach keiner mehr was mit Landwirtschaft zu tun hatte, wenig bis keine Ahnung mehr von Landwirtschaft hat und die da schon in der Kindheit null Berührungspunkte hatten unterscheiden sich kaum noch von den Städtern. Unsere Dorfjugend (also die unter 20) kann man in dem Punkt völlig vergessen, die finden sich teilweise nicht mal im Gemüsegarten der Eltern zurecht.

Gruß Christian
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon SHierling » Mi Jan 18, 2012 23:45

Wenn ich mal in den Kreis meiner Bekannten und Mitarbeiter schaue ist das Problem im Osten das, dass Omas und Opas um möglichst schnell ihre vergleichsweise hohen "Bauernrenten" zu erhalten langfristige Verträge mit den LPG Folgeunternehmen gemacht haben oder sogar gleich verkauft haben. Die Folgegeneration wollte gerne was aufbauen hatte aber keine Möglichkeiten an das Land ranzukommen und der dritten Generation ists eh Wurst, so lange Oma immer noch Kohle nach dem Westen schickt.

Also das seh ich hier nicht so. Von denen, die ihre Flächen in der Ex-LPG haben, sind viele damit auch völlig zufrieden, und zwar _erst recht_ die Folgegeneration. Entweder, weil sie selber Fachkunde haben, und genau wissen, daß sie mit den paar Eckchen in der Größe eines 50er-Jahre Betriebs heute sowieso nichts mehr werden können, oder weil sie eben: fachfremd arbeiten. Etliche sind ja auch noch auf eben den LPGen nach wie vor angestellt. Wiedereinrichter sind nicht viele.

Und was die "kleinbäuerliche Struktur" angeht, das ist hier Omas und Opas Sache, paar Hühner, paar Enten,. paar Gänse, ggf eine Kuh, oder ein Schwein, paar Schafe. Und da gibt's erst recht keine "Nachfolgegeneration" - da ist der Carport schon geplant, der den Hühnerstall ersetzt, wenn Oma endlich das zeitliche gesegnet hat, und die Gemüsegärten werden Stück für Stück zum Vorgarten umgebaut.
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon SHierling » Do Jan 19, 2012 0:09

Paß mal auf, Du kleiner Freiwirtschaftler: es sind nicht alle Leute so wie Du, und ich hab es satt, daß Du hier tust, als bestünde der gesamte Osten nur aus lauter kleinen verbitterten Tyrs, die ach so ungerecht unter Landmangel leiden. Wenn ich sage, ich seh das hier nicht so, dann ist es ganz sicher nicht Deine Sache, meine Ansichten zu "korrigieren". Den meisten Leuten geht es hier wie überall anders auch: es hat ganz einfach niemand mehr Bock auf Drecksarbeit, und auf Knochenarbeit schon gar nicht, nicht auf stinkende Viecher und erst recht nicht auf die versammelten Vorurteile. Das ist nicht anders als bei Fassi auch.

Und mit 50ha Sand ist man schon vor 30 Jahren nix mehr geworden, auch auf der anderen Seite der Elbe nicht. Wenn Du "durchschnittliche Betriebe" haben willst, dann überleg Dir mal, woher Du "durchschnittliche Böden" bekommst, "durchschnittliche Stadtnähe" , "durchschnittliche Bevölkerungsdichte" etc etc etc.
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon frank1973 » Do Jan 19, 2012 7:16

tyr hat geschrieben:Genau deswegen ist eine möglichst vielfältig strukturierte Landwirtschft notwendig. Je mehr Landwirtschftliche Betrieb, je mehr Akzeptanz in der dörfl. Gemeinschft. Aber genau die gegenteilige Entwicklung wird ja politisch forciert. Immer weniger und größere Betriebe.
Naja, und dann fangen die nun mehrheitlich landwirtschftsfernen Bewohner an sich zu fragen "Was hab ich von den unanehmlichlkeiten des z.B. Großstallneubaus?" "Warum soll ich mit meinen Steuern die Infrastruktur dafür finanzieren?" usw.
Hausgemachter Ärger aus jahrzehntelanger völlig verfehlter und größenwahnsinniger Landwirtschfts und Strukturpolitik.
Nun wird geerntet, was gesäät worden ist........
Oder die nicht LW´s ernten was sie (nicht)gesät haben.Von zig kleinen Betrieben (bis auf 3 waren es alle Nebenerwerbsbetriebe)bei uns im Dorf sind 3 Hauptberufler und mit mir 3 Nebenberufler übrig geblieben,gut 2 alter Herren machen noch etwas gemüse für den Eigenbedarf,aber das wars schon.Der nachwuchs derer die aufgegeben haben haben das schnelle Geld gesucht und die Treckerchen und Hängerchen schnell verkauft.Beim Kollegen stehen in den nächsten paar Jahren auch einige Hektar auf dem Spiel da seine Töchter nix mit anfangen können und die Schwiegersöhne nix mit anfangen wollen.Die Betriebe die bei uns Flächenmäßig gewachsen sind sind nur größer geworden weil andere nicht mehr wollten und nicht weil andere nicht mehr konnten.Die die bei uns im Dorf von der großen bösen Landwirtschaft genervt sind sind in den meisten Fällen aus der Stadt zugezogene die Sonntags während der Ernte nicht vernünftig über einen Feldweg Spazieren können weil mal ein Gespann dasteht und auf den Drescher wartet,oder welche die den hintersten Bauplatz im Neubaugebiet gekauft haben und sich über den Krach beschweren wenn geerntet wird.
Es gibt 3 Dinge die im Leben zählen:Schnelle Trecker,schnelle Mahlzeiten und schnelle Frauen. https://www.youtube.com/watch?v=toyN81wZzLw
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon frank1973 » Do Jan 19, 2012 8:08

schimmel hat geschrieben:den gesellschaftlich geforderten alternativen Energien, die auf landw. Flächen erzeugt werden sollen,
Liegt aber hier nicht ein großes Problem? Ich meine daß ein Großteil der Bevölkerung gar nicht weiß was er will ? bzw. die zusammenhäge und Konsequenzen nicht versteht oder aber nicht bereit ist zu akzeptieren frei nach dem Motto:Wasch mich aber mach mich nicht Naß? Ich denke da an die immerwährenden Diskussionen über Überproduktion von Lebensmitteln.Es wird ja immer davon geredet daß aufgrund von unseren Subventionen die erzeugten Lebensmittel so billig erzeugt und in die dritte Welt exportiert werden daß es sich dort nicht lohnt zu prduzieren.Wird aber bei uns Ackerfläche von der Nahrungsmittelerzeugung zur Energieerzeugung "umgewandelt" hungern wieder irgendwo auf der Welt Menschen weil wir Strom erzeugen.
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon Djup-i-sverige » Do Jan 19, 2012 8:22

Liegt aber hier nicht ein großes Problem? Ich meine daß ein Großteil der Bevölkerung gar nicht weiß was er will ? bzw. die zusammenhäge und Konsequenzen nicht versteht oder aber nicht bereit ist zu akzeptieren frei nach dem Motto:Wasch mich aber mach mich nicht Naß? Ich denke da an die immerwährenden Diskussionen über Überproduktion von Lebensmitteln.Es wird ja immer davon geredet daß aufgrund von unseren Subventionen die erzeugten Lebensmittel so billig erzeugt und in die dritte Welt exportiert werden daß es sich dort nicht lohnt zu prduzieren.Wird aber bei uns Ackerfläche von der Nahrungsmittelerzeugung zur Energieerzeugung "umgewandelt" hungern wieder irgendwo auf der Welt Menschen weil wir Strom erzeugen.


Es ist doch heute Mode "Gegen Bekanntes sein, ohne Anderes vorzuschlagen" oder "einfach dagegen sein, ohne Lösungen" es heißt ja immer "Ich bin nur gegen das, andere solle die Lösung bringen"....
Und wird was anders gelöst (Statt AKW Windkraft und BGA) dann sind die Leute einfach gegen das...
Warum wohl?Meiner Meinung nach gehts denen allen viel zu Gut, weil es sich um Luxusprobleme handelt, erinnert mich immer an die Prinzessin auf der Erbse.. Die sind alle zu gut gebettet, dafür ist der menschliche Verstand nicht gemacht, es muss immer was Böses und Schlechtes irgendwo sein...
Und da eben nahezu alles was der Mensch nicht zum Leben braucht ebenso wie das "Dagegen" grade Lifestyle ist ,wird natürlich das nicht angegriffen,
sondern lebensnotwendige Dinge, weil sie Keiner mehr als eben das wahrnimmt, weils ja immer da ist, und immer verfügbar ist..
Diesen Leuten wäre mal ein grosse Naturkatastrophe zu wünschen, ein Supervulkan der ausbricht, mit einigen Jahren hintereinander Missernten weltweit.
Das Doofe nur dabei, es trifft auch die Leute, die noch wissen was wichtig ist... :roll: :roll:
Do not go gentle into that good night / Rage, rage against the dying of the light
Wer die AFD wählt, hat die Kontrolle über sein Leben verloren.
Der Golf von Mexiko bleibt der Golf von Mexiko und wenn sich Orangehäutchen auf den Kopf stellt.
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon frank1973 » Do Jan 19, 2012 8:38

Djup-i-sverige hat geschrieben:Es ist doch heute Mode "Gegen Bekanntes sein, ohne Anderes vorzuschlagen" oder "einfach dagegen sein, ohne Lösungen" es heißt ja immer "Ich bin nur gegen das, andere solle die Lösung bringen"....
Und wird was anders gelöst (Statt AKW Windkraft und BGA) dann sind die Leute einfach gegen das...
Warum wohl?Meiner Meinung nach gehts denen allen viel zu Gut, weil es sich um Luxusprobleme handelt, erinnert mich immer an die Prinzessin auf der Erbse.. Die sind alle zu gut gebettet, dafür ist der menschliche Verstand nicht gemacht, es muss immer was Böses und Schlechtes irgendwo sein...
Und da eben nahezu alles was der Mensch nicht zum Leben braucht ebenso wie das "Dagegen" grade Lifestyle ist ,wird natürlich das nicht angegriffen,
sondern lebensnotwendige Dinge, weil sie Keiner mehr als eben das wahrnimmt, weils ja immer da ist, und immer verfügbar ist..
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100 punkte.So den einen oder anderen wünsche ich echt mal in die Zeit zurück von der mein Vater immer erzählt und meine Oma erzählt(hat).So direkt nach dem 2ten Weltkrieg,da musste in erster Linie was zu Essen auf dem Tisch stehen.Da wurden nicht zig qm Wohnfläche geheizt sondern ein Zimmerchen es wurde nicht 200 meter zum Bäcker mit dem Auto gefahren sondern km-weise mit dem Fahrrad.
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon Djup-i-sverige » Do Jan 19, 2012 8:56

100 punkte.So den einen oder anderen wünsche ich echt mal in die Zeit zurück von der mein Vater immer erzählt und meine Oma erzählt(hat).So direkt nach dem 2ten Weltkrieg,da musste in erster Linie was zu Essen auf dem Tisch stehen.Da wurden nicht zig qm Wohnfläche geheizt sondern ein Zimmerchen es wurde nicht 200 meter zum Bäcker mit dem Auto gefahren sondern km-weise mit dem Fahrrad.


Sollte zu unseren Lebzeiten sowas noch passieren, wirst du sehen, welch Wendehals der "gemeine Mob" ist.
Wenn man mein Beispiel nimmt, Vulkan bricht aus, Ascheschicht in der Atmosphäre, es ist kühler, somit auch relativ windstill, kaum Sonnenstrahlung, und auf den Feldern kann (wahrscheinlich nur unter Einsatz bestimmter Mittel und von Gentechnik) grade mal einen Bruchteil der benötigten Lebensmittel gewonnen werden, also auch keine BGA mehr..
Was meinst du wie schnell Neubau von AKW´s, Verstärkung des Einsatzes von (nahezu jeglichen) Mitteln zu Vermehrung der Lebensmittelproduktion usw.
gefordert wird?Da ist dann der Landwirt wieder Böse weil er evtl. bestimmte Mittel eben NICHT anwenden will... :wink:
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon frank1973 » Do Jan 19, 2012 9:20

schimmel hat geschrieben:
frank1973 hat geschrieben: es wurde nicht 200 meter zum Bäcker mit dem Auto gefahren sondern km-weise mit dem Fahrrad.


....das kommt wieder in Mode, 4km zum Bäcker zu Fuß, neue Methoden zur Bekämpfung von Dauer - Rückenleiden....(Focus Heft 16. Januar)....Aufgrund nicht bezahlbarer Gesundheitssysteme und der Hinterfragung der Allgemeinmedizinischen Apparate - Medinzin....back to the roots!
Ob das allerdings Schule machen wird, bezweifle ich... :D
Ein Arbeitskollege qäult sich nicht jeden x-ten Tag in der Woche im Fitnesstudio,er fährt jeden Tag 10km mit dem Rad zur Arbeit und wieder zurück und hat dann Zeit für die wie er sagt wichtigen Dinge im Leben wie z.b. Familie,Haus Gartem mit allerlei Gemüse,Hühner usw.Gar nicht so dumm oder?
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