Wenn die Landwirschaft noch zurückgeht, können wir hier bald die Lichter ausmachen.
Nö, könnt ihr nicht. Ich weiß zwar nicht welche Ecke Nordhessen (Tippe aber mal auf irgendwo im Waldeckschen), aber ich wohn ja auch in der Gegend. Vollerwerbler gibts bei uns im Dorf keinen mehr, im Nachbardorf noch einen Schäfer und im anderen Nachbardorf noch nen größeren Milchviehhalter (mit einem Angestellten) und nen Legehennenhalter. Da haben also (mit einer Ausnahme) nur FamAKs Arbeitsplätze, die restlichen Dorfbewohner sind halt auswärts arbeiten. Aber Lichter brennen hier noch, auch wenns in meiner Generation langsam dünner wird. Allerdings siehts mit dem Nebenerwerb auch nicht viel besser, die werden auch immer mehr Hoftore geschlossen. Wird wohl noch ne Weile so bleiben, ehe sich da was ändert.
Aber man merkt es jetzt schon, wie die Generation, wo der Opa noch Landwirt war, aber danach keiner mehr was mit Landwirtschaft zu tun hatte, wenig bis keine Ahnung mehr von Landwirtschaft hat und die da schon in der Kindheit null Berührungspunkte hatten unterscheiden sich kaum noch von den Städtern. Unsere Dorfjugend (also die unter 20) kann man in dem Punkt völlig vergessen, die finden sich teilweise nicht mal im Gemüsegarten der Eltern zurecht.
Gruß Christian
