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Fremd im eigenen Dorf

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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258 Beiträge • Seite 4 von 18 • 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7 ... 18
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon Djup-i-sverige » Do Jan 19, 2012 12:10

wenn es um die Frage geht, "Warum bist du dagegen". Die beliebtesten Argumente: Weil ichs kann


Ich glaube das ist der absolut wichtigste Grund überhaupt, nicht weil man ein direktes Intresse an der Sache, sondern nur weil man "DAGEGEN" sein kann.
Das gibt dem Einzelnen in der grossen Gruppe der Menschheit ein Machtgefühl, das Ihn ein klein wenig aus der Ohnmacht ob der Großen weiten Welt rausholt.
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon Cairon » Do Jan 19, 2012 12:11

tyr hat geschrieben:[

Es geht doch gar nicht um noch günstiger zu essen.....
Das mit den ganzen Hofläden und Direktkauf ist was für ein kleines Nieschklientel, meist Leute die ihre eigene Vorstellung von Qualität und geschmack, jenseits indutriellen Verarbeitungsstandards und den Vorstellungen der Hygieneverordnung hat.
Hofläden etc. können auch so viel Kundschaft nicht vertragen, deshalb hat man irgendwann der Händler erfunden :wink: Wir sind seit Jahrtausenden eine arbeitsteilige Gesellschft. Das Problem liegt in den Machtstrukturen der Verabeiter und Handels gegenüber den Erzeugern. Daran kann eine Konsument/Verbrauchert/Kunde relativ wenig ändern. Wenn alle jetzt wieder Tante Emmaläden haben wöllten, also ein Markt da wäre....würde Metro und Co einfach welche Gründen....an der Macht der Handelskonzerne würde das nichts ändern, an der Grundstruktur des Handels auch nicht. Es entseht deswegen immer noch keine gesunde marktwirtschftliche Konkurenzsituation.


Sag mal was willst Du nun eigentlich? Erst sagst Du die Leute könnten nicht an der Kasse entscheiden mangels finanzieller Mittel und Möglichkeiten und nun geht es darum gar nicht? Es wäre ja nicht so, dass sich unzählige Legionen von Verbrauchern von heute sofort auf morgen auf die Direktvermarkter stürzen würden und die Läden plündern würden, sondern es wäre ein Prozess der sich entwickeln würde und ich kennen einige die auch ab Hof verkaufen, bei massiver Steigerung der Nachfrage wären viele von denen, genau wie wir schnell in der Lage die Produktion neu auszurichten. Innerhalb eines Jahres wäre da schon eine Menge zu machen. Es gibt eine Menge Möglichkeiten wenn man will, man muss nur wirklich wollen, den inneren Schweinehund überwinden und es tun. Es ist aber natürlich viel einfacher in seiner Komfortzone sitzen zu bleiben und die billigen Solo-Taschentücher von Aldi voll zu heulen. Wenn man etwas ändern will kann man sich nicht hinstelle und die anderen sollen etwas tun, wenn muss man selber den Hintern hoch nehmen und du kannst nicht ein Land über Nacht umkrempeln, dass sind Prozesse die einen Anstoß brauchen. ich gebe ja zu, dass ich dieses Tatsache auch manchmal aus den Augen verliere, aber das ändert nichts daran, dass es immer Möglichkeiten gibt, man muss sie nur sehen.
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon Gockel » Do Jan 19, 2012 12:21

Die Besitzer alter verpachteter Ställe weigern sich, unzubauen. Sie beabsichtigen die Ställe lieber leer stehen zu lassen.
Gruß Gockel

http://www.youtube.com/watch?v=56iivPxovAQ
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon estrell » Do Jan 19, 2012 12:27

Klar gibt es Idealisten, die Landwirt sein als Berufung empfinden. Die eine Chance nutzen und sich dann selbstständig machen, dem Lohnunternehmer und dem Futterhändler, dem Maschinenhändler und und und auch was zu futtern geben.
Aber ich habe am eigenen Leib erfahren, das gerade die Kollegen ein lebhaftes Interesse daran haben, solche Idealisten wegzubeissen.
Egal wo man hinkommt, wird man erstmal ausgelacht. Wenn man sich fortbildet blöd angeguckt. Wenn man Dinge anders macht, aus Gegebenheiten etwas macht, anders wächst als andere, wird dagegen gemauert.
Ehemalige Landwirte und deren Familien nervt der plötzlich Betrieb auf dem schon aufgegeben Hof, andere hofften, wenn der Bauer dicht macht auch dessen Flächen noch zu schlucken...
Am ehesten akzeptiert wird man von den "wegen des Landlebens zugezogenen" die sich ehrlich darüber freuen, wenn nun wieder Tiere auf der Wiese stehen, "wie früher".

Als Idealist bin ich zur Ländlichen Entwicklung gegangen und erlebe nun auch da - wie früher soll es sein, aber bitte ohne Dreck! Tiere auf der Weide, aber keine Fliegen und keine Trecker.

Was ich inzwischen echt gelernt hab ist "leckt mich" zu denken und meinen Weg zu gehen. Letztlich war ich mal da, wo ich her kam, und mir hats gegraust. Das Dorf, einst voller Leben, war an einem herrlichen Vorsommersonntag wie ausgestorben. Und wo damals als ich dort Kind war, jeder Landwirtschaft hatte ausser dem Kaufladen und dem Schreiner, gibts nun nicht mehr einen Betrieb für die nächsten vier Orte.
Mir ist egal ob Diktatur des Denkens von rechts oder von links kommt - ich denke immer noch was ich will!
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon Nordhesse » Do Jan 19, 2012 12:38

Wir sind hier im Formum in der Bewertung des ist- zustandes gar nicht soweit entfernt. Über die Ursachen und Lösungswege wird gestritten. Ich sage ja auch: als mein nachbar von seinen 10 Kühen noch gut Leben konnte konnte ich es von unseren 25 allemal. Aber die zeiten sind vorbei. Auch die eigenen Ansprüche und die Ansprüche der Familie sind so wie im rest der Bevölkerung gestiegen. Mit der Perspektive 365 Tage im Jahr zu arbeiten bekommt man werder eine Partnerin noch einen Nachfolger auf den Hof.
Früher war das normal. Um heute einen gewissen Lebensstandart zu erreichen musst du einfach Geld verdienen. Wenn nur 5- 7 € am Ferkel übrigbleiben ( Schnitt der Jahre) kannst du nicht leben, wenn du nur 1000 Stück im Jahr verkaufst.
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon Djup-i-sverige » Do Jan 19, 2012 12:40

Es gibt unmengen praktikabler Konzepte zur regionalen Stromversorgung. BHKW für den Anschluss an die normale Hausheizanlage, kleine Wasserkraftwerke auf Grundlage der Mühlen die überall in Deutschland bis teilw. in die 60iger Jahre standen usw. Techniken gibt es schon ewig. Nur darf man nich vergessen, in einer komplexen Gesellschft ist die Macht über die Energieversorgung auch Macht über das Volk.


So Jeder kauft sich so ein BHKW(In jedem Haus gewisser Lärmpegel und immer Abgas-traumhaft :prost: ), ein kleines WKW etc. etc. und JEDER will das seine Anlage voll ausgelastet ist, denn nur dann bringt sie Profit, Keiner baut sowas ein aus Gefälligkeit.So um Netzstäbilität herstellen zu können müssen einige,mehrere Anlagen aber abgeschaltet,zugeschaltet, und blabla werden.. in einem Konzern kein Problem, da alles so kalkuliert ist, nur wenn du ein Kleinalange besitzt die dann des öfteren AUS ist, hast du leider nur Kosten, keinen Nutzen. Ach ja und wer soll die Regelung der Netzstabilität übernehmen? ein Großer darf nach dir ja nicht, und mehrere Kleine.. n8 oder die Anlagenbetreiber jeder einzeln? :shock: ...
Es hat schon nem Grund warum Energieerzeugung aus Wohngebieten, schrittweise nach Stand der Technik, ausgelagert und zentralisiert wurde, und das hat nichts mit Verschwörungstheorien zu tun, sondern mit technischer Logik.

Und warum soll ein ausgebildeter Fachmann, nich gerade der Schmied aber der Elekrtoinsallateur und der Maschienenbauer, nicht solch eine Anlage bauen? Die setzen heute doch auch die Solarzellen auf´s Dach...



Richtig jeder Dorfschmied stellt sich eine Form für 60m lange Windradflügel in die (zu kleine) Halle und produziert damit 9-12 Flügel pro Jahr (Intressant wäre wie er die Kosten für die Form auf die Stückzahl umlegen soll?), anstatt das eine Firma das macht und mit der gleichen Form die zehnfache Menge herstellen kann, ach noch dazu kommt man braucht ja auch eine für 30m, 40 m, 50m, und das in jedem Dorf.... n8

Die setzen heute doch auch die Solarzellen auf´s Dach...


Aber sie PRODUZIEREN keine SOLARZELLEN.. weil das hirnrissig wäre, ebenso kannst du ohne bestimmte Maschinen keine 100m und mehr hoe WKA´s aufstellen, und diese Maschinen kann der Dorfschmied eben nicht sinnvoll auslasten..weil das nur ein entsprechend große Firma mit entsprechend großen Auftragsvolumen kann.

Was der Bürger eigendlich will ist nie genau erhoben worden, in diesem Land sprechen nur Interessengruppen, und die vertreten bekannterweise nur Minderheiten.
Ich glaub nicht das ein Dorf was gegen ein privates Kleinwasserkraftwerk hätte, wenn die Energiepreise dafür nur stabil blieben.... es gibt in D. Gemeinden, die haben sich zusammen´geschlossen um solche Projekte am Staat vorbei zu realisieren.... unter erheblichen Wiederständen der Machthaber. Sei es Strom, Abwasser usw.
IN kleinstrukturierten Einheiten gibt es immer die Möglichkeit des Ausgleichs der Interessen, im großen ist das unmöglich.



Weil der Bürger es nicht weiß, weil nur von Intressensgruppe hin und hergezehrt wird.Und weil, wie du auch zeigst ,der Bürger nichtmehr erfassen kann was für die Versorgung der Masse der Bürger notwendig ist...
Du glaubst nicht das jemand was dagegen hat? erstens muss das Wasser aufgestaut werden, Nachbar X,y,z verlieren einige qm ihres Grundstückes, Ausgleich nicht sinnvoll möglich-> EINSPRUCH.
Nachbar A,B,C kennen das Bächlein schon aus ihrer Jugend, als kleines gemächlich dahinlaufendes Kleinod und ollen da kein Wasserrad,Turbine oder sonstwas drin-> EINSPRUCH.
Die nächsten 3 haben Angst um Fischi´s,Fröschi´s und anderes Getier-> EINSPRUCH.
Und dann gibts noch die, die demjenigen das einfach nicht gönnen, weil sie das auch nicht haben können-> EINSPRUCH.
So nun bau mal..

Halt andere Leute nicht für dümmer als Du selber bist....


Tu ich nicht... :wink: Aber ich hoffe du tust das auch nicht... :wink:
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon Nordhesse » Do Jan 19, 2012 12:41

Also, dass mit den Bäckern und Metzgern stimmt hier gar nicht. Ich schätze, dass in den letzten 10 Jahren jeweils die Hälfte ihre Türen geschlossen haben. Un die noch da sind machen auch nicht mehr Umsatz.
Das ist aber in allen anderen Bereichen ähnlich. Wenn man ein T- Shirt für 5 € kaufen kann, ist doch jedem klar, dass damit nicht alle Umwelt und sozialkosten vernünftig abgedeckt sein können. Gekauft wir trotzdem
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Re: Fremd im eigenen Dorf

Beitragvon Cairon » Do Jan 19, 2012 12:50

@tyr

Natürlich kannst Du Fleisch und Wurst direkt vermarkten. Mein Vetter hat das eine ganze Zeit gemacht. Er hat hier mit einem lokalen Schlachter zusammen gearbeitet. Er hat eine Kühlcontainer angeschafft und einen Verkaufswagen. Der Schlachter hat die Rinder und Schweine die mein Vetter angeliefert hat, nach den Vorgaben meines Vetters geschlachtet und verarbeitet. Mein Vetter hat das Fleisch dann über den Verkaufswagen und ab Hof vermarktet. Das hat er über 10 Jahre gemacht, dann hat er das Geschäft mit Standorten und allem verkauft, weil er mehr Milch machen wollte. Sein Problem war Leute zu finden, die bereit waren den Job im Verkaufswagen zu machen, ansonsten lief es gut.
Hier im Nachbarort gibt es einen Betrieb der Vermarktet Kartoffeln und Kuchen auf dem Wochenmarkt. Die Kuchen backt seine Frau und er verkauft sie Stückweise, der Kuchen ist auf dem Markt ein Renner. Man kann fast alles direkt vermarkten, man muss sich nur Gedanken machen wie und mit wem und dann bekommt man es schon hin. Schau dir doch mal einen gut sortierten Hofladen an, da bekommt man mehr als Kartoffeln und Wurzeln.
Zuletzt geändert von Cairon am Do Jan 19, 2012 13:14, insgesamt 1-mal geändert.
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