Wenn ich mich hier so umschaue ist die Zahl der Nebenerwerbsbetriebe bei uns hier minimal, so auf schlag fallen mir 2 ein. Ich würde sagen hier bei uns sind sind mindestens 90% im Vollerwerb. und es ist schon so, die Betriebe werden mangels Nachfolger oder Motivation aufgegeben und die Nachbarn wachsen dann.
Die Bevölkerung hat sich einfach zu weit von der Landwirtschaft entfernt, die meisten wissen nicht mehr wie es wächst. Ich war vor 15 Jahren in Colorado, dort leben 4 Millionen Menschen auf einer Fläche die in etwa der alten Bundesrepublik entspricht. Da hat jeder noch etwas mit Landwirtschaft zu tun. Die Frau an der Hotelrezeption fuhr in der Ackersaison für einen Famer einen Knicklenker. Fast jeder hatte direkt oder indirekt mit den Farmen zu tun. Das spürte man sehr deutlich in dem verhalten der Menschen dort. Die Farmer wurden sehr geachtet und wenn sie erfuhren, dass ich auch in der Landwirtschaft bin waren sie immer sehr neugierig und stellten viele fragen, die zeigten dass sie auch etwas von Landwirtschaft verstehen. Hier ist doch die am meisten gestellte frage (gerade bei Mädchen): "Habt ihr auch Pferde?"
