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Freund bekommt keinen LOHN

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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67 Beiträge • Seite 3 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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Re: Freund bekommt keinen LOHN

Beitragvon Meini » Mo Apr 18, 2011 23:10

Ölhand hat geschrieben:@ Meini:
Als normaler Rentner darfst du zu deiner Rente dazuverdienen was du willst. Auch als Selbstständiger, egal ob Handwerker, Industrieller oder was auch immer(ausgenommen Landwirte)darfst du zu deiner Rente in deinem alten Beruf, auf deiner alten Arbeitsstelle weiterarbeiten.
Als Landwirt darfst du das nicht! Du musst deinen Hof abgeben, verpachten oder stillegen.
Und das ist meiner Meinung nach eine Diskriminierung gegenüber einigen Menschen.

MfG



Es ist Altergeld nix Rente
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Re: Freund bekommt keinen LOHN

Beitragvon Meini » Mo Apr 18, 2011 23:12

CarpeDiem hat geschrieben:Als Rentner darfs du mit 65 Jahren soviel arbeiten und verdienen wie du willst, keinerlei Restriktionen. Einige haben da abenteuerliche Vorstellungen. Die Bauernrente würde ich ganz abschaffen, aber die Pflichtversicherung ohne Restriktionen sofort einführen!



Altersgeld :roll:

Geile Idee,warum könne das Bauern nicht wie andere selbstständige ,das das Umlagesystem nicht funktioniert sollte der letzte begriffen haben :roll:
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Re: Freund bekommt keinen LOHN

Beitragvon CarpeDiem » Di Apr 19, 2011 9:09

Es wird mehr oder minder immer um den heissen Brei herumgeredet. Das "Altersgeld" für die Landwirte ist in grossen Teilen nichts anderes als ein Sozialzuschuss, der im wesentlichen aus Etatmitteln des Bundesministers der Lw oder wie das jetzt heisst finanziert wird. Das ist nix wie in der übrigen Sozialversicherung von Umlageverfahren und ähnl. Dingen, wenn auch dort die Dinge durch die Finanzierung der deutschen Einheit durch die Sozialversicherungssysteme und die Unterstützung der Migranten, durchlöchert sind. Der von mir allseits geschätzte Bauernverband hat sich bei den landw. Sozialversicherungsträgern, die es in unvorstellbar grosser Zahl in der BRD (noch) immer gibt, natürlich aus gleich mehreren guten Gründen aktiv eingeklinkt.

Er schafft dadurch schöne (bezahlte) Posten für die Entsorgung verdienter Funktionäre und er kann dadurch in die Strukturpolitik eingreifen. Die Verpachtung über mindestens 12 Jahre ist wohl eine der Voraussetzungen die der Altersgeld beantragende Landwirt erfüllen muss. D.h. es wird ihm und seiner Ehefrau zugemutet eine schuldrechtliche, in aller Regel nicht kündbare, Verfügung über u.U. sein gesamtes Vermögen zu treffen!! Ein Unding in unseren Tagen. Eine Klage vor dem Menschengerichtshof in Strassburg, hätte wohl gute Erfolgsaussichten.

Aber das eigentliche Problem auf den Höfen besteht doch darin, dass in vielen Betrieben nichts ausreichend was zu verdienen ist für eine Altersversorgung. Da wären doch locker mindestens 20.000 Taler p.a. aufzuwenden um eine ausreichende Grundsicherung zu haben, aus versteuerten Gewinnen, wohlgemerkt!
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Re: Freund bekommt keinen LOHN

Beitragvon Ölhand » Mi Apr 20, 2011 17:13

CarpeDiem hat geschrieben:
Aber das eigentliche Problem auf den Höfen besteht doch darin, dass in vielen Betrieben nichts ausreichend was zu verdienen ist für eine Altersversorgung. Da wären doch locker mindestens 20.000 Taler p.a. aufzuwenden um eine ausreichende Grundsicherung zu haben, aus versteuerten Gewinnen, wohlgemerkt!


Hallo,
da muss ich dir vollkommen Recht geben.
Nur leider wollen dies die meisten nicht wahrhaben. Da wird alles schöngeredet, der Steuerberater rät noch dazu erstmal in einen neuen Schlepper zu investieren und dann ist da noch der Faktor: Bloss keine Blöße vor den Nachbarn; nur geht es denen meist auch nicht besser.
Schade dass so viele Bauern immer noch nicht gelernt haben umzudenken.
Bei mir hat es auch gedauert, bis ich dahinter gekommen bin, aber mal woanders reinschauen hilft da kollossal!
Und im Fall der Themenstarterin hätte der Freund schon längst Lebewohl zu den Eltern sagen müssen.

MfG
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Re: Freund bekommt keinen LOHN

Beitragvon dima » Mo Apr 25, 2011 8:33

Hallo,

da kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen. Es kann doch nicht sein das jemand mit 36 als Betriebsleiter (er ist schließlich der Pächter) nur ein Taschengeld bekommt.
Die Aussage "Du bekommst ja mal alles" kann man sich am Ar... vereiben, insbesondere wenn noch Geschwister da sind.

Ich finde es grob fahrlässig das jemand der wirtschaftlich von dem Betrieb abhängig ist "nur" einen Pachtvertrag unterschreibt.
Insbesondere in der Landwirtschaft sollte es der letzte kapiert haben das dies nicht funktioniert.
Bei Nebenerwerbsbetrieben kann dies funktionieren, aber auch hier gibt es genügend Zündstoff.

Ich finde auch 100 HA für einen reinen Ackerbaubetrieb unterste Grenze. in diese Klasse stoßen bei uns schon die Nebenerwerbsbetriebe vor, und das selbst in einer kleinstrukturieten Gegend.

Auch wenn es nicht leicht ist, Du solltest Deinem Lebensgefährten das Messer auf die Brust setzen.
Was hat er zu verlieren?, ein Taschengeld kann er überall verdienen, und das bei weniger Stunden.

dima
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Re: Freund bekommt keinen LOHN

Beitragvon Juwel » Mo Apr 25, 2011 12:03

[quote="dima"]Hallo,

da kann ich mich meinen Vorrednern nur anschließen. Es kann doch nicht sein das jemand mit 36 als Betriebsleiter (er ist schließlich der Pächter) nur ein Taschengeld bekommt.
Die Aussage "Du bekommst ja mal alles" kann man sich am Ar... vereiben, insbesondere wenn noch Geschwister da sind.

Auch wenn es nicht leicht ist, Du solltest Deinem Lebensgefährten das Messer auf die Brust setzen.
Was hat er zu verlieren?, ein Taschengeld kann er überall verdienen, und das bei weniger Stunden.

dima[/quote]

Wen er jetzt geht, dann ist alles verloren und er nimmt wirklich nur sein Taschengeld mit.
Gibt es in euerer Umgebung nicht auch eine Beratungsstelle wie das Evangelische Bauernwerk,
wo man sich beraten kann, und auch eine professionelle Hilfe bekommt :?:
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Re: Freund bekommt keinen LOHN

Beitragvon Obsti » Di Apr 26, 2011 20:33

Ich glaube dein Freund nutzt dich nur aus und läßt sich auf deine Kosten durch füttern. Denn er muß schon
aus steuerlichen Gründen ein Betriebskonto haben das auf seinen Namen läuft. Also hat er auch finanzielle Mittel.


Gruß Obsti
Probleme sind vom Kopf erdacht.
Er hat auch immer die Lösung dafür.
Du siehst den Sonnenuntergang und bist erschrocken weil es plötzlich Nacht ist.
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Re: Freund bekommt keinen LOHN

Beitragvon CarpeDiem » Di Apr 26, 2011 20:42

Kannst du mir einmal diese "steuerlichen Gründe" nennen, aber bitte mit Gesetzesfundstelle und/oder anderen nachprüfbaren Quellen. Danke im voraus.
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Re: Freund bekommt keinen LOHN

Beitragvon MexProfi » Mi Apr 27, 2011 13:11

CarpeDiem hat geschrieben:Kannst du mir einmal diese "steuerlichen Gründe" nennen, aber bitte mit Gesetzesfundstelle und/oder anderen nachprüfbaren Quellen. Danke im voraus.



Naja ER hat den Betrieb gepachtet, ER muss eine Einkommensteuererklärung machen. Steuer wird vom Betriebskonto bezahlt und auf das Betriebskonto das dann wohl auf seinen Namen läuft (laufen muss?) wird er dann wohl oder übel Zugriff haben. Oder versteh ich da jetzt was falsch?
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Re: Freund bekommt keinen LOHN

Beitragvon CarpeDiem » Mi Apr 27, 2011 13:17

Es gibt keine Vorschrift die besagt, dass ein Bankkonto zum Betriebsvermögen gehören muss, sehr wohl hat der Steuerpflichtige die Möglichkeit dieses oder mehrere Konten im Betriebsvermögen auszuweisen. Er kann alle Buchungen die den betrieblichen Bereich betreffen über Einnahmen- und Ausgaben erfassen, daran hindert ihn kein Mensch. Mir ist das eigentlich völlig wurscht, ob der Freund ein Konto hat oder nicht.

Was mich nur immer wieder erstaunt ist, dass es Leute gibt die auf "steuerliche Vorschriften" hinweisen, ohne die im wesentlich zu kennen, damit aber ganz trefflich fabulieren können. Auf entsprechende Nachfragen löst sich dann vieles in Wohlgefallen auf.
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Re: Freund bekommt keinen LOHN

Beitragvon LittleKing » Mi Apr 27, 2011 13:24

CarpeDiem hat geschrieben:Kannst du mir einmal diese "steuerlichen Gründe" nennen, aber bitte mit Gesetzesfundstelle und/oder anderen nachprüfbaren Quellen. Danke im voraus.


Genau und viel glück !
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Re: Freund bekommt keinen LOHN

Beitragvon Carsten » Mi Apr 27, 2011 13:31

Hallo,

ich würde mal Grundsätzlich fragen ob der Betrieb überhaupt in der Lage ist eine Familie zu unterhalten oder ob die Eltern jetzt schon von der Substanz leben. Dann gibt es nämlich nachher nur noch -- zu erben.
Gruß
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Re: Freund bekommt keinen LOHN

Beitragvon MexProfi » Mi Apr 27, 2011 13:33

CarpeDiem hat geschrieben: Mir ist das eigentlich völlig wurscht, ob der Freund ein Konto hat oder nicht.



Muss mir auch völlig egal sein. Wenn man sich so unterdrücken lässt von seinen Alten dem ist eh nimmer zu helfen.
Aber sofern er sich steuerlich beraten lässt/bzw in dem Fall seine Eltern, wird der Steuerberater schon zu einem Betriebskonto raten.
Zwei Dinge sind unendlich, das Universum und die menschliche Dummheit, aber beim Universum bin ich mir noch nicht ganz sicher.
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Re: Freund bekommt keinen LOHN

Beitragvon dima » Mi Apr 27, 2011 19:10

Juwel hat geschrieben:Wen er jetzt geht, dann ist alles verloren und er nimmt wirklich nur sein Taschengeld mit.
Gibt es in euerer Umgebung nicht auch eine Beratungsstelle wie das Evangelische Bauernwerk,
wo man sich beraten kann, und auch eine professionelle Hilfe bekommt :?:


Hallo Juwel,
natürlich hast Du recht, nur weglaufen kann auch nicht das Ziel sein, so war es aber auch nicht gemeint.
In dieser Situation kann aber die Sachlage zwischen Alt und Jung schon durch das Ansprechen der Sache eskalieren, mit dem muss man einfach rechnen.
Es kann für den Nachfolger besser sein innerlich mit dem Betrieb schon abgeschlossen zu haben, das hilft in dieser Situation ungemein (..eigene Erfahrung..). Auch meine Partnerin wollte klare Verhältnisse, und ich habe diese Heute ihrem Druck zu verdanken, obwohl es sich nur um einen Nebenerwerb (aktuell ca 70ha) handelt.
Wenn es ohne Streit geht umso besser.
Die Beratungseinrichtungen sind gut, aber auch das ist nicht immer einfach, wer den Spruch "....was sollen uns die beraten?, bei uns ist doch alles anders..." schon gehört hat, weiß was ich meine.

Ich würde mir bei dieser Größe des Betriebs ernsthaft Sorgen um die Wirtschaftlichkeit machen, ich unterstelle mal das die Nachfolger entweder tatsächlich keine Ahnung um die Situation hat (obwohl er theoretisch den vollen Einblick haben sollte), als einfach etwas doof ist (entschuldigung..) oder seinen Eltern total hörig ist. Könnte natürlich auch sein das er seine Freundin gnadenlos ausnutzt, was ich mir aber nicht vorstellen kann.
Das die Eltern die Finanzen noch voll in der Hand haben wird durch die Tatsache das Sie die Miete zahlen belegt.

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Re: Freund bekommt keinen LOHN

Beitragvon landkatze » Do Apr 28, 2011 8:05

Ölhand hat geschrieben:

Bei mir hat es auch gedauert, bis ich dahinter gekommen bin, aber mal woanders reinschauen hilft da kollossal!
Und im Fall der Themenstarterin hätte der Freund schon längst Lebewohl zu den Eltern sagen müssen.



@ Ölhand : Das wird er niemals einen neuen Beruf ganz neu anfangen! Er hat das gelernt und steht da voll zu. Er hatte das mal Anfangs unserer Beziehung erwähnt aber der Druck und diese Angst das die Eltern dann alles verkaufen macht ihn Krank. Das verstehe ich nicht , die wollen ja das er den Hof mal erbt aber halten ihn total kurzgeschnürrt. Er bekommt wie schon erwähnt nix! Nicht mal nen 5€ Schein inne Hand gedrückt . Die setzen ihn aber auch stark unter druck so nach dem Motto: Wir können ja alles verkaufen dann leben wir richtig gut aber tun das nur für Dich noch zu arbeiten! Ist doch heftig oder??
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