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Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon NobbyNobbs » Mo Jun 24, 2013 8:17

Landwirt_R hat geschrieben:Also eher weniger Wasser und feintropfig?

Warum weniger Wasser?



Du möchtest deine Spritzbrühe möglichst hochkonzentriert am Zielort (der Ähren) anlagern. Wenn du das Doppelte an Wasser ausbringst, aber an der Ähre nicht mehr ankommt oder abfließt und du unproduktiv alles bis zum Boden einseifst, ist logischerweise die Konzentration der Brühe/Ähre geringer. Es ist eh schon nicht so einfach, die Ähre gut zu benetzen. Daher macht es Sinn zu versuchen, den Großteil des Wirkstoffs möglichst effektiv und weit oben zu platzieren. Die Ähre + die oberen beiden Blätter sollten benetzt sein.
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon Wini » Mo Jun 24, 2013 12:18

Also ich bin kein Freund von reduzierten Wassermengen und schnellerer
Fahrgeschwindigkeit um nur die Ähren zu benetzen.
Bei den derzeit dichten Beständen und hohen Lufttemperaturen sind doch
eher die Verdunstungsverluste zu berücksichtigen.

Bei meiner Abschlußbehandlung ziele ich nachwievor auf die Gesunderhaltung
des verbliebenen Blattapparates. Gerade die Sorte Türkis ist für späte
Überaschungen mit Braunrost ganz gut.

Als Pflugbauer habe ich mit Ährenfusariosen sowieso kein Problem.

Also meine Strategie lautet:
Soviel Wasser wie möglich, um soviel Blattmasse wie möglich zu erreichen.
Bei den heurigen, dichten Beständen gelangt meiner Meinung nach sowieso wenig auf den Boden.
Bei einem Düsenabstand von 0,5m lösen sich doch locker 50 Liter Brühe in Luft auf und erhöhen
nur die relative Luftfeuchtigkeit! Bei nur 150 L/ha sind da schnell 1 Drittel der Brühe einfach weg !
Drum, Wassermenge erhöhen und Druck runter, damit die Tröpfchengröße zu und die Konzentration abnimmt
um auch Blattschäden(Bspw. Gelbe Fahnenblattspitzen) durch hohe Konzentration zu vermeiden.
Auch mit der Fahrgeschwindigkeit runter, damit man die größere Menge locker ausbringen kann
und eine nahezu vollständige Benetzung der Ähre und des Blattapparates zu erreichen.
Dies widerspricht natürlich den Zielsetzungen eines ostdeutschen Großbetriebes
an Zeit und Wasserverbrauch. Aber ich kann mir diesen Luxus leisten.
Übrigens müßt ihr in den Abenstunden spritzen. Da beträgt die Luftfeuchtigkeit nahe am Boden fast 100%
und die Verdunstung ist nahe Null. Wenn dann noch der nächtliche Tau den Wirkstoff auf die
ganze Pflanze verteilt, brauch ich mir um die Wirkung keine Sorgen zu machen.

Übrigens, bei geringerer Fahrgeschwindigkeit, ist derzeit auch der Genussfaktor bei den schönen Beständen höher.
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon Mad » Mo Jun 24, 2013 12:24

Wini hat geschrieben:Also ich bin kein Freund von reduzierten Wassermengen und schnellerer
Fahrgeschwindigkeit um nur die Ähren zu benetzen.
Bei den derzeit dichten Beständen und hohen Lufttemperaturen sind doch
eher die Verdunstungsverluste zu berücksichtigen.

Bei meiner Abschlußbehandlung ziele ich nachwievor auf die Gesunderhaltung
des verbliebenen Blattapparates. Gerade die Sorte Türkis ist für späte
Überaschungen mit Braunrost ganz gut.

Als Pflugbauer habe ich mit Ährenfusariosen sowieso kein Problem.

Also meine Strategie lautet:
Soviel Wasser wie möglich, um soviel Blattmasse wie möglich zu erreichen.
Bei den heurigen, dichten Beständen gelangt meiner Meinung nach sowieso wenig auf den Boden.
Bei einem Düsenabstand von 0,5m lösen sich doch locker 50 Liter Brühe in Luft auf und erhöhen
nur die relative Luftfeuchtigkeit! Bei nur 150 L/ha sind da schnell 1 Drittel der Brühe einfach weg !
Drum, Wassermenge erhöhen und Druck runter, damit die Tröpfchengröße zu und die Konzentration abnimmt
um auch Blattschäden(Bspw. Gelbe Fahnenblattspitzen) durch hohe Konzentration zu vermeiden.
Auch mit der Fahrgeschwindigkeit runter, damit man die größere Menge locker ausbringen kann
und eine nahezu vollständige Benetzung der Ähre und des Blattapparates zu erreichen.
Dies widerspricht natürlich den Zielsetzungen eines ostdeutschen Großbetriebes
an Zeit und Wasserverbrauch. Aber ich kann mir diesen Luxus leisten.
Übrigens müßt ihr in den Abenstunden spritzen. Da beträgt die Luftfeuchtigkeit nahe am Boden fast 100%
und die Verdunstung ist nahe Null. Wenn dann noch der nächtliche Tau den Wirkstoff auf die
ganze Pflanze verteilt, brauch ich mir um die Wirkung keine Sorgen zu machen.

Übrigens, bei geringerer Fahrgeschwindigkeit, ist derzeit auch der Genussfaktor bei den schönen Beständen höher.



Oh man, was für ein Schwachsinn!

Wenn du mit 400 Liter fährst und das auch noch Abends, dann läuft dir jedes Mittel beim nächtlichen Tau ab. Und dann hast du überhaupt nichts erreicht! Dann kannst du auch direkt pures Wasser spritzen.

Übrigens kannst du dir die Ährenbehandlung getrost sparen, wenn du nicht gegen Fusariosen vorgehen willst. Da ist dann eine Fahnenblattbehandlung ausreichend.

Du musst ja wirklich Spaß daran haben, Geld aus dem Fenster zu werfen.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon Landwirt_R » Di Jun 25, 2013 13:29

Also die hohe Konzentration leuchtet mir ein. Aber das kann man doch auf alle Anwendungen ausweiten oder? Bei einem Herbizid möchte man ja auch eine hohe Konzentration oder? Bei einem Glyphosat fährt man doch eine sehr hohe Konzentration, trotzdem muss man auf die Benetzung achten oder? Ich bin Anfänger und kenn mich noch nicht so gut aus. Bei der Ährenbehandlung herrschten immer 25 Grad + Sonne sowie Morgens uns Abends Gewitter. Also hab ich mich für die 25 Grad entschieden und da hatte ich auch Angst wegen der Verdunstung. Ich ging von 250l auf 300l rauf mit ca. 6 kmh. Doppelflachstrahl IDKT 120-03. Die Blätter waren komplett benetzt, allerdings spürte ich an der Ähre keine Feuchtigkeit. Entweder zog das so schnell ein, ich hab was falsch gemacht oder ich hab zu viel Hornhaut an den Fingern ;)

Hat ein Lagerhaus schon mal jemand wegen zu hohen DON Werten abgelehnt? Mir ist noch kein Fall bekannt, also warum ist jeder so wild auf die Ährenbehandlung?
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon Wini » Di Jun 25, 2013 14:02

Hier noch der Warnhinweis für das Produkt Ampera:

Nach unseren Erfahrungen wird AMPERA in der empfohlenen Aufwandmenge von allen Weizen-, Gersten-, Roggen-, Triticale-Sorten gut vertragen. Spritzungen unter extremen Witterungsbedingungen wie z. B. trockene Hitze (geringe Luftfeuchtigkeit) können an Weizen je nach Sorte vorübergehende Blattaufhellungen zur Folge haben, die jedoch ohne Einfluss auf die Ertragsleistung sind. Sortentypische Aufhellungen und Verbräunungen der Blattspitzen können durch AMPERA ebenso, wie durch einige andere Fungizide, verstärkt werden. Die Zumischung von Ammonnitrat-Harnstoff-Lösung oder Harnstoff zur Spritzbrühe kann den Effekt der Blattaufhellung zusätzlich verstärken.

Ich gehe daher dieses Risko gar nicht ein, und spritze eine dünnere Konzentration.
Meist ist der Belag doch schon nach zweimal rum angetrocknet.
Wir sind doch hier nicht im Regenwald, daß der Tau wieder alles runterwäscht, glaube ich ehrlich gesagt nicht.
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon New Holland » Mi Jun 26, 2013 9:41

Naja Wini, dich konnte ja sowieso noch niemand von deiner Meinung abbringen.

Dann denk, zwecks deiner Dusche bitte auch an die Doppelflachstrahldüse. Danke
Gruß
Philipp
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon Crazy Horse » Mi Jun 26, 2013 15:15

Mad hat geschrieben:
Oh man, was für ein Schwachsinn!

Wenn du mit 400 Liter fährst und das auch noch Abends, dann läuft dir jedes Mittel beim nächtlichen Tau ab. Und dann hast du überhaupt nichts erreicht! Dann kannst du auch direkt pures Wasser spritzen.

Übrigens kannst du dir die Ährenbehandlung getrost sparen, wenn du nicht gegen Fusariosen vorgehen willst. Da ist dann eine Fahnenblattbehandlung ausreichend.

Du musst ja wirklich Spaß daran haben, Geld aus dem Fenster zu werfen.



So wie ich das mitbekommen hab, will Wini ne Blattbehandlung gegen Braunrost durchführen. Ährenfusarium kennt er ja nicht, weil er grundsätzlich alles pflügt :lol:

@Wini
Mal ganz davon abgesehen, dass sämtliche Fungizide längstens bis zum Ende der Blüte (EC69) zugelassen sind, wirken tebuconazolhaltige Mittel wie Folicur, Matador, Pronto Plus oder Ampera maximal 7-10 Tage. Danach kann es erneut zu Braunrostinfektionen kommen. Für einen möglichst guten Langzeitschutz setzt man besser rechtzeitig Strobilurine oder Carboxamide ein. Strobilurine wirken eindeutig am längsten, während Carboxamide im Zweifel die bessere Kurativleistung haben.
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon NobbyNobbs » Mi Jun 26, 2013 15:36

Vor allem herrscht zur Zeit alles nur kein Braunrostwetter. Braunrost wird einfach dieses Jahr keine große Rolle mehr spielen. Nicht mal in den typischen Lagen oder bei anfälligeren Sorten. Selbst wenn es mal endlich hell und warm werden sollte, bleibt dem Scheiß einfach nicht mehr die nötige Zeit um so epidemisch auftreten zu können, dass es noch mal heikel werden würde. Es ist einfach viel zu trüb, kalt und nass.
Dieses Jahr wird wohl fast jeder seine Strategie auf Septoria und DTR, ggfl. Schneeschimmel und Halmbruch, ausgelegt haben.
In meinen Spritzfenstern finde ich massig Septoria, Schneeschimmel und beim Tobak (fast alles nach Raps) auch DTR. Vor ein paar Wochen konnte man im JB Asano ganz gut wieder die erhöhte Gelbrostanfälligkeit aus dem letzten Jahr begutachten. Das wurde freilich durch die Azol-Strobilurin-Carboxamid-Mischungen unterbunden. Da traue ich der Einstufung jedenfalls gar nicht. Genauso wenig wie die bezüglich DTR beim Tobak irgendwie nicht passt (2. Jahr im Anbau, 2. Jahr teilweise heftige DTR-Nester zu bestaunen und das sogar nach Raps).
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon NobbyNobbs » Mo Jul 08, 2013 13:09

Wie drücken mittlerweile bei euch die Krankheiten? Grade der JB Asano hat hier doch beachtlichen Druck an Septoria wo nicht punktgenau und mit richtiger Mittelwahl behandelt wurde. Es ist schön zu sehen, dass das investierte Geld wieder rein geholt werden konnte.

Die Bilder stammen jeweils von den (ausgedünnteren) Randbereichen. Die Unterschiede werden im dichteren, fetteren Bereich noch deutlicher. 10-20 dt/ha Mehrertrag wird die behandelte Variante gegenüber der Kontrolle wohl bringen. Ich werde das auswerten und dann berichten.
Dateianhänge
Party 014b.jpg
Einmalige Behandlung 1,0 l Aviator + 0,3 l Twist hat gepasst wie die Faust auf's Auge
Party 013.JPG
Asano unbehandeltes Kontrollfenster
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon angusy » Mo Jul 08, 2013 13:22

Geb zu, an dem oberen Bild hast Du doch retuschiert! :wink:
Die Blätter sehen ja aus, wie gemalt.
Welfenprinz hat geschrieben:
Kreuzschiene hat geschrieben:Habt Ihr schon einmal eine Kiefer umarmt?


ich hab schon mal am Baum gebumst.
Aber keine Chinesin.
Und dabei übers Gerstenfeld geguckt.
Zählt das?
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon NobbyNobbs » Mo Jul 08, 2013 13:43

angusy hat geschrieben:Geb zu, an dem oberen Bild hast Du doch retuschiert! :wink:
Die Blätter sehen ja aus, wie gemalt.



Neee nee, das sind Bilder ganz normal mit nem iphone geschossen.
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon Crazy Horse » Mo Jul 08, 2013 15:53

@NobbyNobbs

Ich hab mir gestern einen Großflächenversuch angesehen, den die Fa. Bayer mit einigen Landwirten jedes Jahr ausrichtet. Da wurde beim Weizen in EC 37/39 0,5l Aviator XPro + 0,5l Fandango appliziert, und in die Ähre noch mal 1l Prosaro (EC 61), aber das war definitiv zu wenig. Anfällige Sorten wie JB Asano konnte man auf diese Weise nicht gesund erhalten. Die Variante mit je 0,75l Aviator XPro und Fandango sah etwas gesünder aus, hat aber auch nicht ganz ausgereicht.
Wenn der behandelte Weizen bei Dir noch so gesund ist, liegt das wohl an dem relativ hohen Strobilurinanteil. Im Twist ist er ja doppelt so hoch konzentriert (500g/l) wie im Amistar oder Acanto

Erschreckend war das hohe Maß an tauben Ähren aufgrund von Fusariuminfektionen - und das trotz einer Behandlung mit Prosaro! Ich weiß nicht, ob man gezielt einen hohen Fusariumdruck provozieren wollte, aber auf dem Boden lagen überall 30cm lange Maisstoppeln, die mittlerweile sehr mürbe waren und sich gut zerbröseln ließen.
Der Mykotoxingehalt wird sich aufgrund der langanhaltenden Trockenheit wohl in Grenzen halten, aber die vorzeitig abgestorbenen Ähren sind natürlich gut zu erkennen.

Sehr anfällig und nicht für Maisfruchtfolgen geeignet sind JB Asano und Elixer. Ich kann bei Elixer keine Verbesserung hinsichtlich der Fusariumanfälligkeit gegenüber Tobak erkennen, wobei ich sagen muss, dass sich die beiden Sorten sehr ähneln. Auch der hochgelobte und in seiner Fusariumanfälligkeit mit 3 (gering) eingestufte Estivus war relativ stark betroffen. Er lag dabei in etwa auf dem Niveau von Julius. Die Sorten der SWSeed (Pamier, Opal) waren deutlich weniger befallen. Die machten auch in puncto Blattgesundheit eine gute Figur. Sehr gut hat sich auch die Sorte Joker (DSV) präsentiert. Da war so gut wie nichts an tauben Ähren zu sehen. Auch Matrix präsentierte sich vergleichsweise gut. Das Ganze ist zwar nicht repräsentativ, weil auch nicht überall gleich viele Maisstoppeln rumlagen, soll aber mal eine erste Tendenz wiedergeben.

Nachdem es bei uns nun schon seit Wochen nicht mehr nennenswert geregnet hat und es die letzten Tage immer so an die 30°C warm war, geht das mit der Abreife mittlerweile recht schnell. Die Wasserreserven sind so langsam aufgebraucht und auch der Mais rollt schon bedenklich seine Blätter ein. So richtig loswachsen wird er wohl erst, wenn wieder etwas Nass von oben kommt. Im Moment ist er so zwischen 50 und 80cm hoch.
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon bindes » Mo Jul 08, 2013 17:56

Viel Blattmasse = viel Wasseraufwandmenge, hab ich öfter von (auch größeren) Ackerbaubetrieben als Antwort auf die Frage bekommen, wie hoch die Wassermenge in der Abschlussbehandlung sein soll/muss/kann.

Also mal abgesehen von Kosten & Zeit, ist es nun ratsam mit viel Wasser zu fahren oder gänzlich falsch?
Da auf den meisten Mitteln 200-400l/ha steht, darf man 400 als hoch bewerten.
Nächstes Jahr mach ich mal Vergleichsversuche dazu. Würde aber gern noch weitere Pro und Contra Praxismeinungen lesen :roll:

@ NobbyNobbs
Ja, da kannst Du von Erfolg sprechen , deinen Fotos nach. Meinen Asano habe ich dann wohl völlig fehl am Platze, wenn man ihn in Körnermais FF nicht bevorzugen sollte :cry:

Welche Faustzahlen/Hilfestellungen gibt es um Ährenfusarien zu bewerten im Bestand?
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon Nordlicht73 » Mo Jul 08, 2013 18:21

Ich war heute auch mal wieder meinen Tobak angucken. Obwohl ich in EC 67/69 2,5 l/ha Osiris gespritzt habe (Vorlage waren in EC 37 1 l/ha Aviator Xpro, bis dahin gesund!), sind immer mal wieder Fusarien in den Ähren zu sehen (mal 1-2 einzelne Körner, mal eine ganze Spelzenreihe mit 4 Stück), hin und wieder sogar mal eine ganze Ähre. :evil: Und das nach Raps! Sowas hatte ich bisher noch nie gesehen bei mir, egal was für eine Sorte es war.
Vom Blattapperat her sieht das Fahnenblatt noch ganz gut aus, aber das vorletzte Blatt ist sehr schlecht, etwa wie bei Nobby im unteren Bild.
Also bis vor 3 Wochen war ich noch sehr zufrieden, aber heute schon nicht mehr so ganz.
Dann habe ich mir mal den Dekan meines Nachbarn auf 30 Boden angesehen. Deutlich gesünder, keine Fusarien (er hat weniger gespritzt wie ich), und eine unfassbar lange und volle Ähre! Irgendwie hat der Dekan in den letzten 3 Jahren eine deutlich bessere Ähre als er sie noch vor 6 Jahren hatte, als ich den noch anbaute.
Naja, dann mal abwarten wie alles so drischt. Aber das wird wohl erst August was werden.
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon angusy » Mo Jul 08, 2013 18:52

Bei meinem Tobak hatte ich diese Phänomen auch - allerdings ganz ganz vereinzelt und vor allem unmittelbar nach dem Ährenschieben (noch vor der Ährenbehandlung).

Damals (wie heute) dachte ich, das kann ja kein Fusarium sein und habe mir das als partielle Weißährigkeit erklärt, die anscheinend u.a. durch etwas viel CCC in 23 herrühren kann.

Fungizidtechnisch habe ich übrigens genau das gleiche gemacht wie Du. Es kann also nur perfekt gewesen sein :wink:
Welfenprinz hat geschrieben:
Kreuzschiene hat geschrieben:Habt Ihr schon einmal eine Kiefer umarmt?


ich hab schon mal am Baum gebumst.
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