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Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon julius » Mi Jun 05, 2013 13:31

Das mit den breiten Blättern bei Tobak ist mir neulich auch aufgefallen. Der muß dieses Jahr ertraglich meine doch etwas verhaltene Wintergerste ausgleichen. :lol:
Ich hoffe der bleibt stehen. Hab noch das Problem das er teiweise auf dem ersten Jahr nach Dauergrünlandumbruch und teilweise das 3. Jahr nach Umbruch steht. Das ist immer ein Lotteriespiel. Bei dem Neuumbruch hab ich nur Gülle drauf und sonst kein N. Beim dritten Jahr nach Wiesenumbruch hab ich insgesamt nur ca. 110 kg N rein. Ist eigentlich zuwenig N aber der Boden dort ist etwas anmmorig und da legt sich das Getreide eh schneller. Zudem dürfte noch etwas N nachgeliefert werden.
Da geh ich auf Nummer sicher und halte mich bei der Düngung zurück, Eiweissgehalt ist mir eh egal. Wenn ich was über habe, verkaufe ich den eben als Futterweizen.
Es sieht trotz verhaltener Düngung dennoch prächtig aus. Er hat jetzt erst das Stadium 39 erreicht. Die letzten Wochen kam der kaum vom Fleck. Unter Umständen muß ich bis zur Blüte nochmal mit einem Fungi rein. Die erste Behandlung war vor 8 Tagen.
Tobak hat hier ganz im Süden eigentlich keiner im Anbau. Ich glaube aufgrund der hohen Fusarienanfälligkeit wird der hier von keinem Amt und keinem Erzeugerring empfohlen und taucht in keiner Empfehlung auf. Ich hatte ihn aber schon letztes Jahr nach Mais und war sehr zufrieden deshalb habe ich ihn heuer wieder angebaut. Man sollte nach Mais halt pflügen und muß eine Fusariumbehandlung einplanen, da er etwas anfälliger ist. Ist zwar aufwendiger aber somit hatte ich letztes Jahr nach Mais keine Fusariumprobleme.

Bin aber am überlegen ob ich dieses Jahr nach Mais aufgrund der drohenden Fusariengefahr vielleicht auf Elixer umschwenke. Der soll ebenfalls absolute Top Erträge bringen und ist gegen Ährenfusarien nicht so anfällig. Ich glaube Tobak hat BSA 6, Elixer nur 4.

Vielleicht kennt jemand die Sorte Elixer genauer und kann was allgemeines dazu sagen ?
Denn bis die Sortenversuche rauskommen kann ich mit der Bestellung des Saatgutes nicht warten. Letztes Jahr hab ich auf den Tobak fast 8 Wochen bis Anfang Oktober gewartet, da er im Süden offenbar kaum vermehrt wird.
julius
 
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon Crazy Horse » Mi Jun 05, 2013 14:18

Elixer wird wohl einen ähnlichen genetischen Hintergrund haben wie Tobak. Die Sorte stammt ja immerhin vom selben Züchter (von Borries-Eckendorf). Dieses Züchterhaus hat mittlerweile so viele gute Sorten herausgebracht, dass die Saaten-Union sie gar nicht alle selber vermarkten kann. So hat man z.B. den fusariumtoleranten Futterweizen SU Anapolis (Zulassung im Sommer) an die Hauptsaaten abgegeben, weil man für das begrenzte Segment an Futterweizen keine drei Sorten im Portfolio braucht und man sich lieber auf die Vermarktung von Elixer und Tabasco konzentrieren will.
Dieses Jahr kommt mit Edward auch noch ein frohwüchsiger B-Weizen raus (präsentiert sich auch sehr gut).

kurzum: Du machst sicher nichts falsch, wenn Du statt Tobak den Elixer einsetzt. Andererseits spricht auch nichts dagegen, bei Tobak zu bleiben, wenn Du mit dem zufrieden bist. So bleibt Dir zumindest die Option, ihn auch als B-Weizen zu vermarkten. Nach Mais würde ich aber trotzdem den Elixer vorziehen.
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon Nordlicht73 » Mi Jun 05, 2013 17:51

Ich hab ja auch erstmals Tobak im Anbau, auf 45 Punkte Boden. Er hat 215 N weg aus der Düngung, in EC 37 erste Fungizidbehandlung mit 1 l/ha Aviator Xpro, und ich plane zu EC 61 die Abschlußbehandlung mit runden 2,2 l/ha Osiris. Momentan ist er im Stadium EC 49, die letzten 10 Tage kam er kaum vom Fleck als es kalt war. Er sieht prächtig aus, wie bei allen anderen hier auch sehr breite Blätter, ist momentan ca 50/55 cm hoch, und hat runde 600 Ährentragende Halme/qm (auf richtig gutem Boden mehr, auf leichteren Stellen etwas weniger, schwankt von 540-660).

Ich hab mal einige Ähren etwas rausgepult die schon am kommen sind, von der Länge, sprich den Spelzen links und rechts her, hab ich schon bessere Sorten gesehen (Julius z.B., oder letztes Jahr sogar den Dekan vom Nachbarn). Ist es typisch für Tobak das die Ähre nicht so wahnsinnig lang ist, bildet er dann als Ausgleich mehr Körner pro "Reihe" aus? Meist hab ich beobachtet das mittig der Ähre auf 2-3 Stufen 4 Körner pro Reihe gebildet werden, nach oben und unten dann aber nur 3 und dann 2 am Ende. Bekörnt Tobak besser?

Ich bin jedenfalls gespannt wie er drischt, optisch sieht er so gut aus wie noch kein Weizen zuvor.
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon Mad » Mi Jun 05, 2013 18:22

Also der Tobak sieht farblich bei mir am besten aus. Julius und besonders Meister haben braune Blattspitzen und der Matrix kränkelt als Stoppelweizen auch etwas rum. Zumindest unten drin. Obenrum ist alles schön grün. Mein Weizen ist durch die Bank weg gerade in 39. Hab mir heute mal eine Ähre vom Matrix betrachtet. Wenn der nicht reduziert, wird das was gutes. Der Meister hat nicht sowas im Halm. Ich vermute, dass er wegen Stress reduzierte.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon NobbyNobbs » Do Jun 06, 2013 13:17

julius hat geschrieben:
Tobak hat hier ganz im Süden eigentlich keiner im Anbau. Ich glaube aufgrund der hohen Fusarienanfälligkeit wird der hier von keinem Amt und keinem Erzeugerring empfohlen und taucht in keiner Empfehlung auf. Ich hatte ihn aber schon letztes Jahr nach Mais und war sehr zufrieden deshalb habe ich ihn heuer wieder angebaut. Man sollte nach Mais halt pflügen und muß eine Fusariumbehandlung einplanen, da er etwas anfälliger ist. Ist zwar aufwendiger aber somit hatte ich letztes Jahr nach Mais keine Fusariumprobleme.

Bin aber am überlegen ob ich dieses Jahr nach Mais aufgrund der drohenden Fusariengefahr vielleicht auf Elixer umschwenke. Der soll ebenfalls absolute Top Erträge bringen und ist gegen Ährenfusarien nicht so anfällig. Ich glaube Tobak hat BSA 6, Elixer nur 4.



Ich werde trotzdem wahrscheinlich nichts gegen Fusarium machen. Klar ist er da anfällig. Aber 1. hab ich ihn fast nur nach Raps stehen und 2. schaut's bisher einfach nicht so aus, als sollte es zur Blüte noch mal Fusarium-Wetter geben. Fusariumbehandlungen sind immer so ne Sache...außerdem wird da meine neulich ausgebrachte Mischung noch auf den Rest der Abreifekrankheiten wirken, was mir die Entscheidung noch mal schwieriger macht.
Ich hab in den 40'er-Stadien 1,0 l/ha Aviator Xpro + 0,3 l/ha Twist gegeben. Das war Premium und muss ausreichen. Jetzt fahre ich da nur noch mal rein, wenn Blattläuse oder Ähnliches ein Problem werden.
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon ropa_eurotiger » Do Jun 06, 2013 16:41

Bin gestern auch durch den späten Weizen (bis auf einen Schlag der nicht befahrbar ist) mit Aviator Xpro Duo. Volle Aufwandmenge, Weizen kurz vorm Ährenschieben. Ob ich noch eine Fusarienbehandlung fahre hängt vom Wetter ab, wobei ich eher nichts riskieren will und im Hinterkopf eine Behandlung einplane. Da geb ich lieber nochmal ein wenig Geld aus, bevor zum Schluss mehr kaputt ist :!: :klug:

Wobei, wenn ich so nach Deggendorf schaue, da sind das keine Probleme worüber wir uns gerade Gedanken machen. Da wären manche Landwirte froh wenn sie "unsere" Probleme hätten :!:

Wünsche denen alles Gute :!: :klee: :=
MfG ropa_eurotiger

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Manche haben einen Horizont mit dem Radius r=0 und das nennen sie dann ihren Standpunkt !
[17:59:03] ladyesprit: das ist hier keine vagina
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon Stoapfälzer » Do Jun 06, 2013 19:51

Hab mir heut den letzten Kanister Adexar vom Landhändler geholt das Zeugs ist für dieses Jahr ausverkauft. Jetzt bräucht ich nur noch Zeit zum Ausbringen die ersten Ähren spitzen aber er ist zum Glück noch kern gesund bis zum Boden.
Alle reden übers Wetter,
aber keiner unternimmt was dagegen. ;-)

Zitat Karl Valentin
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon NobbyNobbs » Fr Jun 07, 2013 9:10

Stoapfälzer hat geschrieben:Hab mir heut den letzten Kanister Adexar vom Landhändler geholt das Zeugs ist für dieses Jahr ausverkauft. Jetzt bräucht ich nur noch Zeit zum Ausbringen die ersten Ähren spitzen aber er ist zum Glück noch kern gesund bis zum Boden.


Das ist trügerisch. Gerade bei Septoria- die Krankheit welche dieses Jahr wohl die dominierende sein wird- können zwischen den Infektionen und dem Sichtbarbar-Werden auch mal rasch 3 Wochen oder mehr vergehen. Da sollte man eher nach Infektionsbedingungen gehen (also relativ warm, mindestens 32 h durchgängige Blattnässe, kein Dauerregen, Sorte, Vorfrucht....). Eine Garantie hast du dennoch nicht. Oftmals sind die Bestände auch dann noch nicht infiziert. Aber das sind zumindest mal die Grundvoraussetzungen dafür, dass Septoria überhaupt infizieren kann.
Nicht nach dem Schema F vorgehen kannst du, wenn die Krankheit bereits im Herbst ausgebrochen ist. Dann musst du logischerweise ran und versuchen möglichst viel abzustoppen bzw. neue Blätter schützen. Das ist mir hohen Kosten verbunden. In dem Fall kommst du sicherlich meistens auf 3 teure Behandlungen.
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon Crazy Horse » Fr Jun 07, 2013 10:56

NobbyNobbs hat geschrieben:
Das ist trügerisch. Gerade bei Septoria- die Krankheit welche dieses Jahr wohl die dominierende sein wird- können zwischen den Infektionen und dem Sichtbarbar-Werden auch mal rasch 3 Wochen oder mehr vergehen. Da sollte man eher nach Infektionsbedingungen gehen (also relativ warm, mindestens 32 h durchgängige Blattnässe, kein Dauerregen, Sorte, Vorfrucht....). Eine Garantie hast du dennoch nicht. Oftmals sind die Bestände auch dann noch nicht infiziert. Aber das sind zumindest mal die Grundvoraussetzungen dafür, dass Septoria überhaupt infizieren kann.
Nicht nach dem Schema F vorgehen kannst du, wenn die Krankheit bereits im Herbst ausgebrochen ist. Dann musst du logischerweise ran und versuchen möglichst viel abzustoppen bzw. neue Blätter schützen. Das ist mir hohen Kosten verbunden. In dem Fall kommst du sicherlich meistens auf 3 teure Behandlungen.


Im baden-württembergischen MEKA-Programm wurde lange Zeit die Aussaat mit einem erhöhten Drillreihenabstand (mind. 17cm) mit 120 DM/ha gefördert. Das war als solches noch kein Problem, weil die Bestände trotzdem sehr gut zugewachsen sind. Mit dem erweiterten Drillreihenabstand ist man aber gleichzeitig die Verpflichtung eingegangen, dass nur eine Fungizidmaßnahme erfolgen darf - und die auch nicht vor dem Ährenschieben in EC49/51.

Das war bei den Kurzstrohsorten, die hier vielfach angebaut wurden (Ritmo, Bandit, Charger, Maverick, Haven, Slejpner), einfach zu spät. Da waren die Infektionen mit Septoria und DTR schon längst gesetzt und man ist immer nur hinterhergerannt, um das Schlimmste zu verhindert. Der Weizen hätte eigentlich schon in EC 37/39 das erste Mal behandelt gehört, und dann noch mal zu Blühbeginn. Den Bandit hab ich damals nur rausgeschmissen, weil er mir vor lauter DTR regelrecht zusammengebrochen ist. Ohne diese bescheuerte Verpflichtung hätte ich den sicher noch 2-3 Jahre angebaut, zumal er in unserem Trockengebiet immer sehr gut gedroschen hat (zumindest dann, wenn er behandelt wurde).


P.S.: Standfeste Kurzstrohsorten waren übrigens deshalb so beliebt, weil es für den Verzicht auf Wachstumsregler nochmal 200 DM/ha extra gab. Und in Zeiten, als man für den Doppelzentner Weizen keine 20 DM bekommen hat, war das ne sichere Einnahmequelle, zumal der Ackerbau damals ohnehin recht extensiv betrieben wurde.
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon Wini » Fr Jun 07, 2013 14:07

Ich habe dieser Tage nach dem Ablaufen des Wassers mit 0,3L Camposan und 1,25 L Input Classic
den Weizen behandelt. Teilweise riecht es wie im Tümpel, so feucht ist es noch.
Aber trotz allem scheint hier in Franken eine Rekordernte heranzureifen.

So schöne Weizenbestände habe ich seit Jahren nicht gesehen.
Da ich bei der 1. und 2. Gabe richtig losgelegt habe, ist der Bestand dicht und kohlschwarz.
Mal schauen, ob der nicht auch noch, nach Wintergerste und Raps, ins Lager geht.
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon MF4355 » Fr Jun 07, 2013 15:35

Du hast Raps, der jetzt schon im Lager ist? Kannst du mal ein Foto machen bitte?
Hier habe ich bis auf Grünroggen noch kein Lager gesehen, aber letzte Woche in Mecklenburg-Vorpommern. Die waren auf dem Betrieb von einer Vorsommertrockenheit ausgegangen, wie sie dort üblich ist. Der 1l CCC im Roggen als Vorlage war eindeutig zu wenig... Das holt man dann auch später nicht mehr auf :?
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon Crazy Horse » Di Jun 11, 2013 18:30

Ich hab jetzt am Samstag die kombinierte Blatt- und Ährenbehandlung mit 1,25l Skyway gemacht. Da war der Tobak in EC59, d.h. die Ähre war in etwa auf einer Höhe mit der Spitze des Fahnenblattes. Heute, drei Tage später ist die Ähre voll geschoben und der Weizen blüht. Dadurch dass sich die Sorte im Herbst so auffallend gut entwickelt hat und jetzt im Frühjahr auch sehr gut losgewachsen ist, ist er selbst dem JB Asano und dem Mulan 2-3 Tage voraus.
Ich war auch ganz überrascht, wie lang der Weizen mittlerweile ist. Der hat durch den vielen Regen noch mal nen richtigen Wachstumsschub bekommen. Allerdings fürchte ich fast, dass es durch den verstärkten vegetativen Wuchs zu einer Proteinverdünnung kommt (trotz großzügiger Spätgabe). Die Bestandesdichte ist jedenfalls topp.

Die Wintergerste befindet sich in der Kornfüllungsphase. Bei frühen Sorten nehmen die Grannen schon einen leichten Stich ins Gelbe an.
Die Triticale blüht mittlerweile ab (sieht auch richtig gut aus) und entwickelt richtig schöne lange Ähren. Die Sommergerste war bislang sowas wie das Sorgenkind, hat sich aber durch die warmen Tage sehr gut weiterentwickelt und wird voraussichtlich Ende der Woche das Fahnenblatt schieben. Dann bekommt auch sie ihre Abschlussbehandlung. Die wird aber dieses Jahr 20% weniger dreschen als letztes Jahr.
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon Stoapfälzer » Di Jun 11, 2013 19:24

Hab heute mit Schrecken festgestellt das die Wintergerstenähren durch die Bank alle zu 1/4 bis 1/3 mit blinden Körnern bestückt sind also nix da.
Bin dann zum Nachbar seinem Feld gerannt (andere Sorte) und siehe da das selbe.
Kommt das von schlechten Wetter während der Blüte? Ertragsmäßig schauts dann jetzt schon ganz schön mau aus.
Den Weizen hab ich am Sa mit Adexar und Karate Zeon behandelt, ein Feld stattdessen mit na Restmenge Input Xpro da hat das Wetter gut gepasst die Ähren spitzten grad heraus und seit dem haben wir fast jeden Tag Regen und Sonnenschein im Wechsel.
Alle reden übers Wetter,
aber keiner unternimmt was dagegen. ;-)

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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon NobbyNobbs » Di Jun 11, 2013 19:36

Crazy Horse hat geschrieben:Ich hab jetzt am Samstag die kombinierte Blatt- und Ährenbehandlung mit 1,25l Skyway gemacht. Da war der Tobak in EC59, d.h. die Ähre war in etwa auf einer Höhe mit der Spitze des Fahnenblattes. Heute, drei Tage später ist die Ähre voll geschoben und der Weizen blüht. Dadurch dass sich die Sorte im Herbst so auffallend gut entwickelt hat und jetzt im Frühjahr auch sehr gut losgewachsen ist, ist er selbst dem JB Asano und dem Mulan 2-3 Tage voraus.
Ich war auch ganz überrascht, wie lang der Weizen mittlerweile ist. Der hat durch den vielen Regen noch mal nen richtigen Wachstumsschub bekommen. Allerdings fürchte ich fast, dass es durch den verstärkten vegetativen Wuchs zu einer Proteinverdünnung kommt (trotz großzügiger Spätgabe). Die Bestandesdichte ist jedenfalls topp.

Die Wintergerste befindet sich in der Kornfüllungsphase. Bei frühen Sorten nehmen die Grannen schon einen leichten Stich ins Gelbe an.
Die Triticale blüht mittlerweile ab (sieht auch richtig gut aus) und entwickelt richtig schöne lange Ähren. Die Sommergerste war bislang sowas wie das Sorgenkind, hat sich aber durch die warmen Tage sehr gut weiterentwickelt und wird voraussichtlich Ende der Woche das Fahnenblatt schieben. Dann bekommt auch sie ihre Abschlussbehandlung. Die wird aber dieses Jahr 20% weniger dreschen als letztes Jahr.



Ich mache keine Behandlung mehr. Bei mir in Hessen ist er allerdings auch noch nicht so weit wie bei dir. Befindet sich irgendwo um ec 55. Ich hab da keine Lust durch weitere Behandlungen die Reife noch weiter raus zu zögern. Außerdem wirkt meine Mischung wie schon mal gesagt noch gewiss 3 Wochen. Die Weizen lassen sich generell so extrem viel Zeit dieses Jahr, das ist ja unglaublich :lol:

Was ich bestätigen kann, ist, dass er längentechnisch noch mal ordentlich zugelegt hat. Ich hab ein paar Fenster gelassen. 1 Fenster, das keinerlei Wachstumsregler abbekommen hat und eines, das die 1. Maßnahme (0,75 l/ha CCC), aber nicht die 2. (0,5 l/ha CCC + 0,2 l/ha Moddus) gesehen hat. Die Längenunterschiede liegen irgendwo zwischen 15 und 30 cm zwischen keiner und 2 Behandlungen. Der Unterschied zwischen 1. und 2. Behandlung fällt allerdings deutlich geringer aus. Da liegen vielleicht nur 5-10 cm zwischen, was dafür spricht, dass ein Großteil der einkürzenden Wirkung aus der 1. Maßnahme mit CCC pur hervorgerufen wurde. Das ist komisch, weil von Moddus+CCC Anfang des Schossens eigentlich mehr Einkürzung zu erwarten gewesen wäre, als von CCC+SHS Mitte-Ende der Bestockung.
Allerdings ist bei der Probe mal mit der Hand durch den Bestand zu fahren (also etwas zu knicken, sozusagen einen Sturm zu simulieren :D ) aufgefallen, dass der behandelte Weizen wesentlich mehr Widerstand aufwies. Der unbehandelte Tobak war hingegen deutlich leichter zu "durchstreifen". Das bestätigt wieder die gute stabilisierende Wirkung der Maßnahmen, bei gar nicht mal soooo extremer Einkürzung. Stängeldurchmesser und -wände wurden eben nur effektiv verstärkt. Sehr wichtig dieses Jahr :klug:
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon Mad » Di Jun 11, 2013 20:04

NobbyNobbs hat geschrieben:Was ich bestätigen kann, ist, dass er längentechnisch noch mal ordentlich zugelegt hat. Ich hab ein paar Fenster gelassen. 1 Fenster, das keinerlei Wachstumsregler abbekommen hat und eines, das die 1. Maßnahme (0,75 l/ha CCC), aber nicht die 2. (0,5 l/ha CCC + 0,2 l/ha Moddus) gesehen hat. Die Längenunterschiede liegen irgendwo zwischen 15 und 30 cm zwischen keiner und 2 Behandlungen. Der Unterschied zwischen 1. und 2. Behandlung fällt allerdings deutlich geringer aus. Da liegen vielleicht nur 5-10 cm zwischen, was dafür spricht, dass ein Großteil der einkürzenden Wirkung aus der 1. Maßnahme mit CCC pur hervorgerufen wurde. Das ist komisch, weil von Moddus+CCC Anfang des Schossens eigentlich mehr Einkürzung zu erwarten gewesen wäre, als von CCC+SHS Mitte-Ende der Bestockung.
Allerdings ist bei der Probe mal mit der Hand durch den Bestand zu fahren (also etwas zu knicken, sozusagen einen Sturm zu simulieren :D ) aufgefallen, dass der behandelte Weizen wesentlich mehr Widerstand aufwies. Der unbehandelte Tobak war hingegen deutlich leichter zu "durchstreifen". Das bestätigt wieder die gute stabilisierende Wirkung der Maßnahmen, bei gar nicht mal soooo extremer Einkürzung. Stängeldurchmesser und -wände wurden eben nur effektiv verstärkt. Sehr wichtig dieses Jahr :klug:


Ich habe dieses Jahr nur 1x kurzgespritzt und zwar mit 0,6 CCC und 0,3 Moddus auf den guten Standorten und mit 0,3 CCC und 0,15 Moddus auf den schlechten. Mir ist aufgefallen, dass mein Weizen doch relativ kurz geblieben ist, im Vergleich zu dem ganzen anderen Weizen in der Region. Für mich bedeutet das, dass der Zeitpunkt in diesem Jahr wohl mehr eine Rolle gespielt hat als die Aufwandmengen.

Ich wollte dann noch bei der Fungizidmaßnahme Medax Top mitnehmen und habe vorher zum Glück erstmal nachgeschaut, wo sich denn die Ähre in dem Moment befand. Also entschloss ich mich kurzum wieder dagegen und so wie ich das jetzt sehe, war die Entscheidung nicht falsch.
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Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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