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Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon Mad » Mo Jul 08, 2013 21:21

Der Tobak ist in der Fusarienanfälligkeit auf dem vorletzten Platz in Stufe 6. Das will schon was heißen. Der infiziert sich wohl sehr gut durch die Luft durch angrenzende Schläge oder er zieht die Fusarien über die Wurzel bis in die Ähre durch. Wie genau, kann man nur mutmaßen.

Bei mir steht er auch nach Raps und ich habe ihn genauso wie meinen Stoppel- und Maisweizen bei der Ährenbehandlung behandelt.

Habe vergangene Woche eine Sortendemo-Fläche besichtigt, wo sämtliche Weizensorten nach Körnermais in Mulchsaat stehen. Das heißt, man sieht viel Maisstroh, wenn man zwischen den Weizen schaut. Und da standen nun nicht wirklich viele Sorten zwischen, bei denen man sagen kann, dass sie mit Fusarien nicht wirklich ein Problem haben. Das waren eigentlich nur alle Sorten mit der Einstufung 3 und niedriger.

Aber in der 0-Parzelle der Versuchsflächen vom LLH (Vorfrucht Zuckerrüben) stand der Tobak als einzige Sorte da, die wirklich keine Blattkrankheit aufwies. Alle anderen Sorten waren ausnahmslos von Mehltau und Septoria befallen.

Ich würde beim Tobak fast schon soweit gehen, dass er einfach nur eine perfekt sitzende Ährenbehandlung mit absolutem Schwerpunkt auf Fusarien braucht.
Bild
Kreuzschiene hat geschrieben:Wenn es bei Raps in Richtung 7 Tonnen Ertrag geht, ist Lager meist nicht zu vermeiden. Ich spreche da leider aus Erfahrung.
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Mad
 
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon Nordlicht73 » Mo Jul 08, 2013 22:11

Ja, bis EC 37 war meiner auch absolut gesund, und danach also nach dann 1 l Aviator kann normal auch nichts großartiges reingekommen sein. Allerdings sieht das vorletzte Blatt jetzt richtig schlecht aus.
Was aber komisch war, und ich bis dahin auch noch nie gesehen hatte: Verteilt über die ganze Fläche waren immer mal wieder einzelne Pflanzen, wo in EC 37 das letzte voll entwickelte Blatt (also letztlich das vorletzte Blatt, aber auch nur dieses!), komplett gelb/braun war, im ansonsten komplett gesunden, dunkelgrünen Bestand.

Während der Blüte (rund 5-8 Tage nach der Osiris-Spritzung) hatten wir hier dann aber auch extrem feucht-warme Tage, mal mit viel Regen, danach einige Tage eine extreme Luftfeuchtigkeit bei hohen Temperaturen, also schon extremes Wetter. Dafür hat der Schutz gegen Ährenfusarium dann wohl doch nicht komplett ausgereicht. :(
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon countryman » Mo Jul 08, 2013 22:19

nach Aussagen auf dem Feldtag Haus Düsse wird der Tobak bzg. Fusarium von Stufe 6 auf 7 oder 8 hochgestuft...
Schade mir gefiel er gut im letztjährigen Anbau.
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon Crazy Horse » Di Jul 09, 2013 7:11

Mad hat geschrieben:Ich würde beim Tobak fast schon soweit gehen, dass er einfach nur eine perfekt sitzende Ährenbehandlung mit absolutem Schwerpunkt auf Fusarien braucht.



Mein Tobak steht in einem Fall auch neben einem letztjährigen Körnermais und der Grundstücksnachbar hat beim Dreschen das Maisstroh auch ordentlich zu mir rübergestreut (Windabtrag). Und obwohl ich aus meiner Sicht etwas zu früh die Ährenbehandlung angesetzt hab (da war die Ähre gerade mal so halb geschoben und befand sich auf einer Höhe mit dem Fahnenblatt), konnte ich jetzt am Sonntag, als ich das Angewende einmal abgelaufen bin, keinerlei taube Ähren finden.

Bodenfeuchtigkeit war zwar zu dem Zeitpunkt noch gegeben, aber es hat die Tage darauf nicht mehr groß geregnet. Für die eine oder andere Fusariuminfektion hätte es aber sicher ausgereicht.

Ich denke, dass viele einfach zu spät spritzen. Der Weizen beginnt wohl schon während des Ährenschiebens mit der Blüte. Wenn die Staubbeutel sichtbar sind und die Ähre sich bereits leicht zu spreizen beginnt, ist die Befruchtung bereits abgeschlossen.
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon NobbyNobbs » Di Jul 09, 2013 8:52

Crazy Horse hat geschrieben:@NobbyNobbs

Ich hab mir gestern einen Großflächenversuch angesehen, den die Fa. Bayer mit einigen Landwirten jedes Jahr ausrichtet. Da wurde beim Weizen in EC 37/39 0,5l Aviator XPro + 0,5l Fandango appliziert, und in die Ähre noch mal 1l Prosaro (EC 61), aber das war definitiv zu wenig. Anfällige Sorten wie JB Asano konnte man auf diese Weise nicht gesund erhalten. Die Variante mit je 0,75l Aviator XPro und Fandango sah etwas gesünder aus, hat aber auch nicht ganz ausgereicht.
Wenn der behandelte Weizen bei Dir noch so gesund ist, liegt das wohl an dem relativ hohen Strobilurinanteil. Im Twist ist er ja doppelt so hoch konzentriert (500g/l) wie im Amistar oder Acanto

Erschreckend war das hohe Maß an tauben Ähren aufgrund von Fusariuminfektionen - und das trotz einer Behandlung mit Prosaro! Ich weiß nicht, ob man gezielt einen hohen Fusariumdruck provozieren wollte, aber auf dem Boden lagen überall 30cm lange Maisstoppeln, die mittlerweile sehr mürbe waren und sich gut zerbröseln ließen.
Der Mykotoxingehalt wird sich aufgrund der langanhaltenden Trockenheit wohl in Grenzen halten, aber die vorzeitig abgestorbenen Ähren sind natürlich gut zu erkennen.

Sehr anfällig und nicht für Maisfruchtfolgen geeignet sind JB Asano und Elixer. Ich kann bei Elixer keine Verbesserung hinsichtlich der Fusariumanfälligkeit gegenüber Tobak erkennen, wobei ich sagen muss, dass sich die beiden Sorten sehr ähneln. Auch der hochgelobte und in seiner Fusariumanfälligkeit mit 3 (gering) eingestufte Estivus war relativ stark betroffen. Er lag dabei in etwa auf dem Niveau von Julius. Die Sorten der SWSeed (Pamier, Opal) waren deutlich weniger befallen. Die machten auch in puncto Blattgesundheit eine gute Figur. Sehr gut hat sich auch die Sorte Joker (DSV) präsentiert. Da war so gut wie nichts an tauben Ähren zu sehen. Auch Matrix präsentierte sich vergleichsweise gut. Das Ganze ist zwar nicht repräsentativ, weil auch nicht überall gleich viele Maisstoppeln rumlagen, soll aber mal eine erste Tendenz wiedergeben.

Nachdem es bei uns nun schon seit Wochen nicht mehr nennenswert geregnet hat und es die letzten Tage immer so an die 30°C warm war, geht das mit der Abreife mittlerweile recht schnell. Die Wasserreserven sind so langsam aufgebraucht und auch der Mais rollt schon bedenklich seine Blätter ein. So richtig loswachsen wird er wohl erst, wenn wieder etwas Nass von oben kommt. Im Moment ist er so zwischen 50 und 80cm hoch.



Ich hab ganz bewusst ne hohe Menge Strobilurin dazu gemischt. Ich wusste ja, dass hinten raus noch eine Menge Zeit bleibt und ich wollte max. Langzeitwirkung und volles Ausnutzen der physiologischen Effekte. Die (letzte) Behandlung liegt mittlerweile knappe 6 Wochen zurück. Bei meinem Rapsweizen habe ich offensichtlich mit der Einmal-Variante genau ins Schwarze getroffen, denn auch nach Doppelbehandlungen (die u.U. nicht ideal terminiert waren) sehen die Asano-Bestände mancher Kollegen wesentlich schlechter aus.
Ich muss aber sagen, dass ich auch sehr froh bin, den Stoppel-Asano zweimal behandelt zu haben. Der ist auch dort noch top gesund, aber ich habe ihm mittlerweile 10 Wochen Dauerschutz aufgebrummt und das hat über 100 Euro/ha gekostet. Die Kontrollfenster auf diesen Schlägen sehen noch wesentlich schlimmer aus als oben auf den Bildern. Dort ist kein bisschen grünes Fahnenblatt mehr zu erkennen.

Ich mach ja auch ein paar ha KM. Irgendwelche Flächen drohen immer mal im Ansatz, auf Grund nahezu 100%igem Anbau von Winterungen in der FF, zu verungrasen. Da passt das gut, wenn man einfach Phacelia drillt, ggfl. im Frühjahr abspritzt und schnell den Mais legt.
Bei mir fällt das ganze Jahr Mist von 80 Pferden an. Die Mengen hält sich zwar in Grenzen, da die auf Leinenstroh stehen, aber 30 ha werden damit im Jahr trotzdem intensiv gedüngt; und glaube mir, das Zeug ist LEGEmehl pur. Legemehl im Sinne von extrem nährstoffreich. Wenn ich da im Winter etwas zu arg dosiere und Hafer oder SG drille, liegt alles um. Der im Zuge der Vegetation frei werdende Stickstoff wird eben nur sicher vom Mais verwertet. Lange Rede, kurzer Sinn: Nach dem Mais werde ich Herbst auch mal den relativ fusariumtoleranten, spätsaatverträglichen Matrix testen. Der schwirrt mir schon seit 2 Jahren im Kopf rum und wenn das so ist, muss ich die Sorte irgendwann einfach mal testen :lol: .
Hast du schon eine neue Sorte für den Herbst in Aussicht? Wirst ja auch sicher deinen Schwerpunkt auf Tobak legen...
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon Carl Schlag » Di Jul 09, 2013 10:47

Nur obacht beim Matrix ! Die Sorte wächst verdammt schnell aus. Ich spreche aus Erfahrung. :gewitter:
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon Crazy Horse » Di Jul 09, 2013 10:48

Ich hab ehrlich gesagt keinen Grund, die Sorte zu wechseln. Pflanzenbaulich kann Tobak vollauf überzeugen. Er ist winterhart, robust, frohwüchsig, vergleichsweise trockentolerant und blattgesund und eignet sich auch für die schwächeren Böden.
Als brauchbare Alternative für unsere Region könnte ich mir auch noch den Colonia vorstellen. Der wird zwar ertraglich nicht ganz an den Tobak rankommen, ist aber etwas ährengesünder.

Ich überleg mir allerdings, ob ich mir für die Trockenlagen nicht noch eine Sorte wie Linus zulege. Das ist ein klassischer Kurzstrohweizen wie früher der Bandit mit kurzen, sehr dicht bekörnten, dicken Ähren (nur etwas gesünder). Ich muss eine solche Sorte natürlich etwas früher (ab Mitte September) säen, damit sie auch die notwendige Bestandesdichte erreicht und im Frühjahr schnell zumacht. Aber gerade in Trockenphasen, wie wir sie derzeit haben, ist bei diesem Sortentyp der Wasserverbrauch deutlich geringer. Solche Sorten lassen sich auch sehr leicht dreschen. Für Spätsaaten sind sie aber nichts.
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon 511 » Mi Jul 10, 2013 8:38

Hallo,

bei diesen hochsommerlichen Temperaturen kann man zusehen wie die Bestände (Weizen)
täglich heller werden. Am meisten fällt es mir bei der Sorte Asano auf. Ist der Asano schon
von seiner Reife soweit oder sind das vielleicht schon Trockenschäden. Mein Pamier
ist noch komplett von unten bis oben grün. Ob das gut ist ? Habe ihn natürlich mit einer etwas
erhöhter Menge Fandango & Input behandelt. Hoffentlich geht der nicht in die Notreife :( , (Schrumpfkörner)
wenn es jetzt nicht die nächste Tage nicht regnet.
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon Crazy Horse » Mi Jul 10, 2013 11:05

511 hat geschrieben:Hallo,

bei diesen hochsommerlichen Temperaturen kann man zusehen wie die Bestände (Weizen)
täglich heller werden. Am meisten fällt es mir bei der Sorte Asano auf. Ist der Asano schon
von seiner Reife soweit oder sind das vielleicht schon Trockenschäden. Mein Pamier
ist noch komplett von unten bis oben grün. Ob das gut ist ? Habe ihn natürlich mit einer etwas
erhöhter Menge Fandango & Input behandelt. Hoffentlich geht der nicht in die Notreife :( , (Schrumpfkörner)
wenn es jetzt nicht die nächste Tage nicht regnet.



Ganau DAS Problem hatte ich 2010 mit dem Pamier. Da hat's auch wochenlang nicht geregnet, aber der Pamier blieb dennoch sehr lange grün und hatte am Ende Schrumpfkörner en masse - besonders als Stoppelweizen, wo die Wurzelentwicklung vielleicht doch nicht ganz so gut war. Die Trockenheit und die hohen Temperaturen haben die Umlagerung vom Stroh ins Korn total behindert.

Der JB Asano hat zwar in dem Jahr ertraglich auch nicht das gehalten, was ich mir von ihm versprochen hab und hat auch schon recht früh Trockenschäden gezeigt (v.a. da, wo der Boden etwas flachgründiger wurde), aber die Kornausbildung war noch vergleichsweise gut.

Ich bin von beiden Sorten nicht begeistert.
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon 511 » Do Jul 25, 2013 12:46

So,
habe doch recht behalten, der Weizen z.B Pamier hat durch seine
späte Abreife bei dieser Hitze sehr kleine Körner genauso wie
mein Julius. Die Medien sprechen von spitzen Erträgen.
Meine Vermutung ist höchstens durchschnittlich bis
unterdurchschnittlich. Die Preise für die Erzeugnisse
tun ihr möglichstes dazu. So kann sich sowas in
nur 3 Wochen ändern.
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon NobbyNobbs » Do Jul 25, 2013 13:05

511 hat geschrieben:So,
habe doch recht behalten, der Weizen z.B Pamier hat durch seine
späte Abreife bei dieser Hitze sehr kleine Körner genauso wie
mein Julius. Die Medien sprechen von spitzen Erträgen.
Meine Vermutung ist höchstens durchschnittlich bis
unterdurchschnittlich. Die Preise für die Erzeugnisse
tun ihr möglichstes dazu. So kann sich sowas in
nur 3 Wochen ändern.



Abwarten. Ich glaube immer noch an eine gute Ernte. Jedenfalls auf den besseren Böden sind starke Erträge drin. Mittlerweile glaube ich aber, der Asano wird besser dreschen als der Tobak. Dieses Jahr auch etwas frühere Sorten im Programm zu haben wird jedenfalls kein allzu großer Nachteil sein. Asano hat(te) definitiv mehr Wasser zur Abreife als Tobak. Außerdem ist Tobak echt sehr spät. Das wird knapp mit der Rapsaussaat. Beide sind jedenfalls Sorten, die Ecken und Kanten haben und deren Anbau definitiv einen gewissen betriebsindividuellen Umfang nicht überschreiten sollte. Ich würde jedenfalls keine dieser Sorten zu 100% anbauen. Stichwort Risikostreuung.

Tja...Pamier... über den hab ich noch nichts Gutes gehört. Wieso ihn trotzdem noch so viele anbauen, bleibt mir ein Rätsel.
Zuletzt geändert von NobbyNobbs am Do Jul 25, 2013 13:19, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon Wini » Do Jul 25, 2013 13:10

Der früh gesäte Weizen ist hier bei uns überall bereits in der Teigreife.
Überrascht haben mit Flächen mit Türkis, den ich schon vor langer Zeit lediglich
mit einer Einmalbehandlung Juwel Top behandelt habe. Alles goldgelb und gesund.
Mal sehen was bei 600 Ähren pro m² in der nächsten Zeit gedroschen wird.
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon NobbyNobbs » Do Jul 25, 2013 13:56

Wini hat geschrieben:Der früh gesäte Weizen ist hier bei uns überall bereits in der Teigreife.
Überrascht haben mit Flächen mit Türkis, den ich schon vor langer Zeit lediglich
mit einer Einmalbehandlung Juwel Top behandelt habe. Alles goldgelb und gesund.
Mal sehen was bei 600 Ähren pro m² in der nächsten Zeit gedroschen wird.



Ich dachte du hast du Input Classic verwendet und dann noch 14 Tage nach der Blüte ein Strobilurin nach gelegt :shock: :lol: ?
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Re: Fungizid und Wachstumsregler im Winterweizen

Beitragvon Crazy Horse » Do Jul 25, 2013 14:16

511 hat geschrieben:So,
habe doch recht behalten, der Weizen z.B Pamier hat durch seine
späte Abreife bei dieser Hitze sehr kleine Körner genauso wie
mein Julius. Die Medien sprechen von spitzen Erträgen.
Meine Vermutung ist höchstens durchschnittlich bis
unterdurchschnittlich. Die Preise für die Erzeugnisse
tun ihr möglichstes dazu. So kann sich sowas in
nur 3 Wochen ändern.



Ich hab die beiden Sorten aus eben diesem Grund nicht mehr angebaut, weil sie erst sehr spät einkörnen und bei ausbleibenden Niederschlägen zu Kümmerkörnern neigen (besonders Pamier). Pamier ist was für die Höhenlagen, aber eher weniger geeignet für Lagen mit Hitze- und Trockenstress in der Abreife.

Ich hatte übrigens auch beim Tobak die Befürchtung, dass er auf meinen Trockenstandorten sehr schwach einkörnt, weil es eben auch eine spätere Sorte ist. Als ich aber jetzt am Dienstag eine erste Probe genommen hab, war ich aber absolut positiv überrascht. Der hat richtig schöne, gut mittelgroße, volle Körner und wird mit Sicherheit gut dreschen. Und auch das Stroh sah richtig schön goldgeb aus. Nur leider waren die Körner noch nicht ganz hart.
In den doch eher trockenen Gäulandschaften Unterfrankens ist Tobak eine absolute Spitzensorte. Da bekommt er auch Qualität. Wer meint, das Fusariumrisiko sei ihm zu hoch (Tobak wurde auf 7 hochgestuft), dem empfehle ich den Colonia. Der Orcas hat mich dieses Jahr auch positiv überrascht. Ich hab ihn im LSV gesehen und da war er vergleichsweise blattgesund. Orcas ist auch eine Sorte, die bei Trockenheit sicher einkörnt.

Asano war im LSV in der unbehandelten Variante eine einzige Katastrophe und ohne Ende krank. Der hatte nur noch abgestorbene Blätter und sah sogar noch schlimmer aus als der Akteur. Sehr krankheitsanfällig war auch der Kometus, und auch Estivus (Septoria) und Opal (Braunrost) hatten nicht mehr allzu viel gesunde Blattmasse. Der Patras hat mir unbehandelt auch nicht gefallen.

Ne sehr schöne, wüchsige, blattgesunde und sicher einkörnende Sorte ist Glaucus. Nur leider gibt es kaum noch Vermehrungen.
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