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gammelfleisch

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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61 Beiträge • Seite 4 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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Beitragvon farmblogger » Mo Okt 09, 2006 16:09

Moin,
bin neu hier und steige gerade erst in diesen thread ein, der ja schon recht lang läuft. Meine Anmerkungen zu den Vorrednern:

@251at
So scheint es mir in vielen Fällen gelaufen zu sein. Vielleicht wird die überlagerte und noch nicht "schlechte" Partie dann über einen Zwischenhändler billigst (um Entsorgungskosten zu sparen) weitergegeben bis zu der Person mit der notwendigen kriminellen Energie. Dann beginnt mit Umetikettierung, auftauen und als frisch verkaufen usw. erst der Betrug, um es wieder teuer in Kette zu geben.

Ich habe immer meine Zweifel, dass Gammelfleisch beim Verbraucher wirklich billig ankommt, denn irgendwer muss ja an der Sache verdienen und zwar überdurchschnittlich sonst würde sich der Betrug, verbunden mit Risiko, ja nicht lohnen. Also mal ganz plakativ gesprochen: Es würde erst richtig Sinn machen, wenn das Gammelfleisch als teures Produkt z.B. i.d. Gastronomie an den Kunden kommt. Insofern hilft es uns auch nicht weiter, den Preis als Qualitätsindikator überzustrapazieren.

Im aktuellen Fall hat auch die Qualitätskontrolle der Kunden des Gammelfleischhändlers versagt, also z.B. des Dönerproduzenten.

Die Statistik mit den Anteilen der Nahrungsmittelausgaben am privaten Verbrauch hilft nicht, um zu zeigen, wie wenig uns die Ernährung wert ist. Sie zeigt, dass es zahllose Alternativen gibt, sein Geld auszugeben und insofern bietet sich da auch ein Riesenpotenzial. Das kann aber nur nutzen, wer Präferenzen für seine Produkte schafft. Das teure Bioprodukt steht also im Wettbewerb zum neuesten Handy oder dem Besuch eines Vergnügungsparks.

Gruß
Kai

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Beitragvon gerd gerdsen » Mo Okt 09, 2006 16:13

das es auch anders geht zeigt uns mac doof, die kaufen billigstes fleisch, Kuhvorderviertel, aber immer tipp-topp frisch, da funktioniert die qualitätskontrolle weil franchis- system !
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Beitragvon farmblogger » Mo Okt 09, 2006 16:36

Wenn du "weil Franchise" so meinst, dass ein großes Franchise mit zentralem Einkauf besser ist als viele kleine unabhängige Mcd's, dann ja. Ansonsten läßt sich in Regiebetrieben natürlich auch eine funktionierende Qualitätskontrolle umsetzen.
Kai

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Beitragvon Egbert » Fr Okt 13, 2006 12:30

Eine sehenswerte Reportage :

Das Erste | Donnerstag, 12.10.06 | 22:45 Uhr
Gütestempel für Gammelfleisch?
NDR (Stern.) | Länge: 30 Minuten

Die Ohnmacht der Verbraucher
Film von Lutz G. Wetzel

Kaum ein anderer kennt die Schrecken der Lebensmittelindustrie in Deutschland so gut wie der Tierarzt Gero Beckmann. Der Veterinär war fünf Jahre im Landkreis Cloppenburg, dem Zentrum deutscher Fleischerzeuger, tätig. Dort werden pro Jahr rund 20 Millionen Tiere geschlachtet, zerlegt und verarbeitet. 150 Kontrolleure und 70 Amtstierärzte sind ständig im Einsatz. Und doch können sie offensichtlich nicht verhindern, dass immer wieder Gammelfleisch auf die Ladentheke kommt.
Die jüngsten Fleischskandale überraschen Gero Beckmann nicht. Seinen Job als Tierarzt im Landkreis hängte er schon vor Jahren an den Nagel, weil er die Massentierhaltung, in der Schlachtvieh ständig mit Antibiotika vollgepumpt wird, nicht mehr unterstützen wollte. Jetzt arbeitet er in einem großen Lebensmittel-Testlabor. Dort werden regelmäßig zahlreiche Stichproben aus deutschen Supermärkten und von Schlachtereien ausgewertet. Lutz Wetzel begleitet mit einem Kamerateam Gero Beckmann und seine Kollegen bei ihrer Arbeit. Das Fernsehteam ist dabei, wenn die Kontrolleure verdeckte Einkäufe machen und gefährliche Krankheitserreger in der Teewurst, Keime in Hähnchenkeulen und Salmonellen in Hackfleisch finden. Außerdem beobachtet das Fernsehteam Lebensmittelkontrolleure im Landkreis Cloppenburg und blickt hinter die Kulissen einer schwer durchschaubaren Branche. Wie werden Lagerhallen auf kritische Bestände kontrolliert, wie können Berge von Gammelfleisch überhaupt entstehen und gehandelt werden?

Die Landesrundfunkanstalten der ARD
Zuletzt geändert von Egbert am Fr Okt 13, 2006 15:27, insgesamt 2-mal geändert.
Es geht doch, vollkommen ohne Chemie in der Landwirtschaft
" Was wir brauchen, sind ein paar verrückte Leute; seht euch an, wohin uns die "Normalen" gebracht haben. "

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Beitragvon farmblogger » Fr Okt 13, 2006 15:10

Hat das jmd. gesehen?
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Beitragvon HobbyForstwirt » Fr Okt 20, 2006 17:01

gerd gerdsen hat geschrieben:upps was ist das denn ? ein virus ? oder warum sieht das was ich gerade geschrieben hab so seltsam aus ?
nochmals brigitta, 14 tage altes fleich, so fern es nicht in der sonne gelegen hat, sondern gut gekühlt bei max 6 grad ist nicht verdorben !


Hallo Gerd,
da kann ich dir nur teilweise zustimmen. 14 Tage bei 6 grad gelagertes Schweinefleich ist devinitiv gammelig.
Anders bei Rindfleisch, ein Rinderfilet, Rostbraten, Hüftsteak usw. sollte sogar vor dem Verzehr mindestens 3 Wochen vakuumverpackt Reifen (sonst kannst Du gleich ne Schuhsole in die Pfanne hauen) allerdings bei max 1 grad.

Hab dir mal aus meinen Unterlagen von der Meisterschule für Fleischer was rausgesucht...


Was passiert eigentlich bei der Fleischreifung?

Nach der Schlachtung behält die Muskulatur noch einige Stunden ihre physiologischen Eigenschaften (dies ist am Schlachtkörper durch Muskelzuckungen zu erkennen).

Die Muskelzellen arbeiten weiter, infolge des Stillstands der Blutzirkulation werden jedoch die Abbauprodukte (hier besonders die Milchsäure) nicht mehr vom Blut abtransportiert, sondern reichern sich in den Muskelzellen an. Durch den erhöhten Milchsäuregehalt sinkt der pH-Wert ab (dies ist durchaus gewünscht, da durch den niedrigen pH-Wert Keime abgetötet werden und sich dies positiv auf die Haltbarkeit des Fleisches auswirkt).

Aus den Glykogenvorräten (das ist der "tierische Stärkespeicherstoff") der Skelettmuskelzellen wird mit Hilfe von Enzymen ATP (AdenosinTriPhosphat) und Kreatinphosphat gebildet. Dieser Vorgang funktioniert auch noch einige Zeit anaerob (schließlich wird die Sauerstoffzufuhr durch den Blutstillstand unterbrochen). ATP hat eine Weichmacherwirkung auf die Myofibrillen (einfach: "Muskelfasern") und verhindert die Kontraktion des Muskels.

Wenn nach einiger Zeit die Glykogenvorräte aufgebraucht sind, bzw. der pH-Wert soweit abgesunken ist, daß die ATP-bildenden Enzyme geschädigt werden, tritt die Totenstarre ein (Rigor mortis). Die Muskelzellen ziehen sich zusammen und erstarren.

Im allgemeinen tritt der Rigor mortis beim Rind innerhalb von 10-24 Stunden (beim Schwein 4-18, beim Geflügel 2-4) in der folgenden Reihenfolge ein: Herz, Zwerchfell, Kopf, Hals, Rumpf, Vordergliedmaßen, Hintergliedmaßen.Würde man das Fleisch jetzt essen, wäre es zäh, trocken, geschmacklos und ungenießbar.

Erst nach 2-3 Tagen wird durch die eigentliche Fleischreifung die Totenstarre aufgelöst. Durch die Milchsäure und die Quellung des Bindegewebes wird der Zellverband aufgelockert. Dadurch können bestimmte fleischeigene Enzyme wirken und die großen kontrahierten Eiweißmoleküle werden aufgespalten. Durch diese enzymatischen Prozesse wird aus dem Fleisch erst ein genießbares, weiches, leicht verdauliches, aromatisches Produkt.

Je höher die Temperatur ist, bei der das Fleisch reift, desto schneller sind die Stoffwechselvorgänge, und desto kürzer kann die Reifezeit bemessen werden. Dementgegen steht aber der mikrobielle Umsatz vor allem an den Oberflächen des Fleisches, der bei hohen Temperaturen natürlich höher ist. Bei der Lagerung muß deshalb immer ein Kompromiß gefunden werden zwischen Reifegrad und mikrobiellen Umsatz. Das Fleisch soll ja auf keinen Fall während der Lagerung verderben!

Rindfleisch wird i.d.R. in Hälften bzw. Vierteln gereift oder aber auch zerlegt und in Vacuum verpackt. Der Reifeverlust in den ersten 24 Stunden beträgt etwa 1 % vom Grundgewicht, für jeden weiteren Tag etwa 1-2 % vom Gewicht.

Bei einem Schlachtgewicht von 400 kg und einer Reifedauer von etwa 14 Tagen, entstehen allein durch den Gewichtsverlust nicht unerhebliche Kosten pro Rind.

Gruß Andreas
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Beitragvon SHierling » Fr Okt 20, 2006 17:53

Ich hab da grade noch ein PS:
die Statistik ist im Endeffekt nichtssagend. Das durchschnittlich eeinkommen ist stärker gestiegen als man jemals essen könnte. 1850 war man froh wenn man satt wurde, dementsprechend ging ein höherer Prozentsatz der Ausgaben in Lebensmittel.

Das hast Du dann wohl völlig falsch verstanden.
Genau das, was Du da beschreibst, eben das "man heute gar nicht so viel essen kann wie man Geld verdient" ist mit der Grafik doch gemeint. Mit anderen Worten: der durchschnittliche Verbraucher könnte WESENTLICH MEHR für Lebensmittel zahlen als er tut, ohne das es ihm nennenswert weh tut.
Und dann bekäme er auch genau die Kleinbetriebe, die er gerne hätte, genau die Freilandhaltung, die ihm Peta suggeriert, und meinetwegen auch zu jedem Schweine ein eigenes Qualitätszeugnis.

Grüße
Brigitta
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Beitragvon Krampen-Kalle » Sa Okt 21, 2006 13:51

Es ist gut für alle, dass die Konsumenten nicht zu viel für Lebensmittel
ausgeben müssen. Auch für die Landwirte (indirekt)
Jede erfolgreiche Volkswirtschaft lebt davon, dass die Konsumenten
Geld für andere Sachen ausgeben können. (Milchmädchenrechnung)
Würden sie die Hälfte des Einkommens für Lebensmittel ausgeben müssen,
würden wir alle ganz ganz schnell den Bach runtergehen. :shock:
Durch welche Faktoren Volkswirtschaften beeinflusst werden, ist leider
in der Bevölkerung zuwenig bekannt.
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Beitragvon SHierling » Sa Okt 21, 2006 15:04

Naja, nur haben wir hier leider seit 30 Jahren gesättighte Märkte, und das ";Mehr Geld", das ausgegeben wird, landet auf Mallorca oder in Taiwan.
(oder gar in Thailand?!)
Und die Lebensmittel sind hierzulande so billig, wie sie den Herstellungskosten nach eigentlich nur im Ausland produziert werden können (eben drum Ausgleichszahlungen). Es ist leider unter Volkswirten noch zu wenig bekannt, das man Autos nicht essen kann ;) ;)

Grüße
Brigitta
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Beitragvon gerd gerdsen » Sa Okt 21, 2006 19:32

SHierling hat geschrieben: der durchschnittliche Verbraucher könnte WESENTLICH MEHR für Lebensmittel zahlen als er tut, ohne das es ihm nennenswert weh tut.
Und dann bekäme er auch genau die Kleinbetriebe, die er gerne hätte, genau die Freilandhaltung

Grüße
Brigitta


.... mal ganz vorsichtig nachfrag: warum gehen großbetriebe bei höheren preisen pleite, so das es wieder mehr kleinbetriebe gäbe ?
könnte es nicht auch sein das der strukturwandel dann noch mehr beschleunigt würde und ein großbetrieb gleich mehrer kleine betriebe schlucken würde, dann so quasi aus der portokasse ?
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Beitragvon gerd gerdsen » Sa Okt 21, 2006 19:40

achja wir waren beim gammelfleisch; welch eine logik, bei einem allgemeinem niedrigen preisniveau wird auch noch vergammeltes fleisch an den mann oder frau gebracht, wäre es teurer würde man es wegschmeissen ? umgekehrt wird ein schuh draus !
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Beitragvon SHierling » So Okt 22, 2006 9:43

... mal ganz vorsichtig nachfrag: warum gehen großbetriebe bei höheren preisen pleite, so das es wieder mehr kleinbetriebe gäbe ?
Die gehen nicht pleite, nur die relative Vorzüglichkeit ihrer Produkte sinkt.
könnte es nicht auch sein das der strukturwandel dann noch mehr beschleunigt würde und ein großbetrieb gleich mehrer kleine betriebe schlucken würde, dann so quasi aus der portokasse ?

Woher soll er denn da wandeln? Die Konzentration funktioniert doch nur, weil Kleine Betriebe heute keine Chance haben - wenn deren Arbeit ausreichend bezahlt wird, stehen die nicht mehr zu Verkauf, und dazu kommt, das Ein- und Umsteiger gar keine Großbetriebe mehr planen müssen, damit sich ihr Arbeitsplatz rechnet.

Es ist ja nicht wie in der Industrie, wo ein Großbetrieb aufgrund seines Produktionsvorteils wachsen kann, wie er will - Boden ist nicht vermehrbar, der Strukturwandel ist erheblich ausgebremst, wenn die Kleinen ihn nicht hergeben müssen.

Kommt dazu, daß - wie gesagt - der Verbraucher sich solche Betriebe wünscht und "selektives Einkaufen" sogar zugenommen hat in der letzten Zeit, trotz Hartz IV.

Und was das Gammelfleisch angeht - wenn mehr Kontrolliert werden soll/muss , dann muß das jemand bezahlen, so einfach ist das. Oder wolltest Du das weiter von Deinen Erzeugerpreisen abrechnen???

Grüße
Brigitta
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Beitragvon gerd gerdsen » So Okt 22, 2006 10:59

das ist ja nun nicht so das ich unbedingt recht haben will, bekanntlich gibt es auf dieser welt soviel recht das jeder eines hat :lol:
nur kann man einfach nicht leugnen das man 300 kühe mit der entsprechenden technik genauso schnell melken kan wie 50, oder beim ackerbau ist es ja noch etremer, heutige mähdrescher haben eine leistung vo 50 tonnen/stunde, dh. die machen locker 40 hektar an einem tage nackig, bei der mast ist das noch etremer, da gibts nach oben hin garkeine grenzen und die qualität der produkte nimmt ja auch nicht mit der größe des betriebes ab ... und das ist nichtmal since fiction, sondern reality, den kleinen betrieben gehts dabei heute noch garnicht schlecht, da gebe ich dir recht, haben die doch kaum fremdkapital aufgenommen, die verkaufen möglicherweise nicht, problematisch sind die mittleren, hier sind heute z.t. die verbindlichkeiten höher als der wert der betriebe, solange die bedient werden ist ja auch noch alles gut ... ich kenne aber viele die würden lieber heute als morgen aussteigen und sofamelker oder sofa ackerbauer werden . mit gammelfleisch hat das alles freilig nichts zutun, die instrumente zur kontrolle gibts schon heute, die kreisveterinärämter kennen ihre papenheimer nur sie tun nicht genug dagegen .
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Beitragvon Netti » Mo Okt 23, 2006 20:01

Wenn man Fleisch im Supermarkt fertig abgepackt kauft,kann
man nicht sehen was es für eine Qualität hat und ob es noch gut ist.
Fleisch kauft man beim Fleischer im Fachgeschäft hier bekommt man gute Qualität. Das ist zwar teurer aber Qualität hat seinen Preis auch beim Fleisch
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Prima Gammelfleisch vom 22.11.06

Beitragvon Egbert » Do Nov 23, 2006 15:00

Eigentlich prima - 100 Tonnen Gammelfleisch sichergestellt! Den fehlenden Teil haben schon die Verbraucher beseitigt. Und der Chef des Gammel-Unternehmens hat sich auf eigene Weise entzogen. In unserer Gesellschaft sind die Lasten gut verteilt, wie man aktuell sieht!

Wo waren eigentlich noch die Lebensmittel-Kontrolleure? Natürlich: Einige absolvierten ihren tariflichen Jahresurlaub. Andere hatten Freikarten für die Fußball-WM. Zum Dank für ihre Zuverlässigkeit. Als Zuwendung von den Lebensmittelherstellern, die sie seit Jahren überwachen.

Aber kam nicht der entscheidende Hinweis von einem Pilzsammler? Also waren vielleicht die Kontrolleure überbeschäftigt, zu dünn gesät oder ohne Gehör bei übergeordneten Stellen?
Leider muss man alle diese Gründe heranziehen, um die Blindheit des Staates annähernd zu erfassen. Die Karlsruher Lebensmittel-Überwachungs-Behörden hatten dem bayerischen Verbraucherministerium schon vor Monaten entscheidende Hinweise gegeben. Aber diese erwiesen sich als wirkungslos. Auch die vorausgegangenen Skandale von BSE bis zu Entenfleischgrütze in Niedersachsen haben nichts ändern können an der Wurstigkeit der Behörden. In den meisten Bundesländern stehen die Zeichen auf Abbau hoheitlicher (staatlicher) Aufgaben. Da werden Uni-Kliniken privatisiert, Forstämter, Landwirtschaftskammern und Straßenbauämter konzentriert und (auch von Bonn weg) verlegt, staatliche Lebensmittel- und Trinkwasser-Kontrollen ausgedünnt. Schlanker Staat, Entbürokratisierung und Beseitigung von Wachstumshemmnissen heißen diese Verpackungsschleifchen des Neoliberalismus. Der Bürger werde entlastet. Oder er erhalte mehr Verantwortung. Und nur der unkontrollierte Wettbewerb in einer globalisierten Welt sei erfolgreich....

Nun, die Dönerkunden haben diese Weisheiten schlucken müssen. Man kann eben nicht alles haben: Einwandfreie Nahrung erfordert funktionierende (staatliche) Kontrollen. Beides hat seinen Preis. Wer nicht bereit ist, einen ausreichenden Preis dafür zu bezahlen, muss auch bereit sein das zu schmecken: Gammelt der Staat, gammelt das Fleisch!

Mit freundlicher Gehmigung von Dr. Detmar Jobst

Quelle: http://www.rheinraum-online.de/27.0.htm ... 652783be27
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