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gammelfleisch

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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61 Beiträge • Seite 1 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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gammelfleisch

Beitragvon gerd gerdsen » Sa Sep 16, 2006 9:41

Hallo und Moin Moin,
wir ist gerade aufgefallen das es hier noch keinen Thread zum Thema Gammelfleisch gibt !
Zunächst ist mir dazu die ehemalige Ministerin für Umwelt und Naturschutz in NRW Bärbel Höhn aufgefallen, die Frau tut heute so als wenn sie schon wieder alles besser gewußt hätte, dabei ist doch erst im letzten Jahr, kurz nach ihrer Abwahl der erste Gammelfleischskandal in NRW aufgetreten, sie war dort Ministerin seit dem 27. Juni 2000 !
Letzte Woche sagte sie im Fernsehn sie würde eh "meistens" nur im Bio-Laden kaufen ! Ist das überhaupt ein Unterschied ob die Tiere die heute als Gammelfleich auftauchen, biologisch oder konventionell gehalten wurden ? Schmeißen die Bioläden das tiefgefrorene Fleisch wirklich nach einem Jahr weg wenn sie es nicht verkauft haben ? Ist hier die Gefahr nicht sogar noch viel größer als in der Indusrie, dass überlagertes Fleisch noch in den Verkauf kommt ?
Die Frage ist auch ob man hier überhaupt immer von Gammelfleisch reden kann, ich selber habe schon Fleisch aus der eigenen Tiefkühltruhe gegessen das schon über ein Jahr eingefroren war, solange das nicht aufgetaut war ist das doch nicht verdorben !
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Beitragvon Carsten » Sa Sep 16, 2006 10:22

Hallo,

ich denke es macht hier keinen Unterschied ob Bio oder Konventionell. Es liegt eher an den Großhändlern und verarbeitenden Betrieben. Das ist ein hartes Gewerbe und es wird um jeden Cent gefeilscht. Trotzdem ist das keine Entschuldigung dafür das wirklich übel riechendes verdorbenes Fleisch noch in den Handel kommt.
Gruß
Carsten
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Beitragvon unimogthorsten » Sa Sep 16, 2006 13:52

îch denke daß die Wurzel des ganzen Problems in der Geiz ist Geil-Mentalität liegt. Der Verbraucher will immer billiger einkaufen. Die Händler versuchen das zu ermöglichen indem sie ihre Großhändler im Preis drücken die wiederum ihre Lieferanten oder Erzeuger drücken. Das geht sicher bis zu einem gewissen Punkt ohne Probleme, nur irgendwann ist der Punkt überschritten. Und dann?? Der Verbraucher sagt "ich will noch billiger kaufen", also fängt sich der Teufelskreis an zu drehen. Jeder gibt den Druck weiter bis er mal beim letzten in der Erzeugerkette angelangt ist der dann die berühmte A.....karte hat. Und irgendwo dazwischen tauchen dann die Lager mit den alten abgelaufenen Produkten auf. Die werden nun zu Geld gemacht, ist doch egal ob das Haltbarkeitsdatum seit 4 Jahren abgelaufen ist, Hauptsache billig eingekauft und mit maximalem Gewinn weiterverscherbelt. Und wenn mal was davon auftaucht wird schnell ein Konkurs hingelegt und Tage später unter neuer Geschäftsführung wieder eröffnet.
Die tolle Idee der Politik die Namen der Firmen zu veröffentlichen halte ich für gewagt. Die großen Chefs haben ihre Kohle sicher gebunkert, die Leidtragenden sind dann mal wieder die Mitarbeiter die ihre Jobs los sind wenn der Laden nichts mehr verkauft. Mein Vorschlag: die Verantwortlichen müßten ihre Produkte selber essen bis die Lager leer sind. Gehts gut haben sie Glück, wenn nicht......... Sicher ein drastischer Vorschlag der in unserem humanen Strafrecht nie umgesetzt wird. Die bekommen dann halt 100000 Euro Geldstrafe, haben vorher aber Millionen verdient. Warum schöpft man nicht die Gewinne und Vorstandsgehälter der letzten 5 Jahre als Strafe ab? Ach so, ja, das kostet dann ja wieder Arbeitsplätze. Ist doch egal, deustche Metzger wurden eh entlassen und durch Polen, Russen, Rumänen ersetzt die billiger arbeiten und nicht fragen wenns mal unangenemh riecht.
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Beitragvon SHierling » Sa Sep 16, 2006 14:19

Hallo,
Mein Vorschlag: die Verantwortlichen müßten ihre Produkte selber essen bis die Lager leer sind.
- ja, das haben sie doch!
Trotzdem ist das keine Entschuldigung dafür das wirklich übel riechendes verdorbenes Fleisch noch in den Handel kommt.

Wenn ich ehrlich bin, versteh ich die ganze Aufregung eigentlich nicht. Da ist tonnenweise (!!) billigster Dreck verkauft, verarbeitet und vermarktet worden - und die Kunden haben den widerspruchslos bezahlt, ohne Beschwerde gegessen, und es ist ganz offensichtlich niemandem schlecht bekommen.
Wenn "der Verbraucher", der ja angeblich unser aller Richtschnur sein soll, so weit ab von jedem Qualitätsbegriff ist, das er gammeliges Fleisch tonnenweise bezahlt und ißt, nur weil es billig und/oder praktisch ist, dann hat er das - sorry - nicht besser verdient.
Und wenn dieser Skandal dazu führt, das die Leute wieder mehr Frischwaren kaufen anstatt überwürzte und hochverarbeitete Convenience-Produkte, um so besser!
Beim Schlachter gibt es kein Gammelfleisch.

Grüße
Brigitta
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Beitragvon Gast » Sa Sep 16, 2006 15:38

1.) Fleisch als Spekulationsobjekt
2.) Schlamperei in der Logistik der Handelsunternehmen und Kühlhäuser
( ich empfehle hier "nicht ablösbare RFID Etiketten" - ein neuer Markt )
3.) Korruption und falsche Aufgabenstellung in den Vet.ämtern, mehr Manpower bei den Händlern und weniger in den Ställen
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Beitragvon Bananajoe » Sa Sep 16, 2006 16:22

Ich frage mich nur wieso man nicht auf die Idee gekommen ist das Fleisch ähnlich den Eiern zu kennzeichnen. Dürfte zwar mit mehr Aufwand als bei Eiern verbunden sein, man weiß jedoch von welcher Kuh das Fleisch stammt, wann sie geschlachtet wurde, folglich ob das Fleisch schon älter und nur frisch deklariert wurde oder es sich um Frischware handelt.
Klar kann man da auch leicht schummeln, aber da sollten schärfere Kontrollen (und nicht solche wie sie stattgefunden haben, ich sag nur *brrr, ist mir im Kühlhaus zu kalt, ich komm nächsten Do wieder*) helfen
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Beitragvon Gast » Sa Sep 16, 2006 17:34

Bananajoe, hast du schonmal probiert vom Ei ein Stück abzuschneiden ?

Gut beschriftbar sind die Eier ja auch.
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Beitragvon Geronimo » Sa Sep 16, 2006 18:11

Fleisch kauft man nicht tiefgefroren, sondern frisch.
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Beitragvon JD 940 » Sa Sep 16, 2006 18:14

Klüh_Reinhold hat geschrieben:Bananajoe, hast du schonmal probiert vom Ei ein Stück abzuschneiden ?

Gut beschriftbar sind die Eier ja auch.


wenn´s geschält is geht das schon :!: ansonsten schwierig
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Beitragvon gerd gerdsen » Sa Sep 16, 2006 18:16

Kone77 hat geschrieben:Fleisch kauft man nicht tiefgefroren, sondern frisch.

nun ist es aber manchmal so, dass man nicht zeitgleich alle schlachttiere frisch vermarkten kann, da ist die tiefkühlkette schon eine gute möglichkeit, wenn hier von fleisch geredet wird das 6 jahre über dem verfallsdatum ist dann ist das sicher eingefroren, sonst wäre davon nichts mehr übrig :)
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Beitragvon Geronimo » Sa Sep 16, 2006 18:22

Das tiefgefrorene Fleisch wird hauptsächlich an die Lebensmittelindustrie oder an die Gastronomie verkauft, weniger an Endverbraucher.
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Beitragvon Gast » Sa Sep 16, 2006 19:33

Als Kind habe ich 1978 Würstchen aus Dosen gegessen deren Haltbarkeitsdatum im Jahr 1969 abgelaufen war. Haben ganz lecker geschmeckt. Die Dosen waren jedoch top in Ordnung. Die Dosen wo ungeniessbar waren, waren aufgebläht ( Botulismus !! ). War ne alte Fleischwarenfabrik, cooler Spielplatz, Ratten mit dem Luftgewehr abknallen usw. man konnte alles machen, wo sich heute Mütterinitiativen dagegen etablieren. Gammelfleisch als Döner richtig durchgegart und gut gewürzt, da passiert nicht viel. Höchstens Koppweh vom hohen Histamingehalt. Über was regen die sich auf ? Gibt genug Leute in diesem Lande, die aus Mülltonnen leben.
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Beitragvon dummbax » Sa Sep 16, 2006 19:52

Findet Ihr nicht, das Ihr den Verbraucher überschätzt?
Döner kostet nunmal 2.50€ in der Grossstadt!
Rechtfertigt das den Einsatz von Gammelfleisch?
Weder Konsument noch Dönerbudenbesitzer sind schuldig!!
Gruss Peter
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Beitragvon unimogthorsten » Sa Sep 16, 2006 20:05

wer dann???
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Beitragvon dummbax » Sa Sep 16, 2006 20:14

DER GROSSHANDEL??
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