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Inflationsrate
Von Friederike Marx, Jürgen Bätz, dpa und Jürgen Sabel, dpa-AFX
Wiesbaden/Washington (dpa) - Teuerungsschub in Deutschland: Angeheizt vor allem von höheren Energiepreisen sprang die Inflationsrate im Juli auf den höchsten Stand seit fast 30 Jahren. Die Verbraucherpreise lagen um 3,8 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats.
Das Statistische Bundesamt bestätigte am Mittwoch vorläufige Daten. Einen höheren Wert hatten die Statistiker zuletzt im Dezember 1993 mit damals 4,3 Prozent ermittelt. Auch in den USA bleibt die Inflation auf hohem Niveau. Die befürchtete Beschleunigung blieb aber aus. Im Juli lag die Jahresrate bei 5,4 Prozent.
Rohölpreise haben sich erholt
Ökonomen führen den Anstieg der Verbraucherpreise auf beiden Seiten des Atlantiks auch auf vorübergehende Faktoren der Erholung nach dem schweren Konjunktureinbruch in der Corona-Krise zurück. Eine Rolle spielen dabei die Rohölpreise. Diese waren mit Ausbruch der Krise im vergangenen Jahr wegen geringer Nachfrage auf dem Weltmarkt eingebrochen. Seither haben sie sich erholt.
In Deutschland sind zudem seit Januar 25 Euro je Tonne Kohlendioxid (CO2) fällig, das beim Verbrennen von Diesel, Benzin, Heizöl und Erdgas entsteht. Im Juli stiegen die Energiepreise kräftig um 11,6 Prozent. Vor allem für Heizöl (plus 53,6 Prozent) und Sprit (plus 24,7 Prozent) mussten Verbraucher in Deutschland deutlich tiefer in die Tasche greifen als ein Jahr zuvor. Ohne Berücksichtigung der Energieprodukte hätte die Inflationsrate nach Angaben der Wiesbadener Statistiker im Juli bei 2,9 Prozent gelegen.
Mehrwertsteuer wieder regulär
Daneben spielt hierzulande auch ein sogenannter Basiseffekt eine gewichtige Rolle: Um den Konsum in der Corona-Krise anzukurbeln, hatte der Bund die Mehrwertsteuer befristet vom 1. Juli 2020 bis zum 31. Dezember 2020 gesenkt. Seit Januar 2021 gelten wieder die regulären Mehrwertsteuersätze, Waren und Dienstleistungen werden also tendenziell wieder teuer.
Ökonomen halten in den kommenden Monaten Jahresinflationsraten in Deutschland von an die fünf Prozent für möglich. Dabei handelt es sich aus ihrer Sicht aber um ein vorübergehendes Phänomen. So sieht das gewerkschaftsnahe Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) keinen Grund für «Inflationspanik». Der Chefvolkswirt des Bundesverbandes der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR), Andreas Bley, rechnet im kommenden Jahr wieder mit einer maßvolleren Teuerung unter zwei Prozent.
Europas Währungshüter streben für den Euroraum eine jährliche Teuerungsrate von zwei Prozent an und sind dabei zumindest zeitweise bereit, ein moderates Über- oder Unterschreiten dieser Marke zu akzeptieren. Der harmonisierte Verbraucherpreisindex HVPI, den die EZB für ihre Geldpolitik heranzieht, lag in Deutschland im Juli um 3,1 Prozent über dem Niveau des Vorjahresmonats. In der Eurozone insgesamt legten die Verbraucherpreise im Juli nach ersten Daten des Statistikamtes Eurostat im Jahresvergleich um 2,2 Prozent zu.
In den USA brummt die Konjunktur
In den USA lag die Jahresinflationsrate im Juli wie schon im Juni bei 5,4 Prozent, wie das Arbeitsministerium in Washington mitteilte. Weiterhin treiben Lieferengpässe und die steigende Nachfrage die Teuerung an. Allerdings ist der zuletzt massive Preisanstieg bei Gebrauchtwagen laut Arbeitsministerium gebremst worden.
Nach dem coronabedingten Einbruch der US-Wirtschaft im vergangenen Jahr brummt die Konjunktur inzwischen. Viele Bereiche, darunter die Gastronomie und der Einzelhandel, klagen über einen Mangel an Arbeitskräften, der wiederum zu höheren Stundenlöhnen führt. Experten warnen zudem, dass der boomende US-Immobilienmarkt mittelfristig zu höheren Mieten führen könnte, was wiederum die Inflationsrate anheizen würde.
Die Notenbank Federal Reserve (Fed) strebt für die USA langfristig eine Inflationsrate von durchschnittlich rund zwei Prozent an, wobei kurzfristige Ausschläge nach oben ausdrücklich toleriert werden. Zentralbankchef Jerome Powell räumte im Juli ein, die Inflationsrate werde wohl auch «in den kommenden Monaten» noch über dem Fed-Ziel liegen. Der Preisanstieg sei aber durch «vorübergehende Faktoren» der Erholung nach der Corona-Krise begründet und werde wieder nachlassen. Falls die Inflation doch längerfristig über dem Ziel liegen sollte, würde die Fed ihre «Werkzeuge» nutzen, um die Preisstabilität zu garantieren, so Powell.
Mit einer Leitzinserhöhung, die die Konjunktur dämpfen würde, rechnen Analysten jedoch bis auf Weiteres nicht. Erwartet wird aber, dass die Fed womöglich im September ankündigt, in den kommenden Monaten damit zu beginnen, ihre lockere Geldpolitik etwas zu drosseln. Bislang kauft die Notenbank monatlich Papiere im Wert von rund 120 Milliarden US-Dollar, um die Märkte mit Liquidität zu versorgen und damit die Konjunktur zu stützen.
Eine Straffung der Geldpolitik im Euro-Raum ist dagegen vorerst nicht in Sicht. Die EZB bekräftigte jüngst ihren Kurs mit Zinsen auf Rekordtief und milliardenschweren Anleihenkäufen.
Statistisches Bundesamt zur Inflation in Deutschland
julius hat geschrieben:Da hab ich gerade gesehen die Biontech ist in nur 1 Jahr über 400 % Gewinn gestiegen.![]()
Bei der Aktie war ich leider zu langsam.
Und die wird wohl weiter steigen weil Corona noch lange nicht zu Ende ist aber jetzt einsteigen ist mir zu spät.
Da warte ich auf einen Rücksetzer kauf billiger und verkauf dann
julius hat geschrieben:Ja gut, die eine Aktie ist gefallen aber der Dow Jones hat gerade das Allzeit Rekordhoch erklommen der Dax auch fast Allzeit Rekord.
Heisst dann derzeit schon alles hoch bewertet auch wenn einzelne Aktien mal fallen.
Wenn ich mir den Kurs von Biontech ansehe in 1 Jahr immer noch + 300 % Gewinn.
Ich hoffe immer noch das so ein ähnlicher Rücksetzer kommt so wie im März 2020 wo dann alles nochmal kurz und kräftig fällt. Dann kann man mit Rabatt billig einkaufen.
Die Corona Zahlen gehen doch weltweit jeden Tag weiter hoch da stehen die Chancen nicht schlecht das es nochmal für kurze Zeit rummst und dann muss man schnell zugreifen.
julius hat geschrieben:Früher war das einfacher. Da hat man einfach für 8 % Zinsen sein Geld sicher auf die Bank gelegt und dann hat das Geld von selber gearbeitet und sichere Rendite eingefahren.
Heute verlangen diese Banditen Strafzinsen auf dem Konto.
Ja ich weiss die Bank kann nichts dafür verantwortlich sind diese unfähigen Politiker.
Die mussten die Welt retten mit unseren Billionen Steuergelder und wegen ihrer Überschuldung wird der Zins unten gehalten. Verbrecher sind das aber das schlimmste wird sein das die unfähigen Alt Parteien wiedergewählt werden und es wird sich überhaupt nichts ändern.
julius hat geschrieben:Warum nimmst dann keinen Kredit auf dann kannst dich selber dumm und dämlich verdienen ?
julius hat geschrieben:Früher war das einfacher. Da hat man einfach für 8 % Zinsen sein Geld sicher auf die Bank gelegt und dann hat das Geld von selber gearbeitet und sichere Rendite eingefahren.
Heute verlangen diese Banditen Strafzinsen auf dem Konto.
Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet
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Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP
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Werte schätzen
]julius hat geschrieben:Früher war das einfacher. Da hat man einfach für 8 % Zinsen sein Geld sicher auf die Bank gelegt und dann hat das Geld von selber gearbeitet und sichere Rendite eingefahren.
Isarland hat geschrieben:julius hat geschrieben:Warum nimmst dann keinen Kredit auf dann kannst dich selber dumm und dämlich verdienen ?
Brauch ich nicht. Mir langts so locker.Für den neuen Stall werden wir ein paar Lutscherl aufnehmen. Ist mir lieber wie das Spekulationsgschmarri.
ich bin mir sicher,dass die tante die zinsen sicherlich nicht bei der einkommenssteuer erklärt hatte.
julius hat geschrieben:
Heute verlangen diese Banditen Strafzinsen auf dem Konto.
Ja ich weiss die Bank kann nichts dafür verantwortlich sind diese unfähigen Politiker.
DWEWT hat geschrieben:Die Nullzinsen sind eine Subventionierung der Wirtschaft. Zusammen mit der Kapitalertragssteuer ist das die größte Subventionierung. Dagegen sind die Förderungen der Landwirtschaft mini-peanuts. Wird leider immer genau gegenteilig dargestellt.
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