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Gibt's denn das??

Alles was nicht zu anderen Themen passt, hat hier seinen Platz.
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Re: Gibt's denn das??

Beitragvon Zement » Di Aug 20, 2019 13:55

Wer weiß wie der Vorbesitzer damit umgegangen ist ?
Das soll keine Unterstellung sein , aber wie es sein kann : " immer gut damit umgegangen , nur einmal vollbeladen und festgefahren , rausgezogen leicht schräg ;-)
.
Alles nur Mutmaßungen , der Bruch ist schon komisch , nicht an der Schweißnat , die Achse ist auf der eine Seite diagonal gerissen , merkwürdig .
Olli der Astroturfing
https://www.youtube.com/watch?v=UTPS14A37_s
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Re: Gibt's denn das??

Beitragvon Qtreiber » Di Aug 20, 2019 14:51

Zement hat geschrieben:Wer weiß wie der Vorbesitzer damit umgegangen ist ?
Das soll keine Unterstellung sein , aber wie es sein kann : " immer gut damit umgegangen , nur einmal vollbeladen und festgefahren , rausgezogen leicht schräg ;-).

Der Anhänger war 1 Jahr alt, als Togra ihn übernommen hat......
Im übrigen bin ich der Meinung, dass ich hier ENDLICH gelöscht werden möchte.
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Re: Gibt's denn das??

Beitragvon Neo-LW » Di Aug 20, 2019 16:02

oin,

Zement hat geschrieben:Wer weiß wie der Vorbesitzer damit umgegangen ist ?
Das soll keine Unterstellung sein , aber wie es sein kann : " immer gut damit umgegangen , nur einmal vollbeladen und festgefahren , rausgezogen leicht schräg ;-)
.
Alles nur Mutmaßungen , der Bruch ist schon komisch , nicht an der Schweißnat , die Achse ist auf der eine Seite diagonal gerissen , merkwürdig .



Da ist nichts 'merkwürdig'.

Das ist ein ganz klassischer Ermüdungsbruch mit Versagen in der WEZ und im Kaltverformten Bereich.

Ursache: Horizontale Dauerschwingbeanspruchung aus Wechselbiegung.

Wenn man selbst keinen Gewinn aus der Sache ziehen will,
bleibt nur das KBA.

Natürlich versucht der Hersteller, das Abzuwiegeln.
Es wären ja sehr hohe Kosten, alle Achsen der je ausgelieferten Hochlader zu tauschen.
Aus eigenem Antrieb macht der Anhängerhersteller gar nichts.

Man müsste mal das Typenschild der Achse anschauen.
Wer hat denn die Ache gebaut ?
Knott, Westfalia, Peitz, ... ?

Dann dem Achsenhersteller auf den Fuß treten.


Olli
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Re: Gibt's denn das??

Beitragvon DST » Di Aug 20, 2019 19:02

Lonar hat geschrieben:
DST hat geschrieben:...
.


Kann doch nicht sein das da eine Achse aufeinmal drunter weg bricht. Das ist ja keine Klappenverriegelung oder Kennzeichenbeleuchtung...


So ganz "aufeinmal" war es jetzt nicht, das sieht man am Bruchbild.
Es hat halt solange "noch" gehalten bis der letzte Rest noch gar abgerissen ist.

Manche Schäden kündigen sich an oder werden rechtzeitig erkannt, manche eben nicht.

Hier wurde der Schaden eigentlich noch rechtzeitig erkannt, bevor größeres Unheil geschehen konnte.
Erfahrungen macht man erst dann wenn man Sie bereits gebraucht hätte.......
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Re: Gibt's denn das??

Beitragvon Qtreiber » Di Aug 20, 2019 19:28

DST hat geschrieben:
Hier wurde der Schaden eigentlich noch rechtzeitig erkannt, bevor größeres Unheil geschehen konnte.

So - positiv - kann man es auch sehen. :)
Im übrigen bin ich der Meinung, dass ich hier ENDLICH gelöscht werden möchte.
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Re: Gibt's denn das??

Beitragvon DST » Di Aug 20, 2019 20:15

togra hat geschrieben:
DST hat geschrieben:Was meint ihr wird ein teueres Gutachten bringen?

Den schriftlichen Beweis das die Achsaufhängung gebrochen ist.

Zunächst mal wird der Ton schärfer werden....

Und außerdem geht es mir hier ganz sicher nicht ums Geld oder irgendwelche persönlichen Ansprüche.
MIR geht es vorrangig bzw. eigentlich nur darum, Schaden von Anderen abzuwenden.

Schreib doch hier den Hersteller, und du hast schon einige hellhörig gemacht.

Oder hast Du zwischenzeitlich alle Besitzer eines solchen Anhänger-Modells angerufen und Ihnen gesagt, dass sie Ihre Achsaufhängungen mal Röntgen sollen?
Nein?
Beruflich muß ich auch gelegentlich Rückrufaktionen disponieren.
Kurz gesagt: der Hälfte aller Betroffenen ist es Scheißegal!
Man muß mehrfach hinterhertelefonieren und gut zureden damit manche Zeitgenossen Ihre Maschine mal gnädigerweise zwei Stunden zur Verfügung stellen. (Wohlgemerkt werden solche Rückrufaktionen meist beim Kunden durchgeführt, es entsteht also keinerlei Transportaufwand, und nullkommanull Kosten für den Kunden!
Der Kunde bekommt eine kostenlose technische Aufrüstung bei sich daheim vor der Haustür angeboten und jammert noch rum das Ihm das jetzt gerade überhaupt nicht passt??

Kleines Beispiel aus jüngster Vergangenheit:
Nur neun läppische Maschinen betroffen.
Sechs erreichbar.
Eine in Insolvenzmasse verschollen.
Eine vom Kunden weiterverkauft und der Kunde bekommt es nicht auf die Reihe nach dem fünften Anruf endlich die Adresse vom neuen Eigentümer rauszusuchen und geht jetzt gar nicht mehr ans Telefon.
Eine Maschine 500km entfernt für die nächsten Monate.

Satte 33% werden also nicht umgebaut!

Jetzt finde mal nach fast 10 Jahren die ganzen produzierten Anhänger wieder, mach alle Besitzer und auch Benutzer ausfindig, und bekomme diese auch ans Telefon.
Dann überrede diese während der Öffnungszeiten zum nächsten geeigneten "Anhängerkrankenhaus" zwecks Röntgengerät zu fahren.
Viel Erfolg.
Sack Flöhe hüten ist einfacher.

Besteht dann also nicht die Gefahr, dass noch mehrere von diesen Fahrzeugen unterwegs sind...und die nächste Achse vielleicht auf der Autobahn wegfliegt?
Vielleicht sogar schon morgen in DEINE Frontscheibe???
Denk' mal drüber nach....

Du darst mir glauben dass ich über solche Sachen schon des Öfteren nachgedacht habe.
Diesen Februar hatte meine Frau am 1er BMW einen Reifenplatzer an der Vorderachse, durch einen Federbruch verursacht. Bei Schneeglatter Straße kam Sie dadurch auf die Gegenspur. Gottseidank nix passiert.
Genau vier Tage und 80km vorher hatte ich nen Ölwechsel gemacht und bin dann zur Probefahrt auf die Autobahn um den DPF mal wieder freizubrennen, bei Höchstgeschwindigkeit.

Also - meine Frau könnte Tot sein, ich könnte Tot sein, andere könnten Tot sein,
- durch geplatzte Reifen, durch lose Anhängerachsen, durch Steinewerfer....

Ganz nebenbei: das Auto ist sehr gepflegt, wurde immer anständig gefahren und die Radaufhängung wurde definitiv nie überlastet.

von dem 1er Bmw gibt es wohl ein paar hundertausend mehr auf Deutschen Straßen, im Internet findet man hunderte Beiträge zu Federbrüchen, und dennoch gibt es keinen Rückruf seitens des Herstellers.


Und wenn ich dann immer was von "gewerblichem Einsatz" lese.....tssss....als ob jeder Gewerbetreibende ohne Ausnahme nur hirnlos seine Fahrzeuge schlachtet...
Dieser Hänger wurde/wird als "absolutes Profimodell" beworben; gebaut für "höchste Ansprüche" und "extreme Langlebigkeit" unter "schwersten Einsätzen"..... :roll:

Die Bezeichnung "gewerblich" bezieht sich bei mir auf eine reduzierte Garantiezeit und eine in der Regel deutlich höhere Laufleistung als im privaten Gebrauch.
Durch die höhere Laufleistung entsteht auch eine im gleichen Maße höhere Belastung. Beim PKW hat man noch den KM.Zähler als Maß, beim Hänger bleibt nur das Alter.
Was welcher Hänger in welcher Zeit geleistet hat kann man halt im Normalfall nicht nachweisen.


Und selbst an niedrigeren Ansprüchen gemessen hat dieser Anhänger noch nichts (in Worten: NIX) geleistet. Null Komma Null.
Wenn ich da unsere anderen Anhänger ansehe, die teilweise älter sind und wirklich ran müssen....

Da Anhänger anscheinend des öfteren Überladen werden kann man eigentlich davon ausgehen das ein solcher Schaden bei deinem Anhängertyp schon viel häufiger aufgetreten sein muß.

Westi hat geschrieben:Selbst wenn es konstruktiv nicht ideal ist, hat es immerhin 10 Jahre gehalten.

Nochmal zur Verdeutlichung:
Hier waren nicht die Bremsen runter, ein Motor verschlissen oder mal eine Bordwand krumm; hier hat ein Fahrzeug seine komplette Achse verloren.
Im völlig normalen Betrieb. Ohne Chance, es vorher zu erkennen. Augenscheinlich durch einen Konstruktionsfehler.
Nur mit Glück hat es nicht etliche Tote gegeben.

Gleiches gilt auch für einen Federbruch

Für mich alles Gründe, eben nicht die Klappe zu halten.
Und wenn nur ein einziger Mensch das hier gelesen und einen Riss an seinem Anhänger dadurch rechtzeitig entdeckt hat, habe ich alles richtig gemacht.
Meiner Meinung nach

Und ob mich jetzt einer dafür feiert oder nicht, und/oder am Ende des Tages ein paar Kröten, vielleicht Achsen oder gar ein neuer Hänger rausspringen, ist mir völlig egal.
Auf Deutsch: Ich will keinen Applaus, kein Geld und auch keinen neuen Anhänger.


Darum geht es auch nicht.
Aber hier viel Zeit und finanziellen Aufwand reinzustecken wird vermutlich auch nicht von Erfolg gekrönt sein.
Die Punkte die dagegensprechen wurden schon genannt,
- fast 10 Jahre alt
- kein Nachweis der korrekten Beladung möglich
- kein Nachweis der Laufleistung möglich
usw.

Ich will dir hier nichts ausreden oder schlecht reden, aber irgendwelche imaginären Chancen rede ich dir auch nicht ein.

Rechtlich gibt es keine Möglichkeiten.
Kulanz hat der Hersteller abgelehnt.

Den Vorschlag von @Berlin mit der Meldung ans KBA finde ich hierbei auf jeden Fall sinnvoll.
(Melden ja, alles andere liegt da nicht in deinem Ermessen)

Und auch dem Tüv Prüfer würde ich darüber informieren, nicht als Kritik sondern als Sensibilisierung für die Zukunft.
Evtl. hat der Tüv ne interne Datenbank oder sowas änliches, wo solch gravierenden Fälle auch allen anderen Prüfern mitgeteilt werden.
Damit könntest du vermutlich mehr erreichen als wie mit Rechtsanwaltsbriefen oder Gutachten.

Vielleicht seh ich es auch zu negativ oder bin schon zu sehr abgestumft.
Ich würde nen Haken an die Sache machen und Vorwärts schauen.
Meine knappe Zeit ist mir für so einen Kampf gegen Windmühlen zu Schade.

In diesem Sinne :prost: nichts für ungut.
Wäre schön wenn du zu geeigneter Zeit ein Abschlußergebnis schreibst.

Gruß Daniel
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Re: Gibt's denn das??

Beitragvon Westi » Di Aug 20, 2019 20:29

Habe heute mal etwas genauer auf Anhänger geachtet, die ich im Straßenverkehr zufällig gesehen habe.
Also 4 von 5 hatten die Bleche genauso eingebaut wir in diesem Fall. Nur einer hatte mehrere kleine Bleche eingebaut.
Also scheint das schon so Standard zu sein - quer durch die Hersteller und Größen.
Was ich freilich nicht sehen konnte war, wie es „innerhalb“ der Bleche ausgesehen hat.
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Re: Gibt's denn das??

Beitragvon T5060 » Di Aug 20, 2019 21:11

Das ist die Hinterachse an einem Tandemfahrwerk. Die hat ihre Belastung, besonders dann wenn hinten statt Slicks ordentliche Reifen drauf sind.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Gibt's denn das??

Beitragvon togra » Di Aug 20, 2019 22:36

DST hat geschrieben:Kurz gesagt: der Hälfte aller Betroffenen ist es Scheißegal!

Mag sein. Dann hat man aber wenigstens als Hersteller seine Pflicht getan.
DST hat geschrieben:Jetzt finde mal nach fast 10 Jahren die ganzen produzierten Anhänger wieder, mach alle Besitzer und auch Benutzer ausfindig, und bekomme diese auch ans Telefon.

Wäre ein Leichtes für das Kraftfahrt-Bundesamt.
Hersteller teilt die betroffenen Fahrgestellnummern mit und das Amt schreibt die Halter (automatisiert) an mit Fristsetzung, sonst Stillegung.
So erwischt man zumindest alle in Deutschland zugelassenen Modelle.
Ob die Halter dann auch reagieren steht natürlich auf einem anderen Blatt....
DST hat geschrieben:Die Punkte die dagegensprechen wurden schon genannt,
- fast 10 Jahre alt
- kein Nachweis der korrekten Beladung möglich
- kein Nachweis der Laufleistung möglichusw.

Laut Olli ist aber nachweisbar, dass die Konstruktion wohl selbst bei Leerfahrt nicht (dauer)tauglich ist.
Und von einem im Musterland des Maschinenbaues konstruierten Fahrzeug erwarte ich einfach, dass zumindest das Fahrgestell unter normalen Bedingungen so lange hält, bis erhebliche Korrosion ansetzt.
DST hat geschrieben:Hier wurde der Schaden eigentlich noch rechtzeitig erkannt,

Da wurde nichts "erkannt"...ich habe riesen Glück gehabt, nicht für ein oder mehrere Tote verantwortlich zu sein. Nur Minuten und ein angewöhnter Rückspiegelblick auf's Gespann in jeder Kurve haben mich davon getrennt.
Normalerweise fühle ich mich unsterblich :wink: , aber am Freitag Vormittag war ich die zu tröstende Ente im Hühnerstall :regen: .
Ich wünsche niemandem, jemals in so eine Situation zu kommen.
DST hat geschrieben:In diesem Sinne nichts für ungut.Wäre schön wenn du zu geeigneter Zeit ein Abschlußergebnis schreibst.

Ist akzeptiert :prost:
Werde ich machen.

Neo-LW hat geschrieben:Dann dem Achsenhersteller auf den Fuß treten.

Die Achse ist von Knott.
Tut aber wahrscheinlich nix zu Sache, weil der Fahrzeughersteller die ja so "ungünstig" befestigt hat, oder nicht?
Oder meinst Du, die Achse ist bis Unterkante Fahrzeugrahmen so zugeliefert worden?
Zement hat geschrieben:Wer weiß wie der Vorbesitzer damit umgegangen ist ?

Spar' Dir bitte Deine Schreibarbeit bezgl. dieses Themas.
Der Vorbesitzer ist ein Familienmitglied und ich kann meinen ganzen Körper dafür ins Feuer legen, dass da alles passt.
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Re: Gibt's denn das??

Beitragvon togra » Di Aug 20, 2019 22:41

Westi hat geschrieben: Habe heute mal etwas genauer auf Anhänger geachtet, die ich im Straßenverkehr zufällig gesehen habe. Also 4 von 5 hatten die Bleche genauso eingebaut wir in diesem Fall. Nur einer hatte mehrere kleine Bleche eingebaut.

Also ich bin natürlich auch alle unsere Anhänger durchgegangen und habe am Wochenende mich mal ein Wenig bei Freunden umgeschaut.
Nicht einer davon ist so liederlich konstruiert.
Bleche haben die auch, aber alle sind gefühlt um den Faktor 20 stabiler gebaut/ausgestrebt.
Deswegen halten die auch und werden selbst im Gewerblichen Einsatz 30 Jahre alt und älter.
Vorher ist alles andere morsch.
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Re: Gibt's denn das??

Beitragvon togra » Di Aug 20, 2019 23:13

Kleines Update zur Herstellerrückmeldung:
Auch in der 2. Mail habe ich nochmals freundlich darum gebeten, ob sich nicht jemand den Schaden wenigstens ansehen wolle.
Kein Wort von Regress, Schadensersatz oder sonst was...

Nein, man antwortet wiederholt barsch und sehr bestimmt, dass nur Überlastung schuld sei und man lediglich Kontakt zu einem Händler für die Achsen herstellen könne.
Dass diese dort von uns zu völlig normalen Preisen bezogen werden können und nicht mal geringstes Entgegenkommen des Fahrzeugherstellers auch nur in Erwähnung gezogen werden braucht, wurde nochmals deutlich hervorgehoben. Obwohl ich nicht mal danach gefragt hatte....
So deutlich, dass es für mich schon frechste Arroganz ist:

Sinngemäß:
"Du blöder Kunde hast 5 tonnen auf Deinen Anhänger geladen und bist dann mit 100 über eine Bushaltestelle gefahren, also verpiss' Dich.
Außerdem bist Du eh doof und hast keine Ahnung, also halt gefälligst die Klappe"

So sieht also Kunden"betreuung" bei einem großen, namhaften Anhängerhersteller aus.

Obwohl nicht mal ein einziger Anspruch formuliert wurde...so etwas hatte ich nicht erwartet.
Da muss ich erst mal eine Nacht drüber schlafen, was ich da antworte :wink: .

Parallel dazu habe ich mal fiktiv die Hersteller unserer anderen Anhänger angeschrieben, wie sie sich in einem solchen Fall verhalten würden.
Da kam dann sinngemäß von beiden das Gleiche: "Selbst in so einem, aus unserer Sicht nahezu undenkbaren Fall, würden wir uns mit Ihnen gemeinsam das Fahrzeug ansehen. Ggf. wird dann ein Gutachten erstellt, aus dem die weitere Vorgehensweise abzuleiten ist."
Von mir aus daher ein Hoch auf die Firmen Unsinn und Humbaur.
Mit deren Anhängern wir seit Jahren (gewerblichen Einsatzes :wink: ) bestens zufrieden sind.
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Re: Gibt's denn das??

Beitragvon Neo-LW » Di Aug 20, 2019 23:15

Moin,

der Achshersteller liefert das Achsrohr, die eingepresste Mechanik bis zur Bremstrommel UND incl. den lotrechten Blechen.
(Alles fix und fertig montiert, geschweißt und feuerverzinkt.)

Der Anhängerhersteller kauft an anderer Stelle die 8 Schrauben, und schraubt alles unter den eigenen Rahmen.

Naja, plus die anderen Zulieferteile, wie Zugvorrichtung, Elektrik, Beschläge, Bordwände, usw.

Der Anhängerhersteller ist genaugenommen eine Schrauberbude.

Juristisch ist der 'Inverkehrbringer' der Anhängerhersteller.

Aber Knott kann man auch in Aufregung bringen, wenn man das dort vorträgt.

Knott ist übrings auch ein Pappenheimer von mir.
Da geht es um falsche Arbeitsvorbereitung beim Verschweißen von Achsstummeln.
Da habe ich denen auch schon angekündigt, den Fall dem KBA zu melden.


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Re: Gibt's denn das??

Beitragvon togra » Di Aug 20, 2019 23:37

Neo-LW hat geschrieben:Der Anhängerhersteller kauft an anderer Stelle die 8 Schrauben, und schraubt alles unter den eigenen Rahmen.

Danke...jetzt sehe ich es etwas klarer und Du hast recht. Keiner schweißt die Achse an und gibt danach alles in's Zinkbad. Eigentlich logisch... :D
Dennoch bleibt die Frage: Wer gibt die Konstruktion vor?
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Re: Gibt's denn das??

Beitragvon Neo-LW » Di Aug 20, 2019 23:43

Moin,

beides ist möglich.

Knott wirft Achsen auf den Markt, und div. Anhängerhersteller verbauen die.

Oder Humbug gibt eine Zeichnung vor, und Knott baut.

In beiden Fällen ist Knott aber fein raus, denn der Anhängerhersteller ist ja der 'Inverkehrbringer'.

Knott haftet nur im Innenverhältnis.


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Re: Gibt's denn das??

Beitragvon Neo-LW » Di Aug 20, 2019 23:53

Moin,

und nochwas:

Knott wird sich immer auf eine Position zurückziehen:
"Wir haben ja alles richtig gemacht.
Wenn der Anhängerhersteller seinen Rahmen und Kasten,
und die Deichselgeometrie nach eigenem Gusto baut,
können wir nichts dazu."

Man hätte den Schaden ja abwenden können, wenn z.B. Humbug Schwingungsdämpfer an der Deichsel angebaut hätte.
Dann wären die Querbeschleunigungen maßgeblich reduziert worden.
Dann hätten die Achsbleche viele Jahre länger gelebt.
Es war aber billiger, den Anhänger ohne horizontale Schwingungsdämpfer auszuliefern.

Nichtsdestotrotz ist es ein riesiger Imageschaden für Knott.

Wenn man denen androht, es den anderen Achsherstellern Kund und zu Wissen zu geben,
könnten vielleicht doch noch zwei neue Achsen bei rausspringen.


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