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Gibt's denn das??

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Gibt's denn das??

Beitragvon togra » Fr Aug 16, 2019 22:12

Heute ist folgendes passiert:
20190816_201819.JPG
20190816_201819.JPG (90 KiB) 5348-mal betrachtet


Abgebildet ist ein noch keine 10 Jahre alter, 2-Tonnen Tandemachs-Anhänger eines namhaften deutschen Herstellers. Oder zumindest das, was von "Tandem" übrig geblieben ist....

An alle Schlaumeier: Dieser Anhänger läuft ausschließlich hinter 2 Zugfahrzeugen, die 1,5 bzw. 1,3 Tonnen Anhängelast haben. (Caddy und Jimney)
Er ist nie überladen worden (NEIN, auch nicht mal "gelegentlich" oder "na vielleicht doch mal öfter :wink: "....NEIN, niemals!)
Das würde auch keinen Sinn machen, weil das Gespann mit den genannten (leichten) Fahrzeugen selbst bei legal ausgeladenem Anhänger praktisch unfahrbar sein dürfte.

Auch sind damit keine wilden Fahrmanöver mit 150km/h oder mit Karacho über Bordsteine oder Ähnliches geschehen.
Dieser Anhänger hat zu 90% Grünschnitt und Werkzeug unter völlig normalen Bedingungen transportiert; in seltenen Fällen mal Schüttgüter (weil kein Kipper).

Nun lade ich heute genau 990kg Kies auf (zur Erinnerung: 1.580kg müsste der Anhänger aushalten :klug: ), fahre vom Platz weg und sehe in der ersten Kurve im Rückspiegel, dass ich hinten links wohl einen Platten habe; zumindest aber der Reifen komisch aussieht.
Ich denke so bei mir: "Da fährs'te mal die Nächste links rein und schaust lieber mal nach."

Nach etwa 200m (in Schrittgeschwindigkeit) will ich links in eine Nebenstraße einbiegen, da löst sich plötzlich die komplette Hinterachse und rollt an mir vorbei :shock: :shock:

Nachdem ich mich am Straßenrand abgestellt und die Achse eingesammelt habe sehe ich das Ergebnis:
Achse-Rahmen-Verbindung komplett gebrochen :shock:

Dann wurde mir bewusst, dass ich 2 Minuten und 3 Kilometer davon entfernt war, auf die Autobahn zu fahren.
Als ich drüber nachdachte, was für Folgen das für mich und viele andere bei 90km/h auf der Autobahn gehabt hätte, war's für mich aus....
Mitarbeiter haben dann umgeladen und den Schrotthaufen heimgeholt.

Heute Abend dann bei Lichte betrachtet haben wir zum ersten Mal bewusst wahrgenommen, dass die Achsen an einem 5mm "starken", ich nenne es mal "Blech", befestigt sind. Mit einer kleinen Mini-Verstrebung; ebenfalls 5mm.
Bei einem Abstand (also Hebel) zwischen Rahmen und Achse von etwa 25cm.
Die Bruchstellen sind durchgehend frisch, hätten also niemals rechtzeitig erkannt werden können.
Auch ist an dem Fahrgestell aber auch nicht mal ein Fünkchen Rost vorhanden.
TÜV ist 4 Monate alt.
Aber rein aus dem Bauchgefühl kann so eine Konstruktion gar nicht dauerhaft halten.
Bei all unseren anderen Anhängern (von anderen Herstellern) ist das um den Faktor 20 stabiler gelöst.

Den Hersteller halte ich aus rechtlichen Gründen zunächst mal geheim und bitte alle, die ihn evtl. erkennen können, dies auch zu tun.
Wir werden die anschreiben und eine Stellungnahme abwarten.

Und um gleich 2 Fragen vorweg zu beantworten:
- Unsere Fahrzeuge und Maschinen sind jederzeit Top-gepflegt und gewartet. Ich hasse (teure) Ausfallzeiten durch ungepflegtes Gelump wie die Pest. Vorbeugende Wartung und Pflege sind günstiger. Daran lag es nicht.
- Ein neuer Mitarbeiter hat diesen Anhänger (damals 1 Jahr alt) mit in die Firma eingebracht, weil er ihn eigentlich nicht brauchte, da zu groß gekauft.
Ich habe den dann ungesehen für einen vernünftigen Preis übernommen, weil "ist ja ein großer deutscher "Profi"-Hersteller....."

Aus meiner Sicht gehört dieses Anhängermodell flächendeckend überprüft, wenn nicht gar ein Rückruf stattfinden sollte.
Bei Überlast können die Reifen platzen, die Achsen sich verbiegen bis man nicht mehr fahren kann, das Zugmaul reißen oder sonst was.
Aber eine komplette Achse verlieren, das geht gar nicht.
Schon gar nicht, und ich betone es nochmals, wenn der Hänger nicht mal ausgelastet, geschwiege denn überlastet wurde.

Gleichzeitig danke ich heute den unzählbar vielen Schutzengeln, die u.U. sehr großes Leid von mir und vielen anderen abgewendet haben. Danke :=
Der Klügere gibt so lange nach, bis er der Dümmere ist...
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Re: Gibt's denn das??

Beitragvon berlin3321 » Sa Aug 17, 2019 5:51

Bilder der Aufhängung, des Bruchs.

KBA anschreiben und Rückruf beantragen. TÜV Bericht und Bilder mit Schadenereignisschilderung beifügen.

MfG Berlin
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Re: Gibt's denn das??

Beitragvon DST » Sa Aug 17, 2019 6:56

Sowas bricht aber nicht in 5min,
das dauert schon etwas.

Ob der beginnende Bruch schon beim vergangenen Tüv bemerkt werden hätte können, hängt von der Fahrleistung ab, der eine fährt 100km in vier Monaten, der andere 10.000

Auch hatte ich schon Anhängertüv's da wurde nichtmal untendrunter geschaut, nur Bremsprobe und Lichter. Fertig.

Auch der Besitzer bzw Benutzer kriecht in der Regel nicht unterm Pkw Hänger rum und sucht Risse.

Das der Bruch frisch ausschaut kann auch daran liegen das die Bruchstellen durch den Fahrbetrieb aneinander gerieben haben.


Hatte vor Jahren zwecks Anhängerkauf recherchiert, und im Netz mehrere Fälle von Rissen der Achsbefestigung gefunden.
War deutscher Hersteller mit Allerweltsnamen aus dem unterem Preissegment.

Alles in allem nochmal echt glimpflich ausgegangen.!!

Brauche heut morgen auch gleich meinen Hänger - da weiß ich was ich gleich mal kontrolliere.....


Wäre Interessant was der Hersteller dazu sagt.

Gruß Daniel
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Re: Gibt's denn das??

Beitragvon DST » Sa Aug 17, 2019 7:07

berlin3321 hat geschrieben:Bilder der Aufhängung, des Bruchs.

KBA anschreiben und Rückruf beantragen. TÜV Bericht und Bilder mit Schadenereignisschilderung beifügen.

MfG Berlin


Glaube kaum das ein einzelner Schaden einen Rückruf auslösen kann, geschweige denn eine Einzelperson dies Beantragen kann.

TÜV Prüfer machen Fehler, Sichtprüfung ist keine Ultraschallprüfung.
Nachweis der gefahrenen km seit Tüv kaum möglich.
Nachweis der korrekten Ladung unmöglich.
Nachweis der Fahrweise unmöglich.
Alles Subjektive Aussagen.
Damit kann man nichts bewegen.

Passiert sowas im 1. oder 2. Jahr, dann kann man vielleicht Druck machen, aber nach ein paar Jahren im gewerblichen Einsatz?

Rechtliche Möglichkeiten sehe ich keine.
Kulanz des Herstellers schon eher.

Gruß Daniel
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Re: Gibt's denn das??

Beitragvon berlin3321 » Sa Aug 17, 2019 9:26

Dann guck mal auf die Seite vom KBA. Ob was aus der Meldung wird steht auf einem anderen Blatt.

MfG Berlin
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Re: Gibt's denn das??

Beitragvon fendt schrauber » Sa Aug 17, 2019 11:47

Hallo,

hätte vielleicht noch 2 Theorien. Die Anhängehöhe des Zugfahrzeugs ist recht hoch und der Anhänger lief zum Großteil auf der Hinterachse.

Das zweite, der Anhänger wurde viel sehr eng rumgezogen.

Allerdings beides keine Entschuldigung das die Achse sich selbstständig macht.

Grüße aus Mittelfranken
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Re: Gibt's denn das??

Beitragvon togra » Sa Aug 17, 2019 21:30

Anhängehöhe hätte bei beiden Fahrzeugen nicht besser sein können.

Wir haben heute mal die Verzinkung bei der verbliebenen Achse abgeschliffen und siehe da: Risse nahezu an den gleichen Stellen, was einen Materialfehler ausschließen sollte.
Im verzinkten Zustand absolut nicht erkennbar....
Die hätte also als Nächstes daneben gelegen...unfassbar.

Heute war auch ein Freund da, der KFZ-Sachverständiger ist.
Seine Aussage: Bei permanenter Überlastung wären die Gummi-Federelemente an den Achsen stark verschlissen. Die sind aber noch die Ersten und sehen aus wie neu.
Er sieht es wie wir: Das Ding ist eklatant zu schwach konstruiert und hätte so eigentlich niemals eine Zulassung erhalten dürfen.

DST hat geschrieben:Wäre Interessant was der Hersteller dazu sagt.

Auch wenn ich die 1. Antwort schon kenne (dauerhaft überladen...), ich halte Euch auf dem Laufenden.

Ich will auch kein Geld oder irgendwas von denen; die sollen sich das ansehen und gefälligst reagieren.
Es handelt sich hier um einen durchaus nicht billigen Anhänger, der in der Regel schon aufgrund seiner Nutzlast nicht von Leuten gekauft wird, um damit einmal im Jahr ein IKEA-Regal abzuholen.
Diese Anhänger werden häufig benutzt und dabei aus- bzw. in der Regel überlastet.

Ich lade die Tage noch mal ein paar Detailfotos hoch.
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Re: Gibt's denn das??

Beitragvon Neo-LW » Sa Aug 17, 2019 21:32

Moin,

könnten wir bitte noch ein Foto von der Achse mit dem Blechreststück haben ?

Es gibt 3 Varianten, was hier passiert ist:
- Horizontale Wechselbiegung wegen fehlender Aussteifung
- Kalt umgeformter Bereich gebrochen
- Wärmeeinflußzone gebrochen.

Überladung kommt bei dem Schadensbild nicht in Betracht.

Den TÜV-Onkel trifft keine Schuld.
Den - hier vorliegenden - Ermüdungsbruch hätte er nur mit einem FE-Verfahren prüfen können.
Dazu hätte er aber vorher die Schadstelle kennen müssen.

Wenn das zweite Foto da ist kann ich mehr sagen.

Ja, ich habe auch schon mal an das KBA (mit Foto) geschrieben.
An zwei Audi A4 während der Fahrt die Vorderachse abgebrochen.
Es kam keine Antwort.


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Re: Gibt's denn das??

Beitragvon Zement » Sa Aug 17, 2019 21:42

Es gibt noch eine 4.Variante : der Vorbesitzer hat Dir was verschwiegen , aus versehen .
Olli der Astroturfing
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Re: Gibt's denn das??

Beitragvon GeDe » So Aug 18, 2019 7:42

... und es gibt noch eine 5. 6. 7. 8. ... Variante...
...und die 157. Variante wäre,er ist beladen an einem zu starken Seitenhang entlanggefahren...
...Variante 218: Die Autobahnausfahrten wurden zu schnell genommen...
Ich wäre mal ganz vorsichtig mit den vielen Varianten.
Warten wir doch ab,was rauskommt.
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Re: Gibt's denn das??

Beitragvon Zement » So Aug 18, 2019 8:54

@GeDe deine Variante 218 gefällt mir . :mrgreen:
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Re: Gibt's denn das??

Beitragvon Neo-LW » So Aug 18, 2019 13:43

Moin,

es gibt weder 157, noch 218 Varianten.

Das ist einwandfrei ein Ermuedungsbruch.

Wenn man mit einer Lupe die Bruchflaeche anschaut,
kann man auch sehr genau sagen,
wo es seinen Anfang genommen hat.

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Re: Gibt's denn das??

Beitragvon GeDe » So Aug 18, 2019 15:09

Ich nehme mal an,daß bis jetzt nur Togra als Besitzer die Bruchstelle gesehen hat.Darum kann es sonst keiner wissen und kann keine "wilden Theorien" aufstellen!
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Re: Gibt's denn das??

Beitragvon Neo-LW » So Aug 18, 2019 15:59

Moin,

die Bruchgeometrie ist doch auf dem ersten Foto einwandfrei zu sehen.

Ich würde sogar noch weitergehen.
Mit hoher Wahrscheinlichkeit dürfte die WEZ das Problem gewesen sein.

Und da kommen wiederum nur zwei Gründe infrage:
- Fehlendes Spannungsarmglühen
- Fehlende Diagonalaussteifung

Präzise kann man das sagen, wenn das Detailfoto von der Achse da ist.


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Re: Gibt's denn das??

Beitragvon Westi » So Aug 18, 2019 21:55

Neo-LW hat geschrieben:...
die Bruchgeometrie ist doch auf dem ersten Foto einwandfrei zu sehen.
...

Olli



Also ich sehe nur, dass eine Achse fehlt.
Die Bruchstelle kann ich nicht erkennen
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