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GLÖZ-Regeln für Bio-Betriebe

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: GLÖZ-Regeln für Bio-Betriebe

Beitragvon Lorch » So Feb 08, 2026 9:49

Hallo Forum,
da die Überzeugung hier oft vertreten ist, dass biologische Landwirtschaft im Vergleich zu konventioneller keine Umweltvorteile bringt, möchte ich auf eine andere Studie des Thünen-Instituts von 2019 hinweisen. Da wurden in einem groß angelegten Vergleich die Leistungen des Ökolandbaus für Umwelt u. Gesellschaft untersucht. Die Auswertung zeigte, dass bei 70% der 292 Paarvergleiche (zwischen konv. u. biol.Betriebe) der Austrag von Stickstoff u. Pflanzenschutzmitteln in der Ökovariante eindeutig geringer war.
Bei mir im Wasserschutzgebiet gibt es auch für Öko-Flächen die doppelte Ausgleichszahlung.
Das Schönreden mag zwar den Anschein erwecken, dass es keine Unterschiede gibt, Fakten lassen sich damit aber nicht aus der Welt schaffen.
Lorch
 
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Re: GLÖZ-Regeln für Bio-Betriebe

Beitragvon 240236 » So Feb 08, 2026 9:58

Lorch hat geschrieben:Die Auswertung zeigte, dass bei 70% der 292 Paarvergleiche (zwischen konv. u. biol.Betriebe) der Austrag von Stickstoff u. Pflanzenschutzmitteln in der Ökovariante eindeutig geringer war.
pro ha oder Ertrag
240236
 
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Re: GLÖZ-Regeln für Bio-Betriebe

Beitragvon bauer hans » So Feb 08, 2026 10:06

Lorch hat geschrieben:
Bei mir im Wasserschutzgebiet gibt es auch für Öko-Flächen die doppelte Ausgleichszahlung.
Das Schönreden mag zwar den Anschein erwecken, dass es keine Unterschiede gibt, Fakten lassen sich damit aber nicht aus der Welt schaffen.

Hier ernten sie aber auch nur weniger als die Hälfte :!:
Das Düngemanagement hier im Wasserschutzgebiet ist so strikt,dass N-Min im Griff ist.
Die erste Probe für 26 wurde letzte Woche gezogen.
wir schaffen uns :mrgreen:
bauer hans
 
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Re: GLÖZ-Regeln für Bio-Betriebe

Beitragvon motzlarerbauer » So Feb 08, 2026 10:20

240236 hat geschrieben:
Lorch hat geschrieben:Die Auswertung zeigte, dass bei 70% der 292 Paarvergleiche (zwischen konv. u. biol.Betriebe) der Austrag von Stickstoff u. Pflanzenschutzmitteln in der Ökovariante eindeutig geringer war.
pro ha oder Ertrag


Vermutlich wird es pro Hektar sein.
Das finde ich aber auch nicht schlimm.
Warum müssen die Erträge immer weiter nach oben wandern? Und das Thema Ernährung der Welt, lasse ich nicht gelten.
Derzeit scheint ja Zuviel Getreide da zusein, die Preise sind ja deutlich zu niedrig.
Hinzu kommt, das Unmengen Lebensmittel weggeschmissen werden.

Ich finde der Ansatz müsste ja anders sein.
Die normale menschliche Ernährung setzt sich doch aus Fleisch, Fisch, Getreide, Obst, Gemüse zusammen.
Jahrhunderte/ Jahrzehnte hat das super funktioniert.
Weil im Kreislauf gedacht wurde.
Und nur so macht es auch bei Bio Sinn.
Biolndwirtschaft ist mehr als nur Ackerbau und funktioniert nach meiner Einschätzung auch nur mit Tierhaltung und Grünland.
Wer Bier trinkt,
unterstützt die Landwirtschaft :prost:
motzlarerbauer
 
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Re: GLÖZ-Regeln für Bio-Betriebe

Beitragvon Lorch » So Feb 08, 2026 10:46

Wo liegt da der Unterschied ob es pro ha od. Ertrag ist? In der Studie heiß es pro Betrieb.
Lorch
 
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Re: GLÖZ-Regeln für Bio-Betriebe

Beitragvon langholzbauer » So Feb 08, 2026 13:11

Letztlich liegt der Unterschied darin, ob man von der Bewirtschaftung, egal nach welchem System, auch alle Kosten decken und dadurch langfristig den Betrieb aufrecht erhalten kann.
Selbst für einen Bio-Gemüsegarten braucht man mehr Arbeitszeit und -kraft, als wenn man sich in vernünftigem Rahmen der chem. Helferlein bedient. :wink:

Bei nicht wenigen neuzeitlichen Vergleichen ist die Laufzeit so kurz, dass die Bio-Variante noch mehrere Jahre von Nährstoffvorräten und auch geringer Beikrautverseuchung aus der Ausgangsbewirtschaftung lebt.
Gerade trockene Jahre mit gut wirkender mech. Unkrautbekämpfung durch unterschiedlich tiefe Bearbeitung verbrennen gern mehr Humus zu blendender Ertragsbildung gegenüber einer angepassten auch chemischen Düngung und Pflanzenschutz mit deutlich weniger Bodenbewegung bei integrierter Bewirtschaftung.
Kommen dann aber mehrere Jahre mit feuchtem Wetter zur Ertragsbildung und Ernte, steigt die Gefahr eines Totalausfall's besonders bei Bio- Marktfruchtbetrieben ohne innerbetrieblicher Verwertung über Tierhaltung exorbitant an.

Ich sage gern:
Das unterscheidet Bauern von Idealisten.
Die Bauern denken gern schon unbewusst in Zeiträumen von Fruchtfolgen!

Der Reinhold hat es mal am Beispiel vom Grünland am Vogelsberg ganz gut beschrieben.

Es dauert ca. 1 Bewirtschaftergeneration um eine Wiese auf optimale Standortvegetation aufzubauen.
Ruiniert ist das in wenigen Jahren falscher Bewirtschaftung mit all den Folgen von schlechter Versickerungsrate, Etablierung von Giftpflanzen, Auswaschung von Schwermetallen und eben auch negativer Wirtschaftlichkeit, wenn die lieben Fördermittel zusammengestrichen werden...
bis hin zur Unterschutzstellung ohne Wertausgleich!
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
langholzbauer
 
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