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Gründlandumbruch

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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Re: Gründlandumbruch

Beitragvon NobbyNobbs » Di Jan 13, 2015 12:44

julius hat geschrieben:Man kann das schon mit spitzen Bleistift berechnen, aber es kommt bei diesen Berechnungen nicht viel mehr raus, als eine grobe Berechnung, da man weder mit Erzeugerpreisen, noch mit den genauen Kosten in der Zukunft kalkulieren kann.
Die einzig brauchbaren Faktoren sind der Pachtpreis ( je nach Laufzeit ) und der Stundelohn. Sämtliche andere Faktoren seien es Erzeugerpreise, Ertrag, variable Kosten lassen sich über die nächsten Jahre nur grob abschätzen und gleicht einem Lotteriespiel.
Hier gibts keinen Verpächter der seinen Pachtpreis nach den Erzeugerpreisen richtet und anpasst. Einzig und allein die Nachfrage nach Flächen entscheidet und die fallenden Erzeugerpreise interessieren Biogasbetriebe recht wenig. Die wiederum können genauer kalkulieren, da sie gesicherte Preise haben.



Du hast natürlich recht, aber dieses Dilemma haben wir Unternehmer IMMER. Und da wir mit der Natur zusammen arbeiten noch viel mehr als andere. Es bleibt uns jedoch nichts anderes übrig als es so zu machen und einen Schnitt durch die Jahre zu ziehen, dann vorsichtig und scharf mit Erzeugerpreisen und Erträgen bzw. hoch mit Kosten zu kalkulieren und zu sagen, "ok, wenn nicht alles außer Rand und Band gerät, kann ich das im 5-Jahres-Schnitt auf jeden Fall erreichen". Dass ein 2012 mit seinen Problemen schnell alle Gedanken zu Nichte machen kann, ist klar. Aber irgendwie müssen wir Annahmen treffen um uns der Realität anzunähern. Überall, wo ich nicht rechne, stehe ich im Endeffekt schlechter da, es sei denn ich habe mal Glück. Das wird dich immer wieder so einholen. Diese Entscheidungen aus dem Bauch raus, "ja was zahlen wir denn jetzt für das ha? eijoa, machen wir mal 500 Euro, klingt irgendwie so okay.." sind nichts für mich. Ich will das schon "vorsichtig" kalkuliert haben. Wenn hier der Durchschnittsweizenertrag 9 t/ha ist, würde ich diesen niemals ansetzen. Ich kalkuliere immer mit 8 t/ha, obwohl ich weiß, dass da auch mal 11 t/ha rausspringen können. Auch beim Preis tue ich mir schwer mehr als 150 Euro/t zu setzen. Ich kalkuliere lieber zu scharf als zu optimistisch.
Wie du das letztendlich handhabst, bleibt dem eigenen Wesen überlassen. Bin ich der Zocker und Optimist und spekuliere auf weitere Ertrags- und Preissteigerungen, kann ich auch leicht 1000 Euro/ha Pacht bieten. Aber die Wahrscheinlichkeit, dass ich damit auf die Fresse fliege wäre mir zu hoch. Auch wenn die Wenigsten was damit anfangen können. Ich mag die mathematisch-statistischen Auswertungen, da die das wahre Ergebnis mehrerer Jahre eben am ehrlichsten wiedergeben. Bisher gibt mir der Erfolg recht. Die Ökonomen haben schon gute Gedanken und Modelle, die ich mit Begeisterung in meine Strategien einbaue.
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Re: Gründlandumbruch

Beitragvon julius » Di Jan 13, 2015 14:18

Besonders kritisch wirds in der Veredelung wenn noch zusätzliche Millioneninvestitionen in Gebäude und Vieh dazukommen. Die Fläche brauchen sie dringend um ihre neu geschaffenen Kapazitäten auszulasten. Der Stall auf Pump kann schliesslich nicht halb leer stehen bleiben. Deshalb wird notgedrungen nochmal eine Schippe mehr Pacht bezahlt.
Kritisch wird es dann, wenn wie jetzt die Preise einbrechen, und durch die Milchquotenabschaffung 2015 sich der Preisdruck im Milchsektor noch beschleunigen sollte. Ob es so kommt kann heute keiner beantworten aber die Gefahr besteht durchaus.
Ich halte es daher schon für möglich, dass es den ein oder anderen Milchviehhalter die nächsten Jahre erwischen könnte. Was dann wieder Unternehmerrisiko wäre.
julius
 
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Re: Gründlandumbruch

Beitragvon Raider » Di Jan 13, 2015 16:44

NobbyNobbs hat geschrieben:Diese Frage stellt sich für mich überhaupt nicht. Hohen Pachtzins gibt es bei mir nicht. Es gibt nur "grün" oder "rot". Warum? Weil ich rechne; und zwar so wie man rechnen muss um seinen max. Pachtzins bestimmen zu können. So lange ich im Mittel der Jahre nach Erwartungswert und Vollkosten mindestens 1 Euro an der Fläche verdiene, lohnt es sich für mich zu pachten. Lege ich nach Vollkosten drauf, mache ich es nicht. Anderenfalls würde ich meinen Stundenlohn schmälern und an jeder h Arbeit auf dem Acker entsprechend verlieren. Da sitzt der Teufel im Detail: Hier haben die Leute durchaus unterschiedliche Ansichten. Aber wer brutto mit den 15 Euro KTBL kalkuliert, der darf das gerne tun. Ich denke, ein Betriebsleiter sollte für sich eher in Richtung 50 Euro brutto/h kalkulieren. Wenn ich jetzt bei 50 Euro brutto und 6 h Arbeit auf dem Acker (ist schon wenig) einen Unternehmergewinn exkl. Pachtzins von 300 Euro/ha realisieren kann, wäre ich doch bescheuert, mehr als 300 Euro Pacht zu bieten. Vorausgesetzt ich will auf jeden Fall 50 Euro/h brutto weil ich....Akademiker bin...irgendwo anders 60 verdienen kann... so wundertoll bin, dass meine Arbeit auf jeden Fall mindestens das wert ist...oder was auch immer :wink: Und hier scheint keiner zu rechnen oder aber sie sagen: Mir geht es nur um die Flächen, kackegal, ob ich mit der Stunde Arbeit an der Fläche noch gescheit verdiene...
Ihr kennt mich doch, ich bleibe da nach Möglichkeit auf der ökonomischen Schiene hängen und lasse mich nicht von subjektiven Dingen leiten. An erster Stelle steht schon erst mal mit jedem weiteren ha auch Geld zu verdienen. Wieso sollte man irgendwo komapachten um das Ganze quer zu subventionieren. Dümmliche Bäuerchen machen sowas, aber kein Unternehmer im eig Sinne.


Ich gebe Dir da prinzipiell Recht, allerdings ist dies ein sehr, sehr theoretischer Ansatz und in der Praxis nicht wirklich genau so umsetzbar.
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Re: Gründlandumbruch

Beitragvon NobbyNobbs » Di Jan 13, 2015 18:18

Eine gute Theorie lässt sich immer praktisch darstellen, sonst ist sie keine gute Theorie.
Es ist bequem immer dieses Argument zu bringen, weil Theorie oftmals mit Kopf-Anstrengen zu tun hat. Schaden kann der Abgleich bzw. die Verknüpfung dennoch nicht. Ich wüsste ohne gescheite Theorie oftmals gar nicht wo ich den Hebel ansetzen soll. Das können indirekt mit Abstrichen vielleicht noch die alten Herren mit 50 Jahren Berufserfahrung. Ich bin da anders ausgebildet.
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Re: Gründlandumbruch

Beitragvon Raider » Mi Jan 14, 2015 9:06

NobbyNobbs hat geschrieben:Eine gute Theorie lässt sich immer praktisch darstellen, sonst ist sie keine gute Theorie.
Es ist bequem immer dieses Argument zu bringen, weil Theorie oftmals mit Kopf-Anstrengen zu tun hat. Schaden kann der Abgleich bzw. die Verknüpfung dennoch nicht. Ich wüsste ohne gescheite Theorie oftmals gar nicht wo ich den Hebel ansetzen soll. Das können indirekt mit Abstrichen vielleicht noch die alten Herren mit 50 Jahren Berufserfahrung. Ich bin da anders ausgebildet.


Natürlich gehört zu jedem Handeln ein schlüssiges und durchdachtes Konzept.

Diese Frage stellt sich für mich überhaupt nicht. Hohen Pachtzins gibt es bei mir nicht. Es gibt nur "grün" oder "rot". Warum? Weil ich rechne; und zwar so wie man rechnen muss um seinen max. Pachtzins bestimmen zu können.



auch wenn ich meinen maximalen Pachtzins KENNE gibt es trotzdem hohe und niedrige Pachtzinsen die ich zahle. Wenn ich max 300 €7ha zahlen kann und für die eine Fläche 100 €/ha zahlen muss und für die andere 300 €/ha dann ist ersterer eben ein günstiger Pachtzins. und trotzdem sind beide "grün"


So lange ich im Mittel der Jahre nach Erwartungswert und Vollkosten mindestens 1 Euro an der Fläche verdiene, lohnt es sich für mich zu pachten. Lege ich nach Vollkosten drauf, mache ich es nicht. Anderenfalls würde ich meinen Stundenlohn schmälern und an jeder h Arbeit auf dem Acker entsprechend verlieren.


Das ist ja schön und gut, aber wenn ich mir überlege, dass meine Deckungsbeiträge bei Weizen in den letzten 5 Jahren zwischen 160 €/ha und 1.300 €/ha geschwankt haben, dann ist Deine Rechung aus meiner Sicht reinste Theorie. Natürlich finde ich damit einen Annäherungswert und es ist allemal besser als ein Betrag X aus dem Bauch heraus zu bezahlen, aber viel weiter komme ich trotzdem nicht. Zumal es bei Neupachtung auch oftmals darum geht langfristig Flächen zu sichern...
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Re: Gründlandumbruch

Beitragvon NobbyNobbs » Mi Jan 14, 2015 11:05

Schätz dich glücklich. Wenn du dich hier erweitern willst, stellt sich die Frage nicht nach hoch oder nicht hoch. Da geht es nur um machbar oder nicht machbar. Du bewegst dich in jeden Fall im Bereich der grenzwertig ist. Für niedrige Pachtzinsen bekommst du nichts mehr.
Wenn der DB bei dir so arg schwankt, würde es aus meiner Sicht umso mehr Sinn machen, das ganze Geschäft zu mitteln und dann von mir aus dennoch etwas niedriger anzusetzen. Anderenfalls kannst du ja nur aus dem Bauch raus entscheiden. Das eine Jahr wären vielleicht 400 Euro drin, das andere gar nichts. Wo ist da der Ansatz? Das wäre mir zu schwammig.
Es gibt übrigens dennoch Ausnahmen. Wenn mir irgendein [zensiert] vor der Türe das Land weg pachten wollen würde, ginge ich mit Sicherheit aus Trotz und Prinzip über die Schmerzgrenze.
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Re: Gründlandumbruch

Beitragvon Grimli » Mi Jan 14, 2015 11:59

bei 3 Kühen/ha und einer DkFL von 1500-3500 € Kuh .Futterkosten von 1200 €/ha Silomais kommt man aber auf eine deutlich größere Schwankungsbreite als 400 €/ha. Bei Grünland sind die Futterkosten noch höher!
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Re: Gründlandumbruch

Beitragvon julius » Mi Jan 14, 2015 12:05

Raider hat geschrieben:. Wenn ich max 300 €7ha zahlen kann


Mit 300 Euro Pacht für 7 ha darfst du höchstens Strassengräben ausmähen.
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Re: Gründlandumbruch

Beitragvon julius » Mi Jan 14, 2015 12:08

Grimli hat geschrieben:bei 3 Kühen/ha


Dazu ist nötig das man einen findet der jedes Jahr die Unmengen an überschüssige Gülle abnimmt und entsorgt, was immer schwieriger wird da die Grenzwerte immer weiter abgesenkt werden. Sonst bekommt man nicht nur mit dem LW Amt sondern früher oder später zusätzlich mit dem Umweltamt größere Probleme.
Die Düngeverordnung wird zurzeit und wohl in naher Zukunft weiterhin überarbeitet und verschärft. Das sollte bakannt sein.
Ich würde vorausschauend von max 1,5 - 2 GV / ha ausgehen und den Betrieb danach ausrichten.
Was die Pachtpreise wohl weiter ansteigen läßt.
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Re: Gründlandumbruch

Beitragvon Raider » Mi Jan 14, 2015 13:19

julius hat geschrieben:
Raider hat geschrieben:. Wenn ich max 300 €7ha zahlen kann


Mit 300 Euro Pacht für 7 ha darfst du höchstens Strassengräben ausmähen.



Du bist doch sonst so ein Schlauer... Schau mal auf Deine Tastatur wo sich die "7" und der "/" befinden....
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Re: Gründlandumbruch

Beitragvon Raider » Mi Jan 14, 2015 13:26

NobbyNobbs hat geschrieben:Schätz dich glücklich. Wenn du dich hier erweitern willst, stellt sich die Frage nicht nach hoch oder nicht hoch. Da geht es nur um machbar oder nicht machbar. Du bewegst dich in jeden Fall im Bereich der grenzwertig ist. Für niedrige Pachtzinsen bekommst du nichts mehr.
Wenn der DB bei dir so arg schwankt, würde es aus meiner Sicht umso mehr Sinn machen, das ganze Geschäft zu mitteln und dann von mir aus dennoch etwas niedriger anzusetzen. Anderenfalls kannst du ja nur aus dem Bauch raus entscheiden. Das eine Jahr wären vielleicht 400 Euro drin, das andere gar nichts. Wo ist da der Ansatz? Das wäre mir zu schwammig.


Hast Du bei Weizenpreisen von 125 bis 240 €/t und Ertragsschwankungen von mindestens 20% geringere Schwankungen bei den DB? Das lässt allein die Einnahmen je Hektar um 1.200 € schwanken...
Natürlich muss man dann seine eigenen Werte kennen bzw. realistisch abschätzen, aber ob es die nächsten 5 Jahre im Schnitt 220 €/t gibt oder 140 €/t kann Dir niemand sagen. Und DAS beeinflusst den Gewinn mehr als der Lohnansatz.


Es gibt übrigens dennoch Ausnahmen. Wenn mir irgendein [zensiert] vor der Türe das Land weg pachten wollen würde, ginge ich mit Sicherheit aus Trotz und Prinzip über die Schmerzgrenze.


n8 dann brauche ich auch gar nicht zu rechnen
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Re: Gründlandumbruch

Beitragvon nebenerwerbslandwirt » Mi Jan 14, 2015 19:42

Ist mittlerweile schon mehr bekannt, ob nun Stilllegungen als ökologische Vorrangfläche den 5-Jahres-Zeitraum unterbrechen und somit die Entstehung von Dauergrünland verhindern?
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Re: Gründlandumbruch

Beitragvon Grimli » Mi Jan 14, 2015 22:47

Bei Maiserträgen zwischen 170 -220 (240) dt TM ha und Ernte und Silierverlust von 15% bekomm ich aber 10.174 x 10 MJ/ha bis 13.167 x 10 MJ/ha (14.364 x 10 MJ/ha) an Ertrag

Der Grundfutterbedarf einer Kuh liegt bei ungefähr 2.500 x 10 MJ also rechnerisch
10.174/2.500 = 4 Kühe/ha
13.167/2.500 = 5,2 Kühe/ha
14.364/2.500 = 5,68 Kühe/ha

Beim Grünland/Ackergras sind 6000 MJ/ha drin
Bei 1/3 Grünland + 2/3 Mais mit 220 dt /TM wiederum 4 Kühe/ha

4 Kühe * 23 m³ Gülle * 4,5 kg N = 414 kg N -170 kg N
=53 m³ Gülleabgabe /ha
Bei 15 € m³ Gülleabgabe entstehen Kosten von 795 €/ha

Bei 24% Grünland + 50% Mais +26% Getreide in der Fruchtfolge reicht das Grundfutter für 3 Kühe/ha somit reduzieren sich die Gülleabgabekosten auf 470 €/ha ,außerdem darf noch der Deckungsbeitrag vom Getreide gegen gerechnet werden.
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Re: Gründlandumbruch

Beitragvon NobbyNobbs » Do Jan 15, 2015 8:29

Ich stelle meine Flächen gerne für deine Rindergülle bereit. :-)
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Re: Gründlandumbruch

Beitragvon julius » Do Jan 15, 2015 15:14

Grimli hat geschrieben:Bei Maiserträgen zwischen 170 -220 (240) dt TM ha und Ernte und Silierverlust von 15% bekomm ich aber 10.174 x 10 MJ/ha bis 13.167 x 10 MJ/ha (14.364 x 10 MJ/ha) an Ertrag

Der Grundfutterbedarf einer Kuh liegt bei ungefähr 2.500 x 10 MJ also rechnerisch
10.174/2.500 = 4 Kühe/ha
13.167/2.500 = 5,2 Kühe/ha
14.364/2.500 = 5,68 Kühe/ha

Beim Grünland/Ackergras sind 6000 MJ/ha drin
Bei 1/3 Grünland + 2/3 Mais mit 220 dt /TM wiederum 4 Kühe/ha

4 Kühe * 23 m³ Gülle * 4,5 kg N = 414 kg N -170 kg N
=53 m³ Gülleabgabe /ha
Bei 15 € m³ Gülleabgabe entstehen Kosten von 795 €/ha

Bei 24% Grünland + 50% Mais +26% Getreide in der Fruchtfolge reicht das Grundfutter für 3 Kühe/ha somit reduzieren sich die Gülleabgabekosten auf 470 €/ha ,außerdem darf noch der Deckungsbeitrag vom Getreide gegen gerechnet werden.


ich weiss nicht wieviel da gedüngt wird und was das für Böden sind. Aber bei einem Getreideanteil von 25 % kann ich in der Praxis etwas mehr als 2 GV in guten Jahren vielleicht noch max. 2,5 GV / ha Futter einfahren. Mehr geht nicht, ausser ich würde beim Grünland die Düngermenge drastisch erhöhen und selbst dann werde ich die 3 GV / ha nicht erreichen.
Es wäre aber auch möglich das meine Rinder einfach zuviel fressen.
Vielleicht wäre es sinnvoll meinen Futterberater gegen einen Ernährungsberater auszutauschen. :prost:
Würde aber nichts bringen da hier keiner diese überschüssige Menge an Gülle abnimmt. Ausser Nobby holt sie kostenlos ab, aber die Transportkosten übernimmt er. :mrgreen:
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