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Gründlandumbruch

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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178 Beiträge • Seite 9 von 12 • 1 ... 6, 7, 8, 9, 10, 11, 12
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Re: Gründlandumbruch

Beitragvon Raider » Fr Jan 02, 2015 11:42

julius hat geschrieben:
stamo hat geschrieben: oder Grünlandumbruchverbot. Kurzfristig für den Betrieb schlecht, aber langfristig bei Eigenland in Generationen gedacht total egal.


So sehe ich das auch.
Wichtig ist wem die Fläche gehört. Umbruchverbote sind nichts weiter als politische Entscheidungen und die sind nur eine Momentaufnahme.
An der Börse sagt man das politische Beine , kurze Beine haben. Und das zählt in der Landwirtschaft umso mehr.
Sollte in der Zukunft wirklich Strom ( Atomausstieg ), Rapsöl, Energie usw. vom Acker benötigt werden ( wovon ich ausgehe ) ist ein staatliches Umbruchverbot schnell Geschichte.


Deinen Optimismus möchte ich haben... Sag doch mal welche staatlichen Reglungen in den letzten 30 Jahren runter gefahren worden sind?
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Re: Gründlandumbruch

Beitragvon stamo » Fr Jan 02, 2015 11:55

Raider hat geschrieben:Sag doch mal welche staatlichen Reglungen in den letzten 30 Jahren runter gefahren worden sind?


z.B. der Zwang, seine Tiere und Maschinen in eine LPG einzubringen.
"Wenn ich Waldbesitzer bin, dann bin ich auch für den Wald und was daraus wird verantwortlich und deshalb der Profi."
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Re: Gründlandumbruch

Beitragvon NobbyNobbs » Fr Jan 02, 2015 12:29

Mal wieder zurück zum Thema.

Genehmigung zum Umbruch ohne Ersatzfläche kann auch erteilt
werden, wenn es aus Gründen des öffentlichen Interesses oder
zur Vermeidung unzumutbarer Härte erforderlich ist
 Berücksichtigung von Interessen des Natur- und
Umweltschutzes


Wie ist das zu verstehen? Welche Möglichkeiten ergeben sich einem?
Seit gestern ist der (halbwegs) legale Grünlandumbruch in Hessen auch vorbei.
Mittelhessen und Westerwald
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Re: Gründlandumbruch

Beitragvon Stoapfälzer » Fr Jan 02, 2015 13:19

Habt ihr alle gepflügt bis feierlich um 24.00 Uhr durch Böller und Feuerwerk das Ende eingeläutet wurde?

Also hier ist seit je her nur das Dauergrünland was wirklich nicht ackerbar ist und auch nie sein wird, alles andere war wohl mehr als Kleegras oder Ackergras deklariert und wurde dann hald ab und an mal für ein Jahr still gelegt.
Alle reden übers Wetter,
aber keiner unternimmt was dagegen. ;-)

Zitat Karl Valentin
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Re: Gründlandumbruch

Beitragvon MF 5465 » Fr Jan 02, 2015 13:33

Unser Problem:
Vor einigen Jahren haben wir Flächen mit Ackerstatus gepachtet und in DGL umgewandelt. Jetzt nach dem Umbruchverbot wird dieser Status wohl erhalten bleiben.
Das bedeutet einen enormen Wertverlust für die Fläche. Ich habe keine Idee wie wir das lösen sollen. Stilllegungen pachten und in DGL als Ausgleichsfläche pachten geht nicht, da alle Flächen weg sind. Warten bis man umbrechen darf? Ich denke mit der neuen GAP wird uns das so schnell nicht passieren.
Schadensersatz bei Rückgabe zahlen? Hör mir auf...

Ich denke mit der Zeit bildet sich ein kleiner Markt innerhalb der Länder, auf welchen um Augsleichsgrünland gefeilscht wird.
Der Nachteil: Angebot klein, Nachfrage groß...

:prost:
Sepp
Wenn mir Tetris eines gelehrt hat, dann, dass sich Probleme aufstapeln und Erfolge verschwinden.
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Re: Gründlandumbruch

Beitragvon Raider » Fr Jan 02, 2015 15:36

stamo hat geschrieben:
Raider hat geschrieben:Sag doch mal welche staatlichen Reglungen in den letzten 30 Jahren runter gefahren worden sind?


z.B. der Zwang, seine Tiere und Maschinen in eine LPG einzubringen.


Und Du meinst wir erleben in den nächsten Jahren wieder SOLCH einen politischen Umbruch? Systemwechsel???
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Re: Gründlandumbruch

Beitragvon Raider » Fr Jan 02, 2015 15:39

MF 5465 hat geschrieben:Unser Problem:
Vor einigen Jahren haben wir Flächen mit Ackerstatus gepachtet und in DGL umgewandelt. Jetzt nach dem Umbruchverbot wird dieser Status wohl erhalten bleiben.
Das bedeutet einen enormen Wertverlust für die Fläche. Ich habe keine Idee wie wir das lösen sollen. Stilllegungen pachten und in DGL als Ausgleichsfläche pachten geht nicht, da alle Flächen weg sind. Warten bis man umbrechen darf? Ich denke mit der neuen GAP wird uns das so schnell nicht passieren.
Schadensersatz bei Rückgabe zahlen? Hör mir auf...

Ich denke mit der Zeit bildet sich ein kleiner Markt innerhalb der Länder, auf welchen um Augsleichsgrünland gefeilscht wird.
Der Nachteil: Angebot klein, Nachfrage groß...

:prost:
Sepp


Wenn der Pächter auf eine Rückgabe von ACKLERLAND besteht musst Du eben Dein Eigentum (Acker) als Grünland anlegen und dann das PAchtland als Ackerland zurück geben. Laut unserer Kreisverwaltung soll dies als Begründung für ein Wechsel der Flächen langen...
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Re: Gründlandumbruch

Beitragvon angusy » Fr Jan 02, 2015 15:50

Raider hat geschrieben:
stamo hat geschrieben:
Raider hat geschrieben:Sag doch mal welche staatlichen Reglungen in den letzten 30 Jahren runter gefahren worden sind?


z.B. der Zwang, seine Tiere und Maschinen in eine LPG einzubringen.


Und Du meinst wir erleben in den nächsten Jahren wieder SOLCH einen politischen Umbruch? Systemwechsel???


Naja, Raider

Die Frage ist doch, wieviel Vorschriften, Auflagen etc. braucht es denn noch bis man von Enteignung sprechen kann?
Die Direktzahlungen sind dann ähnlich dem Arbeitslohn des Traktoristen, Melkers.

Unternehmerische Entscheidungen bekommst Du dann gänzlich abgenommen.
Welfenprinz hat geschrieben:
Kreuzschiene hat geschrieben:Habt Ihr schon einmal eine Kiefer umarmt?


ich hab schon mal am Baum gebumst.
Aber keine Chinesin.
Und dabei übers Gerstenfeld geguckt.
Zählt das?
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Re: Gründlandumbruch

Beitragvon Raider » Fr Jan 02, 2015 18:20

angusy hat geschrieben:
Naja, Raider

Die Frage ist doch, wieviel Vorschriften, Auflagen etc. braucht es denn noch bis man von Enteignung sprechen kann?
Die Direktzahlungen sind dann ähnlich dem Arbeitslohn des Traktoristen, Melkers.

Unternehmerische Entscheidungen bekommst Du dann gänzlich abgenommen.


Es ging ja um politische VERBESSERUNGEN.
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Re: Gründlandumbruch

Beitragvon Welfenprinz » Fr Jan 02, 2015 18:54

Naja, einige Beispiele gäbs da schon. In der Nachkriegszeit gabs mal Beimischungszwang oder vorgeschriebener Ölpflanzenanbau. Aus der jüngeren Geschichte Milchquote oder Flächenstillegung.
Als Gegenbeispiel mögen sehr viele Sozialleistungen Herrn Schicklgrubers - und der Muttertag :mrgreen: - dienen, die auch den heftigsten aller Zusammenbrüche überlebt haben.

Prinzipiell bin ich auch der Meinung, dass wir als Bauern in Generationen denken sollten, in der Gewissheit dass kein politischer Wahn ewig dauert. Auch der Grüne nicht.

Das Risiko dabei ist, dass man nicht weiss, von was der politische Gestaltungswille abgelöst wird. :mrgreen: Je nach Epoche und politishcer Kultur kann der Eingriff ins Eigentum ja anders motiviert sein............ heute der rechtsgrünlinkswichsende Ochsenfrosch, in 80 Jahren mal wieder ein Truppenübungsplatz oder ein Austragungsgelände für "Tribute für Panem"-Spiele.
Irgendwelchen Begehrlichkeiten wird unser Eigentum an Grund und Boden immer ausgesetzt sein.
Norden, Süden, Westen, Osten, schöne Welt, doch voller Pfosten.
Pfosten, die die Zäune halten, Zäune, die die Menschen spalten.
Hoffnung bleibt, dass diese Pfosten eines Tages mal verrosten.
http://pulseofeurope.eu
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Re: Gründlandumbruch

Beitragvon julius » Sa Jan 03, 2015 11:30

Raider hat geschrieben:
julius hat geschrieben:
stamo hat geschrieben: oder Grünlandumbruchverbot. Kurzfristig für den Betrieb schlecht, aber langfristig bei Eigenland in Generationen gedacht total egal.


So sehe ich das auch.
Wichtig ist wem die Fläche gehört. Umbruchverbote sind nichts weiter als politische Entscheidungen und die sind nur eine Momentaufnahme.
An der Börse sagt man das politische Beine , kurze Beine haben. Und das zählt in der Landwirtschaft umso mehr.
Sollte in der Zukunft wirklich Strom ( Atomausstieg ), Rapsöl, Energie usw. vom Acker benötigt werden ( wovon ich ausgehe ) ist ein staatliches Umbruchverbot schnell Geschichte.


Deinen Optimismus möchte ich haben... Sag doch mal welche staatlichen Reglungen in den letzten 30 Jahren runter gefahren worden sind?


Das hat weniger mit herunterfahren zu tun.
Wenn etwas dringend gebraucht wird, wird es plötzlich wieder erlaubt. Gesetze können innerhalb weniger Tage geändert werden sofern der Bundesrat und Bundestag zustimmt.
Diese pro Umweltgedanken nehmen nur solange immer weiter zu, solange alles im Überschuss und spottbillig vorhanden ist.
Wenn der Atomausstieg wirklich rigoros durchgefürt werden soll und das Fass Rohöl statt derzeit 55 Dollar in 5-10 Jahren 200 Dollar kostet ( und das wird es ) soll plötzlich wieder Getreide, Strom, Rapsöl, Ethanol vom Acker kommen und schon besteht eine Knappheit an Äckern was ein Umbruchverbot kippen kann.
Bleibt das Umbruchverbot trotzdem bestehen, verteuert das mittelfristig ganz erheblich die Verbaucherpreise. Und genau das wollen die Politiker vermeiden, sonst rollen deren Köpfe.
Aus diesen Gründen stört mich persönlich ein Umbruchverbot auf meinen Flächen relativ wenig. Wichtig ist wem die Fläche gehört, nicht was die Politik gerade für Bestimmungen einführt.

Nichts desto trotz hab ich die letzten Jahre noch einige ha ackerfähiges, ebenes Grünland umgebrochen. Schaden kanns nicht und einsäen kann ich es jederzeit wieder oder falls möglich den Ackerstatus verkaufen :D
julius
 
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Re: Gründlandumbruch

Beitragvon angus25 » Sa Jan 03, 2015 13:05

Raider hat geschrieben:
Und Du meinst wir erleben in den nächsten Jahren wieder SOLCH einen politischen Umbruch? Systemwechsel???



...mit SICHERHEIT!

mfG angus
Der Bauer hat einen Hof, der Mond hat einen Hof.
Hat nur noch der Mond einen Hof, ist der Strukturwandel beendet.
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Re: Gründlandumbruch

Beitragvon Raider » Sa Jan 03, 2015 13:16

angus25 hat geschrieben:
Raider hat geschrieben:
Und Du meinst wir erleben in den nächsten Jahren wieder SOLCH einen politischen Umbruch? Systemwechsel???



...mit SICHERHEIT!

mfG angus



na, dann bringt dich aber auch Eigentum nicht weiter ;-)
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Re: Gründlandumbruch

Beitragvon speeder » Sa Jan 03, 2015 15:20

... Ab in den Euro-Intensivstations-Thread mit Euch! Als nächstes wird hier noch der Goldkauf empfohlen... :roll:

Wenn wir wirklich SO einen Systemzusammenbruch bekommen, dann schert es wenig, wem die Fläche gehört. Ein hungernder Mob interessiert sich einen Sch**ß für das Grundbuch...
Warum nur, warum sind die Dummen so sicher, und die Gescheiten so voller Zweifel....?
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Re: Gründlandumbruch

Beitragvon stamo » Sa Jan 03, 2015 15:29

speeder hat geschrieben:Wenn wir wirklich SO einen Systemzusammenbruch bekommen, dann schert es wenig, wem die Fläche gehört. Ein hungernder Mob interessiert sich einen Sch**ß für das Grundbuch...


In der Zone hat das Grundbuch nicht so gut gehalten, da gehörte aber auch im Durchschnitt viel Land wenigen Leuten. Aber insgesamt hat das Grundbuch schon viel ausgehalten, auch den hungernden Mob nach den Kriegen.
So lange die Mächtigen ein Interesse am Grundbuch haben, so lange wird es auch halten. Die Industriellen und die Kirche hält viel Land. Da müssten ein paar ha in Bauernhand sicher sein.
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