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Hochwasserkatastrophe in Deutschland

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
Thema gesperrt
1092 Beiträge • Seite 17 von 73 • 1 ... 14, 15, 16, 17, 18, 19, 20 ... 73

Re: Hochwasserkastrophe in Deutschland

Beitragvon Hafling » So Jul 18, 2021 21:22

in den ersten Post hat das scheinbar keiner gelesen,
deshalb wiederhole ich den Text einfach noch einmal hier!

ich bin fest davon überzeugt,
dass es auch recht viele kleine private Hilfsaktionen gibt,
wie z.b. diese hier
und das teilen auf Facebook ist ausdrücklich erwünscht:

Wir möchten auf einen Spendenaufruf von Landwirten aus Brandenburg und Sachsen-Anhalt aufmerksam machen.
Verschiedene Landwirte und private Tierhalter aus der Umgebung von Jüterbog bis Wittenberg haben sich zusammengetan und spenden über 40t Heu. Dieses wird per LKW direkt in das Katastrophengebiet zu ausgewiesenen Futtersammelstellen gebracht.
Die Initiatoren dieser Hilfsaktion freuen sich über jede kleine finanzielle Spende für die anfallenden Dieselkosten.
Das Gut Kappan hat dafür einen MoneyPool bei PayPal eingerichtet.
Spendenwillige finden den passenden Link auf diesem Facebook-Profil:
https://www.facebook.com/pg/Land.Warenhaus/posts/
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Re: Hochwasserkastrophe in Deutschland

Beitragvon Paule1 » So Jul 18, 2021 21:23

Jetzt wird es für Viele Veranwortlich in den nächsten Tagen höchst schwierig werden, denn nach Bild werden bald Alle es bringen :idea: Dann wird es vorbei sein damit alles Flockig und Locker auf den Klimawandel zu schieben, denn die Menschen müssen gewarnt und geschützt werden :idea:

In der BR Rundschau erklärte bei Min. 31 Michael Sachwe das Fehler gemacht wurden, und erklärt wie es z.B in den USA gemacht wird
Meteorologe Sachweh:https://www.br.de/nachrichten/
"Die Lage im Alpenraum entspannt sich"
https://www.br.de/mediathek/video/meteo ... 000879cbba

Vier Tage vor ersten Flutwellen schlug Warnsystem Alarm - und deutete genau auf Katastrophengebiet hin

21.09 Uhr: Bereits vier Tage vor den ersten Flutwellen gab es präzise Hochwasser-Warnungen auch von europäischer Seite. Wie die "Times" berichtet, schlug das Europäische Hochwasser-Warnsystem bereits am 10. Juli Alarm. Die Warnungen seien an die Regierungen in Deutschland und Belgien weitergegeben worden. Auch in den darauf folgenden Tagen seien die Warnungen immer wieder aktualisiert worden, die Berechnungen hätten da bereits deutlich auf die nun am härtetesten getroffenen Regionen hingewiesen.

Hannah Cloke, Hydrologin an der Universität in Reading, die das Warnsystem mitentwickelt hat, hatte bereits in den vergangenen Tagen von einem "Systemversagen" gesprochen. Nun wird sie gegenüber der Zeitung noch deutlicher: "Menschen hätten Warnungen bekommen müssen. Und die Menschen hätten sie verstehen müssen. Es bringt nichts, wenn man gigantische Computer-Modelle hat, die vorhersagen, was passiert, wenn niemand weiß, was bei einer Flut zu tun ist."
https://www.focus.de/panorama/wetter-ak ... 04141.html
„Die Freiheit des Menschen liegt nicht darin, daß er tun kann, was er will, sondern daß er nicht tun muß, was er nicht will. “
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Re: Hochwasserkastrophe in Deutschland

Beitragvon langholzbauer » So Jul 18, 2021 21:24

Neo-LW hat geschrieben:Moin,


Das ändert das Deutsche Steuerrecht nicht.

In meinem Umfeld sind schon so viele Landwirte auf die Nase gefallen,
weil sie mit Steuerbefreiten KFZ illegal gewerkelt haben.


Olli


Was soll der Schwachsinn?
Hier geht es um Katastrophenhilfe und nicht um illegale Werkeleien!
Es ist ein Armutszeugnis für den Staat, wenn Bauern über Wattsappgrupen schneller vor Ort aktiv werden, als alle Bundes- u.Landesbehörden!
Allen Leuten dort meine Hochachtung!!!!
Zu gerne hätte ich auch vor Ort geholfen, aber ich bin leider soloselbständiger Landwirt mit Tierhaltung und zu meinem Glück weit weg.
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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Re: Hochwasserkastrophe in Deutschland

Beitragvon tyr » So Jul 18, 2021 21:26

Interessantes zu dem Hochwasser an der Ahr. So ganz ist das wohl doch kein singuläres Ereigniss, und auch Folge diverser menschlicher Eingriffe seit dem Mittelalter.
Die Analen verzeichnen zwischen 1388 bis 1962 mehr als 60 schwere Überschwemmungen. Quelle: https://www.kreis-ahrweiler.de/kvar/VT/ ... 983.25.htm


1804, 21. Juli, Ahrgebiet: Größtes und folgenschwerstes Hochwasser der Ahr, über das detailierte Berichte vorliegen. Durch Frick12) wurden Ablauf und Schäden dieser Katastrophe aufgrund von Meldungen und Berichte der französischen Behörden anläßlich der 150. Wiederkehr dargestellt. Alle Unterlagen befinden sich im Staatsarchiv Koblenz. Durch Gewitterregen führte die Ahr bereits seit Tagen Hochwasser, als am 21. Juli 1804 ein erneutes Unwetter in der Hoch- und Ahreifel sich mit riesigen Niederschlägen entlud. Alle zur Ahr führenden Nebenflüsse, vor allem der Trier-, Adenauer- und Kesselinger Bach, schwollen innerhalb kürzester Zeit stark an. Eine alles wegreißende Flutwelle füllte die Täler und ließ das gesamte Ahrsystem über die Ufer treten. Grommes7) hat anhand von Hochwassermarken ermittelt, daß der Höchststand dieses Hochwassers in Antweiler 2,50 m und in Dernau 1,85 m höher gewesen ist als das Katastrophenhochwasser von 1910.

Ahrhochwasser 1804. Lith. von Nicolas Ponsart

Im gesamten Einzugsbereich der Ahr verursachte das Unwetter und das anschließende Hochwasser riesige Sachschäden und forderte 63 Menschenleben. 129 Wohnhäuser, 162 Scheunen und Stallungen, 18 Mühlen, 8 Schmieden und nahezu alle Brücken, insgesamt 30, wurden von den Wassermassen weggerissen. Weitere 469 Wohnhäuser, 234 Scheunen und Ställe, 2 Mühlen und 1 Schmiede wurden beschädigt. 78 Pferde und Zugrinder kamen in den Fluten um, Obstbäume wurden entwurzelt, Weinberge abgespült, die gesamte Ernte vernichtet und Wiesen und Felder in der Talaue hoch mit Sand und Kies überschüttet.

Zur Behebung der Schäden wurde durch den Präfekten des Departement ein Arbeitsdienst eingerichtet, bei dem über 800 Männer, teilweise von der Mosel kommend, eingesetzt waren. An Steuergeldern wurden 120 000 Francs und Bauholz aus den Wäldern für 40 000 Francs zur Verfügung gestellt. Kaiser Napoleon gab aus seiner Privatschatulle 30 000 Francs, die Kaiserin weitere 4 800 Francs zur Linderung der Not, 45 000 Francs erbrachte eine Spendenaktion.
Zuletzt geändert von tyr am So Jul 18, 2021 21:36, insgesamt 2-mal geändert.
Nimm das Recht weg, was ist der Staat noch anderes als eine große Räuberbande. (Augustino von Hippo, 354 bis 430)
Unbedingter Gehorsam setzt bei den Gehorchenden Unkenntnis voraus.
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Re: Hochwasserkastrophe in Deutschland

Beitragvon Neo-LW » So Jul 18, 2021 21:27

Moin,

langholzbauer hat geschrieben:
Neo-LW hat geschrieben:Moin,


Das ändert das Deutsche Steuerrecht nicht.

In meinem Umfeld sind schon so viele Landwirte auf die Nase gefallen,
weil sie mit Steuerbefreiten KFZ illegal gewerkelt haben.


Olli


Was soll der Schwachsinn?
Hier geht es um Katastrophenhilfe und nicht um illegale Werkeleien!



Das THW kann die Gerätschaften der Landwirte doch anfordern.

Wo ist das Problem ?


Olli
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Re: Hochwasserkastrophe in Deutschland

Beitragvon Spänemacher58 » So Jul 18, 2021 21:30

DWEWT hat geschrieben:Mal eine ganz bescheidene Frage, kennt hier überhaupt jemand das Katastrophenschutzgesetz?
Zu den Hilfsleistunen sei folgendes gesagt. Es macht Sinn, sich über die Maschinenringe, die diese Hilfsleistungen koordinieren als Helfer organisieren zu lassen. Erstens fährt man dann nicht vergeblich dorthin und zweitens kann die entsprechende Technik dorthin beordert werden, wo sie am besten eingesetzt werden kann. Außerdem übernehmen diese Organisatoren auch das Ausstellen entsprechender Bestätigungen. Mir ist allerdings bisher kein Fall bekannt geworden, in dem ein FA ein im Katastrophendienst eingesetztes Fahrzeug im Nachhinein steuerlich aufgegriffen hätte.
Wenn z.B. für den Katastropheneinsatz Fahrzeuge beschlagnahmt werden und für diese Fahrzeuge Steuern bezahlt werden, dann kann der Halter, für die Zeit der Beschlagnahme, die Steuer zurückfordern. Trifft natürlich bei grüner Nummer nicht zu. :wink:


Es war schon ganz gut, dass die Landwirte sich selbst organisiert haben und nicht organisieren haben lassen! Es gab schon am Vorabend einen großen Aufmarsch von THW und Feuerwehren. Die waren dort, wo es nicht "brannte" und kamen zu spät. Wirklich geholfen haben die kleinen Dorffeuerwehren von Adenau und Altenahr
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Re: Hochwasserkastrophe in Deutschland

Beitragvon DWEWT » So Jul 18, 2021 21:32

Neo-LW hat geschrieben:Meine privaten Fahrzeuge, die ich an die Bundeswehr verleihe,
bekommt sie immer erst auf Anfrage.



Es dürfte absolute Normalität sein, etwas erst auf Anfrage hin zu verleihen. :lol:
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Re: Hochwasserkastrophe in Deutschland

Beitragvon Paule1 » So Jul 18, 2021 21:32

Unser CSU Bürgermeister würde den Landrat uns nicht zuletzt Söder direkt angehen und das mit der "Grünen Nummer" schnell klären, wenn es sich um ein Notfalleinsatz handeln würde. :idea:

Selbst ich habe meine Traktoren der Feuerwehr wenn keine anderen bei Sirenenalarm verfügbar waren hingestellt :idea:
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Re: Hochwasserkastrophe in Deutschland

Beitragvon DWEWT » So Jul 18, 2021 21:34

Neo-LW hat geschrieben:
Das THW kann die Gerätschaften der Landwirte doch anfordern.


Olli


Bei wem denn? Sollen die bei den Landwirten rumfragen? Du laberst oft ziemlichen Mist!
Zuletzt geändert von DWEWT am So Jul 18, 2021 21:42, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Hochwasserkastrophe in Deutschland

Beitragvon Neo-LW » So Jul 18, 2021 21:38

Moin,

DWEWT hat geschrieben:
Neo-LW hat geschrieben:Meine privaten Fahrzeuge, die ich an die Bundeswehr verleihe,
bekommt sie immer erst auf Anfrage.



Es dürfte absolute Normalität sein, etwas erst auf Anfrage hin zu verleihen.



Na, was denn sonst ?

Wenn Krieg ist, laufe ich ja auch nicht mit meinem Jagdgewehr und meiner privaten
Munition los, und stürme an die Front.

Ich packe meine Blechkiste, ziehe meine Uniform an, und melde mich bei meiner
Einheit.
Selbstverständlich nehme ich meinen Freund Walter und 500 Patronen 9x19 mit.
Dann sehen wir weiter.


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Re: Hochwasserkastrophe in Deutschland

Beitragvon meyenburg1975 » So Jul 18, 2021 21:38

Neo-LW hat geschrieben:Moin,

DWEWT hat geschrieben:
... im Katastrophendienst eingesetztes Fahrzeug ...

Also nix mit privat Hauruck.
Erst Anfrage, dann Auftrag, dann Einsatz..

Typisch deutsch halt.
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Re: Hochwasserkastrophe in Deutschland

Beitragvon Otto Mohl » So Jul 18, 2021 21:39

Das einzige, was ich dem Olli glaube ist das dass Jugendamt seine Kinder einer besseren Betreuung geben wollte.
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Re: Hochwasserkastrophe in Deutschland

Beitragvon DWEWT » So Jul 18, 2021 21:41

Spänemacher58 hat geschrieben:
Es war schon ganz gut, dass die Landwirte sich selbst organisiert haben und nicht organisieren haben lassen! Es gab schon am Vorabend einen großen Aufmarsch von THW und Feuerwehren. Die waren dort, wo es nicht "brannte" und kamen zu spät. Wirklich geholfen haben die kleinen Dorffeuerwehren von Adenau und Altenahr


Im der ersten Situation ist das absolut richtig. Die Menschen kennen die örtlichen Gegebenheiten und wissen wo was zu tun ist. Wenn dann aber fremde Hilfe kommt/kommen muss, ist eine Organisation notwendig, die weiß, wer welche Technik verfügbar hat und wo sie benötigt wird. Außerdem geht es natürlich dann auch darum, dass diese eingesetzte Technik betankt und evtl. gewartet werden muss. Ein Maschinenring organisiert z.B. andere Hilfsleistungen für betroffnen Landwirte. Futtermittelspenden und anderes werden da zentral erfasst und an die Betriebe weitergeleitet.
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Re: Hochwasserkastrophe in Deutschland

Beitragvon Neo-LW » So Jul 18, 2021 21:41

Moin,

DWEWT hat geschrieben:
Neo-LW hat geschrieben:
Das THW kann die Gerätschaften der Landwirte doch anfordern.


Olli


Bei wem denn? Sollen die bei den Landwirte rumfragen? Du laberst oft ziemlichen Mist!



Deswegen hat der Liebe Gott die Möglichkeit des Angebotes erfunden.
Also einfach ein FAX / e-mail an das örtliche THW / Feuerwehr schicken,
was man leisten könnte, wenn man denn angefordert würde.
Der Führungsstab vor Ort entscheidet dann.


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Re: Hochwasserkastrophe in Deutschland

Beitragvon Spänemacher58 » So Jul 18, 2021 21:42

tyr hat geschrieben:Interessantes zu dem Hochwasser an der Ahr. So ganz ist das wohl doch kein singuläres Ereigniss, und auch Folge diverser menschlicher Eingriffe seit dem Mittelalter.
Die Analen verzeichnen zwischen 1388 bis 1962 mehr als schwere 60 Überschwemmungen. Quelle: https://www.kreis-ahrweiler.de/kvar/VT/ ... 983.25.htm


1804, 21. Juli, Ahrgebiet: Größtes und folgenschwerstes Hochwasser der Ahr, über das detailierte Berichte vorliegen. Durch Frick12) wurden Ablauf und Schäden dieser Katastrophe aufgrund von Meldungen und Berichte der französischen Behörden anläßlich der 150. Wiederkehr dargestellt. Alle Unterlagen befinden sich im Staatsarchiv Koblenz. Durch Gewitterregen führte die Ahr bereits seit Tagen Hochwasser, als am 21. Juli 1804 ein erneutes Unwetter in der Hoch- und Ahreifel sich mit riesigen Niederschlägen entlud. Alle zur Ahr führenden Nebenflüsse, vor allem der Trier-, Adenauer- und Kesselinger Bach, schwollen innerhalb kürzester Zeit stark an. Eine alles wegreißende Flutwelle füllte die Täler und ließ das gesamte Ahrsystem über die Ufer treten. Grommes7) hat anhand von Hochwassermarken ermittelt, daß der Höchststand dieses Hochwassers in Antweiler 2,50 m und in Dernau 1,85 m höher gewesen ist als das Katastrophenhochwasser von 1910.

Ahrhochwasser 1804. Lith. von Nicolas Ponsart

Im gesamten Einzugsbereich der Ahr verursachte das Unwetter und das anschließende Hochwasser riesige Sachschäden und forderte 63 Menschenleben. 129 Wohnhäuser, 162 Scheunen und Stallungen, 18 Mühlen, 8 Schmieden und nahezu alle Brücken, insgesamt 30, wurden von den Wassermassen weggerissen. Weitere 469 Wohnhäuser, 234 Scheunen und Ställe, 2 Mühlen und 1 Schmiede wurden beschädigt. 78 Pferde und Zugrinder kamen in den Fluten um, Obstbäume wurden entwurzelt, Weinberge abgespült, die gesamte Ernte vernichtet und Wiesen und Felder in der Talaue hoch mit Sand und Kies überschüttet.

Zur Behebung der Schäden wurde durch den Präfekten des Departement ein Arbeitsdienst eingerichtet, bei dem über 800 Männer, teilweise von der Mosel kommend, eingesetzt waren. An Steuergeldern wurden 120 000 Francs und Bauholz aus den Wäldern für 40 000 Francs zur Verfügung gestellt. Kaiser Napoleon gab aus seiner Privatschatulle 30 000 Francs, die Kaiserin weitere 4 800 Francs zur Linderung der Not, 45 000 Francs erbrachte eine Spendenaktion.


Ist richtig Tyr und 1910 gab es noch ein schweres, vergleichbar mit den jetzigen. Damals sind sogar die Kirchturmglocken weggeschwommen! Meine Oma erzählte mir davon.
Aber mein Vater, 1928 geboren und ich 1958 haben so etwas noch nicht erlebt! Kommt nicht alles 100 Jahre vor, hoffentlich nicht!
Das Hochwasser an der Ahr kann man nicht mit den Hochwassern an Rhein und Mosel, die jedes Jahr 1-2x kommen vergleichen! Rhein und Mosel sind darauf alljährlich eingestellt und nicht so brutal wie die kleine Ahr, die 100Jahre brav in ihrem Bett liegt und dann durchdreht. Ich habe nur 2 erwähnenswerte Hochwasser mitgemacht, einmal ca. 1965 und dann 2016
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