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Hochwasserkatastrophe in Deutschland

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Hochwasserkastrophe in Deutschland

Beitragvon Westi » Di Jul 27, 2021 18:48

Du kannst da hin fahren. Es werden noch Helfer benötigt.
Unter Helfer-shuttle.de kannst Du aktuelle Meldungen nachlesen.

Die meisten Helfer sind aus der Region oder Campen am Sammelplatz. Da kann man auch die Sanitäranlagen benutzen. Auch die Bundeswehr hat da ein „Camp“, manche duschen auch da.
Luxus kann man aber keinen erwarten.
Wie es dann in den Orten selbst aussieht, weiß ich aber nicht. Wird aber ähnlich sein.
Der Sammelplatz im Innovationspark ist ja „nur“ für die mit Schaufel und Besen ;)
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Re: Hochwasserkastrophe in Deutschland

Beitragvon Spänemacher58 » Di Jul 27, 2021 19:34

@Sturmwind
Die Bundeswehr mach schon einen guten Job dort!
Du hast Recht, trotz seiner 830PS ist der Pionierpanzer Dachs als Erdbaumaschine nicht so effektiv wie ein großer Radlader, eine große Cat Raupe oder ein großer Liebherr Bagger. Der Panzer ist mehr ein Univeralgerät wie ein Schweizer Taschenmesser! Und nicht jeder Panzerfahrer ist der perfekte Erdbeweger.
Das mit dem "Räumschildchen wie beim 70er Traktor hast du aber ganz falsch eingeschätzt. Das Schild ist 3,75m breit und da schiebt ein 70er Traktor keine 8cm Spielsand!
Über die Zug-und Schubkraft braucht man beim Pionierpanzer Dachs auch nicht zu diskutieren! Der zieht mit seinen 43tonnen und 830PS garantiert 2 936 Fendt wie Dackel hinter sich her und zerreißt sie in Stücke!
Der schaltet beim Taktorpulling hoch und nicht runter! https://www.youtube.com/watch?v=XYW7dtOPOLo
Hier im Wald: Da brauchst keinen Harvester und alles im Standgas https://www.youtube.com/watch?v=5j41LSTBTYw
Sturmwind ich glaube schon das du ein Fachmann bist und gebraucht wirst. Erfahrene Fahrer werden die brauchen können, aber kommste ohne eigene Geräte, kannst du wie Westi schreibt an eine Sammelstelle fahren. Dort bekommst du Besen und Schüppe in die Hand gedrückt und wirst eingeteilt. Mehr oder weniger sinnvoll!
Wenn du deine Spezialkenntnisse als Führer von Baumaschinen einbringen möchtest, solltest du dich über LsV oder den Wipperführt bei Youtube oder Facebook melden, die werden dich dann bei Bedarf einteilen. Alleine so ins Blaue würde ich nicht fahren. In den ersten Tagen ging das noch. Bis zur Ortslage Bad Neuenahr geht es auch jetzt wieder. Aber da ist alles getan und an der Mittelahr von Walporzheim bis Insul wird Hilfe gebraucht. Diese Ortslagen kannst du wenn überhaupt nur von der Höhe durch Wald und Weinberge anfahren
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Re: Hochwasserkastrophe in Deutschland

Beitragvon Westi » Di Jul 27, 2021 19:53

Wenn Du Dich als Spezialist „outest“ wirst Du schon entsprechend eingesetzt.
Am Samstag wurde extra ein Bus nur mit Kettensägen und Bedienern voll gemacht und entsprechend verteilt. Auch in die Orte, wo der „normale“ Helfer nicht hin kam.

Natürlich ist es besser, wenn Du jemanden hast, bei dem Du direkt fahren kannst. Der kann Dir auch sagen, wann er jemanden braucht.
Bis das Ganze fertig ist, wird noch eine ganze Zeit dauern. Wenn das große Aufräumen beendet ist, gehts halt wieder an den Wiederaufbau.
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Re: Hochwasserkastrophe in Deutschland

Beitragvon Spänemacher58 » Di Jul 27, 2021 20:18

Westi hat geschrieben:Wenn Du Dich als Spezialist „outest“ wirst Du schon entsprechend eingesetzt.
Am Samstag wurde extra ein Bus nur mit Kettensägen und Bedienern voll gemacht und entsprechend verteilt. Auch in die Orte, wo der „normale“ Helfer nicht hin kam.

Natürlich ist es besser, wenn Du jemanden hast, bei dem Du direkt fahren kannst. Der kann Dir auch sagen, wann er jemanden braucht.
Bis das Ganze fertig ist, wird noch eine ganze Zeit dauern. Wenn das große Aufräumen beendet ist, gehts halt wieder an den Wiederaufbau.


Richtig Westi!
Da ich dort genug Leute kenne, möchte ich nicht eingeteilt werden, sondern selbst entscheiden wo ich helfe und mein eigenens Equipment mitbringen. Zuerst war ich mit Unimog ,Seilwinde und Motorsäge da. Man konnte in den engen Gassen der Weindörfer auch etwas bewegen.
Es stellte sich aber die Frage der Haftung zumal mit grünem Nummernschild. An große Baumstämme unter Spannung traue ich mich aufgrund mangelnder Ausbildung nicht heran, ist auch besser so! Autowracks abziehen hätte ich schon besser gekonnt als die Abschleppwagen ohne Allrad die im Schlamm versanken. Aber was wäre, wenn ich einem PKW den Tank oder Ölwanne aufreiße und es zu Umweltschäden kommt oder ein funktionsfähiges Auto beschädige?
Was ist, wenn ich den alten Unimog ruiniere wenn Wasser in Achsen und Getriebe komm? Zahlt mir keiner. Später habe ich dann mit Besen und Schüppe gearbeitet und Küchen abgebaut
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Re: Hochwasserkastrophe in Deutschland

Beitragvon T5060 » Di Jul 27, 2021 20:20

Wenn ich nur an das ganze Schwarzgeld und das vergrabene Gold im Garten denke,
bei den ganzen Winzern, Campingplatzbetreibern und Gastronomen. :mrgreen:

Das ging als den Bach runter ......
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Hochwasserkastrophe in Deutschland

Beitragvon Spänemacher58 » Di Jul 27, 2021 20:47

@t5060
Das hast du ja wohl hoffentlich nicht ernst gemeint oder?
An der Ahr gibt es keine Industrie und keine lukrative Landwirtschaft im Gegensatz zum Raum Euskirchen Erftstadt wo die reichen Bauern wohnen.
Mit dem Autokennzeichen AW wurden wir immer AW= Armer Winzer genannt.
Die Ahr lebt von Weinbau und Tourismus, sonst gibt es da nichts!
Der Tourismus hat durch Corona sehr gelitten und manches Hotel oder Pension waren schon vor der Flutkatastrophe ruiniert, die Flut hat den Rest gegeben!
Der Weinbau hat 50 Millionen an Vorräten verloren. Maschinen und Kellereieinrichtung sind kaputt! Mit welchen Maschinen wollen die Winzer an der Ahr in 6 Wochen ernten und keltern?
Schwarze Kassen hat es wohl immer gegeben, aber heute ist Buchführung Pflicht und kein Holländer oder Belgier zahlt Camping, Hotel oder Restaurant bar! Die wichtigsten Kunden zahlen nur mit Karte!
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Re: Hochwasserkastrophe in Deutschland

Beitragvon agrotron 100 » Di Jul 27, 2021 21:38

Moin, wir wahren am Freitag nach der Flut mit von den ersten die bei uns aus dem Kreis Borken aufgebrochen sind. Nach einem kurzen Einsatz in Wassenberg sind wir Samstag früh zum Ahrtal hoch. In Bad Neuenahr haben wir begonnen die Straßen zu räumen. Wir haben Kontakt zu einem ansässigen Bauern aufgenommen, der uns in einem Bürgerhaus untergebracht hat. Von da aus sind wir seitdem in Bad Neuenahr mit immer wechselnder Besatzung mit rund 30 Personen vor Ort. Mein trecker ist seitdem vor Ort und werde ihn am Freitag nach Hause holen. Denke bis dahin wird er gut 250h abgerissen haben. Die Leute vor Ort sind uns überaus dankbar entgegen gekommen. Es war beeindruckend, die Eindrücke, die Bilder, Gerüche, die Dankbarkeit, der Zusammenhalt. Gerade in den ersten Tagen hatte man aber auch Erlebnisse die einem wohl nicht mehr aus dem Kopf gehen werden und einen auch weiterhin begleiten werden...
Ihr Revier sind die Acker Deutschlands
Ihre kraft ist mörderisch!
Ihre Gegner John Deere, Fendt und MF!
Einsatz rund um die Uhr für die Schlepper von Deutz Fahr !
Unsere Landwirtschaft is ihr Job!
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Re: Hochwasserkastrophe in Deutschland

Beitragvon Spänemacher58 » Di Jul 27, 2021 22:09

@agrotron 100
Ich danke Dir sehr für das was Du in meiner Geburtsstadt Bad Neuenahr geleistet hast! Ohne die Bauern wäre in den ersten Tagen nicht viel geschehen.
Und überall wo Du bei YouTube guckst, die Hilfe der Landwirte wird von allen Einheimischen lobend erwähnt!
Ihr wart die Helden!
Gruß Spänemacher
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Re: Hochwasserkastrophe in Deutschland

Beitragvon Todde » Mi Jul 28, 2021 0:13

Qtreiber hat geschrieben:Kieling ist ein eitler Selbstdarsteller.


Man darf nicht vergessen, diese Ausrufer der unberührten Natur sind die eigentlichen Auslöser solcher Katastrophen.
Wegen solchen Propheten werden Flußbetten renaturiert und über Jahrzehnte nicht freigehalten. Solche Wassermassen müssen dann ersteinmal die Bäume und Büsche beseitigen, die dann nicht mehr durch die Brücken abfließen und Stauseen schaffen, die irgendwann die Brücke sprengen und mit noch mehr Gewalt die Ortschaften darunter niederwalzen.
Da können Bauingenieure noch so lange Jahrhundertfluten berechnen, die durch eine Brücke durch fließen, wenn da Bäume und Büsche den Durchfluss behindern und Wassermassen aufstauen.

Wie nach anderen Hochwasserkatastrophen auch, wird es dazu Gutachten geben. Und auch dieses mal sollten wir uns fragen, welchen Preis wollen wir als Gesellschaft für derart "Umweltschutz" zahlen? Sind wir bereit dafür Haus, Hof, Mutter, Tochter zu verlieren?
Das Volk der Ukrainer verteidigt die Freiheit Europas
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Re: Hochwasserkastrophe in Deutschland

Beitragvon Tbx13 » Mi Jul 28, 2021 6:33

Guten Morgen,

mit so einem Bergeleo kann man schon einiges machen. Ich kann mich noch gut an die Schneekatastrophe 78/ 79 erinnern. Egal übrigens ob der nun Dachs oder Wisent oder wie auch immer heißt. Gibt da mehrere Ausbaustufen die eigentlich nur anders heißen, z.T. ein paar PS mehr haben, vom Konzept her ist der Bergepanzer ein etwas abgewandelter Kampfpanzer Leopard 2. Abgewandelt deshalb, damit er z.B. über den Kranarm auch den Turm des Leo 2 heben kann.

Das Räumschild des Pionierpanzers ist etwas anders als das des reinen Bergepanzers, da ist das Räumschild in der Hauptsache als Abstützung bei Kranarbeiten gedacht.

Mir ist das noch recht gut in Erinnerung aus 78/ 79. Ich war dabei, die Leistung des Bergepanzers steht und fällt mit dem Fahrer und dem Kommandanten. Die haben damals schon wirklich was bewegt und geschafft. Sind über die Landstr zu den entlegensten Höfen, alles andere kam nicht durch. Es gab wenige FAG, Feldarbeitsgeräte, heute würde man Radlader dazu sagen, auch die waren damals im Einsatz. Aber nicht wirklich vergleichbar mit der Leistung des Bergeleos die sonst auf dem Kasernengelände in der Instandsetzung fast nur Kranarbeiten erledigten. Es wurden in Flensburg- Weiche zu der Zeit u.a. Panzer M 48 und Hotchkiss repariert.

Aktuell habe ich vorhin einen interessanten Kommentar bei Markus Wipperfürth gelesen. Es scheint nicht weiter zu gehen, einige rücken ab nachdem es noch immer keine Aussage der Politik zur Bezahlung der geleisteten Maschinenstunden gibt.

Im Kommentar stand das die Landwirte vermutlich nichts bekommen. Arbeiten ohne Auftrag. Katastrophenschutz hat jetzt so wie es heraus klang einige Firmen beauftragt die nun Geld bekommen was für Unmut sorgt. In eine Video zu Anfang der Hilfe wurde da ein Bauunternehmer gezeigt der am Tag 3 abrücken wollte nachdem er 2 Tage umsonst gearbeitet hatte, wenige Meter der Straße noch fehlten. Ich habe das für Erpressung gehalten, nach der Ansage, entweder bekomme ich den Auftrag oder ich fahre heim. Er war Tage später noch da und es hieß seitens des Herrn Wipperfürth er wäre uns fast abhanden gekommen.

So toll wie die Aktion für die Bewohner und Betroffenen des Ahrtals ist, so dankbar wie die Leute sind, für die Politik ist es einfach. Die sitzen das aus. Ist doch egal. Der kleine Mann bezahlt das sowieso. Entweder über höhere Abgaben oder durch kostenlose Arbeit. Oder Spende. Egal wie man es nennt.

Die Politik und der Katastrophenschutz hat voll versagt. Auf ganzer Linie. Ich las bei Youtube auch dazu einen Kommentar der es recht gut trifft.

Die Gruppe Land schafft Verbindung ist das ganze falsch angegangen. Hilfe hätte man nur den Berufskollegen geben sollen. Weiter dann nur das Angebot an die Gemeinden, Kreise, dem Bundesland Rheinland- Pfalz: Wir könne sofort mit 50 oder 100 Traktoren, Radladern helfen. Kostet pro Stunde X Euro. Nach 3 Tagen nur mit THW und Bundeswehr hätte man das Angebot aufgrund der Seuchengefahr mit Kußhand angenommen. Ich habe auch überlegt, mit meinem Kleintraktor, 50 PS, Allrad, Frontlader dort mitzumischen. Habe die Hilfe angeboten. Keine Reaktion der Behörden. Habe es nicht eingesehen, wie der User Spänemacher68, mir mein Material da kaputt zu fahren. Es schrieb ein Landwirt, er hatte in allen Reifen des Traktors 1 Fremdkörper. In einem Reifen des Kippers 26! Sonst hat er 1 x im Jahr einen Reifenschaden Auch der wird auf seinen Kosten vermutlich sitzen bleiben So ein Satz Reifen kostet richtig Geld.

So bitter wie es ist, ich vermute das die Landwirte nicht 1 Cent bekommen werden Ohne Auftrag Hilfe geleistet. Da kann Herr Wipperfürth soviel er will mit Frau Klöckner schreiben. Auch wenn Frau Klöckner diverse Reifen organisiert hat. Es wird sich vermutlich nichts ändern. Mehr Geld können die doch nicht sparen.
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Re: Hochwasserkastrophe in Deutschland

Beitragvon Sturmwind42 » Mi Jul 28, 2021 7:46

Tbx13 hat geschrieben:So bitter wie es ist, ich vermute das die Landwirte nicht 1 Cent bekommen werden Ohne Auftrag Hilfe geleistet. Da kann Herr Wipperfürth soviel er will mit Frau Klöckner schreiben.


Ich kann mir nicht vorstellen dass die Ersthelfer samt Gerät da an eine Entlohnung gedacht haben ! Natürlich kann das nicht immer so weiter gehen, den Aufbau muss jemand bezahlen . Es steht aber doch jedem frei nach x Tagen wieder abzuziehen . Für einen selbst ist es dann doch ein gutes Gefühl wenigstens etwas geholfen zu haben .
Rechtlich können LW eh nicht beim Aufbau helfen, dazu bräuchts ein Gewerbe, schon alleine wegen der Rechnungsstellung .
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Re: Hochwasserkastrophe in Deutschland

Beitragvon tyr » Mi Jul 28, 2021 7:51

Todde hat geschrieben:
Qtreiber hat geschrieben:Kieling ist ein eitler Selbstdarsteller.


Man darf nicht vergessen, diese Ausrufer der unberührten Natur sind die eigentlichen Auslöser solcher Katastrophen.
Wegen solchen Propheten werden Flußbetten renaturiert und über Jahrzehnte nicht freigehalten. Solche Wassermassen müssen dann ersteinmal die Bäume und Büsche beseitigen, die dann nicht mehr durch die Brücken abfließen und Stauseen schaffen, die irgendwann die Brücke sprengen und mit noch mehr Gewalt die Ortschaften darunter niederwalzen.
Da können Bauingenieure noch so lange Jahrhundertfluten berechnen, die durch eine Brücke durch fließen, wenn da Bäume und Büsche den Durchfluss behindern und Wassermassen aufstauen.

Wie nach anderen Hochwasserkatastrophen auch, wird es dazu Gutachten geben. Und auch dieses mal sollten wir uns fragen, welchen Preis wollen wir als Gesellschaft für derart "Umweltschutz" zahlen? Sind wir bereit dafür Haus, Hof, Mutter, Tochter zu verlieren?

Bei natürlichen Flüssen ist allerdings, iaR, die Fließgeschwindigkeit deutlich niedriger, als bei begradigten oder Kanalisierten. Das heißt, die Wucht, mit der das Wasser kommt, ist deutlich geringer, das kann dann Baum und Strauch ab.
Wobei das Ahrtal, auf Grund seiner geologischen Struktur hier ein besonderer Fall ist, der mit den meisten anderen Flüssen in D. kaum vergleichbar.
Hochwasser, auch schwere, lassen sich nicht völlig vermeiden. Dazu braucht es keine Flüsse,
Nimm das Recht weg, was ist der Staat noch anderes als eine große Räuberbande. (Augustino von Hippo, 354 bis 430)
Unbedingter Gehorsam setzt bei den Gehorchenden Unkenntnis voraus.
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Re: Hochwasserkastrophe in Deutschland

Beitragvon weissnich » Mi Jul 28, 2021 7:52

@tbx13:
ganz ehrlich: man hilf den menschen und nicht der politik.. klar spart kostenlose freiwillige hilfe auch geld ein.. aber es geht darum das den leuten vor ort schnell geholfen wird - sie infrastruktur einigermassen wieder für notbetrieb freigemacht ist.. wenn man da hinfährt kann natürlich was an der maschine kaputtgehen, aber wer an sowas überhaupt gedanken verschwendet sollte wirklich nicht hinfahren oder eben nur ne schaufel mitnehmen und gummistiefel... aber obacht.. der schaufelstiei kann brechen und die gummistiefel könnten löcher bekommen..

ich hab meine kettensäge den jungs ins katastrophengebiet mitgegeben - ich glaub nichtmal das die jemals wiederkommt und es ist mir scheissegal wenn dadurch irgendwas bewegt werden kann.. es sind aus der region hier auch 2 kettenbagger dahin verladen worden, pumpen , generatoren etc.. jede menge material und spenden.. und einige leute opfern ihren urlaub dafür.. warum? weil es andersrum auch so wäre das hier jemand käme.. das nennt sich menschlichkeit.
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Re: Hochwasserkastrophe in Deutschland

Beitragvon Westi » Mi Jul 28, 2021 8:00

Ja, so denke ich auch.
Dort ist Hilfe notwendig und man leistet sie. Punkt.
Hätte ich entsprechende Maschinen oder Fahrzeuge, wären die da auch im Einsatz.
Wenn es einen selbst mal erwischt, ist man auch froh um jede Hilfe.
Wenn jetzt jemand an seine finanzielle oder körperliche Belastungsgrenze kommt, kann er jederzeit das Gebiet verlassen. Man wird ihm trotzdem dankbar sein.
Vor Ort gibt es mittlerweile auch entsprechende Firmen, die zb Reifen kostenlos reparieren - sofern das möglich ist.
Getankt werden kann auch bei BW oder den Tankstellen auf Kosten des LK (so die Aussage eines LKW-Fahrers).
Die Verpflegung ist gesichert.

Der „Vorschlag“ der hier kam, am besten so lange zu warten, bis die Einsatzkräfte einen flehend beauftragen, ist hoffentlich nicht ganz ernst gemeint. Da geht es um Menschenleben und zerstörte Existenzen!
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Re: Hochwasserkastrophe in Deutschland

Beitragvon Qtreiber » Mi Jul 28, 2021 8:07

Westi hat geschrieben:Der „Vorschlag“ der hier kam, am besten so lange zu warten, bis die Einsatzkräfte einen flehend beauftragen, ist hoffentlich nicht ganz ernst gemeint. Da geht es um Menschenleben und zerstörte Existenzen!

:!: :!: :!:
Im Nachbarort drohte ein Baum in den Bach zu kippen, der durchs Dorf fließt.
Der Bürgermeister wurde informiert, verbunden mit der Bitte, den Baum zu fällen, um zu verhindern, dass sich da eine Staustelle bildet. Da musste zuerst mal geklärt werden, wer denn dafür jetzt - rechtlich gesehen - zuständig ist. :cry:
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