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Hofübergabe - steuerlich betrachtet - Erfahrungen?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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109 Beiträge • Seite 2 von 8 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 8
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Re: Hofübergabe - steuerlich betrachtet - Erfahrungen?

Beitragvon Estomil » Do Dez 09, 2021 15:34

Einen Hof sollte man schon zusammen halten. Nicht der erste Neffe oder Enkel der wieder einsteigt und aus dem Hof was schmuckes macht.
Gelegentlich schadet es auch nicht wenn Mal eine Generation ausgesetzt wird und ein 25 jähriger Durchstartet ohne Altlasten an Eltern, Grosseltern etc.

Es gibt hier Höfe die durchaus was erreicht haben im Bereich Gemüse, Tourismus, Tannenbäume oder ähnlichen Nischen.
Der reichste ist wohl der mit dem Tierkrematorium und 20 Niederlassungen in Deutschland.
Man muss nur Ideen haben.

Zum Thema Erbe.
Ja es ist natürlich gut und schön wenn die Eltern das Thema Abfindungen schon früh mit ihren Sprösslingen geklärt haben. Wer etwas auf Zack ist klär das wenn die Kinder 20 sind, spendiert ihnen eine gute Ausbildung und wenn möglich eine angemessene Abfindung, Bauplatz oder ähnlich und sieht zu das die Kinder 10-15 Jahre Vorsprung haben gegenüber anderen die nichts bekommen.
Danach muss jeder selbst zusehen wie er klar kommt.
Es ist eigentlich nicht einzusehen wenn sowas noch im hohen alter geklärt werden muss und die Kinder selbst schon Ende 50 sind. Dann will die Frau noch ne neue Küche und überhaupt sollen die Enkel ja auch was haben. Das läuft aber so nunmal nicht.

Ein Hof ist ja auch nicht nur Vermögen sondern oft auch Verpflichtung. Zumindest wenn erwartet wird das man die Bude weitermacht, die Eltern versorgt werden wollen und das ganze Thema Pflege, räumliche Nähe mit Schwiegertochter und andere Probleme im Raum stehen.
Das sind alles Dinge die einen nicht jucken brauchen wenn man im Dorf ne neue Bude baut ...
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Re: Hofübergabe - steuerlich betrachtet - Erfahrungen?

Beitragvon T5060 » Do Dez 09, 2021 16:48

wastl90 hat geschrieben:Natürlich kann man pauschal sagen ein Steuerberater, Notar oder der Bauernverband eignen sich nicht bzw. eben schon. Das kommt immer auf die Kompetenz des einzelnen Beraters an. Der, der es macht, muss es wirklich können und die steuerliche, wirtschaftliche aber auch persönlichen Bereiche abdecken können. Passt nur einer der Faktoren nicht, endet es eben im Krieg!


Ne als Mod in der Sache, musst du die Sache für den Notar und den Steuerberater vorbereiten in der Runde 1.
Dann geht es ggf. in Runde 2.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Hofübergabe - steuerlich betrachtet - Erfahrungen?

Beitragvon ChrisB » Do Dez 09, 2021 18:57

Hallo Estomil,
der Notar oder .......
Welcher in der heutigen Zeit: Pflege oder Lebensmittel,
in die Übergabe mit reinnehmen will :oops:
Wir habens vor über 20 Jahren beim BBV gemacht,
damals schon sagte der Berater, diese "Gedinge" haben da nichts verloren :!:
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Re: Hofübergabe - steuerlich betrachtet - Erfahrungen?

Beitragvon Estomil » Do Dez 09, 2021 23:16

Natürlich haben Pflege und Lebensmittel da nichts drin zu suchen.
Man muss die Dinge aber klären die anstehen. Also kommen die alten klar, was ist an Rente da, sonstige Versorgung, eigenes Haus oder wohnt man unter einem Dach, wer bezahlt Strom, Heizung und Nebenkosten etc.
Wohnrecht und Instandhaltung.

Am einfachsten wird's natürlich wenn die alten eine Altersversorgung haben die sie unabhängig macht. Das ist aber selten der Fall. Im Regelfall werden mindestens 1000€ im Monat benötigt. Und dann geht's los weil da kann man böse Überraschungen erleben wenn man zb Nießbrauch vereinbart und dann im Todesfall die Pflichtergänzungsansprueche nicht jedes Jahr um 10% abgeschmolzen sind sondern voll ausbezahlt werden müssen.

Oder was passiert mit dem baraltenteil wenn die alten in ein Pflegeheim müssen? Und wer trägt die Kosten? Alle Kinder gemeinsam oder der hofübernehmer? Fair muss das natürlich immer bleiben. Und irgendwo bei einem 10ha Betrieb sind dann auch alle Dinge nicht mehr stembar vom Übernehmer ohne das die Bude zerschlagen wird.
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Re: Hofübergabe - steuerlich betrachtet - Erfahrungen?

Beitragvon Südheidjer » Fr Dez 10, 2021 0:51

Wie sagt ein guter Freund immer zu mir: "Verträge sind dafür da, daß man sich verträgt".

Je mehr vorher vertraglich besprochen und in einem Vertrag festgehalten wurde, desto weniger gibt es später an Streitpotential. Sowohl in der Verwandtschaft wie naürlich auch unter Freunden.
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Re: Hofübergabe - steuerlich betrachtet - Erfahrungen?

Beitragvon U406MZ » Fr Dez 10, 2021 12:29

Estomil hat geschrieben:Einen Hof sollte man schon zusammen halten. Nicht der erste Neffe oder Enkel der wieder einsteigt und aus dem Hof was schmuckes macht.
Gelegentlich schadet es auch nicht wenn Mal eine Generation ausgesetzt wird und ein 25 jähriger Durchstartet ohne Altlasten an Eltern, Grosseltern etc.

(...)

Zum Thema Erbe.
Ja es ist natürlich gut und schön wenn die Eltern das Thema Abfindungen schon früh mit ihren Sprösslingen geklärt haben. Wer etwas auf Zack ist klär das wenn die Kinder 20 sind, spendiert ihnen eine gute Ausbildung und wenn möglich eine angemessene Abfindung, Bauplatz oder ähnlich und sieht zu das die Kinder 10-15 Jahre Vorsprung haben gegenüber anderen die nichts bekommen.
Danach muss jeder selbst zusehen wie er klar kommt.
Es ist eigentlich nicht einzusehen wenn sowas noch im hohen alter geklärt werden muss und die Kinder selbst schon Ende 50 sind. Dann will die Frau noch ne neue Küche und überhaupt sollen die Enkel ja auch was haben. Das läuft aber so nunmal nicht.

Ein Hof ist ja auch nicht nur Vermögen sondern oft auch Verpflichtung. Zumindest wenn erwartet wird das man die Bude weitermacht, die Eltern versorgt werden wollen und das ganze Thema Pflege, räumliche Nähe mit Schwiegertochter und andere Probleme im Raum stehen.
Das sind alles Dinge die einen nicht jucken brauchen wenn man im Dorf ne neue Bude baut ...



Da ist viel wahres dran. Ich glaube man muss die junge Generation frühzeigt einbinden und auch in die Verantwortung nehmen wenn sie schon Lust darauf haben.
Dazu gehört auch nicht bis zur letzten Minute zu warten mit dem Ergebnis das am Ende nichts geklärt ist und es eine Erbengemeinschaft aus X Kindern wird, die sich gegenseitig behakt (passiert automatisch) und am Ende alles verkaufen (muss).
Der rechtliche und steuerliche Rahmen geht nur mit einem SteuerBERATER. Am besten einer der auch von Landwirtschaft Ahnung hat und nicht nur fehlerfrei eine Anlage L ausgefüllt bekommt.
Das Kostet einmal, spart am Ende aber viel Geld.
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Re: Hofübergabe - steuerlich betrachtet - Erfahrungen?

Beitragvon DST » Sa Dez 11, 2021 10:48

Wie sagt ein guter Freund immer zu mir: "Verträge sind dafür da, daß man sich verträgt".

Je mehr vorher vertraglich besprochen und in einem Vertrag festgehalten wurde, desto weniger gibt es später an Streitpotential. Sowohl in der Verwandtschaft wie naürlich auch unter Freunden.


Das wäre schön, aber ein findiger Rechtsanwalt nimmt jedes einzelne Wort im Vertrag auseinander, die geschriebenen und auch die ungeschriebenen.

Letztendlich müsste man jeglichen Gegenstand der einen Wert im dreistelligen Bereich und höher hat, mit im Vertrag auflisten.

Bei mir wars ein Gewerbebetrieb, die Landwirtschaft (zweite Hofstelle) wurde 8 Jahre zuvor aufgegeben und verkauft.
Nur Schlepper, Kipper, Seilwinde und Spalter wurden behalten und im Gewerbebetrieb aber auch weiterhin im Privatwald eingesetzt, wie schon die Jahrzehnte zuvor auch.

Reparaturen und Unterhalt dieser Maschinen wurden vor und nach der Übergabe über den Gewerbebetrieb abgerechnet.

Ich habe den Hof samt Gewerbebetrieb, landwirtschaftliche Betriebsnummer nebst verpachtete Flächen und einen Teil der Waldflächen übernommen.

Mit ALLEM was dazugehört!!!
Steht geschrieben...

AUSGENOMMEN:
Altenteilerhaus, privater Hausrat und explizit aufgeführt: der private PKW der Eltern (damals noch ca. 3-4000€ an Wert)


Als es zum Streit kam hieß es plötzlich - der Schlepper mit Kipper, Winde und Spalter gehören zum Hausrat meiner Eltern, und wurden nicht mit übergeben.

???

Berufen wurde sich auf den Passus im Übergabevetrag: "landwirtschaftliches Inventar nach eigener Angabe nicht mehr vorhanden"
Der Notar fragte damals aufgrund der verpachteten Flächen explizit nach, und da seit Jahren kein "Land" mehr bewirtschaftet wurde, waren dementsprechend alle Maschinen verkauft.

Schlepper wurde als Antriebsgerät im Gewerbebetrieb zwingend benötigt, lief aber auf Privat/grüne Nummer, Kipper-Winde-Spalter wurden für den Privatwald / Holzheizung benötigt.

Bei der Übergabe war das für alle eindeutig klar....
.... nach dem Streitfall war gar nix mehr klar...

Rechtsanwälte sind da sehr findig.

Ein weiterer (amüsanter) Streitpunkt war der Rasentraktor....

Ich habe die gesamte Hoffläche übernommen, außer das Altenteilerhaus, sämtliche Grünflächen gingen an mich, somit blieb die Arbeit zur Pflege kpl bei mir, die Erblasser hatten volles Betretungsrecht.

Nach dem Streitfall gehörte mir plötzlich der Rasentraktor nicht mehr, denn dieser gehöre zum Hausrat der Erblasser....

Die besitzen aber keinen einzigen Quadratmeter Grün mehr......

Das waren mal zwei von ca. 50 teils völlig absurden Punkten die der gegnerische Anwalt rausgehauen hat.

Mein Übergabevertrag hat 17 Seiten, hätte er 50 Seiten gehabt dann hätte der Anwalt auch noch was ausgegraben....

Mittlerweile kann ich darüber schmunzeln, damals hat das mir viel Lebenszeit und Lebensfreude gekostet.

Könnte ich die Zeit zurückdrehen dann würde ich das Erbe ablehnen.

Siehe meine Signatur.

Gruß Daniel
Erfahrungen macht man erst dann wenn man Sie bereits gebraucht hätte.......
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Re: Hofübergabe - steuerlich betrachtet - Erfahrungen?

Beitragvon 210ponys » Sa Dez 11, 2021 16:28

das größte Problem sehe ich darin das viele einfach nicht verstehen was Sie unterschreiben! Und wen dann noch ein Anwalt ins spiel kommt wird halt schnell mal ne Partei zerlegt, daher lässt man Verträge prüfen wenn es Unklarheiten gibt!
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Re: Hofübergabe - steuerlich betrachtet - Erfahrungen?

Beitragvon T5060 » Sa Dez 11, 2021 16:38

Man schreibt immer : "Mit allem lebenden und totem Inventar, mit Ausnahme des Belarus-Schleppers und des HW-80, diese bleiben im Eigentum der Übergeber. Der K-700 A darf zum Brennholz machen mit genutzt werden"
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Re: Hofübergabe - steuerlich betrachtet - Erfahrungen?

Beitragvon Tinyburli » So Dez 12, 2021 15:11

Also ich mache da gar nichts!
Ich bin jetzt zwar schon gleich 66 Jahre alt, aber manage meine Landwirtschaft und PV mit großer Freude und mache auch bisschen Gewinn bei der Geschichte.
Ich mache da ein Testament, die Hofstelle im Dorf mit den angrenzenden Wiesen bekommt die Große, den Aussiedlerhof mit Wald und Feld die kleine Tochter. Das Barvermögen machen wir Halbe / Halbe.

Noch paar Monat und ich bekomme volle Rente und bin dann fein raus.
Mit freundlichen Grüssen
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Re: Hofübergabe - steuerlich betrachtet - Erfahrungen?

Beitragvon T5060 » So Dez 12, 2021 15:59

Tinyburli hat geschrieben:Also ich mache da gar nichts!
Ich bin jetzt zwar schon gleich 66 Jahre alt, aber manage meine Landwirtschaft und PV mit großer Freude und mache auch bisschen Gewinn bei der Geschichte.
Ich mache da ein Testament, die Hofstelle im Dorf mit den angrenzenden Wiesen bekommt die Große, den Aussiedlerhof mit Wald und Feld die kleine Tochter. Das Barvermögen machen wir Halbe / Halbe.

Noch paar Monat und ich bekomme volle Rente und bin dann fein raus.


Das wird teuer ...... bitte vorher klären und gestalten.
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Re: Hofübergabe - steuerlich betrachtet - Erfahrungen?

Beitragvon Isarland » So Dez 12, 2021 16:34

T5060 hat geschrieben:
Tinyburli hat geschrieben:Also ich mache da gar nichts!
Ich bin jetzt zwar schon gleich 66 Jahre alt, aber manage meine Landwirtschaft und PV mit großer Freude und mache auch bisschen Gewinn bei der Geschichte.
Ich mache da ein Testament, die Hofstelle im Dorf mit den angrenzenden Wiesen bekommt die Große, den Aussiedlerhof mit Wald und Feld die kleine Tochter. Das Barvermögen machen wir Halbe / Halbe.

Noch paar Monat und ich bekomme volle Rente und bin dann fein raus.


Das wird teuer ...... bitte vorher klären und gestalten.

Willst du so einem alten Büffel irgendwas einreden, oder einen guten Rat geben? Zwecklos, die , besonders der Burli leben in ihrer eigenen Welt.
Die rasant voranschreitende allgemeine Verblödung löst bei mir Angst und Schrecken aus.
O-Ton "Lisa Fizz"
O Herr, verschone uns vor bösen Geistern, den Blöden und den Grünen.
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Re: Hofübergabe - steuerlich betrachtet - Erfahrungen?

Beitragvon Manfred » So Dez 12, 2021 19:03

T5060 hat geschrieben:Das wird teuer ...... bitte vorher klären und gestalten.


Habe im Bekanntenkreis leider auch so einen Fall. Landwirtschafts- und Forstbetrieb, der durch Heirat aus 2 Betrieben entstanden ist, die dann aber Jahrzehnte mit viel Fleiß als einer bewirtschaftet wurden.
Die Kinder haben kein Interesse an der Fortführung. Sind beide weggezogen und haben gute Jobs.
Die noch sehr fitten Eltern in Rentenalter führen den Forstbetrieb weiter. Die landwirtschaftlichen Flächen wurden inzwischen verpachtet.
Sie sind nicht bereit, den Betrieb abzuwickeln und wollen ihn im Erbfall in zwei teilen (beide Hofstellen sind noch im Eigentum) und an die Kinder vermachen...

Das wird dann wohl eine gewillkürte Betriebsaufgabe und das Finanzamt schlägt voll zu...
Ich hoffe, dass mein Rat, sich unbedingt beraten zu lassen und mit Berater und Kindern zusammen eine Übergabe- oder Abwicklungsstrategie zu erarbeiten, noch fruchtet.
"The man who reads nothing at all is better educated than the man who reads nothing but newspapers." Thomas Jefferson
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Re: Hofübergabe - steuerlich betrachtet - Erfahrungen?

Beitragvon T5060 » So Dez 12, 2021 19:07

Der gutbetuchte deutsche Mittelstand vererbt an seine Kinder bereits mit Beginn derer Geburt um alle 10 Jahre die Freibeträge auszunutzen.
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Re: Hofübergabe - steuerlich betrachtet - Erfahrungen?

Beitragvon Frankenbauer » So Dez 12, 2021 19:46

Wir habens 2019 mit dem BBV abgewickelt, war eigentlich auch schon zu spät nach 15 Jahren Pacht aber trotz allem dann o.k.
Leibgedinge und ähnliche Leistungen gibt es nicht, das Wohnhaus wurde schon 1994 beim Neubau aus dem Betrieb genommen und in Gemeinschaftsbesitz übeführt, die Schwester damals schon weitreichend bedacht. Jetzt ging es nur noch um den Nebenerwerbsbetrieb in den wir bereits einiges investiert hatten und auch viele Maschinen wurden schon unter unserer Regie angeschafft, was die Schwester auch immer wieder von Übergeber und Übernehmer erkärt bekam.
Der Vorschlag für eine moderate Auszahlung kam von den Übergebern und wurde so auch angenommen. Meine Schwester hat mit ihrem Mann dessen elterlichen Betrieb unter weit schlechteren Vorzeichen übernommen hatte also keinen Bedarf für Streit auch auf der anderen Seite.
Nachdem im September mein Vater verstorben ist, kümmern wir uns zusammen um die Mutter und ihre ganzen Aufgaben nach dem Tod des Partners, läuft! Logisch sind wir, Ich, Ehefrau und unsere beiden Kinder am Hof und immer greifbar, aber wenn es Probleme gibt reicht ein Anruf.
Vorteil unserer Übergabe, die Eltern haben Zeit ihres Lebens selbst vorgesorgt, da war nichts nötig. Das Haus als evtl. Streitpunkt war komplett außen vor, die ETW der Eltern bleibt beim Haus.
Steuerlich ging das Ganze fast neutral über die Bühne, bezahlt werden musste die Beratung durch den BBV und der Notar, der die ganzen Absprachen in Urkundenform brachte, das war einmal ein Batzen hat sich aber im Nachhinein gerechnet.

Gruß

Werner
frech, frecher, FRÄNKISCH!
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