Die aktuelle Spiegelausgabe Nr. 10/2012 beschäftigt sich mal wieder mit der Atomkraft.
Darin ist zu lesen, dass von den 63 AKW die sich derzeit in Bau befinden ein Dutzend davon schon seit 20 Jahren und länger gebaut werden. Rekord hält danach ein Kraftwerk in der USA dessen Baubeginn 1972 war. Selbst wer Schwierigkeiten mit dem Rechnen hat sollte da ins Grübeln kommen und erkennen das sich so etwas nicht rechnen kann.
In dem Artikel wird der Energieexperte Amory Lovins vom Rocky Mountain Institute in Colorado zitiert. Er hält die angebliche Renaissance der Kernenergie daher für eine Erfindung der Atomwirtschaft. Lovins spricht von „nuklearem Sozialismus“, weil die Anlagen wesentlich durch staatliche Subventionen finanziert würden. Private Investoren hingegen seien in der Atombranche so gut wie nie zu finden. Die Nuklearindustrie versucht verzweifelt, so zu tun, als sei sie vital, doch Staatsbürgschaften sind kein Zeichen für wirtschaftliche Gesundheit – genauso wenig wie Bluttransfusionen ein Zeichen für medizinische Gesundheit sind.“
Weiter ist zu lesen, dass "die neue Kraftwerke in Frankreich und in Finnland nicht nach marktwirtschaftlichen Regeln finanziert sind. „Die Bauten gelten deshalb für Investmentbanker als abschreckende Mahnmale.“
Auch in Indien und China nehmen die Proteste gegen die Atomkraft zu. In Indien wurde wegen der
Proteste die Inbetriebnahme eines neuen AKW erst einmal verschoben.
