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Interview mit Dennis Meadows

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Interview mit Dennis Meadows

Beitragvon meyenburg1975 » So Jun 10, 2012 13:33

Es geht doch nicht darum, ob wir Wachstum brauchen oder nicht. Die Menschen werden die Ressourcen und die Natur ausbeuten solange etwas daran zu verdienen ist. Es wird z.B. jedes Fass ÖL, das wirtschaftlich förderbar ist, ans Tageslicht geholt werden und das meiste davon dann ziemlich sinnlos verfeuert. Das ist das Problem um das es geht und das lässt sich eben nicht so leicht, vermutlich eher gar nicht lösen. Zumindest nicht in einer Gesellschaftsform, die von Freiheit und Demokratie nach unserem Vorbild lebt.
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Re: Interview mit Dennis Meadows

Beitragvon Cairon » So Jun 10, 2012 17:01

Grüßgott hat geschrieben:
Cairon hat geschrieben:Ich war kurz nach der Grenzöffnung zur Ausbildung in SH, mein Cheff hatte auf der Ostseite 500 ha gepachtet.


Hallo Cairon,

wie konnten die ganzen Eigentümer dieser 500 ha ausfindig gemacht werden ?

Die Grundbücher fallen unter Datenschutz, Katasterämter geben da keine Auskunft.
Katasterauszüge enthalten nur den Namen des Eigentümers, ohne weitere Angaben zur Adresse der Person.


Das kann ich Dir leider nicht sagen, da sich der Sohn meines Chefs darum gekümmert hat. Als ich auf dem Betrieb anfing hatte mein Chef schon 350 ha im Osten gepachtet. dann ging der Run im Bereich Boizenburg los. Es gab damals neben meinem Chef noch 2 andere die hinter dem Land her waren. Die hatten alle die Adressen der Eigentümer und es gab eine Art Wettlauf wer als erstes einen Vertrag ergattert. Zum Schluss haben sich die 3 dann an einen Tisch gesetzt und Flächen hin und her getauscht, so dass jeder Land in der Größenordnung seiner Pachtverträge bekam. Als Lehrling war ich natürlich nicht soweit in die Betriebsführung involviert um sagen zu können wie die Informationen beschafft wurden. Ich weiß nur was eben am Tisch gesprochen wurde und welche Flächen wir wo übernommen haben. Wie es genau gelaufen ist und ob alles legal war, weiß ich nicht. Könnte aber auch über die Treuhand gelaufen sein, ob man dort Adressen bekam weiß ich nicht.
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Re: Interview mit Dennis Meadows

Beitragvon meyenburg1975 » Mo Jun 11, 2012 21:21

Der Kosument als wirtschaftliche Einheit betrachtet, macht eine ganze Menge, was wirtschaftlich und ökologisch ziemlich sinnbefreit ist. Mich eingeschlossen. Aber in unserer Gesellschaft ist das mein und jedermanns Recht.

Im Artikel geht es nicht um die Grenzen von kapitalistischem Finanzwachstum, sondern einfach um die Endlichkeit von Ressourcen sowie einer "natürlichen Belastungsgrenze" der Erde(wo immer die liegen mag). Möglich, das in der Freiwirtschaftstheorie beides später erreicht wird, aber dsas sich dadurch die Gesellschaft und mit ihr die Art des "wirtschaftens" grundlegend ändern, halte ich für ausgeschlossen.

Und dafür belasse ich es zum Thema.
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Re: Interview mit Dennis Meadows

Beitragvon Manfred » Di Jun 12, 2012 7:13

Und wie soll sich die Realwirtschaft deines Erachtens ohne Zinsen finanzieren?
Wer gibt einer investitonswilligen Firma oder einem Häuslebauer Geld, nimmt also eine Risiko in Kauf, wenn er dafür keinen Gewinn in Form von Zinsen erwarten kann?
Oder der ganze Bereich der Konsumkredite? Unsere Realwirschaft läuft zum großen Teil nur deshalb, weil Leute für Kram den sie nicht brauchen Kredite aufnehmen und dann wie die Hamster im Laufrad zappeln und die Kredite abzustottern. Alles zum Wohle des Bruttosozialprodukts.
Ohne Zins gäbe würde das Geld noch stärker der Inflation unterliegen. Wer Geldmittel ansparen würde (z.B. Rentenverträge oder für eine größere Investition), würde dabei durch die Inflationsrate noch mehr Kapital verlieren als heute.
Jeder wäre bemüht, sein Geld schnell wieder auszugeben. Das vermindert aber langfristige Investitionen und damit echtes Wachstum.

Nur auf den Zins zu schielen, wäre eine viel zu starke Vereinfachung unseres Geldsystems.
Der Geldschöpfung durch die Banken steht die Insolvenz entgegen und dem Zins die Inflation.
Das Problem ist nicht der Zins an und für sich, sondern die massive Verwerfung in den Geldkreisläufen, die durch die Anhäufung von Megevermögen über Generationen in den Händen einiger weniger entsteht.
Solange viele Spieler im Geldsystem die Möglichkeit zum Auf- und Abstieg haben, gleichen sie die Kreisläufe immer aus.
Zementiert sich aber ein Promilleanteil der Bevölkerung auf die oberen Plätze, läuft die Geldpumpe nur noch in eine Richtung.
Das kann auch keine Inflation mehr ausgleichen, weil diese Vermögen großteils in weitgehend inflationssichere Anlagen gesteckt werden.

Wenn du eine Lösung dafür suchst, darf das kein Rückfall in den Kommunismus sein. Die Lösung kann nur in einer Reform des Erbrechts liegen. Megevermögen müssen im Erbfall auf viele Schultern verteilt werden, um den Konzentrationsprozess zu brechen. Und ich rede nicht davon, sie durch den Staat zukassieren und umzuverteilen.
Ich würde eine Grenze festlegen, wie viel Vermögen eine einzelne Person im Lauf ihres Lebens durch Schenkung oder Erbe erwerben darf.
Ob da 1 Million oder 10 oder 100 Millionen sinnvoll sind, sei dem demokratischen Prozess überlassen.
Der Vererber oder Schenker kann sein Millardenvermögen (und auf diese Millardenvermögen kommt es für die Lenkungswirkung an, nicht auf den kleinen Millionär) dann auf entsprechend viele (oder mehr) Personen verteilen.
Nur was er nicht innerhalb dieser Freigrenzen seiner Erben / Schenkungsempfänger verteilt, geht an Staat.

Eine Einkommensteuer kann so einen Effekt nicht erfüllen. Unser Steuersystem macht genau das Gegenteil.
Wer nichts hat aber arbeitet wie ein Tier für den Aufstieg, der wird mit hohen Steuern (im schlimmsten Fall 45% + Soli) bestraft.
Wer schon oben sitzt, braucht nur 25% auf seine Geldanlagengewinne zu zahlen oder schafft das Geld gleich dahin, wo er weitgehend steuerfrei abkassieren kann.
Unser Steuersystem zementiert also das Problem: Aufsteiger werden durch Strafsteuern ausgebremst und die, die schon oben sitzen, werden in ihrer Position gefördert.
Dazu werden im Erbrecht die inflationsicheren Millionenanlagen in Boden und Firmen geschont, während die Barvermögen der kleinen Leute abgegriffen werden.
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Re: Interview mit Dennis Meadows

Beitragvon Grüßgott » Sa Mär 30, 2013 16:33

Cairon hat geschrieben: Ich war kurz nach der Grenzöffnung zur Ausbildung in SH, mein Cheff hatte auf der Ostseite 500 ha gepachtet.

Hallo Cairon, 500 ha das ist ein Wort. Wie war das damals....
Wieviele Schlepper hattet im Einsatz ?
Was hatten die an PS?
Habt ihr DDR-Technik verwendet?
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Re: Interview mit Dennis Meadows

Beitragvon Cairon » Sa Mär 30, 2013 17:41

Wir hatten in erster Linie West-Technik. Wir hatten 3 Schlepper im Einsatz alles Same 100 PS, 180 PS und 200 PS. Ein paar Anhänger und einen Trabbi hatten wir aus Ostbeständen. Der Sohn meines Chefs hatte ja gepachtet wie ein Weltmeister und das haben wir dann durch Überstunden wett gemacht. War aber alles Getreide und Raps, keine Sonderkulturen. Die Technik ist erst in den jahren als ich schon weg war angepasst worden. Ich habe die ersten 3 Monate keinen Tag frei gehabt und keine Woche unter 100 Stunden gemacht. das war aber gar nicht so schlimm. Schlimm war es als die Ackerarbeiten durch waren und plötzlich keine Arbeit mehr da war, da bin ich fast irre geworden.
Halb acht, halb neun, es wird schon heller,
Der Vater reitet immer schneller,
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Re: Interview mit Dennis Meadows

Beitragvon Grüßgott » Fr Aug 23, 2013 16:32

Cairon hat geschrieben:Wir hatten in erster Linie West-Technik. Wir hatten 3 Schlepper im Einsatz alles Same 100 PS, 180 PS und 200 PS.

Grüßgott Cairon,
alle 3 Schlepper hatten in der Addition 480 PS. Dem standen 500 ha gegenüber. :)
Also weniger als 1 PS/ha.

Meine gleiche Frage wie zu den Schleppern, wie habt ihr damals die 500 ha gedroschen?
Mit West- oder Osttechnik?
Wieviele Mähdrescher waren vorhanden oder im Einsatz?
Was hatten die an Schnittbreite?
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Re: Interview mit Dennis Meadows

Beitragvon Grüßgott » Sa Aug 24, 2013 16:02

Bauer Harms hat geschrieben:
Grüßgott hat geschrieben:
Cairon hat geschrieben:Wir hatten in erster Linie West-Technik. Wir hatten 3 Schlepper im Einsatz alles Same 100 PS, 180 PS und 200 PS.

Grüßgott Cairon,
alle 3 Schlepper hatten in der Addition 480 PS. Dem standen 500 ha gegenüber. :)
Also weniger als 1 PS/ha.

Meine gleiche Frage wie zu den Schleppern, wie habt ihr damals die 500 ha gedroschen?
Mit West- oder Osttechnik?
Wieviele Mähdrescher waren vorhanden oder im Einsatz?
Was hatten die an Schnittbreite?



Suchst du noch Mähdrescher für die Ernte 2013, oder warum postest du das erst nach 5 Monaten? :roll: :o


Findest Du das nicht interessant, wie ein Pionier nach der Wende einen großen Ackerbaubetrieb aufgebaut hat?
Es war die Stunde Null und es galt die Gunst der Stunde zu nutzen.

PS: Ich suche keinen Mähdrescher
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