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Ist Bio wirklich Bio?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Ist Bio wirklich Bio?

Beitragvon SHierling » So Dez 18, 2011 15:03

Deshalb hat man die z.B. Körner auch ausgesiebt, um möglichst optimale Größen zu haben....

Super System. Dann hätte man immer diejenigen Körner vermehrt, die von Ähren mit nur wenigen Körnern stammen. 8)

Etliche Erklärungen und Ansichten zu diesem Thema haben wir (zum Beispiel) hier schon diskutiert:
post503219.html#p503219
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Re: Ist Bio wirklich Bio?

Beitragvon SHierling » So Dez 18, 2011 17:05

Ich würde mich bei der Selektion nicht auf die Größe der Körner allein beziehen, so einfach ist das.

Und Deine "Tauscherei" ist doch genau so hahnebüchen: wie stellst Du Dir das vor (genetisch gesehen)?
In der F1 hast Du lauter "private Hybriden", und was machst Du im zweiten Jahr?

Lies die links da oben, da steht der Ganze Mist schon xmal drin.
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Re: Ist Bio wirklich Bio?

Beitragvon Jochens Bruder » So Dez 18, 2011 19:57

SHierling hat geschrieben:Ich würde mich bei der Selektion nicht auf die Größe der Körner allein beziehen, so einfach ist das.


Gibt es eigentlich einen alten Thread oder Link wo etwas zum Thema Dehybridisierung steht? Das würde mich schon interessieren weil wir durch die ganzjährige Saison solche Dinge relativ schnell ausprobieren könnten. Das wäre für F1-Pflanzen mit extrem teuren Samen wie z.B. Papaya oder Bittergurken interessant, evtl. auch für Zuckermais.
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Re: Ist Bio wirklich Bio?

Beitragvon forenkobold » Mo Dez 19, 2011 9:14

Es ist dem Budget ein halbes Jahr zuträglich, wenn man 10 Euro beim Saatgut spart.
Wenn dann NACH der Ernte 100 Euro Ertrag fehlen, hat man zumindest das gute Gewissen, politicall correct gewirtschaftet zu haben. n8
Lieber garkeine Signatur als ne doofe....
OHHPSS.. zu spät
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Re: Ist Bio wirklich Bio?

Beitragvon Paule1 » Mo Dez 19, 2011 10:24

Wer hat den den Schmarren erzählt bzw in die Welt gesetzt das mit dem Saatgut, welche früher immer ohne Kosten von den Bauern nachegebaut werden konnte????

Fakt ist doch wer Züchtet muß Geld verdienen dürfen.

:idea: Und BIO-Saatgut ist mit am teuersten :idea:
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Re: Ist Bio wirklich Bio?

Beitragvon SHierling » Mo Dez 19, 2011 10:38

Mensch, Paule :) :) :)

"Der Schmarren" stammt, soweit ich das eruieren konnte, von Journalisten und Geschichtsforschern, deren Essen im Regal wächst, und die bei ihrer Hochloberei des "einfachen Lebens" übersehen haben, daß man "früher" nicht mal die Mendelschen Gesetze kannte und deswegen auf Methoden gesetzt hat (setzen mußte), von denen man heute erklären kann, warum sie so gut wie nichts gebracht haben (nichts bringen konnten).
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Re: Ist Bio wirklich Bio?

Beitragvon SHierling » Mo Dez 19, 2011 11:23

Gibt es eigentlich einen alten Thread oder Link wo etwas zum Thema Dehybridisierung steht

Nee, so tief waren wir noch nicht gesunken (sorry). Das findest Du in jedem Biologiebuch , für die 8te Klasse stehts im Lehrplan. Folgen und "Werte" dazu ab Klasse 12.
Zuletzt geändert von SHierling am Mo Dez 19, 2011 11:26, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Ist Bio wirklich Bio?

Beitragvon Cairon » Mo Dez 19, 2011 11:25

Schauen wir uns das doch mal von der Betriebswirtschaftlichen Seite an, wenn mit alten Sorten und normaler Vermarktung ein betriebswirtschaftlicher Vorteil zu erzielen wäre, dann hätte man das bestimmt schon mal gemerkt und würde es so umsetzen. und das die alten Sorten so toll und robust waren kann man auch nicht so pauschal sagen, schließlich gab es auch im Mittelalter massive Probleme mit z.B. Mutterkorn. Warum hat man denn angefangen zu Züchten, doch nur um den ertrag zu verbessern. Man sollte mal eine der alten Sorten mit in die Landessortenversuche stellen, ich denke dann wäre ganz schnell Ruhe was die Erträge angeht und ddann könnte man ganz klar ausrechnen wo dem Bauern mehr über bleibt. Und es ist ja jedem frei gestellt seine eigenen Sorten zu züchten, dann braucht er keine Lizenzgebühren zahlen und kann selber noch welche nehmen, aber ob sich das wirklich rechnet gegenüber Z-Saatgut wage ich zu bezweifeln. Und wer Erfahrung mit Kartoffel hat weiß, das der Nachbau Z2, Z3 und weiter ganz über nach hinten los gehen kann. In einem Virusjahr haben ja schon die Saatvermehrer Probleme ihre Bestände durch zubringen, wie soll es dann mit einer Kartoffel werden die meist nur einfach ohne Insektizid und Untersuchung aus einer Speisepartie entnommen wurde? Und wenn wir mal die Cilena als Beispiel nehmen, die wird mit jedem Jahr unförmiger. Wir haben vor QS auch selber Pflanzer nachgebaut aus Basis, wenn man dann eine Z-Parzelle neben einer Z3 hat dann sind dazwischen Welten. Wahrscheinlich werde ich auch wieder einen Teil selber Nachbauen, jetzt da ich nicht mehr zertifiziert werde, aber über Z2 werde ich nicht raus gehen und ich werde es auch sehr stark vom Jahr abhängig machen was ich wieder auspflanze.
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Re: Ist Bio wirklich Bio?

Beitragvon SHierling » Mo Dez 19, 2011 11:31

Wie gesagt: bei Kartoffeln ist das ja noch "relativ einfach", aber wie will denn jemand wie Tyr Getreide "züchten" oder Mais?
Mal abgesehen davon, daß das Ganze absolut nicht konkurrenzfähig sein kann, da er ja weiterhin nur nach dem Phänotyp gehen muß: selbst wenn er sich eine Handvoll Billiglöhner besorgt, die ausbildet und durch die Bestände laufen läßt, bringt das nicht halb so viel wie zB Markergestützte Selektion, und dann hat er immer noch niemand, der die Vermehrung übernimmt, denn warum sollten die Leute das tun, wo sie doch "einfach nachbauen" könnten?
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Re: Ist Bio wirklich Bio?

Beitragvon Cairon » Mo Dez 19, 2011 12:11

Als der Hybridroggen aufkam haben wir mal einen Versuch gemacht, wir haben eine 6 ha Fläche in 2 ha große Parzellen geteilt. Die erste Fläche haben wir mit reinem Z-Saatgut bestellt, die zweite Fläche 50% Z und 50% Z2 aus unserem Futtergetreide, und die letzten 2 ha haben wir nur mit Z2 aus unserem Futtergetreide. Wir haben den Roggen gereinigt und gebeizt. Am Ende haben wir dann alles getrennt verwogen, es war kein Unterschied festzustellen und auch rein optisch gab es keine Unterschiede in den Beständen. War reine Neugier. Aber wir haben uns dann doch nicht getraut eine Z3 wieder auszudrillen. Weiß jemand wie die sich das verhält und wie sich das aufmendelt wenn man länger nachbaut? In der Theorie ist es mir klar, würde mich nur mal interessieren ob es da Untersuchung gibt.
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Re: Ist Bio wirklich Bio?

Beitragvon SHierling » Mo Dez 19, 2011 12:28

Kannst Du nicht "generell" messen, weils ja auf die jeweiligen Elternsorten ankommt und deren genetische Nähe bzw die Unterschiede dazwischen. Wenn Du in einer F1 besonders große Heterosiseffekte hast, sieht das anders aus als wenn sich die Elternlinien eh schon äußerlich "ähneln" und die Heritabilitäten der einzelnen Merkmale sind ja auch unterschiedlich.

Früher konnte man ab und zu noch Schläge sehen, wo dann 25% aller Roggenpflanzen 1/3 länger waren als der Rest, da hab ich noch irgendwo in den Tiefen meiner Diakoffer alte Aufnahmen, heute ist das schon eher einheitlich: eben drum bekommst Du ja auch mit "Hausmitteln" nicht mehr viel "zurückgezüchtet", und die Inhaltsstoffe / Backfähigkeit siehst Du halt auch nicht einfach so. Zuchtziele findest Du zB hier: http://tinyurl.com/cftj4dc , die meisten davon kann man "von außen" eh nicht sehen.
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