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Ist Bio wirklich Bio?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: Ist Bio wirklich Bio?

Beitragvon Jochens Bruder » So Dez 18, 2011 0:10

SHierling hat geschrieben:
Irgendwie rede ich bei Jochen immer gegen eine Wand.


Hat wohl was damit zutun dass du meine Postings nicht richtig liest und dauernd Dinge hinzufantasierst die ich weder gesagt noch gemeint habe.

@Fassi: Bei Tieren ist die Sache etwas anders gelagert als bei Pflanzen weil man deren Erbgut nicht einfach tiefgekühlt lagern kann.
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Re: Ist Bio wirklich Bio?

Beitragvon forenkobold » So Dez 18, 2011 0:11

Jochens Bruder hat geschrieben:Also Brigitta, wir sind da ganz einer Meinung. Ich kann das mit dem Erhalt der alten Sorten auch nicht mehr hören. Jedenfalls kenne ich keinen Farmer der scharf darauf wäre diese alten Sorten mit nur 30% Ertrag anzubauen. Diese alten Sorten werden wegen der Genetik trotzdem erhalten, aber nicht von den Kleinbauern sondern Forschungsinstituten wie IRRI die über professionelle Saatgutbanken (u.a. im ewigen Eis auf Spitzbergen) verfügen.



Du siehst mich erstaunt. Wan hast Du begonnen, die Welt zu kapieren?
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Re: Ist Bio wirklich Bio?

Beitragvon forenkobold » So Dez 18, 2011 0:20

SHierling hat geschrieben: .

Die Tatsache, daß "Nachbauen" nicht das selbe ist wie Zucht (und das Zucht eben auf Selektion beruht, was das Ganze eben: teuer macht) hat mit alten oder neuen Rassen und mit alten oder neuen Sorten absolut nichts zu tun. Man erhält weder eine neue noch eine alte Sorte dadurch, das man sie einfach nachbaut.


Insgeheim wissen das ja auch die Nachbaudogmatiker. Die wenigsten Leute haben kapiert, um was es bei dem Wehgeschrei um die Kartoffel "Linda" eigentlich ging. Die wurde für den Züchter uninteressant, weil sie hauptsächlich von der Klientel angebaut wurde, für die Nachbau ein Dogma ist. Eigentlich war damit deren Forderung Genüge getan..
Keie Lizenzen mehr, freier Nachbau.
Ok.. als Pflanzgut an andere VERMARKTET werden durften sie nicht. Aber auf dem Eigenbetrieb keinerlei Geschiß mehr mit der Saatguttreuhand und alles legal.
Pfeifendeckel... nach 2 Generationen kam Schrott raus und frisches Basissaatgut wurde nimmer nachgeliefert.
Irgendein kleines Züchterhaus aus England hat sich dann erbarmt und macht die Basiszucht. Verdienen werden sie vermutlich nichts..
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Re: Ist Bio wirklich Bio?

Beitragvon SHierling » So Dez 18, 2011 0:31

Nur so als Einschub, bevor wieder irgendjemand herumkräht: Kartoffeln sind Klone.
Reiskörner nicht.
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Re: Ist Bio wirklich Bio?

Beitragvon forenkobold » So Dez 18, 2011 1:03

SHierling hat geschrieben:Nur so als Einschub, bevor wieder irgendjemand herumkräht: Kartoffeln sind Klone.
Reiskörner nicht.


???
Dann hätte man doch Linda noch 1000 Jahre nachbauen können.
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Re: Ist Bio wirklich Bio?

Beitragvon xyxy » So Dez 18, 2011 6:19

im ewigen Eis auf Spitzbergen

SHierling hat geschrieben:Nur so als Einschub, bevor wieder irgendjemand herumkräht: Kartoffeln sind Klone.
Reiskörner nicht.


Hihi, als Pommes könnt man sie auf Spitzbergen wohl eine zeitlang der Nachwelt erhalten :wink:
Kartoffelbanken gibt es im Hochland von Chile um für Krisenzeiten einen Sortenpool vorzuhalten. (werden dort Jahr für Jahr angebaut, von Kleinbauern, nicht in der Urne gelagert :oops: ).
Kartoffeln sind in der Lage , innerhalb kurzer Zeit ohne technischen Aufwand grosse Nahrungsmengen bereitzustellen..
ähh, wenn dann grad Sommer ist und in Chile kein Erdben/El Ninjo.....

Ansonsten könnte uns die Fixierung auf nachwachsende Rohstoffe und industriell verarbeitbare Ackerfrüchte vielleicht irgendwann zum Verhängnis werden, wenn dann Robustsorten als Lebensmittel fehlen...
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Re: Ist Bio wirklich Bio?

Beitragvon SHierling » So Dez 18, 2011 9:31

forenkobold hat geschrieben:
SHierling hat geschrieben:Nur so als Einschub, bevor wieder irgendjemand herumkräht: Kartoffeln sind Klone.
Reiskörner nicht.


???
Dann hätte man doch Linda noch 1000 Jahre nachbauen können.

Nein, natürlich nicht. Krankheiten im Pflanzgut und Mutationen etc verbreiten sich da genau so wie überall anders auch.
Aber im Vergleich zur geschlechtlichen Vermehrung (über KartoffelSAMEN) kann man das tatsächlich länger. Außerdem werden Kartoffeln ja selektiert (sortiert!), wenn schon nicht nach ihren genetischen Eigenschaften, dann zumindest nach phänotypischen Eigenschaften. Vergleichbar ist das eher mit Obst (wo Du auch keinen Apfelkern einpflanzen kannst!) als mit Getreide oder Schafen (geschlechtliche Vermehrung). Reis, Weizen und Mais sind noch dazu zgt selbstinkompatibel, d.h. es nutzt Dir noch nicht mal etwas, da - wie bei Kartoffeln - die schönsten Pflanzen auszusuchen.
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Re: Ist Bio wirklich Bio?

Beitragvon Jochens Bruder » So Dez 18, 2011 9:39

Eine weitere Theorie an die ich nicht so recht glaube: Alte Sorten benötigen weniger Dünger. Ich denke hier ist es Blödsinn die KGs pro Hektar zu vergleichen, zielführender ist der Vergleich KG Dünger pro KG Erntemenge. Bei PSM und Wasserbedarf könnte das ähnlich gelagert sein.
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Re: Ist Bio wirklich Bio?

Beitragvon forenkobold » So Dez 18, 2011 9:50

Ok..
Mir ging es auch haupsächlich darum, die in sich widersprüchliche Argumentation der Linda Basispflanzgut-fordernden Nachbaudogmatikern aufzuzeigen.
Percy Schmeiser wird ja auch überall als "Züchter" glorifizert, dessen "jahrzehnte" alte Canola- Eigenzucht durch die Verunreinigung von Genraps zerstört wurde.
Einfaches Nachbauen wurde dort als "Zucht" bezeichnet..
Canola (= Doppel-Null) hat gewiß nicht ER gezüchtet.. das gibts erst seit den 80ern und stammt bestimmt nicht von IHM.
Wer freien Nachbau einer exponential vermehrbaren Sorte ohne jegliche Lizenzabgabe fordert, soll auf die hochgejubelten alten Landsorten zurückgreifen und keine frische Basisware der Züchter nutzen oder sogar frech einfordern.
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Re: Ist Bio wirklich Bio?

Beitragvon forenkobold » So Dez 18, 2011 10:09

Jochens Bruder hat geschrieben:Eine weitere Theorie an die ich nicht so recht glaube: Alte Sorten benötigen weniger Dünger. Ich denke hier ist es Blödsinn die KGs pro Hektar zu vergleichen, zielführender ist der Vergleich KG Dünger pro KG Erntemenge. Bei PSM und Wasserbedarf könnte das ähnlich gelagert sein.


Nö.. auch diese Kenngröße ist nicht zielführend. Eine gewisse Basiserntemenge hat man auch OHNE Düngung. Stickstoffeintrag aus der Luft rechnet man auch bei Nichtleguminosen bis zu 50 kg/ha. Und bei den restlichen nährstoffen kann man auf niedrigem Ertragsniveau unter Umständen jahrzehntelang Raubbau betreiben.
Zumindest für den Stickstoff kann man also errechnen, das der zuzuführende Bedarf/kg Erntegut umso größer wird, je mehr man erntet. Das wird gerne hergezogen, um den Konventionellen den Energiebedarf (2 liter Öl/kg Stickstoff) um die Ohren zu hauen. Dass man pro kg Stickstoff aber beispielsweise 50 kg Weizen mehr erntet, welcher die Energie von 20 Liter Öl beinhaltet,wird geflissentlich unterschlagen. Auch die Tatsache, dass dieser Weizen der Luft auch entsprechend CO2 entzogen hat.
Der Satz "Alte Sorten benötigen weniger Dünger" ist einzig und allein ein Marketinggag um die Leute zu verdummen. Gelogen ist er nicht.. aber er suggeriert was Falsches.
Zu vergleichen wäre das mit einem LKW mit 5 Tonnen Nutzlast und 20 Liter Verbrauch gegenüber einem mit 25 Tonnen Nutzlast und 30 Liter Verbrauch.
Da geht dann der Vetreidiger des kleinen LKW her und sagt: MEIN LKW braucht weniger Diesel!!!
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Re: Ist Bio wirklich Bio?

Beitragvon SHierling » So Dez 18, 2011 10:25

Jochens Bruder hat geschrieben:Eine weitere Theorie an die ich nicht so recht glaube: Alte Sorten benötigen weniger Dünger. Ich denke hier ist es Blödsinn die KGs pro Hektar zu vergleichen, zielführender ist der Vergleich KG Dünger pro KG Erntemenge. Bei PSM und Wasserbedarf könnte das ähnlich gelagert sein.


Den kennt man auch schon seit über 100 Jahren, google mal "Gesetz vom abnehmenden Ertragszuwachs", zB da:
http://www.effizientduengen.de/files/allgemeines.php

Bei niedrigleistenden Sorten im unteren Ertragsbereich bringt 1kg/N zusätzlich mehr als bei Hochleistenden im oberen, das ist richtig und kann man natürlich so interpretieren, daß "die Pflanzen aus dem Stickstoff mehr Erntemenge" machen. Nur nutzt Dir das gar nichts, denn auf dem Niveau hast Du zu wenig Erntemenge vom ha. Der "Trick" beim Düngen ist es ja gerade, genau das Potential der Pflanze auszuschöpfen, das sie ihrer Sorte nach nun mal hat - oder anders ausgedrückt: die potentielle Erntemenge je Sorte auch zu ernten. Und wenn bei einer alten Sorte bei 30 Doppel Ende Gelände ist, bei einer neuen aber 100 möglich sind, dann gilt das Gesetz vom abnehmenden Ertragszuwachs relativ. Der 29te Doppelzentner ist im Verhältnis genau so teuer wie der 99gste.
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Re: Ist Bio wirklich Bio?

Beitragvon SHierling » So Dez 18, 2011 13:06

Bei Klonen kommt es in jeder generation zu mehr Kopierfehlern im Erbgut, bis nichts mehr geht.

Na, hast wieder eine schlaue Webseite gelesen?

Ohne Klone hätten wir heute keine Apfelsorten, keine Weinsorten, und eben: keine Kartoffelsorten.

Vielleicht versuchst Du es hier noch mal:
http://www.br-online.de/kinder/fragen-v ... p.shtml?06
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