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Ist C02 klimaschädigend oder nicht?

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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77 Beiträge • Seite 3 von 6 • 1, 2, 3, 4, 5, 6
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Re: Ist C02 klimaschädigend oder nicht?

Beitragvon Pevo » Fr Jan 10, 2014 15:49

Todde,

es geht hier zwar in erster Linie um Klimaveränderungen. Aber gerne greife ich die Gentechnik auf (die ich faszinierend finde, genau wie Kerntechnik, die ich studiert habe). Ich denke, dass weder Du noch ich beurteilen können, was bzgl. einer gentechnischen Anwendung richtig oder falsch ist. Und es gibt auch keinen Wissenschaftler, der die langfristigen Auswirkungen vorhersagen kann. Hinzu kommt, dass Befürworter nicht immer frei von persönlichen (wirtschaftlichen) Interessen urteilen. Auf Basis der Literatur beider Lager komme ich zum Ergebnis, dass der Einsatz von Gentechnik nicht verantwortbar ist und plädiere für ein Anwendungsverbot, obwohl das GenTG den Einsatz unter definierten Bedingungen erlaubt. In einem demokratischen Staat sollte eine abweichende Meinung/Forderung möglich sein.
Wie Du zu Deiner Aussage kommst, dass Menschen und Organisationen, die bestimmte Sachverhalte anders einschätzen als Du, Lügner sind, bleibt Dein Geheimnis.
Bzgl. der CO2 Wirkung auf das Klima sieht man ebenfalls zwei Lager, wobei die Mehrheitsverhältnisse eindeutig sind. Einen unumstößlichen Beweis für den Einfluss des Menschen auf die Klimaveränderung gibt es offensichtlich nicht. Umgekehrt gilt das ebenfalls. Die Faktenlage weist m.E. auf eine hohe Wahrscheinlichkeit der Verursachung durch den Menschen hin (s.u. Anthropozän). Die umfassenden Risikobetrachtungen bzgl. Veränderung/Gefährdung der Lebensgrundlagen führen mich zu der Ansicht, dass auch der Agrarbereich (gemeinsam mit den mit verantwortlichen Verbrauchern) über die Bedeutung seiner CO2 Emissionen nachdenken muss, um seine Produktionstechniken weiter zu verbessern. Damit stimme ich mit den Empfehlungen des BMEL überein. Der Prozess findet ja auch statt, m.E.allerdings zu langsam, wie die Zielverfehlungen verschiedener Indikatoren zeigen.

Aus Bildungsserver WiKI zum Stichwort Anthropozän:
…..Die Wahrscheinlichkeit scheint tatsächlich relativ hoch, dass die Veränderung der chemischen Zusammensetzung der Atmosphäre durch den Menschen Folgen haben wird, die die Wiederkehr einer nächsten Eiszeit verhindern könnten. Das rapide Abschmelzen des arktischen Meereises und das wahrscheinliche, wenn auch längerfristige Abschmelzen des Grönlandeises werden Bedingungen schaffen, die die geringfügigen Schwankungen der Erdbahnparameter möglicherweise zu wenig zur Wirkung kommen lassen werden, um eine neue Eiszeit (Kaltzeit) einzuleiten. Außerdem ist anzunehmen, dass bis dahin die Konzentration der Treibhausgase wohl kaum auf vorindustrielle Niveaus zurückkehren wird. Dabei sind die neuen Klimaverhältnisse nur ein Merkmal, wenn auch vielleicht das entscheidende des neuen Zeitalters. Der Mensch prägt in vielerlei Hinsicht seine Umwelt selbst und sieht sich zunehmend veranlasst, die Folgen zu bewältigen. Damit nimmt er radikal Abschied von seinem früheren Verhältnis zur Natur, auf die er keinen Einfluss hatte, und sieht sich mehr und mehr einer Umwelt gegenüber, die sein eigenes Produkt ist, das auf ihn zurückwirkt, das er aber auch zu beherrschen lernen muss, will er nicht sein eigenes Opfer werden.
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Re: Ist C02 klimaschädigend oder nicht?

Beitragvon Todde » Fr Jan 10, 2014 15:55

Pevo hat geschrieben:Todde,

es geht hier zwar in erster Linie um Klimaveränderungen. Aber gerne greife ich die Gentechnik auf


Liest du nicht? Durch transgene Pflanzen verringert man den CO² Ausstoß, das steht in Deinem Bericht.
Mehr gibts dazu nicht zu sagen.
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Re: Ist C02 klimaschädigend oder nicht?

Beitragvon Todde » Fr Jan 10, 2014 16:17

Pevo hat geschrieben:dass auch der Agrarbereich (gemeinsam mit den mit verantwortlichen Verbrauchern) über die Bedeutung seiner CO2 Emissionen nachdenken muss, um seine Produktionstechniken weiter zu verbessern.


Die Erzeugung von 100% Nahrungsmitteln macht 10% am Menschen verursachten CO² Ausstoßt aus, ich glaube kaum das die Bauern dieser Welt sich da so viel auf den Rücken packen lassen sollten.
Auch wenn es Möglichkeiten gibt, die werden aber von vielen nicht akzeptiert, allen voran von denen die der Landwirtschaft sonst in die Arbeit reinreden.
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Re: Ist C02 klimaschädigend oder nicht?

Beitragvon Pevo » Fr Jan 10, 2014 17:46

Todde hat geschrieben:
Pevo hat geschrieben:dass auch der Agrarbereich (gemeinsam mit den mit verantwortlichen Verbrauchern) über die Bedeutung seiner CO2 Emissionen nachdenken muss, um seine Produktionstechniken weiter zu verbessern.


Die Erzeugung von 100% Nahrungsmitteln macht 10% am Menschen verursachten CO² Ausstoßt aus, ich glaube kaum das die Bauern dieser Welt sich da so viel auf den Rücken packen lassen sollten.


Bzgl. der Größenordung entsprich das etwa den Angaben von IPPC:

Landnutzung 17,4%
Industrie 19,4%
Bauten 7,9%
Transport 13,1%
Energie 25,9%
Abfall 2,8%
Landwirtschaft 13,5%

Das zeigt, das in allen Bereichen verbessert werden muss. Ich habe immer darauf hingewiesen, das es sich nicht nur um die Landwirtschaft handelt. Die übrigen Bereiche werden in der NNs separat behandelt.
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Re: Ist C02 klimaschädigend oder nicht?

Beitragvon Todde » Fr Jan 10, 2014 18:53

Damit man die Landwirte gängeln kann wurde die Werte dann auch laufend erhöht? Es gibt X verschiedene Werte.
Rechnet man da dann alles rein, was man wo anders raus hält?
Wieso streicht man der Industrie nicht 50%, die Masse an Produkten braucht kein "nachhaltiger" Mensch, essen kann er ja versuchen ob die Hälfte reicht.

Oder man spart 20% in der Landwirtschaft, in dem man effektiv Nahrungsmittel erzeugt.
Ökolandbau wird abgebaut, GMO Züchtung voran getrieben, Förderung von NoTill und schon hat man mehr Nahrung und weniger CO² Ausstoß.
Die Biodiversität erhöht sich dadurch auch gleich noch. Ressourcen lassen sich einsparen.
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Re: Ist C02 klimaschädigend oder nicht?

Beitragvon Welfenprinz » Sa Jan 11, 2014 11:38

Todde hat geschrieben:Kann man sehen wer die Einträge auf der deutschen Wiki Seite macht?

Scheint so, dass der BÖL das gemacht hat, kleine Lügen haben den Bios ja noch nicht geschadet.
:roll:


im Kopf die buttons "Diskussion" und "Versionsgeschichte" geben ein ganz klein bisschen Einblick.
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Re: Ist C02 klimaschädigend oder nicht?

Beitragvon Pevo » Sa Jan 11, 2014 16:29

Welcher Denkrichtung muss man angehören, damit die eigene Meinung nicht als Lüge qualifiziert wird?
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Re: Ist C02 klimaschädigend oder nicht?

Beitragvon Todde » Sa Jan 11, 2014 16:44

Pevo hat geschrieben:Welcher Denkrichtung muss man angehören, damit die eigene Meinung nicht als Lüge qualifiziert wird?


Keiner!
Man sollte seine Forderungen aber mit Erkenntnissen belegen können, wenn man darauf hinweist, das die Forderungen nicht berechtigt erscheinen.
Du kannst ja erwidern,
wenn die die Faktenlage belegt, dass zB GVO Pflanzen einen großen Anteil dabei leisten können die Nahrungmittelproduktion zu sichern, dabei noch weniger Pflanzenschutz ausgebracht werden muss und gleichzeitig der CO²-verbrauch gesenkt wird,
das Dir das egal ist.
Das steht Dir ja offen.

Weil für mich die Faktenlage bisher so aussieht, dass es einigen (zB dem NNR) nicht auf die wirklichen Ergebnisse ankommt, sondern viel mehr auf das, was deren Leitbild entspricht.

Und wenn Du hier im Thread forderst die Landwirtschaft muss weniger CO² in die Umwelt hauen, dann bring doch Quellen, die zeigen wie es gehen soll!
Weil CO² lässt sich nicht mit guten Worten einsparen, jedenfalls nicht in der Landwirtschaft und Ideologien helfen dabei erst recht nicht.

Wobei mir immer noch der Sinn fehlt, warum man bei der Landwirschaft da so einen Alarm macht, ohne Nahrung kein Leben. Aber ohne alle 6 Monate ein neues Handy, 12 Monaten einen neuen Laptop würden die Menschen schon auskommen können.
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Re: Ist C02 klimaschädigend oder nicht?

Beitragvon Todde » Sa Jan 11, 2014 17:02

Hab gestern erst wieder eine Doku gesehen, die "glaubten" auch, was die Priester predigten...
Seit 1300 Jahren scheint das Volk vom Erboden verschluckt, die haben beim Einsetzen der El Ninho (Schlechtwetterzeit) immer Menschenopfer gebracht, damit der Regen aufhört. Irgendwann führte ihr Glaube zu einem harten Ende,durch die Naturgesetze.

Du kannst Dich an den Glauben halten oder an Wissenschaft, das steht Dir zweifelsfrei offen.
Aber warum sollten alle zu diesem Glauben gezwungen werden?
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Re: Ist C02 klimaschädigend oder nicht?

Beitragvon Welfenprinz » Sa Jan 11, 2014 17:13

Dann würden oder müsstn wir uns jetzt streiten darum, wer oder was unsere Meinung wie macht. Und was wir als Instanz anerkennen oder nciht. bibel, statistiken, unabhängige Gutachten, FAO, ISTAAD, eustat..... papapaa.
pevo sucht innerhalb des Meinungswirrwarrs eine Orientierung. Und hat eben diesen Weltagrarbericht gefunden.
Besser als die Bibel schon allemal.
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Re: Ist C02 klimaschädigend oder nicht?

Beitragvon Pevo » Sa Jan 11, 2014 18:25

Zu Todde

Ich habe bereits erklärt, dass ich Genetik für ein faszinierendes Fachgebiet halte. Kurze Zeit hatte ich die Hoffnung, biotechnisch veränderte Mikroorganismen in der Dekontamination von Grundwassersanierung einsetzen zu können. Nicht nur aus rechtlichen Gründen ist es nicht dazu gekommen. Aber ich konnte mich dem Thema aus verschiedenen Perspektiven nähern. Selbstverständlich erkenne ich die von Dir genannten Vorteile und habe ursprünglich in dem Einsatz der Technik eine Zukunftslösung gesehen. Doch heute sehe ein Feld von Risiken, die ich persönlich gar nicht alle bewerten kann. Ein erhebliches Risiko sehe ich beispielsweise in der Unzulänglichkeit von uns Menschen, eben genau diese Risiken zu erkennen und zu bewerten. Ich nenne da nur die Kernschmelzen in den Atomkraftwerken, die zahlreichen weniger bekannten Unfälle mit Freisetzung von Strahlung sowie die Probleme der Entsorgung. Während die Schäden/Fehler eines technischen Unfalls (z.B. Auslauf eines Chemikalienbehälters) lediglich kleinräumige Auswirkungen haben, ist in Fukushima mindestens eine ganze „Region“ zerstört, die Strahlenbelastung kann /konnte global nachgewiesen werden. Der Vergleich der Unfallarten (Chemiebehälter, Atomkraftwerk) zeigt den Unterschied in der räumlichen Wirkungsintensität (Ausdehnung). M.E. nicht auszuschließende ungewollte Freisetzungen von GVO sind in der räumlichen Ausdehnung nicht zu kontrollieren und stellen ein Hochrisiko dar.
Natürlich kann man die Thematik nicht erschöpfend behandeln. Deine Betrachtung der positiven Potentiale der Gentechnik reicht m.E. nicht aus.
Es gibt noch eine weitere Sicht, die den Einsatz der Gentechnik. kritisch erscheinen lässt: Die CO2-Problematik (und andere) sind durch unseren Einsatz von Technik, deren Komplexität ständig zunimmt (und zumindest teilweise nicht mehr beherrscht wir, s. NSA) entstanden. Der Einsatz von Gentechnik/ Freisetzung von Organismen ist auch eine Antwort auf die nicht beherrschten Technikauswirkungen (Treibhausgase, Monokulturen u.v.m). Der Einsatz toppt die Technikentwicklung sowohl mit Ihren positiven Aussichten als auch in den damit verbundenen bekannten und bisher noch unbekannten Risiken. Bezgl. der (internationalen) rechtlichen Aspekte sehe ich ebenfalls kein beherrschtes Feld. In der Summe aller meiner Bemühungen, komme ich zu dem genannten Ergebnis: Zurzeit nicht verantwortbar.
Ich bin als Ing. mit Sicherheit kein Technikfeind. Aber die Lösung für die zukünftigen Herausforderungen liegt nicht nur in der Weiterentwicklung von Technik. Wenn man von den Planungsdaten ausgeht: 2050 ca. 9 Milliarden Menschen bei unterschiedlichen natürlichen und kulturellen Bedingung und zunehmender Bildung, unterschiedlichen Wohlstandsniveaus…: Mit unserem Konsumgebahren ist das nicht zu machen. Da muss auch ein Umdenken erfolgen. Das ist eine Gemeinschaftaufgabe. Wir sollten uns die Chancen nicht dadurch verbauen, indem wir immer wieder auf die negativen Dinge in der Welt hinweisen. Ich habe die positive Einstellung, dass wir in allen Lebensbereichen weniger CO2 emittieren können. Aber nur wenn wir Wohlstand neu denken – und Millionen sind bereits auf dem Weg.
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Re: Ist C02 klimaschädigend oder nicht?

Beitragvon Todde » Sa Jan 11, 2014 19:37

Bauer Harms hat geschrieben:
Pevo hat geschrieben:Zu Todde

Aber nur wenn wir Wohlstand neu denken – und Millionen sind bereits auf dem Weg.


Dem ersten Teil des Satzes kann ich zustimmen, den zweiten Teil interpretiere ich so, dass Millionen gerade auf dem Weg sind, unsere Form des Wohlstands und seine Erreichung zu kopieren....eben das genaue Gegenteil, von dem, was du ausdrücken wolltest oder? Die paar, die meinen ohne Wohlstand oder mit einer anderen Form von Wohlstand leben zu wollen, oder zu können, werden die Zunahme der Wohlstandssuchenden niemals übertreffen....deshalb wird es zum Kollaps kommen....man kann es sich natürlich schön denken.... :roll:


Ich glaub eher Millionen sind auf dem Weg in die Taschen der "nachhatligen Umweltretter".
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Re: Ist C02 klimaschädigend oder nicht?

Beitragvon Todde » Sa Jan 11, 2014 20:52

Pevo hat geschrieben:Ich habe bereits erklärt, dass ich Genetik für ein faszinierendes Fachgebiet halte. Kurze Zeit hatte ich die Hoffnung, biotechnisch veränderte Mikroorganismen in der Dekontamination von Grundwassersanierung einsetzen zu können. Nicht nur aus rechtlichen Gründen ist es nicht dazu gekommen.

In der USA scheint man das aber schon Kleinräumig zu machen, gab mal den Doku im TV, die haben mit GV Bakterien das verseuchte Gelände einer Tankstelle saniert.

Doch heute sehe ein Feld von Risiken, die ich persönlich gar nicht alle bewerten kann. Ein erhebliches Risiko sehe ich beispielsweise in der Unzulänglichkeit von uns Menschen, eben genau diese Risiken zu erkennen und zu bewerten.

Die Risiken gelten aber eigentlich auch für konventionelle Züchtung, Triticale ist da wohl das letzte bekannte Beispiel, wie man aus zwei eine Neue macht.
Genetische Risiken kannte man da wohl noch nicht so genau.
CMS sollte man da eher als Risikotechnologie sehen, macht in Europa aber keiner. In Kanada unterliegt CMS den gleichen Kriterien wie GVO.

Ich nenne da nur die Kernschmelzen in den Atomkraftwerken, die zahlreichen weniger bekannten Unfälle mit Freisetzung von Strahlung sowie die Probleme der Entsorgung.

Das Risiko kannte man vorher und es war allen bewusst was die Gefahr war.
Ich glaube nicht, dass es Wissenschaftler in der breiten Masse gab, die gesagt haben es gäbe keine Risiken.

M.E. nicht auszuschließende ungewollte Freisetzungen von GVO sind in der räumlichen Ausdehnung nicht zu kontrollieren und stellen ein Hochrisiko dar.

Das ist das, was sich in unseren Köpfen festgesetzt hat, weil uns die NGOs damit in den Medien "beglückt" haben.
In Deutschland blendet man anscheinend aus, das transgene Pflanzen weltweit angebaut werden seit über 20 Jahren, nicht ein Problem ist bekannt geworden.
Eher das Gegenteil, die Behauptungen alle Insekten und Vögel würden wegen dem Bt-Mais sterben, haben sich als reine Panikmache heraus gestellt. Nicht mal der Zünsler ist ausgestorben. 20 Jahre Forschung in China haben ergeben, dass die Biodiversität in dem Bt-Mais steigt, Nützlinge werden geschont. Jetzt forschen die daran nicht landwirtschaftliche Pflanzen genetisch zu verändern, damit die gewisse Ungeziefer bekämpfen zB in Städten.

200Millionen Hektar werden jährlich weltweit angebaut.
Die Amis leben noch alle, auch deren Tiere. 3 Köpfige Schweine, Menschen fressender Mais alles alles ausgeblieben.
In der EU wird GVO angebaut, Portugal, Spanien und Rumänien.
In Deutschland ist in den Köpfen, es gäbe den Anbau nicht... Es gibt ihn nur hier momentan nicht mehr.

Deine Betrachtung der positiven Potentiale der Gentechnik reicht m.E. nicht aus.

Es gibt immer noch die 1. Generation an GVO-Pflanzen, die wird jetzt durch die 2. und 3. ersetzt. Das Sicherheitsdenken und die Ablehnung haben doch nur den Nutzen behindert, sicher nicht die Technik.
Neune Resistenzen gegen Wuchstoffe kommen auf den Markt, da können wir Bauern uns schon drauf freuen, dann bringt nicht nur Glyphosat die Menschheit um, dann auch 2,4D. (Seralini wird sicher schon 2,4d engiftende Zuckerwasser im Regal haben)
Trockenheitsresistenter Mais steht vor der Zulassung. BASF will die Krautfäuleresistente Kartoffel auf den Markt bringen.
Die Möglichkeiten sind groß, genutzt wird noch nicht 1% der Möglichkeiten.

Es gibt noch eine weitere Sicht, die den Einsatz der Gentechnik. kritisch erscheinen lässt: Die CO2-Problematik (und andere) sind durch unseren Einsatz von Technik, deren Komplexität ständig zunimmt (und zumindest teilweise nicht mehr beherrscht wir, s. NSA) entstanden. Der Einsatz von Gentechnik/ Freisetzung von Organismen ist auch eine

Durch den Einsatz moderner Technik lässt sich de Menschen gemachte CO²-Ausstoß verringern.
CO² verhindern bzw auf ein Minimum zu bringen ohne Technik, geht nicht ohne ein zurück in die Steinzeit...

Und jetzt noch die NSA...
Ich nehme ja an, Du bist vor kurzem in die Rente eingetreten, jetzt hast Du Angst vor DEINER Zukunft und versuchst den letzten ursprünglichen Wunsch der Menschheit zu verwirklichen, das ewige Leben. Heute weiß man, dass wird als Mensch nicht klappen, also glauben einige die Unsterblichkeit auf die Natur umzusetzen...
Auch die ist nicht unendlich, das wird der Mensch nicht verhindern.

Antwort auf die nicht beherrschten Technikauswirkungen (Treibhausgase, Monokulturen u.v.m).

Du wirbelst viel zu viel durcheinander! Monokulturen...
Viele natürliche Pflanzen werden immer versuchen Konkurrenten auszuschalten. Diese Pflanzen produzieren auf immer stärkere Gift, um sich vor Fressfeinden zu schützen.
So lange eine Pflanzen nicht auf eine andere angewiesen ist wird sie in der Natur eine Monokultur versuchen zu erreichen.

Das hat aber nichts mit GVO zu tun, das hat eher andere Gründe und gab es in der USA, Argentinien schon vorher.
Alles Erzählungen aus Greens Märchen.
GVO könnte sogar die Kulturvielfalt wesentlich vereinfachen.


Wenn man von den Planungsdaten ausgeht: 2050 ca. 9 Milliarden Menschen bei unterschiedlichen natürlichen und kulturellen Bedingung und zunehmender Bildung, unterschiedlichen Wohlstandsniveaus…: Mit unserem Konsumgebahren ist das nicht zu machen.

"Le Waldsterben" in 5 Jahren ist der Deutsch Wald tot... Alles schon mal von den Propheten des Untergangs da gewesen.
Laut BUND und Greenpeace ist die Menschheit jetzt 20 Jahre überfällig mit dem ENDE.
Heute kann man sagen "Le Waldsterben" gab es nicht und jahrelang hat niemand auf die Forscher gehört, die von Anfang an gesagt haben, dass es natürliche Vorgänge sind.
Bäume werfen bei Wassermangel die Blätter ab, um weniger zu transpirieren. Das machen gesunde Bäume.

Und um 9 Milliaren Menschen überhaupt erst mal zu ernähren kann man nicht anfangen die Erträge noch um 30% zu senken. So viel zusätzliche Fläche an Ackerland ließe sich nur durch Waldrodungen erreichen.
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Re: Ist C02 klimaschädigend oder nicht?

Beitragvon meyenburg1975 » Sa Jan 11, 2014 21:10

Spart euch die Luft, CO² ist als Gelddruckmaschine gedacht.
Deswegen sollte man sich trotzdem bemühen aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und Unabhängigkeit fossile Energieträger wo es geht zu ersetzen.
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Jeder, der die Hamas nicht kritisiert, ist ein disziplinierter Terrorist.
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Re: Ist C02 klimaschädigend oder nicht?

Beitragvon Todde » Sa Jan 11, 2014 21:16

meyenburg1975 hat geschrieben:Spart euch die Luft, CO² ist als Gelddruckmaschine gedacht.
Deswegen sollte man sich trotzdem bemühen aus Gründen der Wirtschaftlichkeit und Unabhängigkeit fossile Energieträger wo es geht zu ersetzen.


Da wäre ich vorsichtig, das Umweltbundesamt würde gerne Klimazertifikate für Kühe einführen :roll:
Wenn die Quote weg ist, werden ausscheidende Milchviehalter sicher auch dafür sein. Pass lieber auf, sonst kommt das auf die Agenda beim BDM und AbL.
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