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Jungbullen - Schlachtpreise

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon strokes » Do Apr 09, 2026 21:52

arbeitslos2win hat geschrieben:Glaubt ihr eigentlich, dass sich die Rindfleischpreise irgendwann wieder bei 2,80 bis 4,30€ einpendeln? Klar ist die Fragestellung im Moment lächerlich, aber wenn man sieht wie Milch, Kartoffeln, Getreide, Schwein nach einer Hausse auf einem Preisniveau der 80er-Jahre runtergeprügelt werden. Was denkt ihr drüber?


In der Rindermast fand kein so explosionsartiges Wachstum in den letzten 10-20J statt wie in deinen beschriebenen Bereichen.
Kartoffelpreise waren ja die letzten Jahre gut, nur wurde der Anbau immer mehr ausgedehnt.
Bei Milch auch immer mehr Kühe und die Mast aufgegeben bzw ausgelagert
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon strokes » Do Apr 09, 2026 21:54

arbeitslos2win hat geschrieben:Ich glaube, dass interessiert die Börse, den Discounter und Schlachter einen Scheiss ob der Landwirt einen Gewinn macht. Die Bullenpreise von den 80ern (8MARK) bis 2024 stabil bei 2,80€ - 4,5€.

Mein Opa hat schon gesagt, wenn Landwirtschaft rental wäre - würde es die "Industrie" schon längst selber machen und die Bauernfamilien ersetzen. Sehr überspitzt gesagt.


An dem Spruch ist schon was wahres dran. Andererseits scheut die Industrie das Wetter und Ertragsrisiko.
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon arbeitslos2win » Do Apr 09, 2026 21:57

Der Rindfleischpreis war eigentlich seit den 80ern wie einbetoniert bei 2,80-4,50€ (Außer bei Katastrophen wie BSE). Ist der seit 2 Jahren aktuelle Rindfleischpreis Strohfeuer oder die (dauerhafte?) neue Zeit?
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon 240236 » Do Apr 09, 2026 22:10

Zu mir hat gestern ein Molkereimitatbeiter gesagt, daß sie zur Zeit Spotmilch für 19ct/l inclusive Anlieferung zu kaufen.

Hier ist es auch egal, ob da jemand Verlust macht.
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon motzlarerbauer » Fr Apr 10, 2026 1:19

Ich glaube nicht, dass der Rindfleischpreis wieder so stark zurückgeht.
Die Tierhaltenden Betriebe werden immer weniger.
Jetzt fällt der Milchpreis, da werden es wieder weniger Rinderhalter.
Wenn die Rinder erstmal weg sind, fängt meist keiner mehr damit an.
Stellt euch mal vor, was ein Neueinrichter Bullenmast an Kosten hat!
Ein Umlauf dauert im Vergleich zu Schwein und Huhn auch deutlich länger, das tuen sich die wenigsten an.

Kartoffel und Getreide war für viele interessant.
Wahrscheinlich für Zuviel. Daher auch der Starke Preisverfall.
Wer Bier trinkt,
unterstützt die Landwirtschaft :prost:
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon Alla gut » Fr Apr 10, 2026 6:13

strokes hat geschrieben:
arbeitslos2win hat geschrieben:Ich glaube, dass interessiert die Börse, den Discounter und Schlachter einen Scheiss ob der Landwirt einen Gewinn macht. Die Bullenpreise von den 80ern (8MARK) bis 2024 stabil bei 2,80€ - 4,5€.

Mein Opa hat schon gesagt, wenn Landwirtschaft rental wäre - würde es die "Industrie" schon längst selber machen und die Bauernfamilien ersetzen. Sehr überspitzt gesagt.


An dem Spruch ist schon was wahres dran. Andererseits scheut die Industrie das Wetter und Ertragsrisiko.


Vielleicht kann man es auch so nennen ?
Erwerbslandwirtschaft ist zur Industrie geworden
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon 210ponys » Fr Apr 10, 2026 6:55

motzlarerbauer hat geschrieben:Ich glaube nicht, dass der Rindfleischpreis wieder so stark zurückgeht.
Die Tierhaltenden Betriebe werden immer weniger.
Jetzt fällt der Milchpreis, da werden es wieder weniger Rinderhalter.
Wenn die Rinder erstmal weg sind, fängt meist keiner mehr damit an.
Stellt euch mal vor, was ein Neueinrichter Bullenmast an Kosten hat!
Ein Umlauf dauert im Vergleich zu Schwein und Huhn auch deutlich länger, das tuen sich die wenigsten an.

Kartoffel und Getreide war für viele interessant.
Wahrscheinlich für Zuviel. Daher auch der Starke Preisverfall.

würde ich so nicht unterschreiben, die bestehenden werden die wo aufhören mit übernehmen. Und eben entsprechend groß werden. Wir denken an die 4 Prozent Stilllegung und das Drama wo die Bauern gemacht haben. Und bei der Milch war es ja im Prinzip das gleiche. Und der Markt reagiert halt auf solche Situationen, erschwerend kommt hinzu das nicht wenige gemeint haben. Das der Milchpreis von Richtung 60 Cent irgendwo festbetoniert ist...
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon meyenburg1975 » Fr Apr 10, 2026 7:34

210ponys hat geschrieben:würde ich so nicht unterschreiben, die bestehenden werden die wo aufhören mit übernehmen. Und eben entsprechend groß werden. Wir denken an die 4 Prozent Stilllegung und das Drama wo die Bauern gemacht haben. Und bei der Milch war es ja im Prinzip das gleiche. Und der Markt reagiert halt auf solche Situationen, erschwerend kommt hinzu das nicht wenige gemeint haben. Das der Milchpreis von Richtung 60 Cent irgendwo festbetoniert ist...

Die Zahl der Rinder ist seit 1990 von fast 20 auf gut 10 Millionen zurück gegangen und der Trend geht weiter. Egal wer da wen übernimmt.
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon meyenburg1975 » Fr Apr 10, 2026 7:38

240236 hat geschrieben:Zu mir hat gestern ein Molkereimitatbeiter gesagt, daß sie zur Zeit Spotmilch für 19ct/l inclusive Anlieferung zu kaufen.

Hier ist es auch egal, ob da jemand Verlust macht.

Für März und April sind trotz Rekordanlieferungen Erlöse und Milchpreis leicht steigend. Darüber hinaus ist aufgrund der Lage bei Energiepreisen und Logistik eine Prognose schwierig.
Problem für den Spotmarkt ist auch, dass viele Werke schlicht ausgelastet sind. Zumindest bei den Molkereien, denen die letzten Jahre keine Mitglieder aufgrund bescheidener Auszahlungspreise weggelaufen sind.
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon 210ponys » Fr Apr 10, 2026 7:55

meyenburg1975 hat geschrieben:Die Zahl der Rinder ist seit 1990 von fast 20 auf gut 10 Millionen zurück gegangen und der Trend geht weiter. Egal wer da wen übernimmt.

die Zahl der Menschen wo Fleisch oder Kuhmilch konsumieren ist auch deutlich zurückgegangen. Zudem ist Mercosur hinzugekommen. Auch die passenden Fleischpreise sind nicht irgendwo festbetoniert, auch hier sollte man nur mit bedacht investieren.
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon Alla gut » Fr Apr 10, 2026 10:08

Milch und Fleischkonsum geht wirklich zurück in Europa ?
Wo steht das ?
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon strokes » Fr Apr 10, 2026 10:32

Ich denke nicht dass die bestehenden Betriebe die aufgebenden Betriebe auffangen werden.
Früher mag das vielleicht einfacher gewesen sein, aber die Zeiten haben sich geändert. Die Motivation ist nicht mehr sonderlich da aufgrund politischer Unsicherheiten, Mercosur, oder auch steigender Tierhaltungsvorgaben, Tierwohl. Was heute Tierwohlkonform ist, kann in 5 Jahren nochmal um 3 Stufen mehr verlangt werden.
Baukosten sind von 1000€ auf 3000-5000€ je Bullenmastplatz gestiegen, JGS Auflagen für Silos oder Güllegruben treiben die Preise auch in die Höhe. Umlaufkapital bei 2000€.
Ich persönlich würde unseren Maststall ggf um 20m verlängern, bzw um 60-80 Tiere erweitern, da hierfür Gülle - und Fahrsilokapazität ausreichend vorhanden ist. Große Investitionen mit 200-400 Plätze nein danke
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon Marian » Fr Apr 10, 2026 10:37

Rindfleisch ist kein Strohfeuer.
Wir haben seit Winter 2021 einen immer hochpreisigeren Markt.
Man kann jetzt vom Spielfeldrand sicher allen die sich was trauen die Krätze an den Arsch, und so kurze Arme, dass sie sich nicht kratzen können; wünschen...
Aber diesen Trend muss man einfach als Weltmarkt sehen.
Auch in den USA sind Kälber und Rindfleisch Preise stabil hoch. Die Tierhaltung geht zurück trotz immer mehr Regionen auf der Welt, die zu Geld kommen und sich damit gutes Essen leisten.
Umso mehr uns industriell der Chinese "die Butter vom Brot nimmt", desto mehr Chinesen haben Löhne die Fleisch Konsum erst ermöglichen.
Ich bin der Meinung, wir werden noch Preise sehen die man für unmöglich hält.
Klar ist aber auch, dass es je höher wir steigen, auch mehr Härte am Markt gibt.
Ein paar Bullen genug und die Notierung reagiert empfindlich.

Der Verbraucher wird sich an höhere Preise fürs Essen gewöhnen müssen.
10€ den Quadratmeter Miete aber der volle Einkaufswagen soll keinen grünen kosten, die Zeiten sind gewesen.
Über 20 Jahre beim Landtreff :prost:
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon meyenburg1975 » Fr Apr 10, 2026 10:54

strokes hat geschrieben:Ich denke nicht dass die bestehenden Betriebe die aufgebenden Betriebe auffangen werden.

Das ist regional total unterschiedlich denke ich, je nachdem wie weit der Strukturwandel fortgeschritten ist. In unserer Region ist das in Sachen Milch definitiv nicht mehr der Fall. In anderen Gegenden ist das sicher noch anders.
Einige machen dann noch etwas mit Weidefärsenmast weiter und ackern alles was zu ackern geht.

Der Bauer neigt gerne dazu, von seinen Rahmenbedingungen auf alle anderen schließen zu können.
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Re: Jungbullen - Schlachtpreise

Beitragvon 210ponys » Fr Apr 10, 2026 11:55

auch wen die Rindfleischpreise seit 2021 stabil sind, sind sie mit den anderen Kosten nicht mitgewachsen oder? Und die Chinesen Arbeiten daran ihre Lebensmittelproduktion in die eigenen Hand zu nehmen, was das bedeutet sieht man an den Deutschen Autokonzernen.
Auch wen die Lebensmittel immer teurer werden, heißt das noch lange nicht das der Produzent das in der Tasche hat was er braucht. Und mancher wird halt wieder ein paar Mockel halten, und auf der Fläche wächst dann für keinen einen anderen mehr was. Und wer dann wem was wünscht kann man lange Philosophieren...
Zuletzt geändert von 210ponys am Fr Apr 10, 2026 16:49, insgesamt 1-mal geändert.
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