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Keine Arbeit wegen "Überqualifizierung" ?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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64 Beiträge • Seite 1 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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Keine Arbeit wegen "Überqualifizierung" ?

Beitragvon Ernstfried » Mo Aug 06, 2007 13:35

In einem Diskussionsbeitrag schrieb jemand, er finde keine Arbeit, weil er "überqualifiziert" sei.

Das finde ich erstaunlich.

Vielleicht ist der Betreffende nicht über-, sondern fehlqualifiziert ?

Oder: Zu bequem, oder zu arrogant-überheblich, sog. "niedere" Tätigkeiten "unterhalb" seines Qualifikationsniveaus zu verrichten ?

Kann es sein, dass dahinter ein ziemlich elitäres Verständnis steht ? Nämlich: Ich habe ´mal ne Ausbildung in dem x-Beruf gemacht, und nun habe ich lebenslang das Recht, diesen Beruf auszuüben, und zwar an einem Ort meiner Wahl, und "der Staat" (also meine steuerzahlenden Mitmenschen) muss mir das ermöglichen.

Meine Meinung: Ehrliche Arbeit schändet nicht. Jeder, der sich (und seine Familie) mit seiner eigenen Hände Arbeit ernährt, kann stolz darauf sein.

Nebenbei: Für meinen landwirtschaftlichen Betrieb suche ich für die Viehbetreuung seit Wochen (u.a. auch im Landtreff seit 30. Mai) einen Mitarbeiter/in. Nicht zu kriegen.
Mir sind Leute lieber, die "mir" und "mich" verwechseln, als "mein" und "dein"
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Beitragvon nordizicke » Mo Aug 06, 2007 13:41

du meinst mic hdamit, ich bin mir nicht zu schaden, um irgendwelche"niederen" arbeiten zu machen, ich gehe jetzt 4 std. putzen die woche.
ich habe mich bei diversen putzfirmen beworben, entweder muss ma ndiplmierte klofrau mit abgeschlossenem studium sein oder ich bin zu qualifiziert oder zu alt.
ferner hier bei allen tankstellen supermärkten etc.
ich habe seit meiner ausbildung immer im kaufmännischen bereichen gearbeitet, aber so eine will keiner an der supermarktkasse sitzen haben.
habe mich im personalbereich weitergebildet, im edv-bereich etc.
das meine ich bei mir persönlich mit überqualifiziert.
würde gerne bei aldi an der kasse sitzen, bin mir nicht zu schade dafür.

es gibt natürlich einige arbeitslose, die sich dafür zu schade sind. dsa möchte ich nicht abstreiten, allerdings muss man auch dafür verständnis haben ,wenn jemand jahre etws sinnvolles studiert hat, das er dann auch in dem metier arbeiten möchte.
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Beitragvon wichi » Mo Aug 06, 2007 13:43

Das geht nicht nur die so, das du keine Arbeiter findest. Aber körperliche Arbeit will doch heute keiner mehr machen. Alle wollen etwas besseres sein. Und du hast recht, die wenigsten nehmen Arbeit an die unter ihrem Level ist.
Und die Jugend schaut dich schief an. Arbeit ? Arbeit ist für viele ein Fremdwort geworden.
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Beitragvon nordizicke » Mo Aug 06, 2007 13:50

okay, ALLES kann ich auch nicht mehr machen, z.b. was zu sehr auf den rücken geht. mal wird halt alt 8)
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Beitragvon SHierling » Mo Aug 06, 2007 13:55

Ihr dreht euch doch im Kreis.

Fakt ist, wir haben nicht mal 1 Million offene Stellen und 4 Millionen Arbeitslose.
die ÜBERWIEGENDE MEHRHEIT hat also - egal wie qualifiziert, bemüht, oder flexibel sie auch ist, sowieso keine Chance und wird - meiner Meinung nach - deswegen auch völlig zu unrecht mit ALG-II gestraft. Immerhin ist die Anwesenheitspflicht für ALG IIer nicht viel anders als "kaserniert" zu sein!
Und in so einer Situation ist es - meiner Meinung nach - müssig, ständig die Leute als Beispiel zu benutzen, die vielleicht nicht können oder nicht wollen.
Zuletzt geändert von SHierling am Mo Aug 06, 2007 14:03, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon wichi » Mo Aug 06, 2007 14:02

Ach, und was soll man davon halten wenn wir die offenen Stellen nicht besetzen können?
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Beitragvon SHierling » Mo Aug 06, 2007 14:04

liest Du weiter oben nach - ca 700.000 offene Stellen rechnet man allein deswegen, weil nicht jeder für jede Stelle qualifiziert (bzw. zu qualifizieren) ist. Sieh das doch mal vom MENSCHEN aus, und nicht immer nur als Zahl - entlassen worden sind die Leute, deren Jobs jetzt Maschinen machen, also z.B. Lackierer, Schweißer etc, deren Jobs jetzt Roboter haben, oder Buchhalterinnen, Sektrtärinnen etc, Archivare etc, deren Jobs jetzt PSs übernehmen.
Diese Leute kannst Du aber nicht grundsätzlich auch da als Facharbeiter einsetzen, (z.B. in der Informatik , oder in der Altenpflege) wo jetzt Leutegebraucht werden.
Und je größer der techniische Fortschrit, desto größer ist auch der Teil "nicht vermittelbarer" Arbeiter.

Es ist NORMAL, das nie alle Stellen besetzt sind!!!
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Beitragvon nordizicke » Mo Aug 06, 2007 14:15

wahre worte
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Beitragvon wichi » Mo Aug 06, 2007 14:36

Hilft mir auch nicht weiter, ich habe Arbeit in der Handwerksbranche zu vergeben, wie auch Lehrplätze. Die sind nicht wegrationalisiert! Das ganz normale solide Arbeit.
Oder anders, wer will denn heute noch Knecht sein? Wer kennt das nicht, und sucht Händeringend nach eine Hilfskraft?

Und zu den kaufm. Berufen. Ich bin selbst kaufm. Leiterin in einem Handwerksbetrieb und ich sehe unsere kaufm. Bewerberinnen. Man muß mit der Zeit gehen und sich stetig weiterbilden. Ich kann dir nicht sagen zu wieviel Schulungen ich schon war und die nächste geht auch schon wieder im Oktober los. Aber wer auf seinem erlernten Beruf sitzen bleibt kommt halt nicht weiter. Ständig ändert sich die Gesetzgebung. Von Steuerrecht angefangen übers Arbeitsrecht und so weiter.
Was im Handwerk ist ist auch in der Landwirtschaft nicht anders, ich sehe es mit unserem Hof.

Ich hab da eine etwas andere Meinung zum heutigen Arbeitsmarkt.
Viele Arbeitnehmer müssen sich auch immer mehr bewusst sein das wir die meisten Arbeitsplätze in der Dienstleistung zu vergeben haben. Und dort ist der Kunde König! Viele vergessen es. Ich könnte jedesmal aus der Haut fahren wenn ich sehe wie viele ihren Dienstleistungsjob ernst nehmen :cry: .
Da ist aber stellenweise noch ein territorialer Unterschied zu entdecken. In den alten Bundesländer scheinen sich viel ihren Job sicher zu sein. Und in den neuen sind die Leute bestrebt ihren Job auszuleben.

LG Bettina
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Beitragvon SHierling » Mo Aug 06, 2007 16:32

Man muß mit der Zeit gehen und sich stetig weiterbilden. Ich kann dir nicht sagen zu wieviel Schulungen ich schon war und die nächste geht auch schon wieder im Oktober los. Aber wer auf seinem erlernten Beruf sitzen bleibt kommt halt nicht weiter.

Das wir ein Manko in der Ausbildung haben, ist richtig. Aber da liegt z.B. bei der Arbeitsagentur auch vieles im Argen - Aus- und Weiterbildung werden hier z.B. nur noch dann gestattet (nicht etwa übernommen, wie früher mal), wenn Du eine FESTE STELLE in Aussicht hast - also vom Arbeitsgeber die Bestätigung, daß er DIch nach der Weiterbildung garantiert einstellt. (Was absoluter schwachsinn ist, denn wer weiß schon , wieviel man da dazulernt und ob überhaupt, die Sachen dauern teilweise ja ein Jahr).
Umschulungen dito, sogar Zusatzqualifikationen werden abgelehnt bzw sogar verboten!
Bsp: hier in der Gegend wurden vor ~2 Jahren Besamungstechniker gebraucht, sowohl betriebsübergreifend wie auch als "Eigenbestandsbesamer" auf größeren Betrieben. Da ich damals schon selbständigen Nebenerwerb angemeldet hatte, hätte mir das gut dazugepaßt als weitere Einkommensquelle. Weiterbildung dazu hätte 14 Tage gedauert, 650 Euronen.
Kommentar vom Arbeitsamt: so lange können sie nicht einfach wegfahren (in 2 Jahren kam von da kein einziger Stellennachweis, den Nebenerwerb durfte ich aber trotzdem nur abends machen), und wenn sie das Geld dafür bekommen (hätte ich mir leihen können), müssen wir ihnen die Bezüge für zwei Monate komplett streichen, das gilt als Einkommen ....
Ähnliche Schoten bringen sie hier inzwischen sogar bei PC-Kursen, ohne die nun wirklich keiner mehr eine Bewerbung zu schreiben braucht .

Grüße
Brigitta
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Beitragvon wichi » Mo Aug 06, 2007 17:09

Ja, da hast du auch wieder recht. Vom Amt wird dir nichts geschenkt. Ich habe alle meine Qualifikationen selbst finanziert. Ich verzichte eher auf einen Urlaub und nutze die Zeit um mich weiterzubilden. Anders geht es halt nicht. Der Fortschritt geht immer weiter und ich kann es mir nicht leisten um mich auf meinen Lorbeeren auszuruhen zu können.

Aber wenn ich mit diesen Argumenten mit anderen komme, dann heißt es:
......ach, keine Lust... oder ...keine Zeit usw, usw. da fehlen dann irgendwann einem die Worte.
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Beitragvon Scard » Mo Aug 06, 2007 17:18

Irgendwann kommt man halt, besonders als Jugendlicher, erstmal an einen Punkt wo man sich 'ein bisschen Ruhe gönnen will'. (Weiter)Bildung ist toll, hab auch dieses Jahr meine Ausbilung anfangen und will noch groß hinauskommen- aber ab einem bestimmten Grad will man seine Finanzen etc. auch mal genießen und schaltet erstmal ab. Schwer wirds dann, wieder in den 'Trott' reinzukommen.
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Re: Keine Arbeit wegen "Überqualifizierung" ?

Beitragvon Schweinchen » Mo Aug 06, 2007 17:48

Ernstfried hat geschrieben:Nebenbei: Für meinen landwirtschaftlichen Betrieb suche ich für die Viehbetreuung seit Wochen (u.a. auch im Landtreff seit 30. Mai) einen Mitarbeiter/in. Nicht zu kriegen.


Keine Bewerber, oder nur Absagen? In Voll, oder Teilzeit? Also du wohnst ja leider bisserl weit weg ...

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Beitragvon nordizicke » Mo Aug 06, 2007 17:50

klar muss man sich fort-weiter bilden, nur das was vom arbeitsamt angeboten wird, ist oft nur beschäftigungstherapie.
es werden tolle pc kurse angeboten: wie schalte ich das teil an und aus, so in der art und natürlich bewerbungstraining, eins nach dem anderen.
ich wollte unbedingt einen englisch kurs machen. wird ja oft verlangt .
nur so etwas bietet das arbeitsamt nicht an.
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Beitragvon wichi » Mo Aug 06, 2007 18:14

VHS, HWK oder IHK gibt es auch als Bildungsstätten.
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