fleischverkäufer hat geschrieben:Die meisten studierten Naturwissenschaftler sagen klar, das sich beim Klima was verändert hat und auch weiterhin verändern wird.
Mein Stichwort. Ich bin Diplomphysiker, Abschlußnote "sehr gut", und habe sage und schreibe 3 (Drei) Veröffentlichungen. Zählt das?
Ich kann Dir sagen, worüber sich "die Wissenschaft" so ziemlich einig ist.
1.) Es hat seit 1850 eine Steigerung der mittleren Temperatur gegeben. Beleg: Meßwerte von Wetterstationen
2.) Es hat seit 1850 eine Steigerung des CO2 Gehalts in der Luft gegeben. Beleg : Messungen an eingeschlossener Luft in Eisborkernen
3.) Es gibt eine Temperaturwirkung der Atmosphäre. Beleg: Vergleich der auf der Erde gemessenen Temperatur mit der vom Satteliten gemessenen Strahlungstemperatur
Alles andere ist Teil der wissenschaftlichen und damit auch der politischen Diskussion, insbesondere Fragen wie was ist die optimale Temperatur (wenn es das überhaupt gibt), welcher TEil des Klimawandels ist anthropogen, wie sollte man sich verhalten und anpassen. Diese beiden Diskussionen unterscheiden sich erheblich, " Wahrheit" spielt in der politischen Diskussion nur am Rande eine Rolle, was auch daran liegt, daß den meisten die wissenschaftliche Vorbildung fehlt, um ein Argument einordnen zu können. Das schließt viele Politiker und Journalisten mit ein.
So sind die Behauptungen, irgend etwas sei so extrem wie nie (trockenstes Frühjahr, heißester Sommer, größte Flut, niedrigster Pegel...) fast immer falsch, weil nur ein eingeschränkter Zeitraum betrachtet wird. So zum Beispiel die jüngsten Aussagen, höchste je gemessenen Temperatur im Mittelmeer. Den wenigsten ist klar, daß es sich dabei um Oberflächentemperaturen handelt und nicht um die Wassertemperatur und diese von Satteliten des Copernikusprogramms gemessen werden, die aber erst seit 2016 in Betrieb sind. Die korrekte Meldung wäre also, höchste seit 2016 gemessene Oberflächentemperatur, Das ist halt deutlich weniger spektakulär.
Das Vorgehen, wissenschaftlich richtige Aussagen zu falschen politischen Argumenten zu formen ist uns Landwirten ja bekannt. Ein Kilo Rindfleisch "verbraucht" 15000 Liter Wasser....ja, wenn man den Regen, der auf die Weide der Rinder fällt, als Verbrauch rechnet, stimmt die Zahl rechnerisch...
