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Kühe enthornen

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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68 Beiträge • Seite 1 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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Kühe enthornen

Beitragvon Chamba » Di Mai 27, 2008 12:41

Hallo. Habe da mal ein Problem: Biokühe müssen ja in Laufställen gehalten werden; jetzt ist da das Problem daß sie sich des öfteren gegenseitig mit den Hörnern verletzten. (Laut Vorschrift dürften es sogar noch 2-3 Kühe mehr pro Laufstall sein- sind momentan 8 pro Stall)
Darf man Biokühe eigentlich enthornen lassen? (der Stall ist in Bayern)
Bis wann darf man Kälber selbst enthornen und was würdet ihr empfehlen????
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Beitragvon bella698 » Di Mai 27, 2008 13:28

Biokühe müssen nicht unbedingt im Laufstall gehalten werden, bei Kleinbetrieben geht auch Anbindehaltung wenn sieals Ausgleich ein halbes jahr auf die Wiese können. Und Hörner dran lassen muss man glaub ich nur bei demeter, bei bioland zb darf man im laufstall enthornen. Aber kommt wohl auf den Fall an. bist du denn schon bio, oder willst du umstellen?
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Beitragvon Chamba » Mi Mai 28, 2008 11:08

mein Freund hat den Betrieb- ist seit Anfang des jahres komplett Bio!
Über den Winter sind halt die Laufställe da- die alten Kühe sind zZ noch angebunden, müssen aber pro Woche 2x Auslauf haben.....
Mit dem Enthornen kenne ich mich noch nicht so aus, deswegen habe ich die Frage mal in die Runde geworfen! (Bin quasi ein Neueinsteiger auf dem Gebiet G+G)
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Beitragvon Burgie » Mi Mai 28, 2008 14:19

Laut Tierschutzgesetz dürfen Kälber bis zum Alter von 6 Wochen ohne Betäubung enthornt werden.
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Beitragvon NinaMaria » Mi Jun 04, 2008 21:12

Burgie hat geschrieben:Laut Tierschutzgesetz dürfen Kälber bis zum Alter von 6 Wochen ohne Betäubung enthornt werden.


Tierschutzgesetz hin oder her - zum wirklichen Schutz der Kälber rate ich wirklich zur fachkundigen Betäubung durch den Tierarzt.
Ich frage mich sowieso, was diese 6-Wochen Regelung für einen Hintergrund hat?! - kann mich da jemand aufklären?

glg NinaMaria
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Beitragvon estrell » Mi Jun 04, 2008 22:28

Ich vermute das die Bestimmungen EU weit gleich sind - "Eingriffe an Tieren" dazu zählt neben Kastration, Schnäbel oder Schwänzekürzen eben auch Enthornen - musst du dir als Biobetrieb vorher genehmigen lassen - sowohl als Umsteller als auch als umgestellter Betrieb - und zwar VOR dem Eingriff.
Anbindung ist unter "Bio" auch nur mit Sondergenehmigung möglich.

Zum Thema behornte Tiere im Laufstall gibts von den Schweizern eine gute Broschüre. Bei Bedarf such ich die Kontaktdaten gerne raus.

Enthornen bei Kälbern - entweder mit Ätzstift oder mit Lötkolben ist bei jungen Tieren recht einfach - als Betäubung reicht da ein "Einfrieren der Hornansätze" danach bildet sich - richtig gemacht - an der Stelle gar kein Horn mehr.
Sind die Tiere älter - zu Nina-Marias Frage - hat sich schon Horn gebildet, dessen Entfernung dem Tier dann bedeutend mehr Schmerz bereitet, als eine kurze, unblutige Verätzung/Versengung der Hornanlage. (Du hast keine Rinder nehm ich mal an, ja?)

Enthornen erwachsener Kühe ist ein massiver, nicht ungefährlicher Eingriff, da die Stirnhöhle beim Absägen der Hörner geöffnet wird. Diese Art OP wird immer vom Tierarzt gemacht, natürlich unter Narkose und nur in der fliegenfreien Zeit - also jetzt mal nicht.
Mir ist egal ob Diktatur des Denkens von rechts oder von links kommt - ich denke immer noch was ich will!
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Beitragvon SHierling » Do Jun 05, 2008 7:00

Tierschutzgesetz hin oder her - zum wirklichen Schutz der Kälber rate ich wirklich zur fachkundigen Betäubung durch den Tierarzt.
Ich frage mich sowieso, was diese 6-Wochen Regelung für einen Hintergrund hat?! - kann mich da jemand aufklären?
Nach 6 Wochen hat der Hornansatz Verbindung mit dem Rest des Organismus, vorher ist das nur eine Ansammlung von Zellen IN der Oberhaut, also nach unten und oben "abgeschlossen" (genauer gesagt: es reicht nicht bis zum Periost, das - außer anderem - für die Schmerzwahrnehmung am Knochen zuständig ist). Wenn man dieses Hautstück verpflanzt, wächst dem Kalb das Horn anderswo.
Alle genannten Verfahren sind natiirlich mit einer gewissen Schmerzempfindlichkeit verbunden, die das Tier durch mehr oder weniger starke Abwehrbewegungen kundgibt. Auf Grund vergleichender Reobachtungen an einer grol3eren Zahl von chirurgischen Enthornungen ohne und rnit Anaesthesie (subkutane Infiltration der Operationsstelle oder Leitungsanaesthesie dos N. cornualis mit 2%iger Tutocainlosung) wurde edoch ebenso wie in den Versuchen von ROBERTS Eindruck gewonnen, daß der auf die Anaesthesie verzichtet werden kann, weil das erforderliche wiederholte Einstechen der Kanule bei der straff ansitzenden Kopfhaut des Kalbes nach dem Verhalten der Tiere nicht mindere Schmerzen zu bereiten scheint als die schnell und sicher ausgefuhrte Operation selbst. Auch eine Allgemeinnarkose ist unangebracht, weil bei der Kurze der Behandlung der Aufwand und die Komplikationsmoglichkeiten in keinem Verhaltnis zum Nutzen stehen.
(Rosenberg/Dirksen: Enthornung beim Rind)

Kannst Du mich jetzt aufklären, wieso Du meinst, Du müßtest das beurteilen und sogar Ratschläge geben, obwohl Du offenbar gar nicht weißt, wie ein Rinderhorn wächst?

Hast Du Dir schon mal ein Hühneraugenpflaster irgendwo hingeklebt? Oder ASS auf eine Warze gestrichen? Sowas macht man auch "ohne Betäubung".
Zuletzt geändert von SHierling am Mo Jun 09, 2008 9:57, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon gerd gerdsen » Do Jun 05, 2008 16:39

anfang der 80er jahre als vatern seinen laufstall gebaut hatte, haben wir an einem vormittag an 40 kühen die hörner abgesägt, das war eine riesensauerei .
krank wurde aber keine davon . ich möchte sowas nicht nochmal machen müssen . kälber enthornen ist dagegen pillepalle, das schmerzt nur in der sekunde des enthornens, danach nicht mehr .
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Beitragvon SHierling » Do Jun 05, 2008 17:33

Kenn ich auch, damals war das "in" und ich war grade in der Lehre, als der Lehrbetrieb auf enthornen umgestellt hat. 45 Kühe waren das damals, glaub ich, war aber nur bei einer einzigen davon blutig - man muß halt schnell genug sein mit der Drahtsäge und darf nicht stoppen zwischendurch, dann verschmilzt das Horn sofort und alles bleibt dicht. (Das war "Männerarbeit", ich brauchte bloß die Streichhölzer zu halten)
Bei der einzigen Kuh, bei der das Blut spritzte (echt, meterweit!), ist dann so ein Streichholz zum Einsatz gekommen, zurechtgeschnitzt und reingesteckt. Weiß ich noch genau, weil ich damals ziemlich entsetzt war - hat aber funktioniert und ist nichts und niemandem was passiert.

Ich glaub, heute würde ich nicht mehr enthornen. Lieber einen schönen, am besten fahrbaren Durchtreibe-Behandlungsstand, nett mit bißchen Hydraulik hier und da zum fixieren. Und untereinander sollen die sehen, wie sie zurechtkommen. Nach allem, was ich so im Lauf der Zeit beobachtet habe, und was es auch an Untersuchungen gibt, sind die behornten Herden untereinander friedlicher als die hornlosen - denen fehlt einfach ein Stück Körpersprache. Aber das hat man damals halt nicht so einschätzen können, es gab ja keine hornlosen Herden.
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Beitragvon NinaMaria » Sa Jun 07, 2008 18:36

SHierling hat geschrieben:Kannst Du mich jetzt aufklären, wieso Du meinst, Du müßtest das beurteilen und sogar Ratschläge geben, obwohl Du offenbar gar nicht weißt, wie ein Rinderhorn wächst?


Ich habe die Information von einem Tierarzt, der zumindest eine örtliche Betäubung in jedem Falle für wichtig hält. Ich bin froh, dass es Foren gibt, in denen sachlich diskutiert werden kann - ich werde gerne aufgeklärt.

lg NinaMaria
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Beitragvon DeadlyNightshade » Sa Jun 07, 2008 23:04

Ich bin zwar ganz neu hier (hallo ;) ), aber habe vermutlich mehr Rinder enthornt als die meisten hier zusammen ;)

Ohne Betaeubung ist immer schlecht, bei groesseren Hoernern braucht man dann unbedingt ein Fanggitter (kA wie das heir heisst) und es ist schlicht und einfach Tierquaelerei!

Aetzstifte sind soweit ich weiss nicht mehr erlaubt in der EU und schwer zu bekommen.

Bleibt das enthornen mit dem Gasenthorner.... unschoen und ohne lokale Anaesthesie extrem schmerzhaft.

Falls es noch irgendwo Aetzstifte gibt, waere ich ausgesprochen dankbar fuer eine Adresse

Bell
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Beitragvon SHierling » So Jun 08, 2008 6:56

Für die Kälber hatten wir die Diskussion schon an anderer Stelle:
http://www.landtreff.de/viewtopic.php?t=5757

Äftstifte für Kälber bekommt man ganz normal über den Handel, findet man auch bei google, sind in D allerdings inzwischen als "Exportartikel" gekennzeichnet weil die Zulassung zur Anwendung am Tier anscheinend weggefallen ist.
http://www.auvito.de/keyword_exportarti ... tails.html
http://www.arndt-europadiscount.de/shop ... nung_2.htm (da zweite Seite)

Ätzstifte mit Zulassung für Menschen gibts nach wie vor überall in in jeder Apotheke (AgNO3), um Warzen, wuchernde Haut etc wegzuätzen (natürlich auch ohne Betäubung). Andere Alternative auch für Menschen ist Salicylsäure zum Auftropfen, auch die ätzt die bestrichenen Hautstellen tief genug weg und ist zugelassen, da dauert der Ätzvorgang allerdings bis zu einer Woche - sowas kann man Kälbern natürlich nicht zumuten, das darf man nur bei Kindern machen. :?
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Beitragvon stedinger » Mo Jun 09, 2008 19:34

Das Enthornen von Rindern ist natürlich grundsätzlich nicht schön! In den meisten Fällen läßt es sich aber nicht vermeiden. Ich habe selbst viele verschiedene Methoden kennengelernt und bin der Meinung, daß das Enthornen von Kälbern mit einem dem Enthornungsgerät(und nicht mit einem Lötkolben?!?)die beste Methode ist. Das Kalb wird vernüftiger Weise mit Rompun/Xylaxin(2%) betäubt und blutet bei richtiger Durchführung auch überhaupt nicht. Auch scheinen die Tiere nach dem Aufwachen keine starken Schmerzen zu haben, da Saugkälber nach der Enthornung ganz normal saugen und auch ins Euter der Mutter stoßen.
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Beitragvon motorradbruder » Mo Jun 09, 2008 21:39

SHierling hat geschrieben:untereinander friedlicher als die hornlosen - denen fehlt einfach ein Stück Körpersprache. .


Wenn du mal einem behornten Bullen gegenüberstehst und lernst seine Körpersprache kennen, na dann, Gute Nacht.....
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Beitragvon DeadlyNightshade » Mo Jun 09, 2008 21:51

Hast Du Dich schon mal ordentlich verbrannt? Das tut wochenlang weh. Und im Sommer zieht es wunderbar die Fliegen an (hier oben wenigstens). Und mit Aetzstift prickelt es vielleicht einen Tag lang!

Hier ist Aetzstift illegal und die Bauern enthornen die Kaelber mit Gasdehorner, meist ohne Lokalanaesthesie, sehr unschoen.

Und was Freundlichkeit untereinander mit Hoernern angeht, kann ich hier das Gegenteil beweisen: ich habe hier immer wieder massive Verletzungen durch Hoerner

Bell
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