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Landwirtschaft aufgegeben, wird man dann komisch?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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71 Beiträge • Seite 1 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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Landwirtschaft aufgegeben, wird man dann komisch?

Beitragvon Frankenbauer » So Mai 26, 2013 20:36

Nachdem ich sowohl im richtigen Leben als auch hier im LT immer wieder auf Zeitgenossen treffe, die gerade erst oder schon länger die Landwirtschaft an den Nagel gehängt haben, die aber über ein so immenses Fachwissen verfügen, dass sie anderen noch wirtschaftenden die Welt erkären müssen hier meine Frage:
Ist das zwangsläufig so, dass man nach Aufgabe der Landwirtschaft komisch wird?
Konkretes Beispiel Nummer eins: Landwirtschaft schon mehr als zwanzig Jahre aufgegeben aber immer noch bei jeder Veranstaltung von LWA und Landhandel (dort lieber, da gibts Brotzeit), bei jeder Arbeit steht er einem im Weg, weil er Ratschläge austeilen will, jede ihm unbekannte Bewirtschaftungsweise wird im ganzen Landkreis breitgetreten, jeden Misserfolg bekommt jeder sofort mitgeteilt. Klappt alles, dann wird ausgerechnet, was man daran verdient hat, kauft oder baut man etwas kommt der Satz: Wenns nur gut tut!
Beispiel zwei: Sämtliches "Fachwissen" wird auf die Erfassung von "Fehlern" verwendet und diese immer zeitnah zur Anzeige gebracht, auch wenn vieles mittlerweile gute fachliche Praxis ist.
Postives Beispiel: Ein wirklich kompetenter Ex- Rinderhalter, der nur ungern aufgegeben hat, freut sich wie ein Kind, wenn man ihn um Rat oder bei Kalbungen um Hilfe bittet, der ist auch der beste Mentor bei der Auswahl der färsen und der angepaarten Bullen.
Mit sochen Exemplaren, wie eins und zwei wird das Zusammenleben immer weniger möglich. Die Erschließung neuer Geschäftszweige passiert mittlerweile an einem anderen Standort.
Muss so etwas sein? Kann ich, wenn meine privaten Umstände mir ein Weiterwirtschaften, warum auch immer unmöglich gemacht haben, nicht den der Weitermachen will wenigstens in Ruhe lassen?

Gruß

Werner
frech, frecher, FRÄNKISCH!
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Re: Landwirtschaft aufgegeben, wird man dann komisch?

Beitragvon Weinbauer » So Mai 26, 2013 20:50

das gibt es wohl in jeder branche. auch unter noch aktiven. die einen wissen (oder glauben) alles besser zu wissen. lass sie doch. keiner zwingt dich, sich nach deren ratschlägen zu richten.
ist auch nicht komisch.
Was dem Menschen dient zum Seichen, damit schafft er seinesgleichen. (Heinrich Heine)
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Re: Landwirtschaft aufgegeben, wird man dann komisch?

Beitragvon Kaninchen » So Mai 26, 2013 21:06

Ich denke, der Beruf des Landwirtes ist schon ein wenig besonders.
Wahrscheinlich ist es den Zeitgenossen sehr schwer gefallen, von der Landwirtschaft zu lassen. Sie leben immer noch nach dem Bauernkalender. :wink:
Ich denke, es gibt auch wenig Berufe, in denen das Privatleben so mit dem Beruf verknüpft ist. Landwirtschaft ist auch schon ein bißchen wie ne Obzession.
Grüßle,
Birgit
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Re: Landwirtschaft aufgegeben, wird man dann komisch?

Beitragvon Nordhesse » So Mai 26, 2013 21:40

Wenn die nicht mehr da sind fehlt einem auch was. :D Bei mir sind in den letzten Jahren die meisten Verpächter gestorben- also die , die noch auf den Flächen gewirtschaftet haben. War zwar manchmal etwas anstrengend, aber wenn gar keiner sich mehr interessiert....
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Re: Landwirtschaft aufgegeben, wird man dann komisch?

Beitragvon 4 zu 4 » So Mai 26, 2013 22:09

Jo Nordhesse, dann interessiert nur noch der Pachtpreis. Das Verhältnis wird anonymer, wenn es ein Heuschreck gibt, der Pachten jenseits von Gut und Böse zahlt, bekommt der den Dreck zum Ackern.

Wenn man die Landwirtschaft aufgibt, gibt man nicht als Neureicher Millionär auf, der durch die Landwirtschaft reich geworden ist, sowie mancher Firmenbesitzer, sondern weil es die Umstände erfordern oder anbieten. Wehmut ist natürlich dabei, man sieht aber die Dinge kritischer.
Es gibt auch noch andere Dinge im Leben, als nur Ackerbau und Viehzucht :mrgreen: :prost: :klug:
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Re: Landwirtschaft aufgegeben, wird man dann komisch?

Beitragvon automatix » Mo Mai 27, 2013 7:10

Fall 1 und 2 hab ich in einer Person und das ist mein Vater....
Mit familienfremden Ex Landwirten hab ich kein Problem.
Badaboom
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Re: Landwirtschaft aufgegeben, wird man dann komisch?

Beitragvon JORA » Mo Mai 27, 2013 8:19

Nordhesse hat geschrieben:Wenn die nicht mehr da sind fehlt einem auch was. :D Bei mir sind in den letzten Jahren die meisten Verpächter gestorben- also die , die noch auf den Flächen gewirtschaftet haben. War zwar manchmal etwas anstrengend, aber wenn gar keiner sich mehr interessiert....



Die Sofamelker sind nun weg, was jetzt kommt werden wir sehen. Der Anfang ist gemacht, aber billger ist es noch nicht geworden.
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Re: Landwirtschaft aufgegeben, wird man dann komisch?

Beitragvon Pralinchen66 » Mo Mai 27, 2013 10:35

Das hat vielleicht nichts mit dem ehemaligen Beruf zu tun. Es ist zum Einen sicher eine Charaktereigenschaft und zum Anderen mag es wohl auch am Alter liegen. Wenn Senioren nichts mehr zu tun haben, suchen sie sich Beschäftigung. Ganz schlimm - meine Schwiegermutter. :mrgreen:

Mein direkter Nachbar bewirtschaftet den Hof auch nicht mehr. Seit er im Rentenalter ist, ist ihm langweilig. Die Gesundheit macht auch nicht mehr gut mit, aber er tut noch was er kann. Er eggt und walzt meine Weide, wenn ich ihn darum bitte. Er senst auch die Stellen aus, wo man mit dem Mäher nicht hinkommt. Dabei nimmt er es nicht sooo genau, ob er bei sich oder bei mir zu Gange ist.
Als das losging mit Ratschlägen wie die Vorbesitzerin meines Hofes mit ihren Pferden umging, hab ich mal darauf hingewiesen, daß es mir egal ist was und wie sie das gemacht hat, ich mache es so wie ich das für richtig halte und gut ist es.
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Re: Landwirtschaft aufgegeben, wird man dann komisch?

Beitragvon Einhorn64 » Mo Mai 27, 2013 10:41

Hauptsächlich Charakter bedingt, so sind zb.
die besonders militanten Nichtraucher sind ja idr. ehemalige Kettenraucher.
Das läuft dann nach dem Motto:
Was ich nicht mehr darf/kann, soll gefälligst niemand anders dürfen!
"Wer sich im Geschichtsunterricht gefragt hat, wie man in den 1930ern in kurzer Zeit so viel Hass säen konnte, der kann nun live zuschauen."
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Re: Landwirtschaft aufgegeben, wird man dann komisch?

Beitragvon frank1973 » Mo Mai 27, 2013 17:34

automatix hat geschrieben:Fall 1 und 2 hab ich in einer Person und das ist mein Vater....
Mit familienfremden Ex Landwirten hab ich kein Problem.
Kenn ich irgendwoher.Ein Beispiel:Maisaussaat.4reihiges Monosem Gerät ohne Hydraulische Spuranzeiger.Wer die dinger kennt weiss wie schwer es ist die immer von Hand mit nem Strick zu betätigen.Hab dann vor 2-3 Jahren mal den Vorschlag gemacht die Hydraulisch zu machen was aber auf erheblichen wiederstand gestoßen ist.Für dieses Jahr war´s mir aber zu blöd und ich hab mir einfach zwei Zylinder bestellt.Als ich diese dann mit Farbe versehen habe kam der dienstälteste vom Hof zufällig in die Werkstatt und hat wieder angefangen herumzudiskutieren.Hab ihn kurzerhand rausgeworfen mit dem hinweis wenn´s ihm nicht passt kann er den Mais setzen.2 Tage später als ich die letzten handgriffe zum befestigen am Setzgerät gemacht hab kam mein Nachbar vorbei und hat gefragt was ich da mache,sagte mein Vater doch glatt:Ich hab schon lange mit dem Gedanken gespielt das so zu machen nun hat´s der Junior endlich umgesetzt. :gewitter: :gewitter: :gewitter: Tags später komme ich von der Frühschicht heim,traktor mitsamt setzgerät weg,als er nach Haus kam hat er doch gesagt wie schön das alles geht und warum "wir" das nicht früher gemacht haben.
Es gibt 3 Dinge die im Leben zählen:Schnelle Trecker,schnelle Mahlzeiten und schnelle Frauen. https://www.youtube.com/watch?v=toyN81wZzLw
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Re: Landwirtschaft aufgegeben, wird man dann komisch?

Beitragvon h-360 » Mo Mai 27, 2013 19:14

Hallo Frank wenn die Zahl im Nick dein Jahrgang ist musst du ja nicht Fragen sondern einfach machen. Meinst du, du darfst nochmal in den nächsten Jahren Maislegen? Jetz wo es viel einfacher geht? :D
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Re: Landwirtschaft aufgegeben, wird man dann komisch?

Beitragvon Milchtrinker » Mo Mai 27, 2013 20:00

@ Frank1973 ... direkt aus dem Leben absolut ungekürzt !!!
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Re: Landwirtschaft aufgegeben, wird man dann komisch?

Beitragvon frank1973 » Di Mai 28, 2013 14:01

h-360 hat geschrieben:Hallo Frank wenn die Zahl im Nick dein Jahrgang ist musst du ja nicht Fragen sondern einfach machen. Meinst du, du darfst nochmal in den nächsten Jahren Maislegen? Jetz wo es viel einfacher geht? :D
Mach ich sowieso.Hab in einem anderen Thema schon mal nen 2-Seiten-Luftkpper angesprochen den ich mir mal zur Ernte vor 2 Jahren ausgeliehen habe.Das ding war für meine Zwecke nämlich nur zum Maisfahren völlig ausreichend bzw. hat mir besser gefallen als meine zwei Ölkipper,mit nur einem Hänger bei der genossenschaft auf die Gosse fahren,absteigen,vordere Bordwand öffnen,7m weiter hinten die hintere Bordwand öffnen um die Ecke des Hängers herum die betätigung zum Kippen nach unten gedrückt und wenn der Kipper leer war den Hebel wieder losgelassen und die Bordwände wieder zu gemacht.Alles in allem keine 2 Minuten,nix mit ab und wieder aufsteigen vorfahren wie absteigen usw. ihr kennt das ja wahrscheinlich alle.Hab dann längere Zeit so einen Hänger gesucht,bin leztes Jahr 2000 km mit dem PKW durch Deutschland gefahren um ein paar anzuschauen,war aber alles nix.Vor drei wochen hab ich dann einen gefunden sage und schreibe 23km von mir weg.Hab mit meinem Vater vorher darüber gesprochen aber er hatte wieder so einige Argument dagegen.Mir egal bin hingefahren,das ding angeschaut und gekauft.Vom Grund her ein trotz des hohen Alters(Bj.1968) ein noch sehr gut erhaltener Hänger.Einzig die Bordwände müssen umgebaut werden aber das erledigt eine Werkstatt in der nähe zu einem angenehmen Preis.Als das ding dann auf dem Hof stand hab ich 2 mal komplett gekippt(ohne Traktor) und 2 Tage später konnte ich noch 2 mal kippen ohne daß ne Luftleitung angeschlossen war,als er das gesehen hat war der Hänger doch nicht mehr so schlecht.
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Re: Landwirtschaft aufgegeben, wird man dann komisch?

Beitragvon 4 zu 4 » Do Mai 30, 2013 10:15

Frankenbauer hat geschrieben:Ist das zwangsläufig so, dass man nach Aufgabe der Landwirtschaft komisch wird?

Jo, und wenn ich dann so lese, dass du mit deiner kleinen Nebenerwerbslandwirtschaft einen 300 000 € Schuppen brauchst, dann frage ich mich, werden manchen Nebenerwerbslandwirte immer verbissener?
Verbissener auf Investitionen in die Landwirtschaft.

Frankenbauer, ich rate dir an dieser Stelle nocheinmal. Spar dir diese 300 000 € und mach was sinnvolles. Investier das Geld in eine Immobilie oder schichte es in Bausparverträge um. Die kannst du dann deinen Kindern zukommen lassen, vergünstigte Bauspardarlehen werden, so nehme ich an, in Zukunft wieder interessanter. Die Niedrigzinsphase hält nicht ewig an.
Aufjedenfall, mach was Sinnvolles mit dem Geld. Weil sonst steht ihr irgendwann mal blöd vor dem öden Schuppen der 300 000 € gekostet hat :klug:
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Re: Landwirtschaft aufgegeben, wird man dann komisch?

Beitragvon SHierling » Do Mai 30, 2013 10:30

Nur mal so dazwischengefragt: Wie kommst Du eigentlich zu all Deinen Ratschlägen?
Selber machst Du eigentlich gar keinen sonderlich reichen oder glücklichen Eindruck.
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
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