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Landwirtschaftsbetrieb anmelden???

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Landwirtschaftsbetrieb anmelden???

Beitragvon durchstarter » Fr Sep 05, 2014 22:31

Mit den Zahlungsansprüchen für die Prämie musst aufpassen. Die werden nächstes Jahr neu vergeben. Der der das Feld bewirtschaftet, bekommt sie. Andernfalls musst sie teuer kaufen.[quote][/quote]
Ich dachte, dass dafür bereits die am 01.01.2014 bewirtschaftete Fläche maßgeblich ist? Oder liege ich da falsch? Wäre gut, denn ich habe seit diesem Herbst einige verpachtete Äcker wieder in eigenbewirtschaftung.
Bzgl. der Besteuerung habe ich noch einige Anmerkungen: Bei einer Bewirtschaftung unter 20 ha wird man pauschal nach bewirtschafteter Fläche besteuert §13a EstG. Man hat jedoch die Möglichkeit seinen Gewinn durch Bilanz bzw. EÜR zu ermitteln. Entstehen hierbei Verluste, kann es sein, dass das Finanzamt Liebhaberei unterstellt und ein Steuerbescheid unter dem Vorbehalt der Nachprüfung ergeht. Dann wird über einen langen Zeitraum geprüft, ob tatsächlich Gewinne erwirtschaftet werden, wobei dabei auch die stillen Reserven berücksichtigt werden müssen. Ich bin beruflich in der Steuerberatung landwirtschaftlicher Betriebe tätig und habe persönlich noch keinen Fall erlebt, bei dem bei einem Mandanten von mir Liebhaberei nachgewiesen werden konnte.
Völlig seperat davon ist Umsatzsteuer bzw. KFZ Steuer zu betrachten, wo es nicht, wie bei der Einkommensteuer, auf eine Gewinnerzielungsabsicht, sondern lediglich um eine Einnahmeerzielungsabsicht ankommt.
So kann beispielsweise ein Hobbylandwirt einen Schlepper für 50.000€ anschaffen, daraus die Vorsteuer holen und steuerfrei mit grüner Nummer faheren, obwohl er nur 1000€ Umsatz aus z.B. dem Verkauf von Streuobst erzielt und dies einkommensteuerrechtlich Liebhaberei ist, da die Gewinnerzielungsabsicht fehlt.
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Re: Landwirtschaftsbetrieb anmelden???

Beitragvon Fassi » Sa Sep 06, 2014 0:11

Vielleicht ein paar Rinder, Schafe, Ziegen, Sträuße???


Also rein aus vermarktungstechnischen Gründen gehen nur Rinder, noch. Denn dafür kommt Dir noch ein Händler rausgefahren. Ziegen und Sträuße gehen ausschließlich in Direktvermarktung, mit teilweise sehr hohen Zeitaufwand und auf jeden Fall sehr hohen Werbungsaufwand. Bei Sträußen kommt noch hinzu, dass deren Brut auch nicht wirklich einfach ist und hohe Anforderungen stellt (plus nen Metzger, der sie überhaupt schlachten kann).

Schafe sind grenzwertig, Händler kommt auch erst ab einer gewissen Stückzahl und das meistens auch nur bei Fleischschafen oder Merinos. Verkaufen geht also nur ab einer gewissen Größe oder wenn man einen Schäfer, an den man sich ranhängen kann. Bleibt also meistens bei kleiner Herde auch nur die Direktvermarktung und da s.o. Zusätzlich noch das Problem des Scherens und des Wolleverkaufs (gut kann man mit Dorpern umgehen, dafür hat aber uU standortbedingt dann andere Probleme bzw. mehr Arbeit). Die Deckungsbeiträge bei Schafhaltung sind aber idR negativ, preislich hat für ein lamm irgendwas um die 100€ +- (ca. 2€/kg) bei Händlervermarktung, fürs Altschaf ca. die Hälfte (0,5 bis 0,7€/kg). Eine Betriebsauswertung aus Brandenburg kam zu dem Ergebnis, dass die besten 25% der Schäfer im Betriebsergbenis noch unter den schlechtesten 25% der Mutterkuhhalter lagen. http://www.lms-beratung.de/upload/54/14 ... _20935.pdf an Seite 34. Ich würde heute nicht mehr mit Schafen anfangen, und wenn die Herde (wobei nach der reduzierung wäre Trupp die passendere Bezeichnugn) irgendwann mal verschwinden muss (Seuche, Unglücksfall usw), dann wird sie auch nicht mehr aufgebaut.

Gruß
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Landwirtschaftsbetrieb anmelden???

Beitragvon stamo » Sa Sep 06, 2014 7:52

tyr hat geschrieben:Rind: Fürs besamen gibts einen Besamer, der kommt auf den Hof und kümmert sich. Der kommt auch wieder, wenn´s nicht funktioniert hat. Und großes Geld verlangt der auch nicht, jedenfalls nicht, wenn Du nicht gerade Samen vom großen Körungsbullen haben willst, sindern Dir ein normaler Mast, oder Milchbulle, langt.
Und das Rinder einen umbringen, kommt eher selten vor, schon gar nicht wenn man klein anfängt, 2 werden noch handzahm, zweihundert dann nicht mehr^^


und was kostet der Besamer für 2 Rinder?
Dazu kommen noch Tierarztkosten für die Blutproben, außerdem am besten einen Behandlungsstand oder was zum Kühe fixieren, sonst kommt man nicht sicher an die Kühe ran. Außerdem ist die Rinderbürokratie deutlich größer.
Rinder müssen in diesem Fall zwingend handzahm sein, sonst geht's böse aus.
In letzter Zeit wurden relativ oft Menschen von Rindern umgebracht.

Schafe: unter Umständen hat der Fragesteller das Glück und einen Schlachter in der Nähe?

Fassi hat geschrieben:Zusätzlich noch das Problem des Scherens und des Wolleverkaufs (gut kann man mit Dorpern umgehen, dafür hat aber uU standortbedingt dann andere Probleme bzw. mehr Arbeit

Reine Dorper sind Mist, aber man bekommt locker für 50 Euro ein abhaarendes altes Haarschaf/Nolana/Dorper-Kreuzung und kann für kleines Geld eine Herde aufbauen.

Wichtig: Geld wird durch die Prämien gemacht, nicht über die Tiere. Ich halte den Aufwand, Schafe auf 2 ha zu halten deutlich geringer als bei Rindern. Denkt vor allem auch an die Winterhaltung - die Rinder machen alles zu Matsch, Schafe können draußen bleiben.
Zuletzt geändert von stamo am Sa Sep 06, 2014 8:08, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Landwirtschaftsbetrieb anmelden???

Beitragvon stamo » Sa Sep 06, 2014 7:58

das Geschäftsmodell von Tiny ist, Aufwuchs komplett verkaufen und Prämien absacken. Das ist sicher besser als Mutterkühe oder Schafe aber
-nicht nachhaltig, weil's irgendwann scheitert.

Muku oder Schafe halten den Kreislauf halbwegs geschlossen. Das geht lange gut. Evtl. gibt es Agrarumweltmaßnahmen auch nur bei Tierhaltung.
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Re: Landwirtschaftsbetrieb anmelden???

Beitragvon Fassi » Sa Sep 06, 2014 13:46

Ich halte den Aufwand, Schafe auf 2 ha zu halten deutlich geringer als bei Rindern.


Ich hab jetzt seit 4 Jahren zusätzlich zu den Schafen Pferde. Der Aufwand während der Weideperiode (ist ja durchaus mit Rindvieh vom Zaunbau vergleichbar) ist deutlich geringer als bei den Schafen, lediglich im Winter dreht sich die Sache, weil ich die Pferde nicht auf Tiefmist stellen kann. Im Bekanntenkreis hab ich mittlerweile 3 Personen, die von Schafen auf Rinder umgestellt haben. Und alle sind sich, unabhängig von einander, einig, dass die Rindviehhaltung wesentlich weniger Aufwand bedeutet wie die vorige Schafhaltung (und die Vermarktung einfacher geht).

Gruß
PS: 120kg Schafbock, der meint seine Deckherde zu verteidigen, sind auch nicht wirklich ungefährlich.
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Re: Landwirtschaftsbetrieb anmelden???

Beitragvon Scherwitzki » Mo Sep 08, 2014 11:13

Vielen Dank, dass Ihr alle versucht mir zu helfen!!!
Wenn es sich rechnet bzw. wenn es Sinn macht, würde ich mir gern ein paar kleine Kälber holen und diese nach 1 ½ Jahren verkaufen. Bevor ich Kälber selbst züchte, möchte ich erst noch ein paar Erfahrungen sammeln…
Welche Kosten für Tierarzt usw. kommen während der 1 ½ Jahre pro Kalb auf mich zu?
Wohin wende ich mich dann am besten, wenn ich meine Rinder verkaufen will?
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Re: Landwirtschaftsbetrieb anmelden???

Beitragvon Tinyburli » Mo Sep 08, 2014 11:44

Mein Nachbar hat seine Niesche gefunden:

http://leimbachhof.de/?page=neues
Mit freundlichen Grüssen
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Re: Landwirtschaftsbetrieb anmelden???

Beitragvon Scherwitzki » Mo Sep 08, 2014 13:32

Mit „rechnen“ habe ich nur gemeint, dass wenn ich ein Rind nach 1 ½ Jahren für eine Summe X verkaufe, dann noch alle Nebenkosten (Tierarzt) und Anschaffung Kalb abziehe, dass dann noch ein paar Euro hängen bleiben…

Ich hatte eigentlich geplant die Tiere ganzjährig auf der Weide zu lassen (natürlich mit einen ordentlichen Unterstand in dem Sie nicht nass werden und frieren müssen, wo Sie auch Futter und Wasser bekommen). Auf diese Art hätte ich, um erst mal ein Feeling für das Ganze zu bekommen, relativ wenig Arbeit. Wenn ich zwei Mal am Tag eine Kuh melken muss, sieht es dann schon anders aus…
Ich will halt erst mal kleine Brötchen backen. 
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Re: Landwirtschaftsbetrieb anmelden???

Beitragvon kaltblutreiter » Mi Sep 10, 2014 13:58

Wenn Du Dir Kälber holen willst, mußt Du am Anfang mindestens Milchaustauscher (MAT) füttern, besser noch Vollmilch. Nur mit Gras und Wasser wirst Du da nix. Ich hab gestern erst wieder solche Jammergestalten gesehen, die angeblich sogar mit MAT gefüttert wurden. Da hats mir gegraust.

Wenn man mit Rindern jeden Tag Umgang hat (und ich meine auch Umgang - i. S. v. führen und Gehorsamkeitserziehung), bestenfalls noch melkt und sie wenigstens nachts über anbindet, dann sind sie händelbar und stellen im Normalfall keine Gefahr dar. Wer's nicht glaubt, kann mich gerne besuchen. Das setzt aber auch voraus, daß man in der Körpersprache und generell im Verhalten von Rindern bewandert ist und nicht unbedarft rangeht.

Was ich damit sagen will: Wenn Du Dir Rinder zulegen willst, dann nimm - wie von Tyr empfohlen - trächtige Färsen oder Kühe und achte darauf, daß sie halfterführig sind und/oder aus Milchviehhaltung kommen. Allerdings nun auch wieder nicht unbedingt die Schwarzbunten, denn da kriegst Du die Milch nicht unter. Um das Kalb dann dran saugen zu lassen, geben die viel zu viel. Und wenn Du anfangen willst zu melken, brauchst Du auch erst wieder Technik dafür... Außerdem kriegst Du die schwarzbunten Kälber zur Zeit so schlecht los, daß Du fast noch was dazugeben mußt, damit sie Dir einer abnimmt.

Man kann auch durchaus Färsen oder Kühe aus einer Herde selber halfterführig machen. Das setzt aber die baulichen Gegebenheiten voraus (z. B. kein Ausreißen möglich) und ein STABILES Kettenhalfter mit Trecker statt Mensch am anderen Ende.Und zumindest das Angebundensein müssen diese Tiere schon kennen. Außerdem würde ich das niemals jemandem raten, der keine Erfahrung im Umgang mit Rindern hat.
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