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Lebensmittelverschwendung

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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92 Beiträge • Seite 6 von 7 • 1 ... 3, 4, 5, 6, 7
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Re: Lebensmittelverschwendung

Beitragvon Rumpsteak » Di Apr 17, 2012 10:08

Ich weiß nicht welche Du hast ich weiß nur dass ich mich auf die offiziellen Verbaucher "Verarschungsstatistiken" nicht verlassen kann und will. Für solche Statistiken haben wir hier einen anderen Experten, den wirst Du aber auch nich belehren können er weiß es sowieso besser. Und SO stark wie er es gerne hätte ist es sowieso nicht..vor allem hat das wohl andere Gründe als das Gesundheitsbewusstsein der Verbraucher.. :lol:
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Re: Lebensmittelverschwendung

Beitragvon forenkobold » Di Apr 17, 2012 10:16

Aber irgendwo drauf mußt Du doch diese Aussage stützen:
In Deutschland bzw Europa geht der Fleischverbrauch pro Kopf tatsächlich (leicht!) zurück.

Bauchgefühl reicht nicht.
Zumindest die Schlachtzahlen sind amtlich erfasst..
OB und WO das erschlachtete Fleisch dann gegessen wird, allerding ´nicht.
Lies mal Deine PN.. dann weißt Du welche Statistiken ich hab und brauchst nicht hier zu spekulieren.
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Re: Lebensmittelverschwendung

Beitragvon Rumpsteak » Di Apr 17, 2012 10:27

DAS ist ja der Punkt. Geschlachtet und produziert wird bei uns in Deutschland soviel wie nie, allerdings geht der Großteil davon hinaus in die weite Welt vor allem die Chinesen haben unsere Produkte für sich entdeckt. Der Pro Kopf Verbrauch an sich ist bei uns in Deutschland/Europa aber relativ gering und ging teilweise (!) auch zurück. Vieleicht kann Tooom Dir ja mal ein paar genau Zahlen geben :lol: :roll:.

So gesehen stimmt es nur bedingt was Tooom da von sich gibt. Der Pro-Kopf Verzehr von Fleisch in Deutschland und Europa ging in den letzten Jahren zurück bzw blieb stabil. Die NACHFRAGE an Fleisch und Wurstwaren der Welt ist aber so hoch wie nie..auch wenn Tooom das nicht so sehen will.
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Re: Lebensmittelverschwendung

Beitragvon Hauke schidt » Di Apr 17, 2012 11:27

tyr hat geschrieben:Der Rest der Welt kann nicht, auch Afrika nicht, und sollte auch nicht, durch Europa ernährt werden, das müssen die Afrikaner und der Rest selber tun.


Für mich entsteht eher der Eindruck, die ärmeren Länder ernähren uns und//oder sie sichern unseren Wohlstand.

Kaffee, Kakao, Tee, Vanille, Kokusnuss, Ölkuchen Teakholz, Palisanderholz, Erdöl ............. alles Produkte, die wir importieren. Die Entwicklungshilfe, die wir so barmherzig leisten, steht dabei in einem eher schlechtem Verhältnis.
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Re: Lebensmittelverschwendung

Beitragvon H.B. » Di Apr 17, 2012 12:51

Und Palmfett hast du vergessen. Die können ja auch nicht die Afrikaner ernähren - womit sollten die es denn bezahlen? Produktion kostet.
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Re: Lebensmittelverschwendung

Beitragvon Cordula Schröder » Di Apr 17, 2012 14:04

Die ärmeren Länder können sich nicht selbst versorgen, weil es Wetten auf Weizen etc. gibt, die die Preise künstlich in die Höhe treiben.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/w ... s-1.988590
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Re: Lebensmittelverschwendung

Beitragvon JohnDeere3040 » Di Apr 17, 2012 14:11

Cordula Schröder hat geschrieben:Die ärmeren Länder können sich nicht selbst versorgen, weil es Wetten auf Weizen etc. gibt, die die Preise künstlich in die Höhe treiben.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/w ... s-1.988590

Ich dachte immer die Lebensmittel sind zu billig, irgendwie muss man sich mal festlegen :roll:
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Re: Lebensmittelverschwendung

Beitragvon forenkobold » Di Apr 17, 2012 15:44

Cordula Schröder hat geschrieben:Die ärmeren Länder können sich nicht selbst versorgen, weil es Wetten auf Weizen etc. gibt, die die Preise künstlich in die Höhe treiben.

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaft/w ... s-1.988590


Ja.. selbst "kluge" Wirtschaftsredakteure der Süddeutschen zeichnen sich dadurch aus, dass sie KEINE Ahnung von der Realität haben. Der Einfluß der Spekulanten auf die Werte realer Ware ist äußerst gering.
Virtuellen Weizen kann der Erzeuger genausowenig verkaufen wie er den Bedürftigen satt macht. Wenn jemand reale Ware produziert, dann will er auch reale Ware verkaufen. Und wenn niemand bereit oder in der Lage ist, die fiktiven Spekulantenpreise zu bezahlen, dann bleibt er auf der Ware hocken. Die zeitnahen Börsennotierungen orientieren sich fast zu 100% an dem durch vorhandener Angebotsmenge und aktueller Nachfrage generierten Preis für reale Ware.
Die Spekulationen und Wetten werden auf Futures gemacht.. auf Notierungen zu einem bestimmten Zeitpunkt. Und auch zu diesem bestimten Zeitpunkt werden die Notierungen am realen Markt kreiert. Die Börsianer haben bei Rohstoffen weitaus weniger Chancen auf Beeinflussung des Marktes als sie es etwa bei Wertpapieren haben.
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Re: Lebensmittelverschwendung

Beitragvon forenkobold » Di Apr 17, 2012 15:55

JohnDeere3040 hat geschrieben: Ich dachte immer die Lebensmittel sind zu billig, irgendwie muss man sich mal festlegen :roll:


MERKE:

Der Industriestaatler und da vor Allem der Landwirt und von diesen vor ALLEM der DEUTSCHE Landwirt ist PRINZIPIELL am Elend der Dritten welt schuld. Gründe:

1. Er verkauft zu billig. Der Kameruner Bauer bekommt seine zu 80 cent/Liter produzierte Milch nimmer an seine Mitbürger mit 100 Euro Monatslohn los. Es lohnt sich nicht, zu produzieren.
2. Er verkauft zu teuer. Der Kameruner Mitbürger kann sich die teuren Lebensmittel nimmer leisten und der Kameruner Bauer verkauft lieber auf dem Weltmarkt als an seine Landsleute
3. Er produziert Überschüsse, und dumpt sie auf den Weltmarkt
4. Er wirft Pfllnazen in Biogasanlagen, während arme Afrikaner verhungern
5. auf seine Flächen regnet Wasser, damit dort Futterpflanzen wachsen, während in der Sahelzone die Leute verdursten
6. ER fährt nen Schlepper mit Klimaanlage während der Afrikaner mochj seine Frau vor den Pflug spannt
7.-10000. = alles genauso schlimm.
PFUI.. Asche über unser Haupt!
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Re: Lebensmittelverschwendung

Beitragvon H.B. » Di Apr 17, 2012 21:00

Cordula Schröder hat geschrieben:Die ärmeren Länder können sich nicht selbst versorgen, weil es Wetten auf Weizen etc. gibt, die die Preise künstlich in die Höhe treiben.

Aha, das wussten wir nicht. Natürlich können wir durch das Nachplappern von Campaigner-Diarrhoe dazulernen. Ist denn der Weizen zu teuer oder zu billig, daß es für sie nicht lohnt, ebenfalls welchen anzbauen?

Wir sind immernoch auf der Suche nach dem Deppen, der diesen Schwachsinn vor 40 Jahren in die Welt gesetzt hat. Hoffentlich hat ihn inzwischen das Zeitliche gesegnet.
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Re: Lebensmittelverschwendung

Beitragvon meyer wie mueller » Mi Apr 18, 2012 7:34

Hallo

nur ein paar Aspekte zur Aussage, dass sich die Drittweltländer nicht selbst mit Nahrungsmitteln versorgen können und dass es deshalb zu Nahrungsmittelunterversorgung der Bevölkerung kommt.

- Die zu geringe Produktion von Nahrungsmitteln hat hauptsächlich politische Gründe. Die Rahmenbedingungen stimmen einfach nicht.
- Bauern haben oft keine Landtitel. Es gibt oft kein Grundbuch. Deshalb werden Bauern von ihrem Land vertrieben, wo sie Subsidienzwirtschaft betreiben (d.h. für den eigenen Verbrauch anbauen und eventuelle Überschüsse vermarkten)
- Das herrenlose Land wird an Großinvestoren verkauft (korrupte Politiker füllen sich damit die Taschen). Diese Großinvestoren produzieren natürlich das, was den höchsten Gewinn verspricht, und nicht Lebensmittel für die jetzt besitzlosen ehemaligen Bauern, die sich teure Lebensmittel sowieso nicht leisten können. Die Großinvestoren kommen oft aus China (Staatsfirmen) und produzieren dann für das eigene Land. Andere produzieren eben Palmöl, Kakao, Kaffee oder hochpreisige Grundstoffe für Genussmittel (wovon die Politiker wieder was für sich abzweigen)
- wenn die heimische Bevölkerung immer weniger für Lebensmittel ausgeben kann, dann schrumpft auch der Markt für heimische Produkte und für die verbliebenen Kleinbauern lohnt sich die Produktion nicht mehr.
- Ein Kleinbauer in einem Entwicklungsland kann oft auch nicht mit den Weltmarktpreisen konkurrieren. Politisch unterstützt wird die Überproduktion in die Märkte der armen Länder gepresst.
- In Folge sinkt die heimische Lebensmittelproduktion.
- Da Bauern von der Bauernarbeit nicht mehr leben können, verstärkt sich die Landflucht. Einen kleinen Teil dieser Wanderungsbewegung bekommen wir als „Wirtschaftsflüchtlinge und Scheinasylanten“ ab
- Dieser selbstverstärkende Kreislauf wird noch mal beschleunigt durch „Hungerhilfen“ und dadurch, dass die Lebensmittelpreise dem Einkommen der Armen zwangsangepasst werden.

Noch mal: Die Lebensmittelunterproduktion in armen Ländern ist politisch verursacht, da eine Eigenversorgung des Landes kein politisches Ziel ist. Im Gegenteil: Hunger und die Abhängigkeit von (Staats-)Almosen ist ein Machtinstrument. Beispiel: Das ehemalige Rhodesien. Anhänger der politischen Opposition und Angehörige des falschen Stammes werden ausgehungert und wirtschaftlich vernichtet. Die regierende Gruppe hat keinen Vorteil oder Nutzen von dem Wohlergehen des ganzen Volks. Hunger ist politisch erwünscht!

Zudem: Solange die herrschende Gruppe mehr vom Export von billigen Plantagenprodukten profitiert als von der Versorgung der eigenen Bevölkerung, wird sich am Hunger in der Welt nichts ändern. Und wenn wir in den reichen Ländern die produzierten Lebensmittel effektiver nutzen, wird hier die Überproduktion noch weiter steigen und damit der Druck auf den Weltmarkt und die Verdrängung von „ineffizient produzierenden Kleinbauern“.

These: Es werden nicht zu wenige Nahrungsmittel produziert, sondern die Armen verdienen zu wenig, um sich die Nahrungsmittel kaufen zu können. Eine Absenkung der Nahrungsmittelpreise verstärkt die Misere nur noch.
These 2: Lebensmittelverschwendung in reichen Ländern ist ein Symptom der globalen Fehlsteuerung und der falschen Anreize. Die Verschwendung ist indirekt ein Regulativ der Überproduktion und begrenzt den Hunger in der dritten Welt

Gruß
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Re: Lebensmittelverschwendung

Beitragvon meyer wie mueller » Mi Apr 18, 2012 10:48

Jawohl: Unsere Lebensmittelverschwendung nimmt Druck aus dem Markt. Damit werden nicht noch mehr Lebensmittel zu Dumpingpreisen in den Markt gepresst und machen somit den Kleinstbauern in der Dritten Welt nicht noch mehr Konkurrenz, bzw. machen die Produktion in den Ländern nicht noch unrentabler. Je mehr Kleinbaueren sich selbst versorgen können, umso weniger Leute leiden Hunger.

Das ist wie auf dem Milchmarkt:
Wenn man eine Überproduktion hat, dann sinken die Erzeugerpreise. Damit machen dann Betriebe pleite. Diese Bauern haben dann kein Einkommen mehr aus der Landwirtschaft. Man kann also
A) Milch beim Erzeuger wegschütten oder
B) die Verbraucher zu Mehrverbrauch anregen. Mehr fressen und Saufen könne die Leute nicht mehr. Also kann man dafür sorgen, dass mehr weggeschmissen wird.
Dann gibt es wieder faire Erzeugerpreise und nicht nur die großen Betriebe mit der größeren "Serienlänge" in der Produktion können überleben.

Überproduktion macht die weniger effizienten Erzeuger kaputt. Also muss man die Überproduktion begrenzen oder den Verbrauch ankurbeln, wenn man die "kleinen Betriebe" erhalten will. Somit ist di Verschwendung bei uns eine Chance für die lokalen Landwirte in der Dritten Welt. Je mehr lokale Produktion, umso mehr Leute mit Einkommen, und umso weniger Hunger.


Gruß
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Re: Lebensmittelverschwendung

Beitragvon Justice » Mi Apr 18, 2012 10:54

Mann kann den Verbraucher nicht dazu animieren, mehr zum wegwerfen zu kaufen.

Wir können doch nicht wertvolle Resourcen vernichten, nur damit wir etwas wegwerfen.
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Re: Lebensmittelverschwendung

Beitragvon Cairon » Mi Apr 18, 2012 11:05

Ich habe gerade auch richtig Lebensmittel verschwendet. Ich habe 18 Tonnen beste Kartoffeln (Vineta 60+) zum verfüttern gefahren. Aber soll ich machen, wenn keiner mehlige Übergrößen essen möchte. Und da es ja offensichtlich eh zu viele Lebensmittel gibt, werde erzieherisch tätig werden und statt 5 ha Kartoffeln, 5 ha Mais für die Biogasanlage anbauen.
Halb acht, halb neun, es wird schon heller,
Der Vater reitet immer schneller,
Erreicht den Hof mit Müh und Not,
Der Knabe lebt, das Pferd ist tot.
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