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LsV die II.

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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Re: LsV die II.

Beitragvon Isarland » Sa Sep 19, 2020 20:03

langholzbauer hat geschrieben:Striegeln geht mit 5l DK/Durchgang/ ha und weniger.
Aber die gesamte Energiebilanz über teilweise mehrmaliges Pflügen/Jahr
über den Aufwand und die Sickerverluste bei Kopostherstellung bis hin zu Erzeugung und Transport von Zukauffutter, weil in Extremjahren kein Griff in den Düngersack möglich ist, wird nur äuserst selten offengelegt.
Da gibt es Bio-Marktfruchtbetriebe, die 2 Jahre Kleegas anbauen, silieren und dann damit düngen, nur um ihren Weizen ordentlich versorgen zu können...
Das kann sicher nicht der Weisheit letzter Schluss sein!

Ich habe nichts gegen Bio.
Aber alle sollten ehrlich und mit realen Zahlen argumentieren.
Dieser oben erwähnte Beitrag stellt es so dar, als ob in ganz D. ständig überdüngt worden wäre. Und das ist einfach nur unsachliche Hetze gegen den Bauernstand, der durch hochwertige bllige Lebensmittel einen erheblichen Anteil zum aktuellen Wohlstand der ganzen Nation beigetragen hat und das täglich tut!


Ich predige schon ewig.....Bio ohne Tierhaltung ist Murks. Wir haben 1,9 GV /ha. und gut Mist und Gülle. Auf Grund unseres Standorts im südl. Obb. hatten wir selbst in den letzten Trockenjahren keine Probleme mit zu wenig Futter.
Der Zukauf jedes Jahr beschränkt sich auf 50t.Kartoffelpülpe.
Die mir bekannten viehlosen Biobetriebe tauschen Kleegras gegen Mist/Gülle. Das macht nur bei kurzen Entfernungen Sinn. Es handelt sich aber um Kartoffelbauern, die ihre Kartoffeln direkt vermarkten.
Die rasant voranschreitende allgemeine Verblödung löst bei mir Angst und Schrecken aus.
O-Ton "Lisa Fizz"
O Herr, verschone uns vor bösen Geistern, den Blöden und den Grünen.
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Re: LsV die II.

Beitragvon langholzbauer » Sa Sep 19, 2020 21:04

Ich gönne es Dir wirklich!
Aber nicht jeder hat so kurze Wege zu zahlungsstarker Kundschaft, wie Du.
Was kostet Bio- Kartoffelpülpe?
Bauer aus Leidenschaft für Land und Wald...
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Re: LsV die II.

Beitragvon DWEWT » So Sep 20, 2020 6:39

Isarland hat geschrieben:
Pro ha striegeln 80ltr. Diesel.? Jetzt wirds lächerlich.....


Der N-Saldo liegt z.Zt. bei ca. 80kgN/ha/Jahr. Würde nur auf Entzug gedüngt, könnte man sich 80kg N-Dünger sparen. 80kg mineral. N entspricht dem Energieäquivalent von 80l Diesel! Zu hoch?
Zuletzt geändert von DWEWT am So Sep 20, 2020 7:06, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: LsV die II.

Beitragvon DWEWT » So Sep 20, 2020 6:42

LUV4.0 hat geschrieben:Was genau ist an einer Bedarfsgerechten Düngung ineffizient?


Weil die konv. Landwirtschaft derzeit im Schnitt 80kgN/ha über Bedarf düngt. Das nämlich besagt der N-Saldo! Was ist daran effizient?
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Re: LsV die II.

Beitragvon DWEWT » So Sep 20, 2020 6:44

langholzbauer hat geschrieben:Aber die gesamte Energiebilanz über teilweise mehrmaliges Pflügen/Jahr


Aus welchem Grunde sollte das geschehen? Oder rechnest du das Schälen zum Pflügen? Dann allerdings hast du diese beiden sehr unterschiedlichen Arbeitsgänge nicht verstanden!
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Re: LsV die II.

Beitragvon DWEWT » So Sep 20, 2020 6:53

langholzbauer hat geschrieben:Dieser oben erwähnte Beitrag stellt es so dar, als ob in ganz D. ständig überdüngt worden wäre. Und das ist einfach nur unsachliche Hetze gegen den Bauernstand, der durch hochwertige bllige Lebensmittel einen erheblichen Anteil zum aktuellen Wohlstand der ganzen Nation beigetragen hat und das täglich tut!


Der N-Saldo ist ein Wert, der durchschnittlich für jeden ha LF in D. gilt. D.h., es kann sein, dass ein Teil der Fläche keinen Negativsaldo aufweist und ein anderer Teil einen noch höheren.
Bauernstand? In welchem Jahrhundert lebst du denn? Werden jetzt auch wieder die traditionsüberladenen Begriffe hervorgekramt, um an alte Zeiten anzuknüpfen zu können? :lol: Landwirtschaft ist ein Wirtschaftsbereich.
Es scheint so zu sein, dass nicht wenigen aus unserer Branche der Umgang mit der Realität noch immer reichlich Probleme bereitet.
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Re: LsV die II.

Beitragvon LUV4.0 » So Sep 20, 2020 7:47

DWEWT hat geschrieben:
LUV4.0 hat geschrieben:Was genau ist an einer Bedarfsgerechten Düngung ineffizient?


Weil die konv. Landwirtschaft derzeit im Schnitt 80kgN/ha über Bedarf düngt. Das nämlich besagt der N-Saldo! Was ist daran effizient?



Im Schnitt..soso. Das macht natürlich die gesamte Düngung der konvi Landwirtschaft ineffizient. Wir sind im Schnitt vermutlich auch alle Brunnenvergifter.

Alles schön und gut...macht eine Düngung unter dem tatsächlichen Bedarf aber immer noch nicht effizient!
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Re: LsV die II.

Beitragvon DWEWT » So Sep 20, 2020 7:52

LUV4.0 hat geschrieben:
Alles schön und gut...macht eine Düngung unter dem tatsächlichen Bedarf aber immer noch nicht effizient!


Dann definiere doch bitte mal den tatsächlichen Bedarf.
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Re: LsV die II.

Beitragvon Estomil » So Sep 20, 2020 8:01

DWEWT hat geschrieben:
Isarland hat geschrieben:
Pro ha striegeln 80ltr. Diesel.? Jetzt wirds lächerlich.....


Der N-Saldo liegt z.Zt. bei ca. 80kgN/ha/Jahr. Würde nur auf Entzug gedüngt, könnte man sich 80kg N-Dünger sparen. 80kg mineral. N entspricht dem Energieäquivalent von 80l Diesel! Zu hoch?


Deine 80kg n Saldo beinhalten den gesamten Stickstoff Anfall Deutschlands.
Das kommt aber ja nicht auf den acker. Denn darin enthalten sind alle Arten von unvermeidlichen verlusten. Ammoniak, Lachgas und auch und alle andern Verluste die unvermeidbar sind.
Deswegen darf man bei der Betriebsbilanz auch 180kg Überschuss haben und ist dann immernoch im grünen Bereich.
Nach der Rechnung düngen wir in Deutschland somit 100kg Zuwenig pro ha!
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Re: LsV die II.

Beitragvon Todde » So Sep 20, 2020 8:50

Estomil hat geschrieben:
DWEWT hat geschrieben:
Isarland hat geschrieben:
Pro ha striegeln 80ltr. Diesel.? Jetzt wirds lächerlich.....


Der N-Saldo liegt z.Zt. bei ca. 80kgN/ha/Jahr. Würde nur auf Entzug gedüngt, könnte man sich 80kg N-Dünger sparen. 80kg mineral. N entspricht dem Energieäquivalent von 80l Diesel! Zu hoch?


Deine 80kg n Saldo beinhalten den gesamten Stickstoff Anfall Deutschlands.
Das kommt aber ja nicht auf den acker. Denn darin enthalten sind alle Arten von unvermeidlichen verlusten. Ammoniak, Lachgas und auch und alle andern Verluste die unvermeidbar sind.
Deswegen darf man bei der Betriebsbilanz auch 180kg Überschuss haben und ist dann immernoch im grünen Bereich.
Nach der Rechnung düngen wir in Deutschland somit 100kg Zuwenig pro ha!


Gib Dir keine Mühe, dass wurde ihm schon öfters versucht zu erklären, er beharrt auf irreführenden Zahlen.
Das Stickstoff von vielen Quellen abgebaut oder benötigt wird, interessiert ihn auch nicht.
Das Volk der Ukrainer verteidigt die Freiheit Europas
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Re: LsV die II.

Beitragvon LUV4.0 » So Sep 20, 2020 9:46

DWEWT hat geschrieben:
LUV4.0 hat geschrieben:
Alles schön und gut...macht eine Düngung unter dem tatsächlichen Bedarf aber immer noch nicht effizient!


Dann definiere doch bitte mal den tatsächlichen Bedarf.



Für welche Flächen denn? Ich kenne mich nur auf meinen aus. Bei dir ist das offensichtlich anders. Also erkläre mir doch einfach, wieso ich ineffizient dünge und wie viel weniger ich düngen sollte.

Wieso überhaupt unter dem Bedarf düngen? Dass zu viel ineffizient ist leuchtet mir ein. Ein bisschen weiß ich ja auch..vielleicht nicht so viel wie die Fachfremden Userinnen hier..das mag sein.

Danke schon mal für die Aufklärung :prost:.
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Re: LsV die II.

Beitragvon germane » So Sep 20, 2020 10:28

langholzbauer hat geschrieben:über den Aufwand und die Sickerverluste bei Kopostherstellung


Es gast auch ne Menge aus. U. a. als Lachgas!
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Re: LsV die II.

Beitragvon DWEWT » So Sep 20, 2020 11:15

LUV4.0 hat geschrieben:

Für welche Flächen denn?


Ich hatte darum gebeten, dass du den "Bedarf" definierst, nicht dass du ihn berechnest! Die Definition ist für alle Böden, für alle Kulturen und für alle Standorte zunächst mal gleich. Was gehört also zum "Bedarf"?
Estomil hat schon einige Faktoren genannt. Ob diese Verlustfaktoren wirklich unvermeidbar sind, müsste noch beleuchtet werden.
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Re: LsV die II.

Beitragvon DWEWT » So Sep 20, 2020 11:26

meyenburg1975 hat geschrieben:
Wenn man bedenkt, dass Bio z Zt. etwa die Hälfte an Ertrag bringt ist der errechnete Dieseläquivalent gut angelegt.


Wenn man bedenkt, dass über 30% der Lebensmittel gar nicht ihrer Funktion zugeführt werden und dass was billig ist auch mal schnell weggeworfen wird, dann ist die energetisch Differenz wohl noch viel größer. Wenn man dann noch bedenkt, dass es zumindest EU-weit eine absolute Überproduktion gibt, weil alle ldw. Betriebe glauben eine Bestandsgarantie zu haben und die Politik nicht zum direkten rationalen Handeln bereit ist, vergrößert sich die Differenz noch einmal. :wink:
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Re: LsV die II.

Beitragvon Ferengi » So Sep 20, 2020 11:39

Dann kann auch gegenrechnen wieviel mehr an Lebensmitteln im Biolandbau dem Schädlingsdruck zum Opfer fallen.

Letzten Endes lachen sich die Politiker aber kaputt darüber,
das sich Bios und Konvis in Scharmützel gegeneinader verwickeln, anstatt die Probleme gemeinsam in Brüssel zu suchen. :roll: :roll:
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