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Milchgipfel Mai 2016 - Wohl für die Toilette

Hier hat alles Platz was mit Agrarpolitik und drumherum zu tun hat.
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Re: Milchgipfel Mai 2016 - Wohl für die Toilette

Beitragvon Todde » Di Mai 31, 2016 22:22

Einhorn64 hat geschrieben:
Manfred hat geschrieben:Ich denke nur, die sind alle etwas zu großrahmig für das, was wir eigentlich bräuchten. Evtl. könnte man da Kiwis einkreuzen.

Und dann mit den Bullenkälbern das gleiche machen wie in NZ?
Das wäre für die Tierrechtler und schützer ein gefundenes Fressen...


Die Masse der Bullenkälber geht als Kalb nach Frankreich, wenn Einzelbetriebe was anderes machen dann ist das was für SternTV und die Tierrechtler...
Aber selbst Landwirte glauben diesen Schund.
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Re: Milchgipfel Mai 2016 - Wohl für die Toilette

Beitragvon marius » Mi Jun 01, 2016 8:31

Fassi hat geschrieben:
Somit gibts auch keinen Grund für sinkende Pachtpreise.


Doch. Ist nur noch ein Bauer in zig Gemarkungen übrig, kannst Du seinen Pachtpreis akzeptieren, oder selber Deine Flächen bewirtschaften. Warum sollte er für meintwegen 1% (oder eher weniger) seiner Pachtfläche hohe Summen bezahlen? Die Verpächter sind ja quasi alternativlos. Frag doch mal nen Landbesitzer in den neuen Bundesländern nach ihren Verhandlungspositionen bei Pachtverträgen. Hierum wirds bei einigen Flächen sogar normal, dass der Besitzer dafür bezahlt, dass die Fläche kein Wald wird.

Gruß


Die Pachtpreise werden im Schnitt deutlich steigen, ausgenommen Hochpreisgebiete mit über 1000 Euro / ha.
Das hat mehrere Gründe. Zudem finden sich im Radius von 10-15 km immer mehrere Pächter die Interesse haben und pachten werden.
Der Haupttreiber der Pachtpreise werden jedoch Umweltprogramme sein. In Deutschland muss bis ca 2030 um die Klimaziele der EU zu erfüllen rund die Hälfte der Rinder abgeschafft werden, sonst drohen saftige Strafen.
Dann das Nitratproblem. Die Wasserwirtschaftsämter machen enormen Druck das die Düngungsvorschriften in Deutschland drastisch verschärft werden. Bedeutet : deutlich weniger Gv / ha.
Zudem wird die Eu aufgrund der Überproduktionen die Subventionen aus der konventionellen Landwirtschaft abziehen, hin zu Umweltprogrammen. Das selbe national.
Ich glaube in Bayern und einigen anderen Bundesländer gibt es für Grünland mit Wiesenbrüterprogramm, Schnittzeitpunktauflage und Düngeverzicht incl der normalen Fächenprämie 700 oder 800 Euro / ha an Prämien und das Pferdeheu kann er auch noch verkaufen oder verschenken.
Da werden kaum die Pachtpreise auf 300 Euro / ha sinken.

Und der Staat, EU sowie die Steuerzahler sind gerne bereit ihre Steuergelder in Naturschutz.- und Umweltprogramme zu stecken, nicht jedoch in weitere Überproduktionen wie in Stallbauten oder in Flächenprämien für die koventionelle Landwirtschaft. Diese Gelder werden sicher auslaufen.

Das alles lässt nur einen Schluss zu : Es wird aufgrund des Grundwasserschutzes, Naturschutzprogramme, pro KW Biogas oder pro GV in Zukunft deutlich mehr Fläche benötigt. Extensiv wird mit staatlichen Mitteln gefördert und das geht nur über die Fläche.

Was das für die Pachtpreise bedeutet kann sich jeder ausrechnen.

Finde ich auch vollommen O.K. Das wichtigste Produktionsgut ist die Fläche. Warum soll ausgerechnet Fläche günstiger werden während alle anderen Produktionsfaktoren seit Jahrzehnten teurer werden ?
Diesel kostete 1950 nur 0,17 Euro pro Liter. Die letzte Jahre bis zu 1, 50 Euro. Im selben Umfang sind die Maschinenkosten, Baukosten und Produktions.- Betriebsmittelkosten gestiegen. Das nennt sich Inflation.
Von daher sind die Pachtpreise heute noch viel zu günstig. Die sind Infaltionsbereinigt in vielen Gegenden in denn letzen 50 Jahren überhaupt nicht gestiegen. Hochpreisgebiete wie schon erwähnt ausgenommen.
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Re: Milchgipfel Mai 2016 - Wohl für die Toilette

Beitragvon marius » Mi Jun 01, 2016 8:53

Einhorn64 hat geschrieben:Und dann mit den Bullenkälbern das gleiche machen wie in NZ?
Das wäre für die Tierrechtler und schützer ein gefundenes Fressen...


Die Tierschützer und Tierrechtler haben nicht ganz unrecht.
Ist doch klar das sich heute für ein Kalb der Tierarzt kaum mehr rechnet. Viele bezahlen beim Kalb bares Geld drauf. Der einzige Vorteil beim Kalben liegt darin das die Kuh wieder mehr Milch gibt.

Ich weiss aus sicherer Quelle das kranke Kälber nicht nur in Einzelfällen eben nicht mehr vom Tierarzt zum wiederholten mal behandelt werden und somit jämmerlich draufgehen. Aus wirtschaftlichen und unternehmerischen Gründen kann ich das sogar nachvollziehen. Es handelt sich eben wie bei Milch um wertlose Ramschware.

Wenn für Kälber beim Verkauf teilweise keine 100 Euro bezahlt werden, ist da kaum Platz für Medikamente und Tierarzt.
Unter anderem in Neuseeland gehen die Farmer viel rigoroser vor was neugeborene Kälber betrifft... :roll: das erinnert an Kükenschräddern.
Aber nicht zuletzt deshalb sollte man sich fragen ob das System nicht völlig krank ist.
Vermutlich ja denn das belegt die explodierende Zahl an Biokäufer, Vegetarier und Veganer die diesen Quatsch nicht mehr unterstützen. Was ich ebenfalls verstehen kann.
Ein eingefleischter Landwirt verteidigt natürlich seinen Standpunkt und beschwichtigt. Was soll er auch sonst sagen. Allerdings verliert er immer weitere Anhänger in der Gesellschaft und gerät ins Abseits. Das ist Fakt.
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Re: Milchgipfel Mai 2016 - Wohl für die Toilette

Beitragvon LUV » Mi Jun 01, 2016 9:10

marius hat geschrieben:Aber nicht zuletzt deshalb sollte man sich fragen ob das System nicht völlig krank ist.
Vermutlich ja denn das belegt die explodierende Zahl an Biokäufer, Vegetarier und Veganer die diesen Quatsch nicht mehr unterstützen. Das ist Fakt.



Das belegt deine ideologisierte Sichtweise, die falsch ist.
Der jetzt aufkeimende gesellschaftliche Umbruch wird genau diese Weltanschauung wegen Paternalismusverweigerung und Ablehnung der sog. intellektuellen Eliten, eben nicht weiter voranschreiten.
Wie in Amerika, ist es dem einfachen Mann lieber das Steak in der Hand zu halten, als den Veggieburger.
Aber wir können gerne unsere Prognosen abwarten, bleibt ja eh nichts anderes übrig.
Du bist wirklich dämlicher als ich dachte! :lol: :lol: (Bauer Piepenbrink)
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Re: Milchgipfel Mai 2016 - Wohl für die Toilette

Beitragvon Landsmann » Mi Jun 01, 2016 9:24

Mensch, was quält ihr euch hier ab!
Wir leiden alle unter einem Grundsatzfehler. Man sucht in Deutschland bei jeder Krise und jedem Problem einen Schuldigen und ruft nach politischen Regelungen/Entscheidungen. Die Politiker sind nicht klüger als der Durchschnittsbürger, und somit reiten wir und mit falscher Politik immer tiefer in die Schei_e.

Jeder Landwirt kann nur für seinen Betrieb planen oder sich strategisch beraten lassen. Aber nur wenn der Berater weitsichtiger ist als der Bauer.
Politisch sind wir Bauern im Ars__ . Weil uns der Solidaritätsgedanke fehlt. Der Kampf ums Land ist dominierend und wir werden als Interessensgemeinschaft nicht mehr ernst genommen, weil zerstritten.
n8
Zitat von T5060: Und der Bauernverband ist wie eingelagerte Kartoffeln. Wenige "Faule" dominieren die Qualität der gesamten Charge und machen sie wertlos.
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Re: Milchgipfel Mai 2016 - Wohl für die Toilette

Beitragvon ExLW » Mi Jun 01, 2016 9:25

marius hat geschrieben:Und der Staat, EU sowie die Steuerzahler sind gerne bereit ihre Steuergelder in Naturschutz.- und Umweltprogramme zu stecken, nicht jedoch in weitere Überproduktionen wie in Stallbauten oder in Flächenprämien für die koventionelle Landwirtschaft. Diese Gelder werden sicher auslaufen.


Ein realistisches Scenario. Kann so kommen. Die Privilegien der Landwirtschaft/Bauern werden abgebaut. Der Sektor normalisiert sich durch Schrumpfung und Anpassung. Dann reiht er sich ein in alle anderen Sektoren der Volkswirtschaft, die alle für sich kämpfen müssen. Sozial kritisierte oder Umweltschädliche Produktionsrichtungen werden rausfallen (z.B. Biogas). Die Landwirtschaft versöhnt sich mit der Gesellschaft durch Transparenz und Akzeptanz.

Gap 2020 ff: Mid Term review wurde ja gestrichen, weil man sich nicht blamieren wollte (Pseudo-Greening u.a.). "Aktiver Landwirt" soll künftig jeder sein, der Fläche "ordnungsgemäß" bewirtschaftet. Diese Aussage habe ich bereits in politischen Kreisen gehört.

Die Intensivierungsorgie geht in vielen Regionen zuende. Nicht-Bewirtschaftung wird gesellschaftlich gleichgestellt mit Bewirtschaftung . Dazu gehört Stillegung, Extensivierung, Gründlandbeweidung, Pferdeheu, usw... Wer nicht mitmacht oder es nicht schafft, geht raus. Wie bei Handwerkern, Stahlwerkern, Kumpels, Werftarbeitern auch, es findet statt, aber es juckt keinen mehr groß.
Nicht unbedingt meine feste Meinung, aber weiter gedacht.

Das Dogma der produzierenden Landwirtschaft (Stichwort: "Ernährer") muss fallen.
Der Handel kauft weltweit ein, was er braucht, um 80 Mio. zu versorgen.... Öl, Kohle, Eisenerz, Gas, Weizen, Schrauben, Kleider, Schuhe, Zucker, .... usw usw...
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Re: Milchgipfel Mai 2016 - Wohl für die Toilette

Beitragvon LUV » Mi Jun 01, 2016 9:32

Landsmann hat geschrieben:Mensch, was quält ihr euch hier ab!
Wir leiden alle unter einem Grundsatzfehler. Man sucht in Deutschland bei jeder Krise und jedem Problem einen Schuldigen und ruft nach politischen Regelungen/Entscheidungen. Die Politiker sind nicht klüger als der Durchschnittsbürger, und somit reiten wir und mit falscher Politik immer tiefer in die Schei_e.

Jeder Landwirt kann nur für seinen Betrieb planen oder sich strategisch beraten lassen. Aber nur wenn der Berater weitsichtiger ist als der Bauer.
Politisch sind wir Bauern im Ars__ . Weil uns der Solidaritätsgedanke fehlt. Der Kampf ums Land ist dominierend und wir werden als Interessensgemeinschaft nicht mehr ernst genommen, weil zerstritten.
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Das ist doch mal eine schöne Zusammenfassung. Ich denke ebenso! Die politischen Entscheidungen werden sich zunehmend Wahltaktischen und Ideologischen Bedingungen unterwerfen. Es geht nicht ums Grundsätzliche, obwohl es allen doch um die Rettung der Welt geht. Der eine sieht im Weltuntergang die Schuld der Kuh, der andere im Fleischkonsum, der Dritte im Glyphosat. Dass das Wirtschaftssystem und die Finanzwelt die Ursachen sind, das wird geflissentlich negiert. Es ist einfacher, einer Randgruppe die Schuld zu geben. Diese Gruppe zerfleischt sich dann auch noch selber, in dem sie sich intern in "Gut" und "Böse" seziert. Die Landwirtschaft wird zum Sinnbild der globalen Verstrickung. Sie kann aber niemals die Lösung sein, ihr Auftrag ist die Ernährung von Menschen.....das muss möglich bleiben, erst recht in einem klimatisch gesegnetem Land.
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Re: Milchgipfel Mai 2016 - Wohl für die Toilette

Beitragvon LUV » Mi Jun 01, 2016 9:38

ExLW hat geschrieben:
marius hat geschrieben:Und der Staat, EU sowie die Steuerzahler sind gerne bereit ihre Steuergelder in Naturschutz.- und Umweltprogramme zu stecken, nicht jedoch in weitere Überproduktionen wie in Stallbauten oder in Flächenprämien für die koventionelle Landwirtschaft. Diese Gelder werden sicher auslaufen.


Ein realistisches Scenario. Kann so kommen. Die Privilegien der Landwirtschaft/Bauern werden abgebaut. Der Sektor normalisiert sich durch Schrumpfung und Anpassung. Dann reiht er sich ein in alle anderen Sektoren der Volkswirtschaft, die alle für sich kämpfen müssen. Sozial kritisierte oder Umweltschädliche Produktionsrichtungen werden rausfallen (z.B. Biogas). Die Landwirtschaft versöhnt sich mit der Gesellschaft durch Transparenz und Akzeptanz.

Gap 2020 ff: Mid Term review wurde ja gestrichen, weil man sich nicht blamieren wollte (Pseudo-Greening u.a.). "Aktiver Landwirt" soll künftig jeder sein, der Fläche "ordnungsgemäß" bewirtschaftet. Diese Aussage habe ich bereits in politischen Kreisen gehört.

Die Intensivierungsorgie geht in vielen Regionen zuende. Nicht-Bewirtschaftung wird gesellschaftlich gleichgestellt mit Bewirtschaftung . Dazu gehört Stillegung, Extensivierung, Gründlandbeweidung, Pferdeheu, usw... Wer nicht mitmacht oder es nicht schafft, geht raus. Wie bei Handwerkern, Stahlwerkern, Kumpels, Werftarbeitern auch, es findet statt, aber es juckt keinen mehr groß.
Nicht unbedingt meine feste Meinung, aber weiter gedacht.

Das Dogma der produzierenden Landwirtschaft (Stichwort: "Ernährer") muss fallen.
Der Handel kauft weltweit ein, was er braucht, um 80 Mio. zu versorgen.... Öl, Kohle, Eisenerz, Gas, Weizen, Schrauben, Kleider, Schuhe, Zucker, .... usw usw...


Es wird zu neuen Streitigkeiten kommen, wenn der Steuerzahler sieht, wie man sein Geld jemandem gibt, der gar nichts mehr leisten muss für das Einkommen.....und es wird zu Nutzungsstreitigkeiten kommen, weil nun der Bürger ein Recht auf Nutzung dieser, der Produktion nicht mehr unterworfenen Flächen, einfordert. Das wird den ländlichen Raum weiter schwächen, was ja europapolitisch und deutschlandweit politisch nicht gewollt ist. Ich sehe dein Szenario so nicht.
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Re: Milchgipfel Mai 2016 - Wohl für die Toilette

Beitragvon Fassi » Mi Jun 01, 2016 10:58

Die Pachtpreise werden im Schnitt deutlich steigen, ausgenommen Hochpreisgebiete mit über 1000 Euro / ha. Das hat mehrere Gründe. Zudem finden sich im Radius von 10-15 km immer mehrere Pächter die Interesse haben und pachten werden.


Bleib lieber bei Deinen Aktien, von echter Landwirtschaft hast Du echt keine Ahnung mehr. Diese Phase mit den steigenden Pachtpreisen wird wieder abflachen. Wir haben hierum mehrere Interessenten, trotzdem zahlt keiner mehr wie 100€/ha für Grünland und 200€ für Ackerland (eher weniger). Wenn Du nicht willst, kannst Deine Fläche ja selber bewirtschaften.

Ich glaube in Bayern und einigen anderen Bundesländer gibt es für Grünland mit Wiesenbrüterprogramm, Schnittzeitpunktauflage und Düngeverzicht incl der normalen Fächenprämie 700 oder 800 Euro / ha an Prämien und das Pferdeheu kann er auch noch verkaufen oder verschenken.


Wenn Du bei Deinen Aktien so rechnest, dann gute Nacht. Trenn Dich mal von den bay. Prämienhöhen und Programmen. Übrigens wissen mittlerweile auch etliche Tierhalter, dass man sie braucht, um die staatl. Gelder zu bekommen. Und die wollen dann auch ein Stück des Kuchens haben.

Gruß
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Milchgipfel Mai 2016 - Wohl für die Toilette

Beitragvon Todde » Mi Jun 01, 2016 15:39

meyenburg1975 hat geschrieben:
Manfred hat geschrieben:
explicit hat geschrieben:Du hast aber schon registriert, dass es in deinem Video um extensive Mutterkuhhaltung in den Great Plains geht? In den Regionen der USA, die vom Klima her mit Deutschland vergleichbar sind, sehen die Ställe genau gleich aus wie hier und die Kühe geben im Schnitt über 10.000kg Milch. Und das bei sehr geringen Subventionen oder Markteingriffen.Warum hat sich das wohl so entwickelt?


Mir ging es bei dem Link hauptsächlich um die kostengünstige Überwinterung trockenstehender Kühe.


Es gibt doch Betriebe, die das in Mombination mit Blockabkalbung und Kurzrasenweide auch recht erfolgreich machen. Aber dafür kommen vom Klima, dem Boden und der Infrastruktur des Betriebes nicht so viele Standorte in Frage. Und die Unterbringung muss den deutschen Anforderungen entsprechen. Ein guter Freund von mir hat 6 Monate in NZ auf verschiedenen Milchfarmen gearbeitet. Gerade die Zustände im Winter und rund um die Abkalbung würden hierzulande das VetAmt auf den Plan rufen . Und trotzdem kommen Sie mehr schlecht als recht über die Runden...



South Dakota
Bild
https://www.facebook.com/18635068474796 ... permPage=1

Schlammwüste, die Kühe wurden erlöst und sind an einem Blitz verstorben.
Kostengünstige Haltung wie Manfred findet...
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Re: Milchgipfel Mai 2016 - Wohl für die Toilette

Beitragvon marius » Mi Jun 01, 2016 23:39

ExLW hat geschrieben:
marius hat geschrieben:Und der Staat, EU sowie die Steuerzahler sind gerne bereit ihre Steuergelder in Naturschutz.- und Umweltprogramme zu stecken, nicht jedoch in weitere Überproduktionen wie in Stallbauten oder in Flächenprämien für die koventionelle Landwirtschaft. Diese Gelder werden sicher auslaufen.


Ein realistisches Scenario. Kann so kommen. Die Privilegien der Landwirtschaft/Bauern werden abgebaut. Der Sektor normalisiert sich durch Schrumpfung und Anpassung. Dann reiht er sich ein in alle anderen Sektoren der Volkswirtschaft, die alle für sich kämpfen müssen. Sozial kritisierte oder Umweltschädliche Produktionsrichtungen werden rausfallen (z.B. Biogas). Die Landwirtschaft versöhnt sich mit der Gesellschaft durch Transparenz und Akzeptanz.

Gap 2020 ff: Mid Term review wurde ja gestrichen, weil man sich nicht blamieren wollte (Pseudo-Greening u.a.). "Aktiver Landwirt" soll künftig jeder sein, der Fläche "ordnungsgemäß" bewirtschaftet. Diese Aussage habe ich bereits in politischen Kreisen gehört.

Die Intensivierungsorgie geht in vielen Regionen zuende. Nicht-Bewirtschaftung wird gesellschaftlich gleichgestellt mit Bewirtschaftung . Dazu gehört Stillegung, Extensivierung, Gründlandbeweidung, Pferdeheu, usw... Wer nicht mitmacht oder es nicht schafft, geht raus. Wie bei Handwerkern, Stahlwerkern, Kumpels, Werftarbeitern auch, es findet statt, aber es juckt keinen mehr groß.
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Das Dogma der produzierenden Landwirtschaft (Stichwort: "Ernährer") muss fallen.
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Jep, exakt erkannt . :mrgreen:

Die Landwirtschat hängt am Tropf, also an Steuergeldern. Die Politik entscheidet wie diese Steuergelder verteilt werden und da hat der Wähler ein gewichtiges Wort mitzureden sofern sie wieder gewählt werden wollen.
Somit sollte klar sein wo und in welchen Bereichen diese Steuergelder in Zukunft landen. Ganz bestimmt nicht bei der intensiven konventionellen Landwirtschaft, sondern exakt da, wo ichs und du nun auch, beschrieben haben. :prost:
Was anderes ist und wäre dem Wähler auch nicht zu vermitteln.

Konventionelle Landwirtschaft wird somit in spätestens 5-10 Jahren ohne jeglichen Cent Subventionen auskommen müssen.

Extensive Wirtschafter oder genauer gesagt die extensiven Flächenbesitzer werden dieses Geld in Zukunft erhalten, weil sie diesen von der Politik und Gesellschaft geforderten biologischen Naturschutz, Wasserschutz.- und Umweltbeitrag leisten können wenn sie wollen.

Ist halt die Frage wer bezahlt oder bietet mehr für die Fläche : Der konventionelle Pächter ? Oder der Staat mit seinen Fürderprogrammen zum Umweltschutz, Wasser und Naturschutz ? Ich tippe in Zukunft klar auf letzteres.
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Re: Milchgipfel Mai 2016 - Wohl für die Toilette

Beitragvon T5060 » Do Jun 02, 2016 0:45

Deutschland ist halt ein wenig blöd, ein wenig viel blöd.
Die Stromwirtschaft verheizt, die großen Bau-AG´s, den Stahl, den Einzelhandel und jetzt die Milch.
Neuerdings haben wir in der Agrochemie auch nichts mehr zu melden.
Ackerschlepper gibts ja schon 20 Jahre nimmer von einem deutschen Hersteller.
Schauen wir in die Schweiz, schauen wir nach Irland und selbst im Chaos von Nordamerika läufts.

Keineswegs ist im Nahrungsbereich alles im Lot. Bei ALDI Nord und Tönnies fliegt demnächst alles um die Ohren,
LIDL gehört ner Sekte und die DMK ist alles andere als finanzstark.

Man hat einfach ohne Not die Deutschland AG und eine aktive Industriepolitik aufgegeben.
Mittelfristig gehen uns die Schlüsselunternehmen vollständig verloren.

Nun im Moment ist man an der Kolchosisierung der deutschen Landwirtschaft bzw. dessen was überbleiben wird.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Milchgipfel Mai 2016 - Wohl für die Toilette

Beitragvon Todde » Do Jun 02, 2016 0:54

T5060 hat geschrieben:Mittelfristig gehen uns die Schlüsselunternehmen vollständig verloren.


Dachte Du hast was gegen deutsche Konzerne?
Das die Agrochemie in Deutschland keine Rolle mehr spielt würde ich nicht unbedingt sagen, wir produzieren halt eher für die Welt und verbieten es vor der Haustür.
Bei der Gentechnik hat man es zwar geschafft erst mal alle Biotechnologieunternehmen aus dem Land zu jagen, ob das dauerhaft aufrecht zu erhalten bleibt?
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Re: Milchgipfel Mai 2016 - Wohl für die Toilette

Beitragvon bauer hans » Do Jun 02, 2016 7:34

T5060 hat geschrieben:Deutschland ist halt ein wenig blöd, ein wenig viel blöd.

so ist das mit leuten,die dick,dumm,träge und gelangweilt sind.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Milchgipfel Mai 2016 - Wohl für die Toilette

Beitragvon marius » Do Jun 02, 2016 9:07

T5060 hat geschrieben:
Man hat einfach ohne Not die Deutschland AG und eine aktive Industriepolitik aufgegeben.
Mittelfristig gehen uns die Schlüsselunternehmen vollständig verloren.

Nun im Moment ist man an der Kolchosisierung der deutschen Landwirtschaft bzw. dessen was überbleiben wird.



Das kann man so stehen lassen. Die Landwirtschaft wird aus Deutschland wohl weitgehend verschwinden. Produzieren zu Weltmarktpreisen ist hier zu teuer, da es in Zukunft keine stützenden Staatsgelder mehr geben wird.
Aber das könnte unser Land noch locker verkraften und ist nicht das Problem.

Das Problem ist das unsere Top Industrieunternehmen von den Chinesen reihenweise aufgekauft werden. Die Wirtschaft und Industrie hat hierzulande Arbeitspätze geschaffen die Steuerkassen gefüllt und den Bürgern den Wohlstand erst ermöglicht. Das könnte sich durch die Verkäufe bester Unternehmen ändern.
Kürzlich haben die Chinesen für knapp 1 Milliarde Krauss-Maffei aufgekauft. Die Firma EEW aus Hannover geht für 1,5 Milliarden an die Chinesen. Putzmeister haben sie ebenfalls schon übernommen, Kuka wird ebenfalls folgen. Dazu unzählige Unternehmenwo die Chinesen schon Anteile erworben haben.

Der problematische Ausverkauf hat längst begonnen. Die ausgefeilte Technik in allen Bereichen wird von den Chinesen übernommen und in Zukunft werden unsere Industriegüter deutlich günstiger wohl aus China geliefert.
Das wird unserem Staat viele Arbeitsplätze kosten und natürlich aus finanzieller Sicht Desaster enden. Die fast leeren Staatskassen werden noch leerer - weitere Steuererhöhungen. Eine weitere Folge des freien ( kranken ) Marktes.

Zurzeit wird übrigens politisch über die fällige Erbschaftssteuer bei Unternehmen über den Firmenbesitz beraten. Da sollen Unternehmer, also besonders Landwirte mit Grundstücken in Zukunft deutlich gerupft werden. Bisher gabs noch Sonderregeln.
Bei Hofübergaben müssen dann zukünftig vermutlich einige ha verkauft werden nur um die fällige Steuerlast finanzieren zu können.
Der Staat weiss also genau, wo es noch was zu holen gibt.
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