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Milchpreisvergleich

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon paysan en colere » Fr Mai 13, 2016 21:20

https://youtu.be/6anHrIBs9Cw?t=6

eine schone video denke ich

wenn ich hore die quote hat zu viel geld gekostet finde ich dass blodsinn. vieviel geld hast du verloren in dem letzen jahr? 10 oder 15 cts pro liter?dafur hattest du viel quote kaufen konnen!
sie ist aber weg und so weitermachen gehen die meissten zu grunde die die ihre schulden bezahlt haben werden durchallten.
wegen der uberproduktion in Europa sind die milchproduzenten der ganzen welt betroffen
wenn keine neue begrenzung eingesetzt wird verden wir die nachsten jahren viel arbeiten fur nichts ; die industrie wird sich geld machen mit den aldi lidl und anderen
ich kann verstehen dass mann dumm zuur welt kommt aber normalerweise sollte mann dazulernen!!!
milchproduzent aus frankreich
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Lonar » Fr Mai 13, 2016 21:45

10-15ct? Beim unserem letzten Wachstumsschritt von Anbindung auf Laufstall haben wir weit mehr festbetoniert. Und ja es war im Nachhinein eine Scheiß Investion.
Nur das Auslaufen der Quote hat sie entwertet.
Es gab schon vor 2009 Tiefs mit 27ct, gut das waren noch Nordmilch Zeiten...
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon angus25 » Sa Mai 14, 2016 7:43

paysan en colere hat geschrieben: verden wir die nachsten jahren viel arbeiten fur nichts ; die industrie wird sich geld machen mit den aldi lidl und anderen
ich kann verstehen dass mann dumm zuur welt kommt aber normalerweise sollte mann dazulernen!!!


...volle Zustimmung,100%.

schöne Grüße nach Frankreich vom Angus
Der Bauer hat einen Hof, der Mond hat einen Hof.
Hat nur noch der Mond einen Hof, ist der Strukturwandel beendet.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon ExLW » Sa Mai 14, 2016 7:43

Es reicht nicht aus, Frankreich, oder Bayern oder Niedersachsen zu vergleichen.
Der Verdrängungswettbewerb findet auf der globalen Skala statt.
Es gilt die Frage, ist die Milcherzeugung in ganz Nordwesteuropa gegenüber USA, China, Rußland auf DAUER wettbewerbsfähig ist.
http://www.biomin.net/uploads/tx_news/A ... E_0115.pdf

Die Milchviehhaltung hat industrielle Masstäbe angenommen. Das geht jetzt überall auf der Welt, und jederzeit, upscaling per Knopfdruck.
http://www.agrarheute.com/news/100000-m ... rarbetrieb.
Wenn der Preis nach oben zuckt, werden einfach 10* 100.000er zugebaut. Bestimmt keiner davon in der EU.

Die Kostenführer bestimmen den niedrigsten Preis. Einmaleins der Betriebswirtschaft.
Die Kostenführer sitzen aber nicht in der EU.


Ich bleibe dabei, unsere Produktion ist nicht auf Dauer wettbewerbsfähig.
Der Produktionsstandort ist daher grundsätzlich in Frage zu stellen. Zu viele Kostenstellen müssen durch den Preis abgedeckt werden, die es woanders so nicht gibt.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Grimli » Sa Mai 14, 2016 8:20

Das ist ziemlich einseitig gedacht mit Kostenführerschaft
nur weil der eine für 1300 € Kuhplatz bauen kann (China) und der andere 10.000 € Kuhplatz investiert (Deutschland aber auch USA) sagt das noch nichts über die gesamten Produktionskosten !

Faktoransprüche für Fläche und Arbeit, unsere größten Kostenpunkte in Europa (ja die sind auch in Zukauf Futtermitteln enthalten) entstehen ja auch nur dadurch das mit dem Produkt auch viel verdient werden kann und muss (Sozialstaat in Europa gilt auch für Landwirte :regen: ).
Und dann interressiert es nicht ob in China oder sonstwo unter komplett anderen Bedingungen auch viel verdient werden kann, wir müssen uns mit unseren Gewinnansprüchen auseinandersetzen und dann entscheiden ob es Sinn macht mit Milch zu wirtschaften oder nicht.
Über einen langen Zeitraum von 20 Jahren können sich aber auch Rahmenbedingungen rasend schnell ändern. Gerade hier in Mitteleuropa hat sich stetig immer wieder das System geändert aber eines ist 100% Sicher : Die kaufkräftigen Kunden die haben wir hier vor Ort, warum nach Bafög Erhöhung, Hartz IV Erhöhung, Lohnerhöhung (ausser bei allen die keinen Tarifverträgen angeschlossen sind) und nun auch noch Rentenerhöhung davon bei uns nichts ankommt da müssen wir uns an die eigene Nase fassen :klug:
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon ExLW » Sa Mai 14, 2016 10:26

Grimli hat geschrieben:ob es Sinn macht mit Milch zu wirtschaften oder nicht

Wenn Du die Frage stellst, ob die Milch weiterhin Sinn macht, was dann sonst soll noch Sinn machen auf den Flächen in unserer Zone? Welche Produktionsrichtung wäre dann die Alternative, um die Fläche zu bewirtschaften? Das ist doch die Frage, die sich jetzt stellt.

Getreide? Da fehlen derzeit auch 5 € pro dt, um die Faktoransprüche alle zu befriedigen.
Auch gut geführte Betriebe werden in 2016 keine Entlohnung für Kapital, ihre eigene Arbeit oder ihre Eigentumsflächen bekommen.
Wenn einer 1000 € für Produktionsmittel und deren Ausbringung aufwendet, was soll da verdient werden? 80 dt * 13,-- sind 1.040€.


Wenn jetzt der LEH kommt, und verlangt, dass die Kühe auf der Weide grasen.... jetzt fehlen sie an vielen Standorten, weil sie umgebrochen wurden.
War es richtig, das ganze Grünland umzubrechen, wenn mit Getreide auch nichts verdient wird? Also wieder ansäen, wieder Kosten.

Die Landwirtschaft rennt gehetzt von einer Ecke in die andere .... und verbrennt erst das Geld des Steuerzahlers, und jetzt auch das eigene.
Erst wurde Biogas gehypt, das führte zur Vermaisung und wird nun von den gleichen Öko-Fuzzies, von denen es gehypt wurde zum Siechtod gebracht, dann wurde Rapstreibstoff gehypt, aber jetzt kostet das Konkurrenzprodukt nur noch 40 $ aufgrund von Überproduktion, dann wurde Milch gehypt, nur weil China seine Selbstversorgung nicht richtig angekurbelt hatte oder zeitweise sauberes Milchpulver fehlte, dann wurde Getreide gehypt, weil man ja mit deutscher Produktion auf 0,00x % an Flächen den Welthunger bekämpfen kann (werd as glaubt, sollte wirklich zum Dockter), und nun quellen die Lagerhallen der Welt über mit dem Zeug, weil andere Bauern auf der Welt genau so denken und genau so handeln wie die deutschen Bauern.

Wenn nun die Subventionen nicht mehr so üppig fliessen (sie reichen schon lange nicht mehr aus, um die niedrigen Marktpreise zu überbrücken) wird der Kostenführer irgendwann seine Flagge hissen und zeigen, wo es lang geht. Den vermute ich nicht in der EU.

Warum ist die gesamte Produktion der Welt an industriellen Einfach-Erzeugnisse nach Asien abgewandert?
Wird die Agrarproduktion folgen? Ist Milch ein Einfach-Erzeugnis oder etwas Besonderes, das andere nicht können?
Das sind die Fragen, die sich die Lw als Sektor stellen solle.
Es stellt sich die Systemfrage.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon ExLW » Sa Mai 14, 2016 10:41

Grimli hat geschrieben:Über einen langen Zeitraum von 20 Jahren können sich aber auch Rahmenbedingungen rasend schnell ändern.


Richtig. Aber nie und nimmer zu Gunsten der landwirtschaftlichen Produktion, so wie wir sie hier betreiben....
Beflügelt von einer unerwarteten Preishausse 2010 bis 12 haben die Bauern und vor allem ihre Sprachrohre gelaubt, das geht jetzt immer so weiter.... nix wie rein, rein, rein! Mehr mehr mehr!

Die haben immer noch nicht verstanden, was Konkurrenzwirtschaft in verknüpften Märkten tatsächlich bedeutet, und welche Kräfte da wirken.
Sorry, schon wieder :klug: .
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon T5060 » Sa Mai 14, 2016 10:57

Ich glaube an Gott und an die Unfähigkeit des Berufstands, anstehende Probleme zu Gunsten des selben zu lösen !
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon JuliaMünchen » Sa Mai 14, 2016 12:31

ExLW hat geschrieben:Die Pachtpreise sind das erste was runter muss. Das ist eine Milliarden-Umverteilung jedes Jahr von den Aktiven in die Taschen der Ruheständler.
Die sind doch eine Kostenfalle, wenn sie 30 bis 40 % der Gesamtkosten/ha ausmach



Ich hab so ein Büchlein mit den besten Börsensprüchen. Einer davon geht so: Entweder es gibt mehr ****** als Aktien, dann steigt der Preis. Oder es gibt mehr Aktien als ******, dann fällt der Preis. Genau so verhält es sich mit der Flächenpacht. Normalerweise müsste bei der Vielzahl von Verpächtern und den wenigen noch aktiven Landwirten der Pachtpreis stark fallen, wenn sich die Pächter einig wären... Aber durch die Gier Einzelner wird der Preis in die Höhe getrieben. Gier frisst Hirn. Auch ein alter Börsenspruch.


Im übigen hat vor ein paar Jahren die EU Agrarministerin gesagt: Junge Milchbauern sollen sich einen anderen Beruf suchen. Die Milchproduktion wird in Europa nicht mehr rentabel sein!
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Heinrich » Sa Mai 14, 2016 15:13

JuliaMünchen hat geschrieben:[quote="ExLW"


Im übigen hat vor ein paar Jahren die EU Agrarministerin gesagt: Junge Milchbauern sollen sich einen anderen Beruf suchen. Die Milchproduktion wird in Europa nicht mehr rentabel sein!


Und dann willst du nach einem Sabatjahr wieder anfangen zu melken?
Willst du nicht besser einen auf Berater machen?
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Kiema79 » Sa Mai 14, 2016 16:49

Die Ausbeutung der Landwirte in ist schon seit Jahrhunderten ein Thema und heutzutage in ein sehr modernes Gewand gekleidet.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon lerl » So Mai 15, 2016 8:47

Wenn die Milch und andere Grundnahrungsmittel beim Endverbraucher verramscht werden, wird das nie was. Der Durchschnittsverbrauch an Milch beträgt je Familie im Monat 16 L. Eine Erhöhung des Milchpreises um 10 ct würde nur eine Kostenerhöhung von 1,60 €/Monat ausmachen und der Konsum an Milchprodukten würde auch nicht sinken. Die Discounter bieten die Grundnahrungsmittel bewusst billigst an, da diese der eigentliche Grund sind, warum man Einkaufen geht. Der Rest des Einkaufswagens wird dann noch mit anderem Zeugs vollgemacht (wenn man schon da ist). So kommt der Supermarkt auch auf seinen Umsatz. Die Marktposition der Landwirte wird schamlos ausgenützt, um die Lebenshaltungskosten für die breite Masse möglichst gering zu halten. So bleibt wieder mehr Geld für Konsumgüter und sonstigen Plunder über = Landwirtschaft als Inflationsbremse Nr. 1 !!

Nun wird auch noch die Rinderproduktion als Treibhauskiller angeprangert, da der Methanausstoß viel zu hoch sei. Die Biogasproduktion hätte damals mit einer Quote belegt werden sollen, dann hätten auch kleinere Betriebe heute noch einsteigen können, die Güllevergasung wäre auf weit höherem Level, das Methan wäre Strom und die Vermaisung der Flächen wäre nicht so hoch. Die Pachtpreise wären auch tiefer und die Betriebe würden auch mit weniger Tieren auskommen. ...
Unser System ist nicht stimmig!

Wo ist denn die Lobby der Landwirte? (gibt´s überhaupt eine?)
Warum wird denn keine Werbung für unsere guten Produkte gemacht - da steht Österreich ganz wo anders!!
Wir brauchen kein Bio und damit auch keine "Fingerzeigmentalität" sondern mehr Wertschätzung für unsere aller Produkte und wenn der Atomausstieg auch auf die Landwirtschaft verteilt werden soll - läufts völlig falsch!!
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon marius » Mo Mai 16, 2016 9:55

lerl hat geschrieben:Wenn die Milch und andere Grundnahrungsmittel beim Endverbraucher verramscht werden, wird das nie was. Der Durchschnittsverbrauch an Milch beträgt je Familie im Monat 16 L. Eine Erhöhung des Milchpreises um 10 ct würde nur eine Kostenerhöhung von 1,60 €/Monat ausmachen und der Konsum an Milchprodukten würde auch nicht sinken. Die Discounter bieten die Grundnahrungsmittel bewusst billigst an, da diese der eigentliche Grund sind, warum man Einkaufen geht. Der Rest des Einkaufswagens wird dann noch mit anderem Zeugs vollgemacht (wenn man schon da ist). So kommt der Supermarkt auch auf seinen Umsatz. Die Marktposition der Landwirte wird schamlos ausgenützt, um die Lebenshaltungskosten für die breite Masse möglichst gering zu halten. So bleibt wieder mehr Geld für Konsumgüter und sonstigen Plunder über = Landwirtschaft als Inflationsbremse Nr. 1 !!

Nun wird auch noch die Rinderproduktion als Treibhauskiller angeprangert, da der Methanausstoß viel zu hoch sei. Die Biogasproduktion hätte damals mit einer Quote belegt werden sollen, dann hätten auch kleinere Betriebe heute noch einsteigen können, die Güllevergasung wäre auf weit höherem Level, das Methan wäre Strom und die Vermaisung der Flächen wäre nicht so hoch. Die Pachtpreise wären auch tiefer und die Betriebe würden auch mit weniger Tieren auskommen. ...
Unser System ist nicht stimmig!

Wo ist denn die Lobby der Landwirte? (gibt´s überhaupt eine?)
Warum wird denn keine Werbung für unsere guten Produkte gemacht - da steht Österreich ganz wo anders!!
Wir brauchen kein Bio und damit auch keine "Fingerzeigmentalität" sondern mehr Wertschätzung für unsere aller Produkte und wenn der Atomausstieg auch auf die Landwirtschaft verteilt werden soll - läufts völlig falsch!!


Die Richtung geht klar hin zum Vegetarier und Veganer. Die Verbraucher sind nicht mehr bereit sogenannte " Tierquäler ( Tierhalter ) " zu unterstützen. Deshalb verzichten sie nicht nur auf Fleisch sondern alle Produkte die vom Tier kommen, wie auch Milch. Die Werbung läuft seit Jahren in die gegenläufige Richtung : Sogenannte Enthüllungen der Tierschützer, Umweltschützer zur besten Sendezeit über die böse Landwirtschaft. Und das wirkt enorm.

Bei Veganerprodukte hat sich der Umsatz in Deutschland von 2012 -2015 verdoppelt. Tendenz deutlich steigend.

Aber auch den viehhlos wirtschaftenden Ackerbauern gehts bald an den Kragen. Da droht Ungemach von den Wasserwirtschaftsämtern, Naturschutzbehörden und co mit immer strengeren Auflagen und Kontrollen von der EU und noch schlimmer : zusätzliche national Gesetze und Vorschriften.
Was aber die Viehhalter noch zusätzlich trifft.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Makitosha » Mo Mai 16, 2016 10:02

ExLW hat geschrieben:Es reicht nicht aus, Frankreich, oder Bayern oder Niedersachsen zu vergleichen.
Der Verdrängungswettbewerb findet auf der globalen Skala statt.
Es gilt die Frage, ist die Milcherzeugung in ganz Nordwesteuropa gegenüber USA, China, Rußland auf DAUER wettbewerbsfähig ist.
http://www.biomin.net/uploads/tx_news/A ... E_0115.pdf

Die Milchviehhaltung hat industrielle Masstäbe angenommen. Das geht jetzt überall auf der Welt, und jederzeit, upscaling per Knopfdruck.
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Wenn der Preis nach oben zuckt, werden einfach 10* 100.000er zugebaut. Bestimmt keiner davon in der EU.

Die Kostenführer bestimmen den niedrigsten Preis. Einmaleins der Betriebswirtschaft.
Die Kostenführer sitzen aber nicht in der EU.


Ich bleibe dabei, unsere Produktion ist nicht auf Dauer wettbewerbsfähig.
Der Produktionsstandort ist daher grundsätzlich in Frage zu stellen. Zu viele Kostenstellen müssen durch den Preis abgedeckt werden, die es woanders so nicht gibt.


Manchmal könnte die ganze "erste" Welt auch noch etwas von der dritten oder vierten Welt lernen. Anstelle von TTIP und ähnlichem zur Abwechslung mal wieder zurück zum lange ganz unsinnigerweise verteufelten Protektionismus.
Der einzige Grund, wie Milchbauern in Kenya Ihr Land zum zweitgrößten Milch-Produzenten Afrikas gemacht haben, ist ihr fürsorglicher Staat, der jeglichen Import von Milch und den meisten Milchprodukten ökonomisch unattraktiv bzw. unmöglich gemacht hat. Hier bekommt der Milchbauer zwischen 30 und 50 Eurocents pro Liter, bei einem staatlichen Mindestlohn von Ca. 2 Euro pro TAG. Bei weniger wäre eine Milchproduktion unter den hiesigen wiedrigen Umständen (um es noch ganz freundlich auszudrücken) überhaupt nicht möglich.
Unser President hier in Kenya füttert seine Bauern nicht (seiner Wirtschaft oder persönlichen Freundschaft zuliebe) den hungrigen TTIP Hyänen aus Washington.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon cerebro » Mo Mai 16, 2016 11:17

wieviel denen du 2 Euro Mindestlohn (am TAG !!) zahlst können sich die kenia´nsche Milch leisten ?
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