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Milchpreisvergleich

Fragen und Antworten rund um die Rindviehhaltung.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon T5060 » Fr Dez 15, 2017 12:20

Der Mengenabsatz ist weiterhin top, wenn halt bei der Butter auch nicht mehr überhitzt und die Währungsparitäten stören.
Ich weis nicht was die Aufregung soll ? Gut einige Molkereien haben ihre Hausaufgaben nicht gemacht, aber das ist kein Trend.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Grimli » Fr Dez 15, 2017 13:21

ach du heiliger Strohsack :evil: :evil:

Quelle : boerderij

Annähernde Katastrophe über Molkereimarkt im Weihnachtsmodus

Auf der einen Seite ist der Milchhandel mit niedrigeren Preisen ruhiger, auf der anderen Seite geht die Milchversorgung weiter.

Die nahende Weihnachtszeit macht einerseits den Milchhandel ruhiger, mit meist niedrigeren Preisen als Begleiterscheinung. Die großen Themen wie der Verkauf von Pulver und Käse sind jetzt zum Erliegen gekommen. Auf der anderen Seite geht die Milchversorgung vom Bauernhof weiter und muss einen Platz finden. Deshalb ist es auch eine Hektik für den liquiden Handel. Denn wer kann noch Milch, Sahne, Konzentrat und ähnliches haben, wenn viele Fabriken stillstehen?
Protein ist größer und weniger wert
Diese Hektik ist jetzt auch da und wird verstärkt durch die sich schnell nähernde Katastrophe (für den Bauern), die über dem Markt hängt. Enttäuschung Nummer 1 ist, dass die Europäische Kommission erneut alle Angebote für den Kauf von Interventionspulver abgelehnt hat. Auch das Höchstgebot von 1.300 € pro Tonne. Während viele Verkäufer frisches Pulver für fast die gleiche Menge in den Büchern haben. Auf diese Weise wird der Proteinberg größer und weniger wertvoll. Die große Milchversorgung und die schwächere Nachfrage sind Rückschläge Nr. 2 und 3. Eine große deutsche Molkerei ist so verzweifelt, dass sie die Spotmilch (zwischen 19 und 12 Cent, auf deutscher Ebene) nur noch abrahmen will (Rahm hat noch 4 Euro) (4,00 bis 4,10 € pro Kilo) und fermentiert die Magermilch.

Großer Ab.Taucher Spot Notierung

Der Spot-Milchpreis macht einen großen Sprung. Dies geschieht unter dem Einfluss der bevorstehenden Ferien und der großen Milchversorgung in Nordwesteuropa. In den Niederlanden liegt der Preis immer noch bei ca. 19-20 Cent, in Deutschland wird Milch bereits für Preise bis 12 Cent pro Kilo angeboten und das in großen Mengen.

Händler und Verarbeiter kämpfen mit der Frage, was damit zu tun ist. Träumen ist immer eine lohnende Wahl, aber die nächste schwierige Frage ist, was man mit der verbleibenden Magermilch machen soll? Protein liefert wenig, während das Trocknen zusätzliche Produktionskapazitäten und Personal benötigt, was auch in Deutschland knapp ist. Die Entsorgung zum Fermenter ist daher eine ernsthafte Option.
In Frankreich ist der Markt auch schlecht, aber vielleicht ein bisschen besser. Magermilchkonzentrat ergibt ca. 500 € pro Tonne. Dies bedeutet, dass nach dem Trocknen und Verkauf als Magermilchpulver noch Gewinne erzielt werden können (1.300 bis 1.350 €).

Der Käsemarkt ist auch schwach, zumindest für Gouda-Käse. Folienkäse wird für 2,00 € bis 2,20 € pro Kilo verkauft. Molkepulver ist eines der wenigen preisbewahrenden Produkte.

Die Milchbauern merken davon in ihrem Milchpreis nicht viel. Die Frage ist, wie lange.

Prognose: fallende Preise.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon T5060 » Fr Dez 15, 2017 13:42

Markt ist zu 80% Taktik und Psycho

Die Preise müssen runter, also gibt man sich Mühe diese runter zu beten. Die Realität an der europäischen Ladentheke sieht anders aus.
Wir reden über saisonale 2 % Menge
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon xyxy » Fr Dez 15, 2017 14:03

Taktik und Psycho ..Im Spätsommer haben noch viele den Hals weit aufgerissen, wenn da man nicht Buttermengen auf Lager gegangen sind in der Hoffnung zu Weihnachtendas Geschäft zu machen. Jetzt fehlt die Liquidität zum Jahresende in den Büchern und Milch kommt mehr als genug (als JoJo-Effekt aus den Bremsprogrammen, Färsen konnte man auch gut verkaufen). Ideale Vorraussetzungen für Geno-Kündiger um mit den neu gegründeten MeGs die Molkereien so richtig in den Schwitzkasten zu nehmen (Ironie, ähh Galgenhumor off)

Weder in NZ http://www.nzxfutures.com/dairy/quotes/btr?locale=en , noch in US stürzen die Preise https://www.ams.usda.gov/mnreports/md_da997.txt
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Grimli » Sa Dez 16, 2017 9:20

https://www.farmersjournal.ie/intervent ... -go-326441

Immerhin vor 1 Monat wollte jemand die kompletten 380.000 Tonnen Milchpulver von der EU kaufen ....suggeriert zumindest der lesbare Teil.


Bei 500 € /Tonne Magermilchkonzentrat und 10,4 l Milch pro kg Milchpulver kommt ein Eiweißwert von 50/10,4 = 4,8 Cent/kg Milch Zustande

Mein durchschnittlicher Eiweißwert für 2017 bei Friesland Campina (ohne Zuschläge und Nachzahlung) liegt bei 21,06 Cent/kg Milch also ungefähr 438 % höher !

Rahmpreis : 4,00 *0,82/0,99 = Butterpreis von 3,31 € /kg -> (3,31*100 -26)/ 21,3 l = 14,33 Cent Fettwert /kg Milch
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Grimli » Sa Dez 16, 2017 10:20

https://www.prikkebord.nl/topic/128777/
diezel 41min geleden
@hans1980
a bidder today offered a derisory €800/t for all of the current 380,000t of the skim milk powder (SMP) currently in intervention


Hier noch das Gebot mit Preisangabe. Das ist aber verarbeites Pulver/teilweise Lagerzeitbedingt beinahe Futtermittelqualität was bei der EU lagert. Das IFE rechnet mit 380 € /Tonne verarbeitungskosten für die Herstellung von Magermilchpulver
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon T5060 » Sa Dez 16, 2017 14:33

Guckste hier

https://www.proplanta.de/Markt-und-Prei ... 88321.html

und guckste da

https://www.proplanta.de/Markt-und-Prei ... 88381.html

und du hast die Lebenswirklichkeit.

Der Spotmarkt bildet keine wirklichen und für die Auszahlungspreise bedeutende Tendenz ab.
Der Spotmarkt ist Milch wo keiner braucht oder eben alle brauchen und hat eben deshalb extreme Ausschläge.
Spotmarkt ist so ein BDM - Hobby

Würden die Preise nach so einem starken Anstieg jetzt nicht korrigieren ( sinken ), wäre wirklich was falsch.

Ein Milchpreis von 28 - 34 Cent ist reichlich realistisch. Überleben wird nur wer seine Kosten und Leistungen im Griff hat.
Mutterkuhhaltung ist keine Alternative.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Grimli » Sa Dez 16, 2017 16:44

Selbst die Interventionsbestände sind ja keine riesen Summe .

380. Tausend Tonnen * 800 € = 300 Mio

1 Monatsmilchgeld nur in Deutschland (31 Mrd kg Milch Jahresmenge) sind 2,58 Mrd kg Milch * ~ 31 Cent = 800 Mio €
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon T5060 » Sa Dez 16, 2017 19:02

Grimli hat geschrieben:Selbst die Interventionsbestände sind ja keine riesen Summe .

380. Tausend Tonnen * 800 € = 300 Mio

1 Monatsmilchgeld nur in Deutschland (31 Mrd kg Milch Jahresmenge) sind 2,58 Mrd kg Milch * ~ 31 Cent = 800 Mio €


Sind bei 740 Mill. Einwohner in Europa 520 g entsprechend 4 Liter Milch pro Kopf
Das ist eine schlechte Notreserve. Die eingelagerte Menge darf ruhig auf das fünffache steigen,
um eine Versorgung der Bevölkerung zu gewährleisten.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon T5060 » Sa Dez 23, 2017 12:15

Nachdem nun DMK, Hochwald und Arla eingestehen mussten dass eine massive Internationalisierung mit Standardprodukten zu wenig Wertschöpfung bringt
damit ihre Erzeuger in Mitteleuropa kostendeckend arbeiten können, versauen die drei gerade die Stimmung in der Branche, weil diese gerade auch ihre internen Prozesse
nicht geregelt bekommen. Jetzt glaubt auch noch die Truppe um den glatzköpfigen Maurer aus dem Allgäu wieder Oberhand zugewinnen. Lustig.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Jörken » So Dez 24, 2017 9:32

Hochwald will Festpreise für Milchbauern anbieten

Ist das interessant für manche hier, gibts schon einen Preis?
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Iron Maiden » So Dez 24, 2017 10:27

DMK geht um 5,2 Cent auf 34 Cent zurück im Januar. Ausgewiesen wird der Preis jetzt mit 35 Cent inkl. Milkmaster- und Logistikbonus.
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon tröntken » So Dez 24, 2017 12:55

Jörken hat geschrieben:Hochwald will Festpreise für Milchbauern anbieten

Ist das interessant für manche hier, gibts schon einen Preis?


Da steht doch das es über die Warenterminbörse lauen soll.
Also gucken dir die Preise da an. Diese können sich jeden Tag ändern ;-)
Sie wollen nur dazwischen sitzen. Als Service?
Denke ehr, das es für die interessant ist, ab welchen Preis sie Landwirte zufrieden sind und damit absichern, und wann nicht.
Ich finde, da braucht man keine Molkerei zwischen. Das geht auch alleine!
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon Einhorn64 » Mo Dez 25, 2017 9:23

Nachfrage ob die Molkerei da etwas macht war schon länger, aber bislang kam von Hochwald das man selber das an der Börse absichern soll.
Irgendwie verständlich: geht es gut sagt keiner was, ist der preis nachher doch zu niedrig gewesen ist die Molkerei schuld!
Ein Punkt ist das das selber absichern an der Warenterminbörse ja einiges an Grundkosten mitbringt, und die Stückelungen den kleineren Betrieben evtl etwas heftig sind.
Da kann über den "Zwischenhändler" Molkerei ja möglicherweise einiges an Kosten gespart werden und die Mengen etwas besser angepasst werden.
Mit welchen Preisen die Landwirte zufrieden sind oder nicht, das erfahren die Molkereigewaltigen spätestens auf den Versammlungen.
Dieser ist idr. nicht absolut, sondern relativ: ein bescheidener Milchpreis(<30cent) der 1-2 cent über den Nachbarmolkereien liegt ist OK, während ein hoher Auszahlungspreis(>35 cent) der unter den Vergleichspreisen liegt eine mittlere Katastrophe darstellt.
"Wer sich im Geschichtsunterricht gefragt hat, wie man in den 1930ern in kurzer Zeit so viel Hass säen konnte, der kann nun live zuschauen."
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Re: Milchpreisvergleich

Beitragvon T5060 » Mo Dez 25, 2017 9:37

Bringt im langjährigen Mittel keinen besseren oder schlechteren Milchpreis, jedoch die Transaktionskosten gehen zu Lasten des Gewinns.
Soll das die Lösung bei Molkereiversagen sein ?
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