LUV hat geschrieben:
Ich stelle mal in Frage, ob der Verbaucher sich abheben will, oder ob ihm suggeriert wird, dass er sich abheben muss...Werbung funktioniert durch Suggerierung, von z.B. gesünder, jünger und vitaler. Würden diese Suggerierungen nicht medial dauerbefeuert, würde man doch ganz anders vermarkten.
Wenn der Verbraucher etwas absolut nicht will, dann nutzt auch das schönste Suggerieren nichts. Siehe den mageren Bioanteil, an zu wenig Schleichwerbung und Diffamierung moderner Landwirtschaft liegt das ganz sicher nicht, das läuft in Endlosschleife rund um die Uhr.
Dabei darf man nicht vergessen, Bio gab es auch schon vorher, Demeter ist bald 100 Jahre alt und Reformhäuser verkaufen ähnlichen Senf und das schon sehr lange ohne diese ständige Bio-Propaganda. Das ging nur, weil es da eindeutig ein vorhandenes Bedürfnis war und das ist auch immer noch da.
Nur bei dem von den Grünen künstlich aufgesetzten Bio-Hype stimmt ganz eindeutig das Angebot nicht. Denn was da mit diesem enormen Werbeaufwand zusätzlich generiert wird, ist ein Witz. Eigentlich auch kein Wunder, die grünen Khmer geben sich zwar gern als Menschenfreunde sind aber eigentlich mehr das Gegenteil. Sie beanspruchen für sich die absolute Deutungshoheit und die Bedürfnisse der Verbraucher sollen sich dem gefälligst unterzuordnen. Tun sie aber nicht.
Viele Angebote der Discounter werden von Markenherstellern unter anderen Handelsnamen geliefert, aber dieses System ist nicht gerade transparent. Da dürfte kaum ein Kunde tatsächlich wissen, wer Hersteller der gerade gekauften Ware ist.
Es geht auch voll transparent innerhalb eines Konzerns. Seat gehört zum VW-Konzern und der Seat Inca wurde auch in D vertrieben. Trotzdem verkaufte VW den gleichen Wagen, auch in Spanien bei Seat gebaut, zusätzlich noch als VW Caddy.
Wie gesagt, alles öffentlich bekannt und trotzdem wird es sich für VW schon gelohnt haben, bei einem Teil der Produktion gegen Aufpreis VW-Zeichen montieren zu lassen. Die Käufer werden kaum ernsthaft geglaubt haben, ein besseres Auto zu bekommen. Sie wollten dieses Auto aber sie wollten es als VW und waren bereit, dafür extra zu zahlen. Mit Werbung bekommt man so etwas nicht hin, mit dem Erkennen von vorhandenen Bedürfnissen schon.
