Viele von uns kennen das Problem seit Jahren: steigende Auflagen, steigende Kosten, aber Preise, die vom LEH diktiert werden. Verträge werden einseitig angepasst, Aktionen gehen zulasten der Erzeuger, und am Ende bleibt beim Landwirt wie auch beim Verarbeiter zu wenig hängen.
Ich möchte eine Idee zur Diskussion stellen: Warum schaffen wir nicht selbst einen Gegenpol zum klassischen Lebensmitteleinzelhandel – organisiert als Genossenschaft?
In fast jedem Ort stehen ehemalige LEH-Standorte leer: alte Edeka-, Rewe- oder Plus-Märkte, oft mit Parkplätzen, Kühlung, Lagerflächen. Infrastruktur ist also vorhanden. Die Idee wäre, diese Standorte genossenschaftlich zu betreiben und dort Grundnahrungsmittel – regional erzeugt und verarbeitet – nahe am Selbstkostenpreis anzubieten.
Gedanke dahinter:
-Landwirte und Lebensmittelverarbeiter sind gleichzeitig Eigentümer und Lieferanten.
-Keine Gewinnmaximierung, sondern Kostendeckung + stabile Erzeugerpreise.
-Kurze Lieferketten, transparente Kalkulation.
-Verbraucher bekommen ehrliche Preise, Landwirte Planungssicherheit.
Ich bin überzeugt, dass es nicht nur viele Landwirte gibt, die „die Schnauze voll haben“, sondern auch Molkereien, Bäckereien, Schlachtereien, Mühlen, die unter dem Preisdruck leiden und offen für neue Wege wären.
Langfristig ließe sich so ein Modell auch standardisieren (Franchise-ähnlich): ein einheitliches Konzept, gemeinsame IT, Einkauf, Logistik – aber lokal getragen und entschieden.
Mich interessiert:
-Haltet ihr das für realistisch?
-Würdet ihr euch als Lieferant, Mitglied oder sogar Betreiber beteiligen?
-Wo seht ihr die größten Hürden: Verbraucherakzeptanz, Logistik, Kapital, Bürokratie?
Ich habe das ganze mal durch ChatGPT gejagt: https://chatgpt.com/s/t_693d4ca9c0e4819 ... 17b36b9bd2
Das ganze in Verbindung mit einer "Mitgliedschaft" der Kunden hätte meiner Ansicht nach Potential.
Ich freue mich auf eine sachliche Diskussion – nicht als „Anti-alles“, sondern als konstruktive Alternative, um Wertschöpfung wieder dahin zu holen, wo sie entsteht.

Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet