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Mit Genossenschaft Gegenpol zum LEH schaffen?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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122 Beiträge • Seite 1 von 9 • 1, 2, 3, 4, 5 ... 9
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Mit Genossenschaft Gegenpol zum LEH schaffen?

Beitragvon Carsten » Sa Dez 13, 2025 12:26

Viele von uns kennen das Problem seit Jahren: steigende Auflagen, steigende Kosten, aber Preise, die vom LEH diktiert werden. Verträge werden einseitig angepasst, Aktionen gehen zulasten der Erzeuger, und am Ende bleibt beim Landwirt wie auch beim Verarbeiter zu wenig hängen.

Ich möchte eine Idee zur Diskussion stellen: Warum schaffen wir nicht selbst einen Gegenpol zum klassischen Lebensmitteleinzelhandel – organisiert als Genossenschaft?

In fast jedem Ort stehen ehemalige LEH-Standorte leer: alte Edeka-, Rewe- oder Plus-Märkte, oft mit Parkplätzen, Kühlung, Lagerflächen. Infrastruktur ist also vorhanden. Die Idee wäre, diese Standorte genossenschaftlich zu betreiben und dort Grundnahrungsmittel – regional erzeugt und verarbeitet – nahe am Selbstkostenpreis anzubieten.

Gedanke dahinter:
-Landwirte und Lebensmittelverarbeiter sind gleichzeitig Eigentümer und Lieferanten.
-Keine Gewinnmaximierung, sondern Kostendeckung + stabile Erzeugerpreise.
-Kurze Lieferketten, transparente Kalkulation.
-Verbraucher bekommen ehrliche Preise, Landwirte Planungssicherheit.

Ich bin überzeugt, dass es nicht nur viele Landwirte gibt, die „die Schnauze voll haben“, sondern auch Molkereien, Bäckereien, Schlachtereien, Mühlen, die unter dem Preisdruck leiden und offen für neue Wege wären.

Langfristig ließe sich so ein Modell auch standardisieren (Franchise-ähnlich): ein einheitliches Konzept, gemeinsame IT, Einkauf, Logistik – aber lokal getragen und entschieden.

Mich interessiert:
-Haltet ihr das für realistisch?
-Würdet ihr euch als Lieferant, Mitglied oder sogar Betreiber beteiligen?
-Wo seht ihr die größten Hürden: Verbraucherakzeptanz, Logistik, Kapital, Bürokratie?

Ich habe das ganze mal durch ChatGPT gejagt: https://chatgpt.com/s/t_693d4ca9c0e4819 ... 17b36b9bd2

Das ganze in Verbindung mit einer "Mitgliedschaft" der Kunden hätte meiner Ansicht nach Potential.

Ich freue mich auf eine sachliche Diskussion – nicht als „Anti-alles“, sondern als konstruktive Alternative, um Wertschöpfung wieder dahin zu holen, wo sie entsteht.
Gruß
Carsten
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Re: Mit Genossenschaft Gegenpol zum LEH schaffen?

Beitragvon RABE-Profi » Sa Dez 13, 2025 12:57

Als allererstes solltest Du mal analysieren, WARUM die alten leerstehenden Geschäfte aufgehört haben.
Das wird ja einen Grund haben.
Wahrscheinlich zu wenig Kunden.
Denn wenn schon mal vorher zu wenig Kunden da waren, werden es danach meist nicht mehr.
Du brauchst auch wieder Personal und so weiter.
Ich glaube nicht daran, daß das Wiederbeleben eines leerstehenden Marktes funktioniert.
Deutschland: das größte Irrenhaus der Welt. Hier laufen die Verbrecher frei herum
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Re: Mit Genossenschaft Gegenpol zum LEH schaffen?

Beitragvon 240236 » Sa Dez 13, 2025 13:07

Bei uns gibt es mehrere solcher Dorfläden. Der eine läuft besser, der andere schlechter. Je stadtnäher, desto schlechter. Das Problem ist, daß ein Laden dein gewisses Grundsortiment braucht, daß ein Kundenstamm entsteht. Um den personellen Aufwand zu reduzieren, kaufen diese bei einem Großhändler diese Waren ein und das ist meist EDEKA und schon sind wir wieder beim LEH.
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Re: Mit Genossenschaft Gegenpol zum LEH schaffen?

Beitragvon langer711 » Sa Dez 13, 2025 13:16

Ich bin skeptisch
Der LEH hat es auch nicht leicht.
In den 80ern fingen die Supermärkte an, die Tante Emma Läden auszuhebeln, welche es heute nicht mehr gibt.

Direkt am Endkunden wird das meiste Geld geholt, klar. Aber das kostet auch viel Zeit und damit Personal.

Ein 24/7 Automaten Shop wäre eine Option.
Kleine Verkaufsautomaten kennen wir schon.
Die Leute schauen nicht auf den Preis, wenn sie „haben wollen“.
Insbesondere Grillgut kann mit ordentlich Aufschlag abgesetzt werden, weil die Kunden je nach Wetter spontan Lust aufs Grillen bekommen und Material brauchen.

Ich werfe daher mal den Gedanken in den Raum:
Nicht auf Standard Märkte setzen, sondern auf große 24/7 Automaten Supermärkte.

Keine Öffnungszeiten, flexible Arbeitszeiten zum Nachfüllen.

Nachteil:
Kartoffeln, Eier, Obst etc. braucht eine gewisse Standardverpackung, die automatentauglich ist.

Außerdem sollte der Kunde „sein“ Produkt vorher wenigstens sehen können, bevor er sich für oder gegen den Kauf entscheidet.

Mit den herkömmlichen Verkaufsautomaten ist das oft nicht der Fall.

Zum Bezahlen:
Nicht jeder Automat einzeln, sondern sammeln und alles auf einmal.

Ich hab da ne Idee im Kopf, die alles unter einen Hut bringt, aber das sprengt hier den Rahmen.
Der technische Aufwand ist zwar sehr groß, aber wenn’s einmal läuft, kann es preiswert kopiert werden.
Hier könnte Ihre Werbung stehen... 8)
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Re: Mit Genossenschaft Gegenpol zum LEH schaffen?

Beitragvon Manfred » Sa Dez 13, 2025 13:21

Mit dem Grundgedanken gehe ich schon lange schwanger, die gesamte Kette inkl. des Einzelhandels in bäuerliche Hand zu legen.
Aber das Problem landwirtschaftlicher Genossenschaften, von denen in den letzten Jahrzehnten so viele gescheitert sind, geht nicht weg: Die allermeisten Bauern sind keine Herzblutunternehmer, sondern land- und maschinengeile Hobbybauern, die viel arbeiten, um ihr Hobby zu subventionieren.
Und so agieren sie auch als Genossenschaftler. In Folge handeln die Genossenschaften nicht unternehmerisch und haben gegen Herzblutunternehmer wie Tönnies und Albrecht außerhalb von Nischen nicht die geringste Chance.
Auch Verbrauchersolidarität existiert nur in Nischen. Um im hochumkämpften Lebensmittelmarkt zu bestehen, muss man gleiche Qualität billiger oder bessere Qualität zum gleichen Preis oder Produkte mit Alleinstellungsmarkmalen liefern und entsprechendes Marketing betreiben.
Mit einer Kuschel-Genossenschaft die lieb zu Lieferanten und Mitarbeitern ist und auf Gewinne verzichtet, geht das nicht.
Die "Genossenschaft" müsste herzblutunternehmerisch agieren und die Landwirte dürften ihre Vorteil alleine aus dem Wachstum ihrer Beteiligung an diesem Unternehmen ziehen.
Eine bessere Organisationsform wäre eine AG deren Aktien ausschließlich unter aktiven Landwirten und Mitarbeitern der AG gehandelt werden dürfen.
Von der bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall lässt sich einiges abschauen. Aber diese besetzt auch nur Nischen und Bühler Senior war und ist Herzblutunternehmer.
Was Kundenbindung angeht, könnte man sich am Mitgliedschaftsmodell von Costco orientieren.
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Re: Mit Genossenschaft Gegenpol zum LEH schaffen?

Beitragvon Carsten » Sa Dez 13, 2025 13:47

Manfred hat geschrieben:Mit dem Grundgedanken gehe ich schon lange schwanger, die gesamte Kette inkl. des Einzelhandels in bäuerliche Hand zu legen.
Aber das Problem landwirtschaftlicher Genossenschaften, von denen in den letzten Jahrzehnten so viele gescheitert sind, geht nicht weg: Die allermeisten Bauern sind keine Herzblutunternehmer, sondern land- und maschinengeile Hobbybauern, die viel arbeiten, um ihr Hobby zu subventionieren.
Und so agieren sie auch als Genossenschaftler. In Folge handeln die Genossenschaften nicht unternehmerisch und haben gegen Herzblutunternehmer wie Tönnies und Albrecht außerhalb von Nischen nicht die geringste Chance.
Auch Verbrauchersolidarität existiert nur in Nischen. Um im hochumkämpften Lebensmittelmarkt zu bestehen, muss man gleiche Qualität billiger oder bessere Qualität zum gleichen Preis oder Produkte mit Alleinstellungsmarkmalen liefern und entsprechendes Marketing betreiben.
Mit einer Kuschel-Genossenschaft die lieb zu Lieferanten und Mitarbeitern ist und auf Gewinne verzichtet, geht das nicht.
Die "Genossenschaft" müsste herzblutunternehmerisch agieren und die Landwirte dürften ihre Vorteil alleine aus dem Wachstum ihrer Beteiligung an diesem Unternehmen ziehen.
Eine bessere Organisationsform wäre eine AG deren Aktien ausschließlich unter aktiven Landwirten und Mitarbeitern der AG gehandelt werden dürfen.
Von der bäuerlichen Erzeugergemeinschaft Schwäbisch Hall lässt sich einiges abschauen. Aber diese besetzt auch nur Nischen und Bühler Senior war und ist Herzblutunternehmer.
Was Kundenbindung angeht, könnte man sich am Mitgliedschaftsmodell von Costco orientieren.


Das ist doch mal ein konstruktiver Beitrag. Die Bauern sollen ja nicht Unternehmer werden sondern die Richtung vorgeben. Für alles andere kann man Leute beschäftigen. Ich kann dieses Mi-mi langsam auch nicht mehr höhren. Ohh uns geht es doch so schlecht. Kommt dann mal ein Vorschlag zur Verbesserung - achnee das geht aber nicht. Gewöhnt euch mal lösungsorientiertes Denken an.
Gruß
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Re: Mit Genossenschaft Gegenpol zum LEH schaffen?

Beitragvon Carsten » Sa Dez 13, 2025 13:51

RABE-Profi hat geschrieben:Als allererstes solltest Du mal analysieren, WARUM die alten leerstehenden Geschäfte aufgehört haben.
Das wird ja einen Grund haben.
Wahrscheinlich zu wenig Kunden.
Denn wenn schon mal vorher zu wenig Kunden da waren, werden es danach meist nicht mehr.
Du brauchst auch wieder Personal und so weiter.
Ich glaube nicht daran, daß das Wiederbeleben eines leerstehenden Marktes funktioniert.


Hättest du auch selber in 10sek raus bekommen können:

Mangel an Kunden liegt es in den meisten Fällen nicht. Mehr Verkaufsfläche, besserer Standort. Nicht zu unterschätzen, langfristige Mietverträge werden aufgrund von gierigen Vermietern gekündigt.

Es geht ja auch nicht darum das Konzept vom LEH 1:1 zu kopieren.
Gruß
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Re: Mit Genossenschaft Gegenpol zum LEH schaffen?

Beitragvon Carsten » Sa Dez 13, 2025 13:56

langer711 hat geschrieben:Ich bin skeptisch
Der LEH hat es auch nicht leicht.
In den 80ern fingen die Supermärkte an, die Tante Emma Läden auszuhebeln, welche es heute nicht mehr gibt.

Direkt am Endkunden wird das meiste Geld geholt, klar. Aber das kostet auch viel Zeit und damit Personal.

Ein 24/7 Automaten Shop wäre eine Option.
Kleine Verkaufsautomaten kennen wir schon.
Die Leute schauen nicht auf den Preis, wenn sie „haben wollen“.
Insbesondere Grillgut kann mit ordentlich Aufschlag abgesetzt werden, weil die Kunden je nach Wetter spontan Lust aufs Grillen bekommen und Material brauchen.

Ich werfe daher mal den Gedanken in den Raum:
Nicht auf Standard Märkte setzen, sondern auf große 24/7 Automaten Supermärkte.

Keine Öffnungszeiten, flexible Arbeitszeiten zum Nachfüllen.

Nachteil:
Kartoffeln, Eier, Obst etc. braucht eine gewisse Standardverpackung, die automatentauglich ist.

Außerdem sollte der Kunde „sein“ Produkt vorher wenigstens sehen können, bevor er sich für oder gegen den Kauf entscheidet.

Mit den herkömmlichen Verkaufsautomaten ist das oft nicht der Fall.

Zum Bezahlen:
Nicht jeder Automat einzeln, sondern sammeln und alles auf einmal.

Ich hab da ne Idee im Kopf, die alles unter einen Hut bringt, aber das sprengt hier den Rahmen.
Der technische Aufwand ist zwar sehr groß, aber wenn’s einmal läuft, kann es preiswert kopiert werden.


Es ist nur eine Frage der Zeit bis diese 24/7 Automaten die an jeder Ecke stehen Auflagen bekommen und verschwinden. Der Wartungs- und Instandhaltungsaufwand ist da auch viel zu hoch wenn du für jeden Artikel so einen bescheuerten Automaten hinstellen willst. Selbstbedienerkassen mit Aufsichtsperson und Kameraüberwachung. Zu Öffnungszeiten kann jeder rein. Außerhalb der Öffnungszeiten kommst du nur mit deiner Kundenkarte rein. Einen gewissen Schwund musst du einkalkulieren. ist aber immer noch besser als wie Personal vorzuhalten. Du bist aber schon einen Schritt weiter.
Gruß
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Re: Mit Genossenschaft Gegenpol zum LEH schaffen?

Beitragvon 826 » Sa Dez 13, 2025 14:02

Da könnte sich was entwickeln....
Hier hört man von den ersten Dorfgemeinschaften, die solche Genossenschaften gründen wollen. Allerdings von der Verbraucherseite aus. Es werden praktisch große, begehbare "Verkaufsautomaten" geplant, die man nur mit persönlicher Identifikation betreten und dann einkaufen kann. So ein System liesse sich ja standardisieren (zb. in einem Seecontainer oder in diesen Büro- oder Unterkunftscontainern). So könnte auch in jedem kleineren Dorf so eine Einkaufsmöglichkeit entstehen. Wenn es nicht läuft, kann so ein Container relativ einfach versetzt werden.
Speziell in meinem oder unserem Fall bestünde die Möglichkeit mit einigen Schweinehaltern zusammen z.B. ein mal täglich oder jeden 2. Tag zum Schlachthof zu fahren (wir liefern alle dort hin) und dann im Werksverkauf einzukaufen. Dann wird eine Rundtour gemacht und die Läden bzw. Container bestückt. Das gleiche wäre für die Milchbauern bei der hiesigen Hauptmolkerei wahrscheinlich auch möglich.
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Re: Mit Genossenschaft Gegenpol zum LEH schaffen?

Beitragvon Lenkfix » Sa Dez 13, 2025 14:03

Carsten hat geschrieben:Ich möchte eine Idee zur Diskussion stellen: Warum schaffen wir nicht selbst einen Gegenpol zum klassischen Lebensmitteleinzelhandel – organisiert als Genossenschaft?

Gibt es in Südtirol schon seit längerem in verschiedenen Dörfern meist als Bauernmarkt, z.b. einer im Vinschgau direkt an der Reschenstraße von Landwirten vor Jahren kompl. Neu-Modern erbaut und betrieben, wie es aussieht läuft der Laden. Würde einfach von solchen bestehenden Projekten mal erste Info einholen.
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Re: Mit Genossenschaft Gegenpol zum LEH schaffen?

Beitragvon 240236 » Sa Dez 13, 2025 14:05

Carsten: Schau dir mal unsere "Dorfladenbox Pfarrkirchen" an. Läuft gut, aber es herrscht halt das Problem, daß viele nur ein Geschäft zum Einkaufen wollen, wo sie alles bekommen.
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Re: Mit Genossenschaft Gegenpol zum LEH schaffen?

Beitragvon T5060 » Sa Dez 13, 2025 14:12

Eine Genossenschaft steigt und fällt mit dem Esel, der den Karren zieht und den Leuten, die schieben helfen :lol:

Unseren edelsten Oberbauern, Herrn Rukwied, hatten wir ja zur Baywa geschickt und der hat dabei hilflos zugeschaut wie 11 Mrd. € verbrannt wurden

Und wie sagte unser OberMolkereiEsel: FAUL ist das neue BIO

Die Leute wollen heute keine Kartoffeln, die wollen Pommes oder Klöße für die Mikrowelle und kein Dreck in der Showküche.

Möglich wäre ein Markthallen-Konzept in Regionen mit mehr als 500.000 Einwohnern, wo man auch das Lebensmittelhandwerk und kleine Verarbeiter mit einbezieht.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Mit Genossenschaft Gegenpol zum LEH schaffen?

Beitragvon Manfred » Sa Dez 13, 2025 14:17

T5060 hat geschrieben:Möglich wäre ein Markthallen-Konzept in Regionen mit mehr als 500.000 Einwohnern, wo man auch das Lebensmittelhandwerk und kleine Verarbeiter mit einbezieht.


Ist halt wieder nur Nische, aber als Startkonzept geeignet, um sich eine Grundlast aufzubauen.
Und das Lebensmittelhandwerk hätte den Vorteil, dass man das ähnlich einer Gemeinschaftspraxis organisierten könnte, um die Bürokratie zu bündeln und so die einzelnen Handwerksmeister zu entlasten.
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Re: Mit Genossenschaft Gegenpol zum LEH schaffen?

Beitragvon langer711 » Sa Dez 13, 2025 15:23

826 hat geschrieben:Da könnte sich was entwickeln....
Hier hört man von den ersten Dorfgemeinschaften, die solche Genossenschaften gründen wollen. Allerdings von der Verbraucherseite aus. Es werden praktisch große, begehbare "Verkaufsautomaten" geplant, die man nur mit persönlicher Identifikation betreten und dann einkaufen kann. So ein System liesse sich ja standardisieren (zb. in einem Seecontainer oder in diesen Büro- oder Unterkunftscontainern). So könnte auch in jedem kleineren Dorf so eine Einkaufsmöglichkeit entstehen. Wenn es nicht läuft, kann so ein Container relativ einfach versetzt werden.
Speziell in meinem oder unserem Fall bestünde die Möglichkeit mit einigen Schweinehaltern zusammen z.B. ein mal täglich oder jeden 2. Tag zum Schlachthof zu fahren (wir liefern alle dort hin) und dann im Werksverkauf einzukaufen. Dann wird eine Rundtour gemacht und die Läden bzw. Container bestückt. Das gleiche wäre für die Milchbauern bei der hiesigen Hauptmolkerei wahrscheinlich auch möglich.


Ja, so ähnlich war mein Beitrag weiter oben gemeint.

Carsten meint, das Automaten-Verkauf bald wieder verschwindet.
Ich sehe eher das Gegenteil kommen.
Die Lagerung der Produkte kann komplett steril und überwacht sein. Erst mit der Warenausgabe an den Kunden ist Temperatur z.B. nicht mehr garantiert.

Wenn man bedenkt, das die Kleinteile- und Päckchenlogistik mittlerweile komplett vollautomatisch abläuft (Amazon z.B.)
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Re: Mit Genossenschaft Gegenpol zum LEH schaffen?

Beitragvon fedorow » Sa Dez 13, 2025 15:32

Re: Mit Genossenschaft Gegenpol zum LEH schaffen?

Braucht man nicht. Damit macht man pleite. Immer mehr Armut in der Bevölkerung und die kaufen in Zukunft alle beim LEH ein, nicht im Dorfladen. Und der LEH macht die Preise.
Die Dorfläden mit ihren regionalen Produkten und höheren Preisen haben doch alle pleite gemacht.
Beispiel : Hier wurde vor 8 Jahren ein Dorfladen aufgezogen nur mit regionalen Produkten zum höheren Preis. Man konnte als Bürger damals Beteiligungen kaufen. Meinen Nachbarn hab ich damals dringend gewarnt, er hat trotzdem 5000 Euro investiert. Heute ist der Laden pleite und sein Geld weg. Hätte er diese 5000 Euro vor 8 Jahren an der Börse in einen Fond oder ETF investiert wärens heute 10 000 Euro.
So kann man Geld vermehren oder vernichten. Genauso wird das enden wenn Landwirte ihr eigenes Ding aufziehen wollen, als Gegenspieler zum mächtigen Einzelhandel.
Gab schon Landwirte die haben ihren eigenen Käse, Milch und Joghurt direkt verkauft, rechnet sich auch nicht. Darum macht das eigentlich keiner.

Goldene Regel : Angebot und Nachfrage. Trotz verkauf an den LEH bekamen Landwirte vor 2-3 Jahren 60 Cent Milchpreis heute glaub immer noch 50 Cent brutto incl Zulagen. Ne Schlachtkuh bringt heute immer noch 2000 Euro und wer ein Fleckvieh Bullenkalb verkauft bekommt 700 Euro.
Da wurde und wird gutes Geld verdient trotz Abgabe und Verkauf an die Großhändler. Das muss man auch sehen.

Funktioniert auch bei Weizen wenn das Angebot passt : Siehe die Preise 2022. Kontrakt Mai 2022 warens 40 Euro / dt. vom Großhändler
Zuletzt geändert von fedorow am Sa Dez 13, 2025 15:50, insgesamt 1-mal geändert.
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