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"Hühnermüdigkeit"
Trotz sorgfältiger Pflege des Auslaufes droht "Hühnermüdigkeit", die durch Wechsel des Auslaufes und Arzneimitteleinsatz, der dann zwangsläufig zu Arzneimittelrückständen in Eiern führt, gemindert werden kann (Siegmann, 1992). Unter Praxisbedingungen werden nach mehrjähriger Nutzung einer Auslaufhaltung trotz intensivem Arzneimitteleinsatzes Tierverluste von mehr als 30 % (!) berichtet (Tüller, 1996). Wissenschaftler aus der Schweiz, wo die Käfighaltung seit den 01.01.92 verboten ist, berichten von einer Verdreifachung der Tierverluste im Auslauf (Morgenstern, 1996). Auch Biobetriebe sind vor Atemwegsinfektionen, Coccidien und Tierverlusten nicht gefeit. So beklagte man (Zollitsch u. Ma., 1995) auf der 3. Wissenschaftstagung zum ökologischen Landbau im Januar 1995 in Kiel Tierverluste durch Coccidien von bis zu 50% (!) und den "nicht richtliniengemäßen" Einsatz von Coccidiostatica bei Bio - Hühnern. Auch Untersuchungen der Freien Universität Berlin (Hafez HM. et al. 2001) und Berichte aus der Praxis (DGS 2000) belegen Tierverluste bis 50%.
forenkobold hat geschrieben:Ulikum, weißt Du, wie unsere fruchtbarsten Böden entstanden sind?
Löß - und Schwemmlandböden.....
Bei mir ums Eck... Schmidener Feld oder Strohgäu zum Beispiel. Teils 30 Meter dicke Lößauflagen. 30 Meter gleicher Boden. Der ist dort nicht gewachsen.. die oberste natürliche Schicht ist dort der Muschelkalk.
Wahrscheinlich kapierst du aber garnicht, was ich damit sagen will.
flower-bauer hat geschrieben:Ja, aber wenn du davon ausgehst, dass die heutige Legehenne tatsächlich nur 12 % ihrer natürlichen Lebensdauer (variiert mutmaßlich je nach Haltungsform) erreicht und zudem die alten Sorten mutmaßlich wesentlich langlebiger waren, relativiert sich der Aussagehalt hinsichtlich der von dir publizierten "Legehennenverluste" eben ganz erheblich. Da die Verluste ja immer proportional zum jeweiligen Bestand gesehen werden müssen.
Zumindest eignen sie sich nicht dazu, die These zu untermauern, dass die Nutztiere trotz oder gerade wegen der Massentierhaltung gesünder wären als früher.
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