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Nagelneue BG-Anlage im Kreis BC/BaWü explodiert

Die 24h-Energie aus Organischer Trockenmasse.
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119 Beiträge • Seite 4 von 8 • 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8
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Beitragvon Komatsu » So Dez 23, 2007 21:11

Bei einem solchen Vorfall wird viel spekuliert und ne Ecke Schadenfreude ist auch dabei. Was genau passiert ist kann man erst sagen, wenn die Gutachten vorliegen und ausdiskutiert sind. Ausdiskutiert deshalb, weil Gutachter können sich auch irren, bzw. es entstehen durch die Gutachten neue Fragen, die durch den Gutachtenauftrag bzw. das Fachgebiet nicht aufgeklärt werden können. Das Geschwätz von Leuten und auch Aussagen von Zeugen können und dürfen nur Hinweise sein. Das Wahrnehmungsverhalten und das sich anschliessende Darstellungsvermögen von Menschen hat so seine Tücken.
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Beitragvon xyxy » Mo Dez 24, 2007 15:49

Da wird dann aber viel zurechtgegutachtert. Schließlich geht es hier um
Haftungsfragen bzw Garantieleistungen. Sicher will dann keiner seinen guten
Namen verlieren. Die Ursachen werden sicher nur Brandexperten finden
Und nun noch einen guten Rat an zukünftige Augenzeugen:
Bei so einem Ereigniss könnte es sich um diese Zeit auch um den Stern
von Bethlehem handeln! Somit Frohe Weihnachten!
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Beitragvon Mattie » Mo Dez 24, 2007 16:01

Ich bin ja ein Gönner meines alten Chef und der hat auch eine BGA (durfte mit dran bauen im Winter 2005/2006) und ich würde es ihm gönnen, wenn da auch mal...............................pfui Mattie, wie gehässig :twisted:
http://www.youtube.com/watch?v=An7PTGk2W0E
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Beitragvon euro » Mo Dez 24, 2007 17:31

Mattie hat geschrieben:Ich bin ja ein Gönner meines alten Chef und der hat auch eine BGA (durfte mit dran bauen im Winter 2005/2006) und ich würde es ihm gönnen, wenn da auch mal...............................pfui Mattie, wie gehässig :twisted:


Alte Liebe rostet nicht :wink:
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Beitragvon zara » Di Dez 25, 2007 5:16

>> http://www.szon.de/news/wirimsueden/lan ... ml?apage=0
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Beitragvon Komatsu » Di Dez 25, 2007 12:50

schimmel hat geschrieben:Na wenn auch der Toni Baumann schon sagt, dass eine BG so etwas wie ein besserer Gülletopf sei, na denn is ja alles in Ordnung...., wirklich ein Fachmann!!

Reini


Reinhard, in 10 Jahren als Gutachter habe ich gelernt, daß man dem Fussvolk und den Politikern die Dinge auf einem Niveau von 4. Jahr Grundschule erklären muss, sonst verstehen die nicht oder drehen es rum. Insofern hat Herr baumann die Sache genau auf den Punkt gebracht.
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Beitragvon zara » Di Dez 25, 2007 15:30

Quelle: bwagrar.de

Am vergangenen Sonntag explodierte im Landkreis Biberach, an der B312 von Riedlingen Richtung Zwiefalten, eine Biogasanlage aus bislang noch ungeklärten Gründen. Der Schaden liegt nach Schätzungen bei etwa 1,5 Mio Euro.

Die Biogasanlage Riedlingen war mit 1,05 MW el. die größte Biogasanlage im Landkreis Biberach. Die Anlage war erst in der Aufheiz- und Inbetriebnahmephase und hatte am Freitag den 14.12.2007 zum ersten mal Strom aus Biogas ins Netz eingespeist. Verletzt wurde bei der Explosion niemand, da sich zum Zeitpunkt des Ereignisses keine Person auf dem Gelände der Biogasanlage aufhielt.

Nach einer vorerst nur oberflächlichen Inaugenscheinnahme kann noch keine genaue Ursache für die außergewöhnliche Havarie genannt werden. Die kriminal- und physikalisch-technischen Ermittlungen sind erst angelaufen. Die Staatsanwaltschaft wird einen noch zu bestimmenden Sachverständigen Gutachter beauftragen. Der Schaden liegt nach bisherigen Schätzungen bei ca. 1,5 Mio Euro.

Bis jetzt ist nur offensichtlich, dass der etwa 22 Meter hohe Hauptfermenter mit einem Bruttovolumen von ungefähr 4.000 Qubikmeter aus miteinander verschraubten emaillierten Stahlplatten buchstäblich zerrissen wurde. Dabei ist der Inhalt der Erstfüllung (ein Teil Wasser, ein Teil Rindergülle und ein Teil Impfsubstrat aus anderen Biogasanlagen) offensichtlich schlagartig ausgelaufen. Die Wucht der auslaufenden Flüssigkeit erinnert in der Zerstörungswirkung an einen kleinen „Tsunami“. Durch das so im Fermenter entstehende Vakuum muss Luft in den entstandenen Fermenterhohlraum eingeströmt sein. Dadurch hat sich wahrscheinlich mit dem noch vorhandenen Restgas eine zündfähige Methan-Luft-Mischung gebildet. Aufeinander reibende Eisenteile oder ein abgerissenes Leistungskabel des Rührwerkes könnten die Zündung ausgelöst haben. Die Wucht der Verpuffung, die bei solchen Gemischen eine Druckwelle von etwa sechs bar aufbaut, lässt auf ein wesentlich größeres zündfähiges Gemisch-Volumen schließen, als nur der Gasraum des substratgefüllten Fermenters.

Die Zündung ging offensichtlich nicht vom Blockheizkraftwerk-Raum aus. Die Beschädigungen im Blockheizkraftwerk-Raum sind im Wesentlichen von der Flutwelle aus Gärsubstrat verursacht. Dies alles sind jedoch vor den abgeschlossenen Ermittlungen der Sachverständigen vorerst nur vorläufige Mutmaßungen und Hypothesen zum Schadensereignis.

Tatsache ist, dass Teile des Fermenters oder auch tonnenschwere Komponenten wie zum Beispiel die Fütterungs-Stopfpresse bis zu 50 Meter weit von ihrem ursprünglichen Montageort gefunden werden konnten.

Nach Aussagen der Betreiber war am Donnerstagabend eine Gasanalyse durchgeführt worden. Dabei lagen der Methangehalt bei 52 Prozent und der Sauerstoffgehalt bei etwa 0,5 Prozent. In einem solchen Gemisch ist eine Verpuffungs-Zündung nicht möglich weil sie dazu viel zu „fett“ wäre. Die Betreiber hatten die ÜUS noch am Freitagabend kontrolliert und mit einer Mischung 50 Prozent Wasser – 50 Prozent Glysanthin eingestellt. Der Nachgärer einschließlich der Doppelmembran-Gasspeicherhaube weisen nur verhältnismäßig geringe Beschädigungen auf. Offensichtlich befand sich im Gasraum des Nachgärers kein zündfähiges Gemisch.

Ein Öltank der zur Versorgung der mobilen Heizung für die Erstaufheizung auf dem Gelände aufgestellt war, wurde von dem „Substrat-Tsunami“ umgerissen. Dadurch liefen etwa 700 Liter leichtes Heizöl aus, was zu einer Kontamination des umgebenden Erdreichs führte. Ob eine Gefährdung des Grundwassers vorliegt, wird der Kreischemiker des Landratsamtes Biberach durch Boden- und Grundwasserproben noch feststellen.

Autor: Fachverband Biogas e.V.
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Beitragvon brainfart » Mi Dez 26, 2007 0:27

> Die Betreiber hatten die ÜUS noch am Freitagabend kontrolliert und mit
> einer Mischung 50 Prozent Wasser – 50 Prozent Glysanthin eingestellt.

Kann mal jemand erklären, was damit gemeint ist?
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Beitragvon euro » Mi Dez 26, 2007 10:33

ÜUS = Überdruck-Unterdruck-Sicherung
Zum Beispiel die hier:
http://www.agrikomp.de/lang_de/document ... artung.pdf

Persönlich glaub ich dass dies die absolut unsicherste Komponente einer BG ist. Grund, bei Anlagen mit hohem Durchsatz bildet sich soviel Kondenswasser dass der Frostschutz sehr schnell verwässert. Wir sind dazu übergegangen diesen nur noch pur zu verwenden und im Winter wöchentlich zu warten.
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alle spekulieren

Beitragvon stadlerg » Do Jan 03, 2008 17:29

hallo

1.wäre sicher sehr interessant was da raus kommt als ursache

2.noch viel interessanter wer den schaden trägt der geht ja sicher lich in die Mio ,man darf auch den vermögensschaden nicht vergessen wer kommt dafür auf
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Beitragvon H.B. » Do Jan 03, 2008 20:46

Zurzeit wird (oder wurde?) geprüft, ob nicht eine Grundabsenkung der auslösende Grund war, ist aber ne Info aus zweiter Hand.

Da reichen natürlich wenige Millimeter, um enorme Spannungen auf so einen Stahlbehälter auszuüben.
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Beitragvon Komatsu » Do Jan 03, 2008 21:03

Das Argument vom Hubert ist nicht von der Hand zu weisen. Wir hatten hier bei einem Industriebetrieb ein Rundsilo ( 25 m x 32 m ) das jenach Befüllung um 3 - 7 cm in der Höhe an der Bodenplatte wanderte. Steht das Ding dann schief verändern sich die Lastannahmen an den Wänden erheblich. Hab ein wenig den Eindruck das das Fach Baugeologie im Biogasanlagenbau sträflich ignoriert wird. Also ich kenne jetzt schon 3 Fälle, wo es erhebliche Probleme des wegen mit der Standsicherheit der doch sehr groß dimensionierten Flachsilos gibt.
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Beitragvon Komatsu » Fr Jan 04, 2008 0:27

Also hier streiten sich jetzt :

Der Eigentümer und Betreiber der Anlage,
der Anlagenhersteller,
der Betonbauunternehmer,
der Planer,
der Statiker,
die Haftpflichtversicherer der obengenannten
der Sachversicherer der Anlage

Ein Baugrundfehler ist noch nachvollziehbar, da ja der Baugrund und die Bodenplatte nicht weggeflogen sind. Die Schadenssumme hat eine Höhe, wo es sich für jeden beteiligten lohnt nicht nachzugeben.
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Beitragvon zara » Fr Jan 04, 2008 22:43

>> http://www.swr.de/nachrichten/bw/-/id=1 ... index.html
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fragen fragen

Beitragvon stadlerg » Di Jan 08, 2008 18:32

hallo

wer weiss mehr davon wäre sicher für einige sehr interessant was da schuld war gibt ja einige biogasanlagen inzwischen ,könnte ja die bestehend auch betreffen mal wer was weiss
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