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Neonicotinoide --Was Neues nach Glyphosat-

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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84 Beiträge • Seite 4 von 6 • 1, 2, 3, 4, 5, 6
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Re: Neonicotinoide --Was Neues nach Glyphosat-

Beitragvon elchtestversagt » Sa Apr 28, 2018 7:09

Jein, Lonar.
Es durfte in Deutschland kein Saatgut mit Sonido gebeizt werden.
Aber weil es ein "Deutsches" Verbot war, aber in der EU zugelassen ( EU-Regionen-Zulassung), konnte man es hier verwenden.
Man musste nur fertig gebeiztes Saatgut aus einem innerhalb der EU-Region liegenden Land Importieren ( hier zumeist Frankreich), dann ist es legal.
Wir setzen dieses Jahr auch wieder 5 ha Sonido-gebeiztes Maissaatgut ein, weil eine Moorfläche ständig unter Drathwurmbefall leidet.

Deshalb das EU-weite Verbot, denn sonst wären wie Rübelpillen alle aus dem Ausland gekommen.
So oder ähnlich ist es auch mit Glyfos..
Ein Nationales Verbot ist "fadenscheinig", solange das in einem Europäischen Land in der selben Region zugelassen ist, ist es Anwendbar.
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Re: Neonicotinoide --Was Neues nach Glyphosat-

Beitragvon cerebro » Sa Apr 28, 2018 7:30

Ähm.....muss Mais denn wirklich auf ne Moorfläche?
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Re: Neonicotinoide --Was Neues nach Glyphosat-

Beitragvon elchtestversagt » Sa Apr 28, 2018 7:32

Vorfrucht war Raps, aber der Weizen war da vergangenen Herbst nicht drillbar, bzw wenn man den rein bekommen hätte, wähe der eh versoffen...
Und hier wird viel Mais auf Moor angebaut.
Moor ist zwar nass, aber verzeiht dir alle Schadtaten ( rumwühlen, festsitzen, ausbaggern).
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Re: Neonicotinoide --Was Neues nach Glyphosat-

Beitragvon Somon » Sa Apr 28, 2018 21:26

Hallo,

aus den Beiträgen konnte ich bisher herauslesen, das hier keiner wirklich Ahnung von Imkerei hat. Nur Stamo hat ein bisschen vertieftes Fachwissen durchblicken lassen.

Wir imkern als Hobby - hauptsächlich meine Frau - mit derzeit nur 16 Völker. Das bedeutet aber nicht, das wir keine Ahnung haben, sondern nur das wir für mehr keine Zeit haben. Paule seine (wie immer) wohlformulierte und fundierte Aussage, das nur Imker mit 30+ Völkern wirklich Ahnung haben, ist (wie selten bei Paule) totaler Blödsinn. Ich behaupte, das ein guter (!) Hobbyimker mit 10- Völkern sogar besser ist, weil er einfach mehr Zeit für die Völker hat und diese auch artgerecht pflegen kann.

Richtig ist, das ein Sachkundenachweis nicht zwingend erforderlich ist, aber dringend empfohlen wird. Meine Frau und ich haben diesen. Der Lehrgang ist aber für den A****, nur Theorie ohne Praxisrelevanz und viel zu kurz. Gut wäre tatsächlich ein längerer verpflichtender Kurs mit hohem Praxisanteil - dafür müsste sich aber Imkerei auch lohnen. Und das tut sie sich in Deutschland garantiert nicht.

Richtig ist auch, das alle Imker große Probleme mit der Varoa- Milbe haben. Wie Stamo schon schrieb ist die Behandlung ein Lotteriespiel, da es dabei stark auf Witterung, Temperatur, Volkgröße und -stärke ankommt. Wir haben vor zwei Jahren die Winterbehandlung ausgelassen und hatten null Ausfälle. Im letzten Winter wurde uns vom Imkerbund, dem Tierarzt und einem Profiimker (geprüfter Sachverständiger) dringend zur Behandlung mit Oxalsäure empfohlen, die wir dann nach bestem Wissen und Gewissen und streng nach Anleitung durchgeführt haben. Und nun haben wir den Salat, mit einen Ausfall von 4 Völkern. Das ist in der Menge gerade noch vertretbar, aber trotzdem ärgerlich.

Ich gebe zu, das ich ehrlich nicht weiss woher das Bienensterben kommt. Fakt ist aber, das die s.g. Trachtenlücke immer größer wird, da es in der intensiven Landwirtschaft (die ich nicht ablehne) eine immer frühere und kürzere Blühphase gibt. Das gilt auch insbesondere für den Obstbau. Die Blühstreifen hier sind lächerlich, die Landwirte pflanzen nur dort die Greeningflächen, wo sie eh nichts anderes anbauen könnten. Dort sind auch kaum Pflanzen die für Bienen interessant sind. Unsere Bienen fangen schon ab Juni an zu suchen und müssen immer weitere Wege in Kauf nehmen, was wiederum weniger Kraft und Zeit zur Brut bedeutet. Diese Problematik kann man zumindest teilweise durch Mobilität abmildern, was aber wiederum mit Fachwissen, Aufwand und gutem Zeitmanagement verbunden ist.

Mein Schwiegervater imkert seit 60 Jahren, meine Frau ist quasi mit Bienen aufgewachsen. Wenn man seinen Erzählungen glauben schenkt, wozu ich stark neige, dann sind die Bienen in den letzten 20 Jahren immer anfälliger geworden. Auffällig ist, das viele Bienen nicht mehr den Weg zurück in den Stock finden - und da gibt es einen wissenschaftlich erhärteten Verdacht auf einen Zusammenhang mit NeoNics. Ob dem tatsächlich so ist, kann man schwer beweisen, aber alle Landwirte sollten ein gesteigertes Interesse an gesunden Bienen und Insekten haben. Dies steigert nämlich die Ernte beträchtlich. Also wäre es klug, nach Alternativen zu suchen, ohne dabei aber die wirtschaftlichen Nöte der Landwirte zu übersehen.

Eine kleine Beobachtung kann ich aber tatsächlich äussern: wenn rund um unser Dorf viel Raps angebaut wird, haben wir zwar viel Honig (ich mag keinen Rapshonig :D ), aber auch im anschließenden Winter deutlich höhere Ausfälle als in den Jahren ohne viel Raps. Ich werde die Tage mal bei einem Bierchen im Dorfkrug unsere Bauern befragen was sie da drauf sprühen, rein Interesse halber.

Paule kann seine sinnlose Spamflut mit Videos einfach nicht sein lassen. Schön daran ist aber, das dadurch immer mal auch interesante Themen entwickeln, also mach weiter.

Frohes Schaffen -

g.
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Re: Neonicotinoide --Was Neues nach Glyphosat-

Beitragvon Ferengi » Sa Apr 28, 2018 21:49

Somon hat geschrieben:Hallo,


...aber alle Landwirte sollten ein gesteigertes Interesse an gesunden Bienen und Insekten haben. Dies steigert nämlich die Ernte beträchtlich. Also wäre es klug, nach Alternativen zu suchen, ohne dabei aber die wirtschaftlichen Nöte der Landwirte zu übersehen.




Erklär mal wie die Bienen die Erträge von windbestäubten Pflanzen erhöhen.
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Re: Neonicotinoide --Was Neues nach Glyphosat-

Beitragvon Somon » Sa Apr 28, 2018 22:13

Hallo,

bei den meisten Feldfrüchten ist eine Insektenbestäubung nicht notwendig. Aber Obstbauern und Sonderkulturen haben eine deutliche Steigerung des Ertrages.

Ganz nebenbei: 75% der in Deutschland heimischen Pflanzen (nicht Nutzpflanzen) sind auf die Bestäubung durch Insekten (die meisten nicht auf Bienen) angewiesen. Ich weiss, das ist "dem Bauern" egal - die bringen keinen Ertrag (ich geh in Deckung und erwarte die Steinwürfe).

Raps ist meist ein wichtiger Faktor in der Fruchtfolge, und gerade für diesen sind Insekten wichtig. Aber ich bin kein Landwirt und schöpfe mein Halbwissen daher auch nur aus (un)seriösen öffentlichen Quellen.

Unsere Bauern hier im Ort sind auf jeden Fall nicht unglücklich über uns - auch weil sie immer mal nen Glas Honig geschenkt bekommen. Es geht hier nicht um Imkerei vs. Landwirtschaft, sondern um Imkerei mit und für die Landwirtschaft.

MFG - tg
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Re: Neonicotinoide --Was Neues nach Glyphosat-

Beitragvon Ferengi » Sa Apr 28, 2018 22:27

Somon hat geschrieben:Hallo,
Es geht hier nicht um Imkerei vs. Landwirtschaft, sondern um Imkerei mit und für die Landwirtschaft.



Dann sollte man seitens der Imker vielleicht langsam mal aufhören die Bauern für alles verantwortlich zu machen!

Seit dem mir mal jemand vorschreiben wollte das ich meine Kleewiesen nur noch nachts mähen dürfe,
weil ich sonst die Bienen zerhäcksel, will ich keine Bienenkästen mehr an meinen Wiesen.

Achja, schon mal drann gedacht das die Orientierungslosigkeit der Bienen auch vom JKK kommen könnte!?
Das Zeug ist hochgradig giftig und wird von den Ökos regelrecht gezüchtet. :roll: :roll:
Alkaloid-Honig...
Da kannsch auch gleich das Zeugs aus China kaufen.
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Re: Neonicotinoide --Was Neues nach Glyphosat-

Beitragvon Somon » Sa Apr 28, 2018 22:43

Warum denn gleich so aggressiv?

Ich mähe meine Wiesen auch am Tag - und alles andere ist Quatsch. Nur weil dich ein Spinner blöd angemacht hat, sind nicht alle Imker Öko- *Zensur* und Grünkiffer.
Das mit dem JKK wusste ich noch nicht - ist aber ein interessanter Aspekt. Ich kämpfe auch verbissen gegen das JKK - das ist für meine Schafe und für die Esser der Schafe äusserst ungesund. Wie kommst du drauf, das die Ökos (Hurra das Feindbild) das züchten?
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Re: Neonicotinoide --Was Neues nach Glyphosat-

Beitragvon Ferengi » Sa Apr 28, 2018 23:02

Somon hat geschrieben:Warum denn gleich so aggressiv?

Ich mähe meine Wiesen auch am Tag - und alles andere ist Quatsch. Nur weil dich ein Spinner blöd angemacht hat, sind nicht alle Imker Öko- *Zensur* und Grünkiffer.
Das mit dem JKK wusste ich noch nicht - ist aber ein interessanter Aspekt. Ich kämpfe auch verbissen gegen das JKK - das ist für meine Schafe und für die Esser der Schafe äusserst ungesund. Wie kommst du drauf, das die Ökos (Hurra das Feindbild) das züchten?



Weil mir dieses "Ihr seit an allem schuld" auf den Sack geht.
Was kommt seitens der Imker in der Öffentlichkeit und den sozialen Netzwerken?
Immer nur "Die bösen Bauern vergiften unsere Bienen". :roll: :roll:

Ich war immer der Meinung Bauern und Imker sitzen im selben Boot.
Aber ich will niemand im Boot sitzen haben, der mitter Bohrmaschine spielt.

Wie ich darauf kommen das Ökos JKK "züchten"?
Erstens weil sich das Zeug großteils von Naturschutzflächen ausbreitet, und auch wegen sowas:
https://www.topagrar.com/news/Home-top- ... 18413.html
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Re: Neonicotinoide --Was Neues nach Glyphosat-

Beitragvon T5060 » Sa Apr 28, 2018 23:13

Stellt euch mal vor bis etwa 1955 hatten wir flächendeckend BIO Landwirtschaft.
Bis etwa 1990 hatten wir Pflanzenschutzmittel die waren fast alle bienengefährlich.
Die waren so giftig, da fielen die Vögel schon beim Anblick der verschlossenen Packung tod vom Himmel.
Die Gülle wurde bei 1 km / h auf dem Acker verklappt, so dass sie zur Befahrkeit erst 3 Tage trocken musste,
kam zwischendurch Regen war sie dann halt Fischfutter.
1980 war der Antibiotika Vorrat auf den Höfen so bei einem halben Liter pro GV.
Der Maisanteil und die Viehbesätze damals waren viel größer.
1980 war das große Waldsterben und es wurde "Karl,der Käfer" besungen.
Im Jahre 2000 redete uns die KÜNAST ein, dass die Menschheit im Jahre 2010 wegen BSE ausgestorben sei.

Zwischen 1955 und 1990 hätte die ganze natur verschwinden müssen,

aber es gibt noch die Bienen, Vögel und Insekten

Wer heute das Verschwinden einer Art beklagt muss im Analogieschluß,
nach anderen Ursachen als in der Landwirtschaft suchen,
denn wäre die Landwirtschaft der Verursacher wäre schon vor 20 Jahren mit der Artenvielfalt Schluß gewesen.

@Somon Landwirtschaft und Natur, das sind Lehrberufe und sensible Themen. Ich vertraue einem Arzt, wenn er ein Skalpell in der Hand hält, bei jedem anderen vermute ich eine kriminelle Absicht. :mrgreen:
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Neonicotinoide --Was Neues nach Glyphosat-

Beitragvon Ferengi » Sa Apr 28, 2018 23:30

T5060 hat geschrieben:Stellt euch mal vor bis etwa 1955 hatten wir flächendeckend BIO Landwirtschaft.
Bis etwa 1990 hatten wir Pflanzenschutzmittel die waren fast alle bienengefährlich.
Die waren so giftig, da fielen die Vögel schon beim Anblick der verschlossenen Packung tod vom Himmel.
Die Gülle wurde bei 1 km / h auf dem Acker verklappt, so dass sie zur Befahrkeit erst 3 Tage trocken musste,
kam zwischendurch Regen war sie dann halt Fischfutter.
1980 war der Antibiotika Vorrat auf den Höfen so bei einem halben Liter pro GV.



Und genau DAS ist ja angeblich die gute alte Zeit...

Oder meinen die Ökos damit die Zeit wo nach schlechten Ernten ratzfatz mal ein paar hunderttausend Leute verhungert sind?
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Re: Neonicotinoide --Was Neues nach Glyphosat-

Beitragvon stamo » So Apr 29, 2018 10:10

T5060 hat geschrieben:Zwischen 1955 und 1990 hätte die ganze natur verschwinden müssen,

aber es gibt noch die Bienen, Vögel und Insekten

Wer heute das Verschwinden einer Art beklagt muss im Analogieschluß,
nach anderen Ursachen als in der Landwirtschaft suchen,
denn wäre die Landwirtschaft der Verursacher wäre schon vor 20 Jahren mit der Artenvielfalt Schluß gewesen.

@Somon Landwirtschaft und Natur, das sind Lehrberufe und sensible Themen. Ich vertraue einem Arzt, wenn er ein Skalpell in der Hand hält, bei jedem anderen vermute ich eine kriminelle Absicht. :mrgreen:


1950 gab es aber auf dem Schlag, auf dem heute ein ausgebildeter Landwirt Mais oder Weizen anbaut, fünf bis zehn Bauern, die zusätzlich Hafer, Flachs, Kartoffeln und Futterrüben anbauten und die ihre drei Rinder auf ihre eingezäunte Weide stellten, die jetzt umgebrochen und dem Maisschlag zugeordnet wurde.
Die gesamten Grenzstrukturen sind weg. Und während Bauer A auf seinen zwei Morgen Gift verteilt hat und alle Insekten und Vögel tot vom Himmel gefallen sind, konnten auf den Flächen von Bauer B bis F die Tiere überleben.

Heute hat auf den wenig ertragreichen Flächen der ausgebildete Schweinelandwirt als Ausgleich für den neuen Stall aufgeforstet. Dadurch gehen schon weider Grenzstrukturen und offene Flächen zurück und es gibt noch mehr Wald, von dem wir schon mehr als genug haben.

1950ff waren die Jäger und die reichen Weiber verrückt nach Fuchspelz. Das war gut für das Rebhuhn und den Kiebitz.
Heute freut sich der pfluglose Agraringenieur, der studierte Förster und der ambitionierte Hobbyholzer über die Füchse als kostenlose Mitarbeiter gegen die Mäuse. Dabei gehen die letzten Rebhühner vor die Hunde(artigen).

Da ich hier im Forum von ausgebildeten und/oder sachkundigen Landwirten mehrmals Schwächen im Dreisatz gesehen habe und wenn sie dann auch noch davon schwadronieren, dass sie mit Rapsglanzkäfern und Maiszünslern was für die Artenvielfalt tun, dann verliere ich jeden Respekt vor der dreijährigen Ausbildung im Treckerfahren und Kuhtittenzupfen.

Der Grund für das Verschwinden der Arten ist ganz klar auch(!) in der Landwirtschaft zu suchen, aber nicht im Glyphosat und den Neonicotinoiden, so wie es die vom Nabu verblödeten Imker und Jäger tun, sondern im Strukturwandel der Landwirtschaft.
"Wenn ich Waldbesitzer bin, dann bin ich auch für den Wald und was daraus wird verantwortlich und deshalb der Profi."
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Re: Neonicotinoide --Was Neues nach Glyphosat-

Beitragvon Eicher1950 » So Apr 29, 2018 10:22

Somon hat geschrieben:Warum denn gleich so aggressiv?





Weil er wenig bis überhaupt keine Ahnung hat. Außerdem ist das hier so üblich, dass man gegen die bösen Ökonasis kämpft...


Ich bin Landwirt UND Hobbyimker, ich habe in den letzten 6 Jahrzehnten noch nicht erlebt, dass DIE Imker (wer soll das sein?) Oder DIE Landwirte (gibt es auch nicht) pauschal irgendjemanden verurteilen. Ein Obstbauer bei dem ich jedes Jahr ein paar Völker stehen habe spritzt von sich aus immer in der Dämmerung. Wir machen es beispielsweise beim Raps genauso. Aber nicht damit man es nicht sieht, sondern weil die Bienen dann nicht mehr fliegen. Von solchen Zusammenarbeiten kenne ich etliche Fälle, nur bei den virtuellen Maulhelden, die in der Realität nicht sehr ernst genommen werden gibt es immer diese extremen Vorfälle. Und gerade Raps ist eine Frucht, wo man den Ertragsunterschied sehr deutlich merkt.


Bei uns dauert der Imkerlehrgang übrigens ein halbes Jahr und enthält theoretischen Unterricht sowie praktische Arbeiten am Volk.
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Re: Neonicotinoide --Was Neues nach Glyphosat-

Beitragvon Fassi » So Apr 29, 2018 10:31

Eicher1950 hat geschrieben:
Somon hat geschrieben:Warum denn gleich so aggressiv?





Weil er wenig bis überhaupt keine Ahnung hat. Außerdem ist das hier so üblich, dass man gegen die bösen Ökonasis kämpft...


Ich bin Landwirt UND Hobbyimker, ich habe in den letzten 6 Jahrzehnten noch nicht erlebt, dass DIE Imker (wer soll das sein?)... pauschal irgendjemanden verurteilen.


Dann hast du da aber Glück gehabt. Das ist mit einer der Gründe wieso ich nicht mehr zum Imkerstammtisch gehe. So gut wie jedes mal Aufklärungsarbeit, weil immer wieder einer der Vereinsmitglieder die Litanei (böse Gülleentsorgung, böses Silomähen, Giftspritzerei usw) anstimmt und min. zwei weitere mit einstimmen. Und je mehr jüngere mit "Stadthintergrund" und Abstand zur Landwirtschaft dazu kamen, desto schlimmer wurde es. Irgendwann hatte ich einfach keinen Bock mehr dadran.

Gruß
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Neonicotinoide --Was Neues nach Glyphosat-

Beitragvon Eicher1950 » So Apr 29, 2018 10:39

Keine Ahnung ob das Glück oder gut ausgebildete Imker sind. Ich habe selber lange Zeit welche ausgebildet, aber ich kenne eben auch beide Seiten. Diese neue Generation von Stadtimkern macht mir viel mehr Sorgen..
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