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Neonicotinoide --Was Neues nach Glyphosat-

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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84 Beiträge • Seite 6 von 6 • 1, 2, 3, 4, 5, 6
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Sachliche Beiträge erwünscht

Beitragvon adefrankl » So Apr 29, 2018 23:00

stamo hat geschrieben:Problem gelöst: Der Hagebau vor Ort bewirbt Kunstrasen im Garten.

Spannend ist, dass die aktuellen Forenimker durch sachlich richtige und intelligente Beiträge auffallen, und das, obwohl die Imker vor Ort allwissend und die Leserbriefschreiber in der Bienenzeitung im Glyphosat die Quelle allen Übels sehen.
Die derzeitigen Forenimker sehen Dinge von verschiedenen Perspektiven und nicht nur schwarz/weiß. Wer Landwirtschaft, Wald, Jagd, Natur und Insekten kennt und zu verstehen versucht, kann selbstverständlich viel reflektierter schreiben, als jemand, dessen Blick z.B. nur aus Sicht seiner geilen Kettensäge auf ein Objekt fällt.

Nun ich gehe davon aus, dass die große Masse der Landwirte auch einen konstruktiven Dialog wünscht. Um für mich zu sprechen, natürlich halte ich den Bienenschutz für wichtig. Und wenn irgendwelche Mittel die Bienen signifikant gefährten, dann muss das natürlich angegangen werden. Sei es durch entsprechende Auflagen und gegebenenfalls auch Verbote.
Das Problem ist halt, dass man immer mehr den Eindruck hat, dass bei vielen Regelungen die Erlassen werden und in der öffentlichen Diskussion nicht mehr die objektiven Tatsachen sondern ideologische Vorstellungen dominieren. (Gelegentlich mag dadurch auch ein sachlich zutreffendes Argument bei den Landwirten nicht mehr wahrgenommen werden).
Natürlich sind Insektizide potentiell für Bienen immer problematisch. Und daher ist schon nachzuvollziehen, dass man diese bei Problemen mit Bienen als mögliche Ursachen in Betracht zieht. Allerdings, wenn ich als Landwirt sehe, welche Mittel noch in den 70ern und 80ern üblich waren. Da wurde der Zwischenfruchtraps beispielsweise mit den hoch bienengefährlichen Mitteln E605 oder Undem flüssig gegen die Rübenblattwesbe behandelt, da die weit harmloseren Pyretroide es da noch nicht gab. Im Vergleich dazu, wirken doch die nun verbotenen Beizen recht harmlos. So habe ich zunöchst einige Male so gepeizten Raps mit der mechanischen(!) Drillmaschiene auf einen Feld, dass 4 m neben einen Bienenstand beginnt, ausgesäht. Und da gab es keine Probleme. Dann gab es ja die Bienenverluste im Zusammenhang mit dem gebeizten Mais und den pneumaticschen Drillmaschienen. Danach wurde die Beizanhaftung wesentlich verbessert und es gab die Vorschrift, dass man den Imker zwei Tage vor der Aussaat informieren muss, bei weniger als 50 m Abstand. Drr wusste damals auch nichts damit anzufangen als ich ihn angerufen hatte. Und nun, nach dem Verbot benötigt der Raps in machen Jahren halt eine Insektizidspritzung im Herbst. Ob dies ein Gewinn ist? die Alternative wäre den Raps durch Biogasmais zu ersetzen. Ob da die Bienen gewinnen.
Aber die Abnahme der Kulturvielfalt durch den Strukturwandel und auch durch die Vorschriften stellt sicher ein ernstes Problem für die Bienen dar, neben der Vaorra.Milbe.
Früher habe ich nach Wintergerste Phacelia angebaut (bis zur Weizenaussaat).Nun habe ich festgestellt, dass ohne jeden Stickstoff diese kaum wächst, nachdem auch noch das Stoh auf dem Feld verbeibt und keine organische Düngung erfolgt. Nur, aufgrund der Düngeverordnung kann ich mir nicht leisten zur Zwischenfrucht da Stickstoff zu geben. Daher habe ich den Phacelia Anbau inzwischen eingestellt. Das wird die Bienen allerdings auch nicht gerade freuen.
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
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Re: Neonicotinoide --Was Neues nach Glyphosat-

Beitragvon Paule1 » Sa Jun 09, 2018 21:26

Das werden wir spätesten wieder im Herbst oder dann im Frühjahr erfahren wenn die Z`Rüben zur Aussaat kommen. :klug:

Pflanzenschutzmittel
Französische Behörde: Neonicotinoide kaum zu ersetzen


Pflanzenschutzmittel auf der Basis von neonicotinoiden Wirkstoffen sind nicht ohne Weiteres zu ersetzen, auch wenn für die meisten Anwendungen ausreichend wirksame Alternativen existieren. Zu diesem Ergebnis kommt das französische Amt für Gesundheitsschutz in Ernährung, Umwelt und Arbeit (ANSES) in einem aktuellen Bericht über Risiken und Nutzen der Wirkstoffe.



https://www.agrarheute.com/pflanze/franzoesische-behoerde-neonicotinoide-kaum-ersetzen-545516?utm_campaign=ah-newsalarm&utm_source=agrarheute&utm_medium=newsletter&utm_term=2018-06-08
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Re: Neonicotinoide --Was Neues nach Glyphosat-

Beitragvon bauer hans » Di Jun 12, 2018 19:55

heute um 21.00 WDR QUARKS übers insektensterben.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Neonicotinoide --Was Neues nach Glyphosat-

Beitragvon germane » Mi Jun 13, 2018 7:28

Vor ein paar Wochen war in der WamS ein Artikel zu den Bienen. Demnach hat sich die Zahl der Bienenvölker in Bayern seit 2012 von 152 000 auf über 190 000 erhöht. Wenn so eine Erhöhung möglich ist, werden wohl gar nicht so viele Völker sterben.

Die Honigbienen seien zum Problem für die Wildbienen geworden. Den die Wildbienen seien kleiner und flögen nur ca. 150 m im Umkreis vom Nest im Gegensatz zu den 2000 m der Nutzbienen.
Das Volk der Ukraine verteidigt die Ausbeutung Europas durch die Amerikaner
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Re: Neonicotinoide --Was Neues nach Glyphosat-

Beitragvon cerebro » So Jun 24, 2018 10:43

Insektenplage 2018 !!! Verdammt


https://www.spektrum.de/news/muecken-si ... ch/1571448

"Zumindest in den Medien scheint eine Mückenplage ausgebrochen zu sein. »Das goße Stechen« titelt die »Hessische Niedersächische Allgemeine«. »Mückenplage am Bodensee steht bevor« liest man bei »Vorarlberg Online«. »Mücken nerven Duisburger Süden«, schreibt die »Westdeutsche Allgemeine Zeitung«. Eine Schule in Velbert bei Düsseldorf schließt wegen Eichenprozessionsspinnern. Auch Ameisen und Buchsbaumzünsler scheinen dieses Frühjahr laut Medienberichten zur Pest zu werden. Haben wir eine Plage an bestimmten Insekten?

»Rein wissenschaftlich ist das nicht so leicht festzustellen. Es ist fast unmöglich, Mückendichten oder Insektenzahlen genau zu bestimmen«, sagt Helge Kampen vom Friedrich-Loeffler-Institut in Greifswald. Gemeinsam mit seiner Kollegin Doreen Walther vom Leibniz-Zentrum für Agrarlandschaftsforschung in Müncheberg betreibt er den Mückenatlas, ein Citizen-Science-Projekt, das mit Bürgerbeteiligung Verbreitungskarten der einzelnen Mückenarten erstellt. »Die Eingänge aus der Bevölkerung legen allerdings nahe, dass es in bestimmten Regionen Deutschlands zurzeit tatsächlich sehr viele Mücken gibt«, meint Kampen."
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Re: Neonicotinoide --Was Neues nach Glyphosat-

Beitragvon Paule1 » Di Jul 24, 2018 3:55

Wer braucht jetzt schon Neonicotinoide :?:

Nun ist zuerst mal Glyphosat angesagt :idea:
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Re: Neonicotinoide --Was Neues nach Glyphosat-

Beitragvon DWEWT » Fr Dez 11, 2020 20:47

Die Klöcknerin ist nicht bereit, eine pauschale nationale Notfallzulassung für Neonikotinoide auf den Weg zu bringen. Sie schiebt den "Schwarzer Peter" ihren LandeskollegenInnen zu. Diese sollen evtl. im nächsten Frühjahr entsprechende Anträge stellen. Schaut man sich die Landesministerien an, dürfte klar sein, dass es keine Zulassung geben wird. Das war es dann wohl.
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Re: Neonicotinoide --Was Neues nach Glyphosat-

Beitragvon Paule1 » Fr Dez 11, 2020 21:06

Warum sollte neben der Wirtschaft nicht auch die Landwirtschaft platt gemacht werden.

Wir müssen doch mit unseren 2% Weltweit gesehen , das Klima-die Insekten-retten oder zumindest den anderen zeigen wie es geht damit sie es nachmachen. :idea:

:klug: Wie doch wie sagte Fritz Vahrenholt in den Video, wer eine "Totes Pferd reitet sollte absteigen wenn er das merkt" das es tot ist https://www.youtube.com/watch?v=kafl_jnqmxc
Zuletzt geändert von Paule1 am Fr Dez 11, 2020 21:37, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Neonicotinoide --Was Neues nach Glyphosat-

Beitragvon Zement » Fr Dez 11, 2020 21:35

DWEWT hat geschrieben:Die Klöcknerin ist nicht bereit, eine pauschale nationale Notfallzulassung für Neonikotinoide auf den Weg zu bringen.

Scheinbar kann sie nicht alles hinbiegen, so das es passt.
Olli der Astroturfing
https://www.youtube.com/watch?v=UTPS14A37_s
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