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Neue Lohnunternehmen braucht das Land

Hier findet man Hilfe in Sachen Landtechnik.
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63 Beiträge • Seite 2 von 5 • 1, 2, 3, 4, 5
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Re: Neue Lohnunternehmen braucht das Land

Beitragvon 4911 » Mo Jul 13, 2020 22:09

Todde hat geschrieben:Offensichtlich eine Neiddebatte.
Nicht jeder wird sein Kapital gewinnbringend umsetzen aber einige werden es.
Wenn sich dann hier Krauter melden und sich fragen wie das geht, dann sollten sich diese fragen, warum andere etwas machen, was man hätte machen können.

Mut und Willen gehört nun mal dazu und garantiert nicht "Hat Opa schon so gemacht".

Aber der Neid ist nun mal in Deutschland eine Größe.


würd ich jetzt nicht gleich als Neiddebatte abwerten. Fakt ist: es gibt sowohl landwirtschaftliche Betriebe als auch Lohnunternehmen die es nicht geschafft haben, ihre
Ambitionen hinsichtlich Größenwachstum auch finanztechnisch (Zins und Tilgung) auf die Reihe zu bekommen. Deren Kreditausfälle werden auch durch die "Krauter", die
kleinere Brötchen backen und ihren Kapitaldienst nicht schuldig bleiben, mitfinanziert.
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Re: Neue Lohnunternehmen braucht das Land

Beitragvon bauer hans » Mo Jul 13, 2020 22:10

maschinen laufen über leasing oder werden gemietet.
hier gibts die nebenerwerber,die einem gut bezahlten job nachgehen und danach den betrieb betreuen,meist ohne vieh,weil opa nicht mehr kann.
die haben alle maschinen selbst,auch nen drescher für wenige ha und zum helfen kommen familienmitglieder.
heute wieder beobachtet,neffe fährt den DO 56,onkel fährt mit,weil immer was kaputt geht,schwager fährt den kornwagen und der bauer lagert die gerste ein.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Neue Lohnunternehmen braucht das Land

Beitragvon T5060 » Mo Jul 13, 2020 22:33

Konkurrenz belebt das Geschäft, es geht ja auch immer mal einer flöten, da muss immer nachschub da sein 8)
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Neue Lohnunternehmen braucht das Land

Beitragvon 826 » Mo Jul 13, 2020 23:08

Ackergaul82 hat geschrieben:gibt auch positive Beispiele, kenne den Chef vom Backbeest ganz gut, der war Banker, der Lohnbbetrieb läuft gut. Warum er bei der Bank hinten rübergefallen ist weiß ich nicht, aber sein Vorteil er kann rechnen. Der fährt nicht los wenn nix bei über bleibt, Maschinen werden früh ersetzt bevor die Reparaturen los gehen, scheint gut zu laufen, seine Rechnungen bezahlt er pünktlich. Experimente werden nicht gemacht, nur Fendt, Claas, Kotte, Samson, Krampe usw.

https://www.youtube.com/channel/UCiYprV ... Vq-oWbIL3Q


Den, den du meinst kennen wir hier auch. Und der hat nicht den besten Ruf, was die Zahlungsmoral angeht...Und Keno (Backbeest) ist so dermassen Pleite gegangen dass der mir sogar noch indirekt Geld schuldet (als anteilseigner von einer von ihm gemieten Immobilie), und der hat jeden beschiss ausgenutzt um die Pleite zu verschleiern......Also zaubern können die jungs nicht, denn kann ich mit meinen Sicherheiten noch ganz viel billiger Maschienen kaufen. Aber die Industrie muss ihren Schrott verkaufen und haut den Kram mit billigenZinsen raus. Und wie schon weiter oben gesagt können die soliden Betriebe die Kreditausfälle dann mitfinanzieren...
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Re: Neue Lohnunternehmen braucht das Land

Beitragvon eifelrudi » Di Jul 14, 2020 7:09

Hier hat ein neues, groß auftretendes Lohnunternehmen innerhalb weniger Jahre Haus und Hof verloren. Die Insolvenzquote soll bei ca. 16% liegen.
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Re: Neue Lohnunternehmen braucht das Land

Beitragvon frank1973 » Di Jul 14, 2020 7:12

Kann mal als LU aufgrund der Betriebsgröße der potenziellen Kunden überhaupt noch klein anfangen? Ich glaube nicht, vor 25-30 Jahren bei uns hier ja, da hätte man aufgrund der vielen Nebenerwerbler mit ner kleinen Ballenpresse und 50-70 PS Motorleistung vom Traktor noch einiges verdienen können, aber heute? Nur noch 2 die Heu und Stroh brauchen und da kommst mit ner kleinen Presse nicht weit. Beim Dreschen genauso. Das einzigste wo man hier noch klein anfangen kann ist der Brennholhandel.
Es gibt 3 Dinge die im Leben zählen:Schnelle Trecker,schnelle Mahlzeiten und schnelle Frauen. https://www.youtube.com/watch?v=toyN81wZzLw
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Re: Neue Lohnunternehmen braucht das Land

Beitragvon CarpeDiem » Di Jul 14, 2020 7:27

4911 hat geschrieben:Deren Kreditausfälle werden auch durch die "Krauter", die
kleinere Brötchen backen und ihren Kapitaldienst nicht schuldig bleiben, mitfinanziert.


Genau so ist es! Dabei werden die "Großkunden" von den LU terminlich noch in aller Regel zuerst bedient, aber Kohle gibt es nicht zuerst!
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Re: Neue Lohnunternehmen braucht das Land

Beitragvon urbanFarmer » Di Jul 14, 2020 7:42

Aus Sicht der Landtechnikhersteller sieht das so aus: Da wird die Maschine 18-24 Monate an einen solchen Lohner für 1-2% des Listenpreises verleast bzw vermietet. Sollte dieser dann pleite gehen, steht als Gegenwert die Maschine da, welche als Junge Gerauchtmaschine am Ende für 50% des Neupreises verkauft wird. Kommt unterm Strich nicht viel schlechter raus, als wenn das Gerät gleich zu Beginn für 70% des Neupreises verkauft wird. Begünstigt wird das ganze noch durch die Nullzinsen, der Rest ist Mathematik.

Ansonsten sehe ich nichts verwerfliches dran. Wenn sich nach 1-2 Jahren keine ausreichende Auslastung abzeichnet, wird das Geschäft aufgegeben oder angepasst. Der neue Bäcker oder Friseursalon ums Eck muss auch erst investieren und sich dann einen Kundenstamm aufbauen.

Der Trend geht Richtung mehr überbetrieblicher Arbeit. Wenn noch Marktpotential da ist und die Kunden mehr Auswahl haben, gewinnt jeder solange das gut geht.
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Re: Neue Lohnunternehmen braucht das Land

Beitragvon Cowboy74 » Di Jul 14, 2020 7:57

Als Neuer kommst du meistens nur über den Preis in den Markt oder es kommen die Kunden zu dir, wo die anderen LU nicht mehr gerne hinfahren. Alleine dieser Grund ist schon nicht optimal.
Deutz statt Fendt - das ist der Trend. ;-)
Pressen kauft man am besten aus Irland.
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Re: Neue Lohnunternehmen braucht das Land

Beitragvon wastl90 » Di Jul 14, 2020 8:06

Bei uns gibt es das Phänomen auch, eigentlich schon seit einigen Jahren. Am Schluss bleiben aber nur 1/3 über. Wenn sie meinen damit Geld zu verdienen, dann sollen sie es eben machen. Man hat doch selbst kein Risiko dabei. Einen Teil lassen wir auch machen, vom Stammlohnunternehmer (Drusch) und ab und an kommen eben die "jungen Wilden" um irgendwelchen Erdaushub zu fahren. Selbst könnte ich das zum Preis von 60€/netto je Stunde mit einem 200-250 PS Schlepper und großer Erdbaumulde nicht.
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Re: Neue Lohnunternehmen braucht das Land

Beitragvon broitbeil » Di Jul 14, 2020 8:24

Man hat mit solchen Kandidaten aber auch viel Ärger.
Hier im Norden von Ba-Wü geht der Trend eindeutig zur Eigenmechanisierung.
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Re: Neue Lohnunternehmen braucht das Land

Beitragvon T5060 » Di Jul 14, 2020 9:22

CarpeDiem hat geschrieben:
4911 hat geschrieben:Deren Kreditausfälle werden auch durch die "Krauter", die
kleinere Brötchen backen und ihren Kapitaldienst nicht schuldig bleiben, mitfinanziert.


Genau so ist es! Dabei werden die "Großkunden" von den LU terminlich noch in aller Regel zuerst bedient, aber Kohle gibt es nicht zuerst!


Da auch Dienstleister von was leben müssen, werden die zuerst bedient wo die Kohle kommt :-)
Eben hat mir einer mit 120 Kühen grad erklärt, dass die Kohle erst im späten Herbst kommt, wäre dann ein Zahlungsziel von 18 Monaten
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Re: Neue Lohnunternehmen braucht das Land

Beitragvon wastl90 » Di Jul 14, 2020 10:17

Natürlich muss man bei solchen Kandidaten aufpassen, das ist auch nichts anderes wie bei Handwerkern oder Dienstleistern. Einige möchte ich auch nicht auf meinen Hof oder Flächen haben, das ist klar. Die Arbeit erledigt ja bisher jetzt auch schon einer, Kunden von einem guten LU abzuwerben ist nicht einfach. Wie schon erwähnt geht das dann nur über den Preis oder es kommen eben erst die schwierigen Fälle die sonst keinen LU mehr bekommen.

Das muss jeder selbst wissen ob und wie er in das Geschäft einsteigt. Verdient sein kann bei den Preisen eigentlich nichts. Die Auslastung der Maschinen ist in vielen Fällen sicher auch nach Jahren nicht gegeben. Für viele ist es eben ein "nettes Hobby" und machen das gerne neben der Arbeit (was ich auch verstehen kann).
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Re: Neue Lohnunternehmen braucht das Land

Beitragvon T5060 » Di Jul 14, 2020 10:42

20% der Kunden machen 80% des Ärgers im Geschäft.
Und genau diese 20% muss man los werden oder gar nicht erst haben.
Dann läufts.

:mrgreen:

Die 20% landen dann bei den NewComern :lol: :lol: :lol: :lol:
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Re: Neue Lohnunternehmen braucht das Land

Beitragvon Teddy Bär » Di Jul 14, 2020 12:16

Solch neuen Lohnunternehmer die mit beiden Füssen rein springen gibts bei uns nicht. Es sind eher grössere landwirtschaftliche Betriebe wo dann unbedingt 2 Söhne übernehmen wollen. Einer macht dann das Lohnunternehmen.
Mein Lohnunternehmer sagt immer; Wer zuerst bezahlt, der kommt zuerst dran. Genau so mit seinem Strohandel. Die schnell bezahlen bekommen zuerst geliefert. Irgendwie logisch auch der Lohner braucht sein Geld.
Man sollte nicht vergessen. Wenn so ein Neueinsteiger ein paar grosse Kunden an Land zieht, diese aber nicht, oder erst nach Monaten zahlen, dann kann das dem Neueinsteiger das Genick brechen. Es gibt hier so einen Vorzeigebetrieb. Da wird der Lohner dann mit Kälbern anbezahlt, am Ende des Jahres wird bisschen was überwiesen. Dann im Frühjahr bevor die Arbeiten wieder los gehen, da bekommt der Lohner mit viel Glück das restliche Geld, oder halt sonst was. Wie dieses Jahr, da hat ein Kipper den Besitzer gewechselt.
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