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Neulings-Vorstellung und Fragen

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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79 Beiträge • Seite 1 von 6 • 1, 2, 3, 4, 5, 6
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Neulings-Vorstellung und Fragen

Beitragvon Sapp » Do Jul 28, 2011 14:12

Hallo Forum!

Ich möchte mich kurz vorstellen da ich neu hier bin und das Forum, nach dem Lesen einiger Beiträge, direkt sympathisch finde.
Ich bin 24 Jahre alt, Leipziger und bin seit 3 Jahren Vertriebsleiter von zwei Firmen (Web, EDV etc.). Davor war ich Abteilungsleiter und noch weiter zurück, direkt nach der Schule Handelsvertreter. Ich bin also seit jeher ein Quereinsteiger ohne Berufsausbildung und würde auch gerne dabei blieben. So weit so gut..

Schon eine ganze Weile kann ich dieses "Geschäftgebaren" einfach nicht mehr ab. Büros, protzige Geschäftskunden, Wachstumsdruck und vieles mehr - selbst wenn man seinen eigenen Lohn 30 oder 40-fach monatlich reinholt ist es der oberen Etage nie genug. Ich will mich jetzt nicht ausheulen aber mal kurz meine Beweggründe, ja schlussendlich auch für die Anmeldung hier, nennen.

Schon vor Jahren, als eine Ausbildung noch zur Debatte stand, habe ich zwischen "Forstwirt" und "Landwirt" gependelt - und diese Ideen greife ich nun zusehens wieder auf. Ich plane nun, in den kommenden Monaten meinen sicheren und gut bezahlten Job aufzugeben um dieser Unmenschlichkeit zu entfliehen und endlich wertige Arbeiten zu machen. Daher auch einige Fragen an (Euch ich versuchs mal aufs Wesentliche zu reduzieren):

- sind Quereinsteiger in Land- und Forstwirtschaft überhaupt gerne gesehen? (Habe z.B. noch keinen Motorsägenschein)
- ist es rechtlich stark auf Helfertätigkeiten begrenzt oder kann man übers Anlernen auch "richtigen" Tätigkeiten nachgehen? (Ich bin wirklich nicht auf den Kopf gefallen, daher tue ich mich schwer 2-3 Jahre die Berufsschule zu besuchen - derzeit schule ich Menschen nicht anders herum ;))
- gibts vielleicht direkt ein Jobangebot, gerne nähe Leipzig? ;) (Das wär ja zu schön..)

Ich will einfach raus und unter freiem Himmel arbeiten, im Wald, mit Tieren, auf´m Feld - mir egal bzw. ganz im Gegenteil.

Fazit: Kennt Ihr Fälle wie mich? Was würdet Ihr empfehlen?

Ich bedanke mich vielmals im Voraus und
freue mich auf Eure Antworten!

- Sapp :klee:
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Re: Neulings-Vorstellung und Fragen

Beitragvon Sapp » Do Jul 28, 2011 15:10

Hallo schimmel,

und danke für Deine Antwort! Bisher habe ich Google mit Begriffen wie Forstwirt- Landwirtschaftshelfer etc. gefüttert - auf die speziellen Bezeichnungen bin ich bisher nicht eingegangen - dazu werde ich wohl noch ein wenig suchen. Allerdings gibt´s bei dem von Dir erwähnten Stellenangebot einige Punkte die mir ein wenig aufstoßen:

- "Zeiten von 4.00- 8.00Uhr und 15.00- 19.00 Uhr" - ob früh oder spät ist mir egal, aber die große Pause ist nicht ganz mein Fall.. :wink:
- "Führerschein und eigener Pkw sind erforderlich." - hab ich nicht und will ich nicht, ohje wa? Ich hab schon einige Inserate direkt überblättert weil ich diese Anforderungen nicht erfüllen kann und werde. Es soll ja auch noch Bus und Bahn geben - ich bin einfach Anti-Auto ;)
- "allgemeine Stallarbeiten" - Ich hätt´s gern unter freiem Himmel bei Wind und Wetter :) Daher weiß ich nicht so recht..
- "Hier erfahren Sie ggf. die Kontaktdaten zum Arbeitgeber! (...) und halten Sie ihre Kundennummer bei der Arbeitsagentur bereit." - Das ist eine PAV, "leider" bin ich aber nichts arbeitslos, so dass ich (jetzt oft genug erlebt) 2500 Euro selbst zahlen müsste um die Kontaktdaten zu erhalten obwohl ich dann noch keinen Plan habe, was mich dort erwartet - das finde ich eine Frechheit. Selbst wenn ich arbeitslos wäre und der Staat via Vermittlungsgutschein zahlen würde - so vermittelt man keine millionen Arbeitslose. Also PAVs ignoriere ich direkt.

Jetzt hab ich ganz schön genörgelt - eigentlich bin ich recht anspruchslos - aber dieses Stellenangebot passt leider gar nicht. Immerhin habe ich eine neue Berufsbezeichnung gelernt ;)

Danke Dir nochmals für Deine Antwort!

- Sapp
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Re: Neulings-Vorstellung und Fragen

Beitragvon amwald 51 » Do Jul 28, 2011 17:16

servus mitanand
... landwirtschaft ohne führerschein beschränkt sich nun mall im wesentlichen auf stall, respektive den melkstand, die damen und herren in brüssel haben einen riesen horror vor "kühe unter freiem himmel melken". >>> und diese tätigkeit wird zunehmend an roboter übergehen.
... auch in der forstwirtschaft brauchts meist einen führerschein >> geht schon beim sägen-führerschein los. du könntest zwar im wald mit dem prozessor oder fernab von öffentlichen wegen, straßen den rückezug fahren (sofern überhaupt talent für die bedienung von mobilen maschinen vorhanden ist), jedoch mußt du schon mal in die abgelegenen örtlichkeiten irgendwie (fahrad/mofa) hinkommen und wenn du wegen der geringsten störung dann deinen meister anfordern müßtest, um dir z.b. etwas zu bringen, das du mit deinen verkehrsmitteln nicht transportieren kannst, wird dir deine kfz-abneigung zum no go. im bereich forstwirtschaft gäb's dann allenfalls noch unter freiem himmel die tätigkeit des setzlinge setzens.
... es sieht nicht sehr rosig für deine pläne aus :twisted: :twisted: :twisted:
grüße vom alpenrand
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Re: Neulings-Vorstellung und Fragen

Beitragvon Weinbauer » Fr Jul 29, 2011 12:19

eigenartiger thread. riecht nach verarsche oder einem, der wenig realitätsbezug hat, um seinem gewünschten beruf nachzugehen.
pro: will wirklich, ist begeistert
contra: hält sich für sehr begabt, hat aber dennoch nicht erfasst, dass mobilität heutzutage sehr wichtig ist. in grünen berufen nahezu unabdingbar. ausnahme: lw anno 19. jahrhundert. :)
Zuletzt geändert von Weinbauer am Fr Jul 29, 2011 23:16, insgesamt 1-mal geändert.
Was dem Menschen dient zum Seichen, damit schafft er seinesgleichen. (Heinrich Heine)
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Re: Neulings-Vorstellung und Fragen

Beitragvon forenkobold » Fr Jul 29, 2011 18:12

Ich würde einen bioveganen Betrieb empfehlen.
Keine Tiere und viel Handarbeit unter freiem Himmel.

Vllt mal HIER anfragen:


http://www.gaertnerhof.org/
Lieber garkeine Signatur als ne doofe....
OHHPSS.. zu spät
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Re: Neulings-Vorstellung und Fragen

Beitragvon automatix » Fr Jul 29, 2011 19:56

kein Auto, keine Ausbildung und dann auch noch wählerisch?
bleib bei deinem tollen Job, anders fällst furchtbar aufs Maul.
Badaboom
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Re: Neulings-Vorstellung und Fragen

Beitragvon Falke » Fr Jul 29, 2011 21:17

Hallo Sapp,

ich kenne hier im Forum einige, die sich aus dem Getriebe der Leistungsgesellschaft auf eine nichtsynchronisierte Welle abgesetzt haben,
wie ich das zu formulieren pflege - aber : die meisten davon sind, wie ich, weit jenseits der 50 und besitzen durch Erbe, Einheirat oder
sonstige glückliche Umstände einige (zig-) Hektar an Wald oder Land als Basis und Etliches an Erspartem als Notgroschen.

Mit 24 einen gutbezahlten, wenn auch stressigen Job aufzugeben um als abhängiger Lohnempfänger 'irgendwo, irgendwie' in der Natur
zu arbeiten, halte ich für zu früh !

Mein Tipp : Hol' noch ein paar Jahre so viel Geld als möglich aus dem 'System', sei sparsam, und kauf' dir dann einen kleinen Bauernhof.
Wenn du dann aus Spaß und Lust gewisse Fähigkeiten vervollkommnest, kannst du damit durchaus ein Zubrot verdienen, ohne je eine
spezielle Ausbildung dafür gemacht zu haben ...

meint
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Re: Neulings-Vorstellung und Fragen

Beitragvon Kormoran2 » Fr Jul 29, 2011 22:33

Hallo Sapp,
hier bin ich, den du suchtest. Ich war 27 Jahre lang HV und habe den Job aus Gesundheitsgründen aufgegeben und weil er mich allmählich anko.... .
Ich arbeite jetzt den ganzen Tag im eigenen Wald, der vorher arg vernachlässigt wurde. Über mir nur die Vögel und der liebe Gott. Kein Vertriebsleiter, kein selbsternannter Wichtigtuer.
Aber ich war fast 100 000 km im Jahr unterwegs. Wie warst du denn HV ohne Auto und Führerschein?
Und jetzt willst du in der Land- oder Forstwirtschaft wieder arbeiten ohne Sägeschein, ohne Führerschein, ohne fachliche Ausbildung. Und unbequem darf der Job auch nicht sein.
Ich kann dir auch gleich sagen: Anstrengend sind die Berufe auch alle. Schweißtreibend, so sehr daß dir manchmal die Säge vor Erschöpfung schwer wird. Gefährlich auch, besonders im Forstbereich.
Ohne irgendeine Ausbildung kann das nix werden. Macht auch so irgendwie den Eindruck, als wärest du nicht totaler Gegner von Autos sondern als würdest du vor der Ausbildung dazu kneifen.
So wird das nix. Auch ich rate dir, in der Position, die du jetzt mit Glück erreicht hast, zu versuchen, weiter Karriere zu machen - und schnellstens diverse Dinge nachzuholen wie z.B. Führerschein. Mein Motorsägen-Schein hat mich zwei Tage gekostet. Meinst du, das ist zuviel Aufwand?
Wir wissen, sie lügen. Sie wissen, sie lügen. Sie wissen, dass wir wissen, sie lügen. Wir wissen, dass sie wissen, dass wir wissen, sie lügen. Und trotzdem lügen sie weiter. (Alexander Solschenizyn, zitiert von Peter Hahne)
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Re: Neulings-Vorstellung und Fragen

Beitragvon SHierling » Sa Jul 30, 2011 9:22

- sind Quereinsteiger in Land- und Forstwirtschaft überhaupt gerne gesehen? (Habe z.B. noch keinen Motorsägenschein)

Eher nein. Es gibt gerade im Osten mehr als genug Fachkräfte, die auch keinen Job finden in dem Bereich, wozu sollte da jemand einen Laien anstellen? Viele Betriebe sind Ex-LPGen, die nach der Wende die Hälfte der Belegschaft entlassen mußten, und davon stehen noch genug auf der "persönlichen Warteliste", wenn mal wieder jemand gebraucht wird.

- ist es rechtlich stark auf Helfertätigkeiten begrenzt oder kann man übers Anlernen auch "richtigen" Tätigkeiten nachgehen?

Was meinst Du denn mit "rechtlich"? Sachkundenachweis Pflanzenschutz, Sachkunde Tiertransport, Motorsägenschein etc sind für die entsprechenden Arbeiten vorgeschrieben, ja. Fürs Stall ausmisten brauchst Du erstmal nichts, mußt ggf aber Hoflader fahren können.

(Ich bin wirklich nicht auf den Kopf gefallen, daher tue ich mich schwer 2-3 Jahre die Berufsschule zu besuchen
- derzeit schule ich Menschen nicht anders herum ;))

Warum schulst Du diese Leute? Die könnten ja als Quereinsteiger das selbe sagen wie Du?
Wenn Dir das Wissen aus der Schule nicht wichtig scheint, dann mach doch einfach n Test: Nimm Dir (gedanklich) ein Schwein, eine Kuh und einen ha Land, und überleg Dir, welche Arbeiten damit und darum herum Du ohne Fachwissen und Führerschein erledigen könntest.

Fazit: Kennt Ihr Fälle wie mich? Was würdet Ihr empfehlen?

Je, ich kenne eine ganze Handvoll "Fälle wie Dich", ein paar davon hatte ich auch schon mal zu Besuch, die meisten haben nach 2 Tagen zugegeben, daß sie sich den "Wert körperlicher Arbeit" irgendwie anders vorgestellt hatten als 2,50€ je Schwein und Monat. Etliche andere habe ich erst kennengelernt, nachdem sie sich den "Traum vom gesunden Landleben" schon "verwirklicht" hatten und dann anhand praktischer Beispiele festgestellt, daß es einem auch mit neuem Trecker und 10ha Weideland nicht "einfach so zufällt", den Sauerampfer oder das JKK zurückzudrängen, oder das das "Heu" nicht von selber wächst, auch nicht, wenn man fest daran glaubt, daß "Kunstdünger" giftig ist. Je nach IQ lassen sich solche Leute dann entweder erklären, daß auch die beste Ausbildung und das größte Gehalt als Marketing-Manager, HV, Designer oder sonstwas auf dem Land nichts taugt, weil auch der intelligenteste Mensch nicht einfach so 200 Jahre Fachwissen "nachentdecken" kann, und dann machen sie Seminare, oder Praktika, oder eine Ausbildung, oder sie glauben das nicht, dann wurschteln sie so lange weiter, bis sie eben tatsächlich alles "nachvollzogen" haben, was sie hätten lernen können und dann meist Pleite sind. Über "nebenbei Informationen einsammeln" schaffen es geschätzt 5%, mehr nicht.

Als Quereinsteiger kannst Du davon ausgehen, daß Du immer nur arbeiten kannst, DIr aber nie klar wird, WARUM diese oder jene Arbeit so oder so gemacht wird, oder jetzt oder dann. Da bekommst Du Anweisung, eine Schaufel in die Hand, und gut. Für "richtige" Arbeiten mußt Du aber wissen, warum Du irgendwas von A nach B schaufelst, zB eine Futtermischung so und eine andere anders zusammengemischt wird etc etc. Auf dem Acker gälte das selbe: als Quereinsteiger sagt Dir irgendjemand: das und das wird jetzt gemacht, und Du fährst los, und tust das, fertig (so Du überhaupt fahren kannst). Das Warum lernst Du in der Schule, und nirgends anders, denn auch mit noch so viel "Intelligenz" und "Lehrerfahrung" kannst Du einem Boden nicht die Zusammensetzung ansehen oder einer Kuh oder einem Schwein den Bedarf - sowas ist gelernt und nicht "begriffen".

Und ohne Führerschein kannst Du Dir auf dem Land nicht mal am Wochenende ein paar neue Socken kaufen, wenn Du die ersten Paare in den Gummistiefeln durchgelaufen hast. Nicht falsch verstehen: ich finde es wirklich gut, wenn wieder mehr Leute auf dem Land arbeiten wollen, und ich kann Deine Sehnsucht nach "wertigerer" Arbeit gut nachvollziehen. Aber mit Deiner Vorstellung von "Landarbeit" und Deiner Selbstüberschätzung in Sachen Wissen und Können wird das nichts werden. Mach doch erstmal ein Praktikum, dann weißt Du eher, wie und wo Du Dich orientieren kannst.
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Re: Neulings-Vorstellung und Fragen

Beitragvon Rigge » Sa Jul 30, 2011 18:31

Hallo Sapp,

was würdest du sagen, wenn ich Schäfer vorschlage?
Bei meiner Tochter waren in der Berufsklasse ältere Teilnehmer dabei .
Bei Leipzig kannst Du auch an einer Schafherde bestimmt ein Praktikum machen, ich kenne da jemand.

MfG Rigge :)
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Re: Neulings-Vorstellung und Fragen

Beitragvon Sapp » Mo Aug 01, 2011 13:02

Hallo Forum,

und vielen Dank erst einmal für die vielen bisherigen Beiträge und die Zeit die Ihr Euch genommen habt! Ich werde mal auf einige Punkte näher eingehen:

@amwald51: Ich bin in einigen Punkten radikal, bspw. mit meiner Anti-KFZ-Haltung, und darauf ergibt sich direkt eine Eingrenzung der Möglichkeiten - dessen bin ich mir bewusst. Ob nun Mofa, oder Elektro Bike (welches ich habe) - mit beiden kann/könnte ich in einem gewissen Radius aktiv sein. Ausserdem wollte ich perspektivisch sowieso aus der Stadt ziehen - wenn sich dann ein Betrieb findet der an einem festen Standort agiert - dann bestünden doch Chancen oder? ;) Danke dennoch für Deine (wahrscheinlich leider realistische) Einschätzung!

@schimmel: Saisonale Handarbeit.. kann man sich so über Wasser halten ohne Sozialleistungen? Etwas festes, wenigstens für einige Jahre, ist ersteinmal im Fokus meiner Bemühungen. Natürlich versucht man zuerst etwas passendes für sich und seine Vorstellungen zu finden oder? :)

@Weinbauer: Der letzte Satz an "schimmel" galt so ein wenig Dir. Man kann es doch keinem Verübeln wenn sich jemand entsprechend seinen Bedürfnissen erkundigt oder? Ich bin nicht arbeitslos und lege eine Null-Bock-Haltung an den Tag, sondern bin fest in Arbeit und versuche meine Zukunft lebenswerter zu gestalten. Ich will nur sagen, dass der Threat keine "Verarsche" ist und ich fähig bin realitätsnah zu denken, aber meine utopistische Ader anscheinend wieder mal zum Vorschein kommt. Und ich bin auch ganz sicher das ich irgendwann fündig werde ;)

@forenkobold: Vielen Dank für den Hinweis/Link! Das geht doch schon in eine Richtung wo auch eine Anti-KFZ-Haltung auf offene Herzen trifft oder? :D Ich schau gleich mal rein..

@automatix: Obwohl ich kein Auto und keine Ausbildung habe, hab ich es dennoch geschafft direkt nach der Schule und bis heute gutes Geld zu verdienen - nicht durch Glück, sondern Einsatz und Köpfchen. Der "tolle" Job versetzt aber aber mehr und mehr in so eine roboterartige Lebensweise und macht mich krank - furchtbar auf Maul fliege ich meiner Meinung nur wenn ich das hier noch 2-3 Jahre länger mache. Ich behalte mir auch vor wählerisch zu sein, so lange ich nicht arbeitslos bin und versuche meine Zukunft in gewünschten Mustern zu stricken. :)

@Frank: Danke Dir für Deine Ausführungen! Aber ich halte den Job nicht ewig durch wenn ich mich dem abgestumpften System nicht ausliefere - Der Begriff "nichtsynchronisierte Welle" bringt das recht gut zum Ausdruck. Hast mich dennoch zum Nachdenken gebracht.. irgendwie muss man ja erstmal über die Runden kommen. Die Frage ist nur, ob die Perspektive "Mini-Bauernhof" in eingen Jahren nicht ausgedient hat bzw. eher ein "Spaß-Bauernhof" bedeuten wird. Die Tendenzen hin zu riesigen Agrarunternehmen und weg von Familienunternehmen und regionaler Wirtschaft muss ich sicher keinem hier erläutern. Habe derzeit einen 2000qm Garten mit etlichen Obstbäumen und Nutzbeeten zur Verfügung - da im Naturschutzgebiet ist das leider keine Basis für Expansion. Mal abgesehen davon, dass die Felder ringsumher erhebliche Schwarzwildschäden aufweisen... Gut Ding will Weile haben und es kann nur besser werden :)

@Komoran2: Vielen Dank auch für Deine Ausführungen! Ich habe als HV nur etwa ein Jahr für TelDaFax gearbeitet (ca. 2007-8). Während dieser Zeit habe ich den damals wirklich günstigsten Gewerbestrom von 14.4 Cent an etliche Gastro-Gewerbe im Umfeld vertickt. Aufgehört hatte ich damals weil mein Umfeld erschöpft war und ich nicht reisen wollte. Zeitgleich wurde ein Abteilungsleiter in einem Callcenter gesucht auf den ich mich "dreist" beworben habe - hat geklappt und ein halbes Jahr später war ich, und bin ich noch VL. Der Großteil ist sog. "Back-Office" und wenn ich mal reisen muss wegen Großaufträgen werde ich chauffiert :D Insofern war ich nie wirklich ein waschechter HV.

Achja, ich habe bisher nichts von "darf bitte nicht unbequem sein" geschrieben - ganz im Gegenteil, ich will bei Wind und Wetter draussen sein. Am Wochenende bin ich meist im Garten - und Holzhacken ist eine meiner lieblings Tätigkeiten - einfach auspowern und abends ohne ewige Gedankenketten ins Bett fallen. Ich hatte auch erwähnt, dass ich den Motorsägen-Schein noch machen müsste falls der forstwirtschaftliche Bereich Möglichkeiten offenbart. Aber bei der Anti-Auto-Haltung bleibe ich, genauso wie ich kein Handy habe und haben will - ja auch als HV, VL or whatever - und noch einige Dinge mehr. Bisher hat sich niemand beschwert solange die Leistung stimmt. Ich werde Deinen Rat mit kleinen Abzügen aber überdenken. :)

@SHierling: Vielen Dank für Deine Auführungen SHirling! Man muss nicht viel kommentieren - Du hast die Hürden und falschen Erwartungen von "so Typen wie mir" auf einen Punkt gebracht. Allerdings würde ich mich niemals anmaßen zu glauben ich könnte einen Betrieb schmeißen. Das alte und moderne Fachwissen was hinter landwirtschafltichen Vorgängen steht muss erlernt werden - keine Frage. Ich bin aber der Meinung eine Aufgabe mit kurzer Einweisung problemlos erledigen zu können.. so eine Art "Anlern-System" - nicht dieses schwachsinnige duale Ausbildungssystem. Aber es geht wohl leider nicht anders..

"Wenn Dir das Wissen aus der Schule nicht wichtig scheint, dann mach doch einfach n Test: Nimm Dir (gedanklich) ein Schwein, eine Kuh und einen ha Land, und überleg Dir, welche Arbeiten damit und darum herum Du ohne Fachwissen und Führerschein erledigen könntest." - Finde ich interessant und führt die Komplexität bildlich vor Augen - ich spiele dieses gerne noch im Kopf ein wenig weiter. :)

"Als Quereinsteiger kannst Du davon ausgehen, daß Du immer nur arbeiten kannst, DIr aber nie klar wird, WARUM diese oder jene Arbeit so oder so gemacht wird.." - ich würde nachfragen und es dann wissen, muss ich Dir wohl widersprechen - es kann so einfach sein ;)

"Aber mit Deiner Vorstellung von "Landarbeit" und Deiner Selbstüberschätzung in Sachen Wissen und Können wird das nichts werden" - Offensichtlich ist meine Vorstellung diesbzgl. falsch rüber gekommen. Ich will weder Bequemlichkeit noch maße ich mich an alles zu "wissen" - als Quereinteiger muss man angelernt werden, keine Frage. Ich maße mich aber an zu sagen ein "äußerst schneller Kopf" zu sein - erklärs mir einmal und gut. Fragen kommen sicher auf - beantworte sie und gut. Das ist von mir aus "Selbstüberschätzung".. ich weiß nicht. :) Mir ist schon klar das ich damit bestehende Ausbildungsysteme für mich persönlich in Frage stelle. Aber da ich bisher keinen Urlaub genommen habe, würde sich dieser doch hervorragend für ein Praktikum eignen - werd ich mal ansteuern. Nochmals danke für Deine Ausführungen!

@Rigge: Schäfer? Das hatte ich bisher zwar nicht im Kopf - könnte mir aber gefallen. :) Ich hatte neulich erst eine Reportage über Schäfer im Allgäu gesehen. Also wenn Du da was drehen könntest - ich habe noch 20 Urlaubstage, die Hälfte würde ich für ein Praktikum "opfern" wollen/können. Würde mich sehr freuen! Frag Deinen Bekannten einfach mal ob Interesse besteht und Du mir seine Nummer geben darfst - dann würde ich direkt selbst anbieten wollen :) Vielen Dank schonmal im Voraus!

...............

Ich danke Euch nochmals für die zahlreichen Antworten und hoffe das meine Utopie bzw. die Suche nach der für mich passenden Zukunft nicht als Realitätsferne wahrgenommen wird. ;)

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Re: Neulings-Vorstellung und Fragen

Beitragvon SHierling » Mo Aug 01, 2011 13:09

"Als Quereinsteiger kannst Du davon ausgehen, daß Du immer nur arbeiten kannst, DIr aber nie klar wird, WARUM diese oder jene Arbeit so oder so gemacht wird.." - ich würde nachfragen und es dann wissen, muss ich Dir wohl widersprechen - es kann so einfach sein ;)

Ja, genau so stellen sich viele Leute das vor. Eine Futterberechnung ist aber nun mal nicht mit 2 Sätzen erklärt, und eine fachgerechte Düngung zB auch nicht. Und in der Zeit, in der man so jemandem "mit Interesse" (nichts gegen Interesse, Lernen ist nie verkehrt!) sowas erklärt hat, hat mans 3x selber fertig, dafür gibts kein Geld. Umgekehrt wird ein Schuh draus: wenn Du was wissen willst, dann mußt Du normalerweise dafür zahlen - es sei denn, Du gehst zur Schule, dafür sind Schulen da - oder Du machst eine Lehre: anerkannte Lehrbetriebe haben Zeit für sowas (sollten sie jedenfalls).

Hier hast Du noch was zum stöbern:
http://www.landwirtschaftskammer.de/bil ... gsplan.pdf
http://www.stmelf.bayern.de/agrarpoliti ... chuere.pdf

Schäfer ist btw auch eine gute Idee.
Ich esse Fleisch, und ich weiß, warum.
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Re: Neulings-Vorstellung und Fragen

Beitragvon Sapp » Mo Aug 01, 2011 13:34

Hey SHirling!

Mit ´ner ellenlangen Einweisung wird kein Geld verdient - sie ist aber im besten Falle eine Investition. Du hast aber recht.. wenn ich nichts finde, muss ich mitspielen - oder vor drei Monitoren im Büro versauern. Vielen Dank für die Lektüre, ein kleiner Blick hinein hat mir schon etwas Aufschluss gegeben.

Und "joar" - ich hoffe aus dem Schäfer-Angebot wird was. :) Einen schönen Montag wünsch ich noch!

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Re: Neulings-Vorstellung und Fragen

Beitragvon Fassi » Mo Aug 01, 2011 14:37

Schäfer ohbe Führerschein, sorry, aber das ist zumindest im Westen bei den Wanderschäfereien ziemlich realitätsfremd, höchstens bei Deichschäfereinen (selbst die standortgebundene Schäferei meines Praktikumsbetriebs kam nicht ohne PKW oder Trecker aus, einen der Schäfer hätte da keiner ins Feld zu den Schafen gefahren und später wieder eingesammelt). Ohne Geländewagen bekommst Du spätestens wenn ein Schaf im Winter auf der Weide lammt ein Problem. Das muss dann nämlich in der Stall, und mir ist bisher noch kein Schäfer begegnet, der einen bei der Schafe stellt, um dann selber regelmässig noch vorbei zu fahren. Den Punkt kannst Du wohl vergessen.

Und wie gesagt, ohne Führerschein und KfZ kannst Du in der LDW höchsten Hilfsarbeiten machen. Dann verabschiedet Dich aber mal von einem hohen Gehalt. Das ist dann quasi sowas wie Spargelstechen, Eiersortieren und ähnliches.

Gruß Christian
http://www.youtube.com/watch?v=AMpZ0TGjbWE

https://youtu.be/Tmq8KHPxdrE
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Re: Neulings-Vorstellung und Fragen

Beitragvon Sapp » Mo Aug 01, 2011 14:47

Danke Fassi!

Aber ehrlich.. ich kann´s gar nicht erwarten bis das sch**** Erdöl endlich alle ist. Dann können wir wieder ein bisschen regionaler werden, mal wieder laufen lernen, und nebenbei bräuchten wir auch mehr Menschen die die ganzen Benzinschlucker ersetzen. *Utopie* :klee:

Meine theoretische Prüfung (Führerschein) hatte ich vor zwei Jahren schon einmal durch, ehe ich mir überlegt habe, dass ich eigendlich kein KFZ will. Vielleicht ist die noch gültig - müsste ich mich erkundigen - obwohl es mir noch deutlich zu früh ist meine Prinzipien über´n Haufen zu werfen. :D Aber ihr bringt mich ja hier reihenweise auf den Boden der Tatsachen zurück - wir werden sehen.

*nachdenklich*

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