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Pacht

Ein interessanter Schwerpunkt der immer mehr an Bedeutung gewinnt und in einem Landwirtschaftsforum nicht fehlen sollte.
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104 Beiträge • Seite 4 von 7 • 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7
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Re: Pacht

Beitragvon T5060 » Di Jul 14, 2026 15:40

Wenn man die Abschreibung bestehender Wirtschaftsgebäude und die Preissteigerung zukünftiger Wirtschaftsgebäude für Pachten verballert, dann mögt ihr alle Recht haben,
aber Baulandverkäufe retten euch trotzdem nicht. Das Thema ist hinlänglich durch und abgearbeitet.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Pacht

Beitragvon T5060 » Di Jul 14, 2026 18:42

Bei einer Baukostensteigerung von 2010 bis heute um 100%, müsste man theoretisch heute in der Lage sein 50% seiner Gebäude bezahlen zu können.
Ich weis der Herr Bauernpräsident Rukwied hat das auch schon nicht verstanden. Aber genau das ist das Problem und nicht zu wenig Hektar.
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Re: Pacht

Beitragvon bauer hans » Mo Jul 20, 2026 10:07

Gemüsebauer bietet 1500€ Pacht :o
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Pacht

Beitragvon wastl90 » Mo Jul 20, 2026 11:10

T5060 hat geschrieben:Wenn man die Abschreibung bestehender Wirtschaftsgebäude und die Preissteigerung zukünftiger Wirtschaftsgebäude für Pachten verballert, dann mögt ihr alle Recht haben,
aber Baulandverkäufe retten euch trotzdem nicht. Das Thema ist hinlänglich durch und abgearbeitet.

Kommt eben immer darauf an was man auf der Fläche anbaut. Mit Getreide, zumindest in kleinstrukturierten Gebieten wie bei uns in Süddeutschland, kommt heute keiner mehr weit. Da sind auch 200€ Pacht bereits zu viel. Natürlich gibt es immer wieder Ausreißerjahre, aber im Schnitt wird man damit immer Geld mitnehmen!
Aber du hörts ja hier von Gemüsebauern und anderen Sonderkulturbetrieben, die bereit sind 1.000€+x auf den Tisch zu legen.
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Re: Pacht

Beitragvon T5060 » Mo Jul 20, 2026 14:30

Bundesweit haben wir weniger als 2% Sonderkulturflächen und mit Veredlungsbetrieben sind es immer noch weniger als 5%.

Bei Kartoffeln und Sonderkulturen sind das auch Rotationsflächen, wo die hohen Pachtpreise nur für das Jahr der Fruchtfolge bezahlt werden.
Die Flächen sind dann auch mind. 5 ha groß und befinden sich in einem Topzustand, oft auch mit Beregnungsmöglichkeit.

Soweit mal für die Leute mit dem allgemein üblichen Dachschaden.
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Re: Pacht

Beitragvon 240236 » Mo Jul 20, 2026 14:51

wastl90 hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben:Wenn man die Abschreibung bestehender Wirtschaftsgebäude und die Preissteigerung zukünftiger Wirtschaftsgebäude für Pachten verballert, dann mögt ihr alle Recht haben,
aber Baulandverkäufe retten euch trotzdem nicht. Das Thema ist hinlänglich durch und abgearbeitet.

Kommt eben immer darauf an was man auf der Fläche anbaut. Mit Getreide, zumindest in kleinstrukturierten Gebieten wie bei uns in Süddeutschland, kommt heute keiner mehr weit. Da sind auch 200€ Pacht bereits zu viel. Natürlich gibt es immer wieder Ausreißerjahre, aber im Schnitt wird man damit immer Geld mitnehmen!
Aber du hörts ja hier von Gemüsebauern und anderen Sonderkulturbetrieben, die bereit sind 1.000€+x auf den Tisch zu legen.
Bei uns haben eine Zeit lang die Biogasbetriebe alles zusammengepachtet. Mittlerweile sind es aber fast nur noch Rinderbetriebe mit Stallneubauten. Sonderkulturen gibt es bis auf einen weiter entfernten Kartoffel- und Zuckerrübenanbauer nicht.
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Re: Pacht

Beitragvon T5060 » Mo Jul 20, 2026 15:20

@240236 Bei euch ist zu einen der Einfluß von 6b extrem, zu Anderen ist der Pachtflächenanteil von weit weniger als 50% entscheidend, so dass sich der Anteil der Pachtkosten an den Gesamtkalkulation verwässert.
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Re: Pacht

Beitragvon Höffti » Mo Jul 20, 2026 15:24

240236 hat geschrieben:
wastl90 hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben:Wenn man die Abschreibung bestehender Wirtschaftsgebäude und die Preissteigerung zukünftiger Wirtschaftsgebäude für Pachten verballert, dann mögt ihr alle Recht haben,
aber Baulandverkäufe retten euch trotzdem nicht. Das Thema ist hinlänglich durch und abgearbeitet.

Kommt eben immer darauf an was man auf der Fläche anbaut. Mit Getreide, zumindest in kleinstrukturierten Gebieten wie bei uns in Süddeutschland, kommt heute keiner mehr weit. Da sind auch 200€ Pacht bereits zu viel. Natürlich gibt es immer wieder Ausreißerjahre, aber im Schnitt wird man damit immer Geld mitnehmen!
Aber du hörts ja hier von Gemüsebauern und anderen Sonderkulturbetrieben, die bereit sind 1.000€+x auf den Tisch zu legen.
Bei uns haben eine Zeit lang die Biogasbetriebe alles zusammengepachtet. Mittlerweile sind es aber fast nur noch Rinderbetriebe mit Stallneubauten. Sonderkulturen gibt es bis auf einen weiter entfernten Kartoffel- und Zuckerrübenanbauer nicht.


Das erklärt dann vermutlich auch das niedrige Pachpreisniveau bei Dir in der Gegend in Höhe von 650€, die Du genannt hast.
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Re: Pacht

Beitragvon 240236 » Mo Jul 20, 2026 15:32

T5060 hat geschrieben:@240236 Bei euch ist zu einen der Einfluß von 6b extrem, zu Anderen ist der Pachtflächenanteil von weit weniger als 50% entscheidend, so dass sich der Anteil der Pachtkosten an den Gesamtkalkulation verwässert.

was ist 6b? meinst du die 6b Regel Ekstg?
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Re: Pacht

Beitragvon strokes » Mo Jul 20, 2026 16:07

Selbst für einen Kartoffelbauern wenn nur 1jährige Pacht, ist es ein grosses Risiko 1000+X zu bezahlen, wenn er keine Möglichkeit hat die Fläche zu beregnen oder beregnen zu dürfen. Preise und Trockenheit, usw
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Re: Pacht

Beitragvon Marian » Mo Jul 20, 2026 16:12

Hier gibt's 1400€ für einjährig Kartoffel.
Jungfräuliches Land wo Wasser nicht so schnell zum Problem wird.

Nachtrag: on top kommt große Bodenuntersuchung vom Pächter für die eigenen Unterlagen und Grundnährstoffe auf düngen. Organische Düngung durch Pächter.
Seit 20 Jahren Moderator beim Landtreff :prost:
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Re: Pacht

Beitragvon T5060 » Mo Jul 20, 2026 18:41

240236 hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben:@240236 Bei euch ist zu einen der Einfluß von 6b extrem, zu Anderen ist der Pachtflächenanteil von weit weniger als 50% entscheidend, so dass sich der Anteil der Pachtkosten an den Gesamtkalkulation verwässert.

was ist 6b? meinst du die 6b Regel Ekstg?


Ja für dich noch mal ganz genau §6EStG - neue Wirtschaftsgebäude werden über 6b bezahlt, dann keine AfA um noch Kosten zu haben, werden dann halt "Pachten" geboten.
Aber wie sagte einst H.B. hier ? Pachten und das Geld ist vom Hof weg ......
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Re: Pacht

Beitragvon langholzbauer » Mo Jul 20, 2026 20:31

Das musst du mir nochmal genauer erklären!
Wenn ich ein Gebäude aus 6b Rücklage errichte, dann habe ich doch ein neues Gebäude, welches ich genauso, wie ein fremdfinanziertes abschreiben kann und darf?
6b drückt auf den Bodenmarkt, hat aber mit AfA für daraus errichtete Gebäude wenig zu tun.
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Re: Pacht

Beitragvon Manfred » Mo Jul 20, 2026 20:46

langholzbauer hat geschrieben:Wenn ich ein Gebäude aus 6b Rücklage errichte, dann habe ich doch ein neues Gebäude, welches ich genauso, wie ein fremdfinanziertes abschreiben kann und darf?


Nein. Der Betrag, den du aus der Rücklage investierst, mindert die Abschreibung.
Wenn du für 200.000 baust und davon 150.000 aus der Rücklage stammen, kannst du nur die übrigen 50.000 als Investition über die Jahre abschreiben.
Die 150.000 bleiben als stille Reserve im Betrieb und werden erst in Form des Gebäude-Restwerts wieder aufgedeckt, falls dieses mal verkauf oder sonstwie entnommen wird.

Ebenso bei Kauf eines Ersatzgrundstücks.
Wenn du das Grundstück für 200.000 kaufst und davon 150.000 aus der Rücklage stammen, steht das Grundstück mit nur 50.000 Anschaffungswert in den Büchern. Bei Verkauf entsteht dann (je nach Preisentwicklung) eine entsprechend hoher Gewinn.
"Es gibt ein Sprichwort, das besagt: Was sich mit einer Hacke beseitigen ließe, erfordert schließlich eine Schaufel, wenn man sich nicht frühzeitig darum kümmert."
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Re: Pacht

Beitragvon langholzbauer » Mo Jul 20, 2026 20:55

Na gut,
Wieder was gelernt.
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