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Pacht

Ein interessanter Schwerpunkt der immer mehr an Bedeutung gewinnt und in einem Landwirtschaftsforum nicht fehlen sollte.
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Re: Pacht

Beitragvon Höffti » Di Jul 21, 2026 12:17

strokes hat geschrieben:Hier gibt es nur wenige Hähnchenställe, und selbst die wurden vor 15 Jahren gebaut, seitdem keine Ställe mehr. Ich denke einfach, Hahnchenmist ist per Spedition leichter zu transportieren (Feste Ware, hohe Nährstoffdichte) im Gegenzug zur Flüssigen Gülle, wo viel Wasser transportiert wird, und es Spezialanhänger verlangt, im.Gegwnzug zum normalen Sattelzug


Hier in meiner Gegend ist Hähnchenmist karren (noch?) nicht der Brauch. Die meisten der geplanten Ställe kommt entweder auf Kuhbetriebe oder neben einen bereits bestehenden Stall. Die decken den zusätzlichen Flächenbedarf meistens mit hohen Pachten ab. Zudem muss bei der Genehmigung wohl auch eine gewisse Flächenausstattung nachgewiesen werden.
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Re: Pacht

Beitragvon 210ponys » Di Jul 21, 2026 12:26

Höffti hat geschrieben:
Wie meinst Du das? Also aus Verpächtersicht hab ich damit kein Problem.

Gnadenlose Fruchtfolge, Gülle ohne Ende, festgefahren, das irgendwann nur noch was wächst mit vielen Investitionen. Und die wird nicht der Pächter tragen, und noch einen Haufen Pacht zahlen.
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Re: Pacht

Beitragvon Höffti » Di Jul 21, 2026 12:31

210ponys hat geschrieben:
Höffti hat geschrieben:
Wie meinst Du das? Also aus Verpächtersicht hab ich damit kein Problem.

Gnadenlose Fruchtfolge, Gülle ohne Ende, festgefahren, das irgendwann nur noch was wächst mit vielen Investitionen. Und die wird nicht der Pächter tragen, und noch einen Haufen Pacht zahlen.


Wie ich oben schon schrieb: Wenn man anspricht und auch im Vertrag festhält, wie man sich die Bewirtschaftung vorstellt, und dann sich das Ganze erstmal drei Jahre anschaut (quasi auf Bewährung), dann findet man schon "den Richtigen". Das Gute ist: man hat ja eine riesige Auswahl an Interessenten...
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Re: Pacht

Beitragvon langholzbauer » Di Jul 21, 2026 12:56

Höffti hat geschrieben:
Der Hähnchenmist aber schon. Oder kann man den in eurer Gegend in der örtlichen Kläranlage abliefern?
.


Hähnchen- und Hühnermist wird auch gern von BGA genommen!
Die hohe Transportwürdigkeit wurde schon angesprochen.

Bevor mann da horrende Pachten für Ausbringflächen bezahlt, ist der auch schnell und effektiv weiter weg dorthin gefahren, wo es zu wenig Tierhaltung gibt.

Siehe z.B.hier:
https://keesgorissen.com/leistung/biogas/haehnchenmist/
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Re: Pacht

Beitragvon 240236 » Di Jul 21, 2026 13:01

Höffti hat geschrieben:
strokes hat geschrieben:Aber ausgerechnet ein Hähnchenstall braucht doch keine Fläche.


Der Hähnchenmist aber schon. Oder kann man den in eurer Gegend in der örtlichen Kläranlage abliefern?

Spätestens, wenn die Nachfolgeregleung für die Roten Gebiete in Kraft tritt, wird das wieder ein großes Thema in meiner Gegend.
Träume weiter :lol:
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Re: Pacht

Beitragvon 240236 » Di Jul 21, 2026 13:04

strokes hat geschrieben:Hier gibt es nur wenige Hähnchenställe, und selbst die wurden vor 15 Jahren gebaut, seitdem keine Ställe mehr. Ich denke einfach, Hahnchenmist ist per Spedition leichter zu transportieren (Feste Ware, hohe Nährstoffdichte) im Gegenzug zur Flüssigen Gülle, wo viel Wasser transportiert wird, und es Spezialanhänger verlangt, im.Gegwnzug zum normalen Sattelzug
Hähnchenhalter sind bei uns nicht Fächengeil und die können ihren Mist, wegen der hohen Nährstoffdichte immer verkaufen.
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Re: Pacht

Beitragvon Höffti » Di Jul 21, 2026 13:39

langholzbauer hat geschrieben:
Höffti hat geschrieben:
Der Hähnchenmist aber schon. Oder kann man den in eurer Gegend in der örtlichen Kläranlage abliefern?
.


Hähnchen- und Hühnermist wird auch gern von BGA genommen!
Die hohe Transportwürdigkeit wurde schon angesprochen.

Bevor mann da horrende Pachten für Ausbringflächen bezahlt, ist der auch schnell und effektiv weiter weg dorthin gefahren, wo es zu wenig Tierhaltung gibt.

Siehe z.B.hier:
https://keesgorissen.com/leistung/biogas/haehnchenmist/



Und in der BGA verschwindet genau was von den Nährstoffen? :wink:
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Re: Pacht

Beitragvon Höffti » Di Jul 21, 2026 13:40

240236 hat geschrieben:
Höffti hat geschrieben:
strokes hat geschrieben:Aber ausgerechnet ein Hähnchenstall braucht doch keine Fläche.


Der Hähnchenmist aber schon. Oder kann man den in eurer Gegend in der örtlichen Kläranlage abliefern?

Spätestens, wenn die Nachfolgeregleung für die Roten Gebiete in Kraft tritt, wird das wieder ein großes Thema in meiner Gegend.
Träume weiter :lol:



Da gibt es nichts zu träumen. Das sind vermutlich wieder Unterschiede einer Gegend mit 650€ Pachtniveau und einer mit über 1000€. :wink:
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Re: Pacht

Beitragvon Fahrer412 » Di Jul 21, 2026 13:55

Höffti hat geschrieben:
strokes hat geschrieben:Aber ausgerechnet ein Hähnchenstall braucht doch keine Fläche.


Der Hähnchenmist aber schon. Oder kann man den in eurer Gegend in der örtlichen Kläranlage abliefern?

Spätestens, wenn die Nachfolgeregleung für die Roten Gebiete in Kraft tritt, wird das wieder ein großes Thema in meiner Gegend.


Hähnchenmist ist sehr gesucht bei Biogasanlagen und wird entsprechend bezahlt. Ein Hähnchenstall braucht keine Fläche zur Ausbringung, der Verkauf an Biogas ist wirtschaftlicher.
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Re: Pacht

Beitragvon Höffti » Di Jul 21, 2026 13:57

Fahrer412 hat geschrieben:
Höffti hat geschrieben:
strokes hat geschrieben:Aber ausgerechnet ein Hähnchenstall braucht doch keine Fläche.


Der Hähnchenmist aber schon. Oder kann man den in eurer Gegend in der örtlichen Kläranlage abliefern?

Spätestens, wenn die Nachfolgeregleung für die Roten Gebiete in Kraft tritt, wird das wieder ein großes Thema in meiner Gegend.


Hähnchenmist ist sehr gesucht bei Biogasanlagen und wird entsprechend bezahlt. Ein Hähnchenstall braucht keine Fläche zur Ausbringung, der Verkauf an Biogas ist wirtschaftlicher.


Das verlagert doch nur das Problem zum Biogaser. Dann braucht halt der die Fläche. Die Nährstoffe verschwinden ja nicht in der Biogasanlage.
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Re: Pacht

Beitragvon Fahrer412 » Di Jul 21, 2026 14:08

Zum einen hat Hähnchenmist eine gute Transportwürdigkeit und wird deswegen eventuell weiter abtransportiert. Zum anderen haben viele Biogasanlage seit Jahren feste Abnehmer für Gülle. Zum nächsten verschwinden Nawaro-Anlagen, was den gesamt Nährstoffoutput reduziert. Viele Anlagen reduzieren nach Laufzeit des EEG die Leistung statt zu überbauen.
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Re: Pacht

Beitragvon Höffti » Di Jul 21, 2026 14:25

Fahrer412 hat geschrieben:Zum einen hat Hähnchenmist eine gute Transportwürdigkeit und wird deswegen eventuell weiter abtransportiert. Zum anderen haben viele Biogasanlage seit Jahren feste Abnehmer für Gülle. Zum nächsten verschwinden Nawaro-Anlagen, was den gesamt Nährstoffoutput reduziert. Viele Anlagen reduzieren nach Laufzeit des EEG die Leistung statt zu überbauen.


Hier kommen aktuell sehr viele "kleinere" BGA dazu. Scheint wohl für Betriebe mit Wärmebedarf aktuell gut zu passen. Hauptsächlich bei Hähnchenbauern und Ferkelerzeugern beobachtet man das.

Ist auch egal, wenn das woanders alles anders ist. Ich hab zumindest keine Angst davor, dass mir die Pachteinnnahmen in absehbarer Zeit wegbrechen. :D
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Re: Pacht

Beitragvon 304 » Di Jul 21, 2026 21:18

Höffti hat geschrieben:Das verlagert doch nur das Problem zum Biogaser. Dann braucht halt der die Fläche. Die Nährstoffe verschwinden ja nicht in der Biogasanlage.

Denen wurde die letzten ~15 Jahre doch mehr als genügend Fläche angetragen.

Währrenddessen sind die anderen viehhaltenden Betriebe reihenweise verschwunden. Die 170kG haben die Situation mal kurzzeitig verschärft weil Gülle entsorgen damals noch etwas kostete, aber mit weiteren Betriebsaufgaben, Reduzierung auf 1:1 und der Nachfrage nach Gülle für Biogas und Düngerwert hat sich das geändert.

Höffti hat geschrieben:Ist auch egal, wenn das woanders alles anders ist. Ich hab zumindest keine Angst davor, dass mir die Pachteinnnahmen in absehbarer Zeit wegbrechen. :D

Dann freu dich als Verpächter.
Hier wirst du Gülle/Mist mittlerweile problemlos los. Da kann man sich auch mal Futter liefern lassen.

Wäre aktuell auch die bessere Lösung. Zusätzliche Pachtflächen wären ja genauso von Trockenheit und ggf. Hagel betroffen.
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Re: Pacht

Beitragvon Frankenbauer83 » Mi Jul 22, 2026 7:27

Ich sehe hier mittel bis langfristig mehr als genug Fläche auf dem Markt. Die Bauern die mit der Tierhaltung aufhöhren betreiben ihren Ackerbau noch 5-10 Jahr und plündern dabei die Böden leer. Wenn dann nichts mehr wächst, wird verpachtet. Diese Flächen sind ohne Tierhaltung nicht mehr in die Gänge zu bekommen. Phosophor weg, Humus weg. Kannst komplett vergessen. Funktioniert nur bei sehr moderaten Pachtpreisen von max. 250€ und eigener Tierhaltung mit Gülle. Die mit den Forderungen drüber sollen ihren Scheiß behalten.

Und ja, zu den Preisen haben ich schon solchen Flächen übernommen. Und das in der Region mit der höchsten Biogasdichte Bayerns...
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Re: Pacht

Beitragvon Höffti » Mi Jul 22, 2026 7:53

Frankenbauer83 hat geschrieben:Ich sehe hier mittel bis langfristig mehr als genug Fläche auf dem Markt. Die Bauern die mit der Tierhaltung aufhöhren betreiben ihren Ackerbau noch 5-10 Jahr und plündern dabei die Böden leer. Wenn dann nichts mehr wächst, wird verpachtet. Diese Flächen sind ohne Tierhaltung nicht mehr in die Gänge zu bekommen. Phosophor weg, Humus weg. Kannst komplett vergessen. Funktioniert nur bei sehr moderaten Pachtpreisen von max. 250€ und eigener Tierhaltung mit Gülle. Die mit den Forderungen drüber sollen ihren Scheiß behalten.

Und ja, zu den Preisen haben ich schon solchen Flächen übernommen. Und das in der Region mit der höchsten Biogasdichte Bayerns...


Darf ich fragen, was in Deiner Gegend dann ein Hektar Ackerland zum Kauf kostet?
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