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Pacht

Ein interessanter Schwerpunkt der immer mehr an Bedeutung gewinnt und in einem Landwirtschaftsforum nicht fehlen sollte.
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Re: Pacht

Beitragvon 210ponys » Mi Jul 22, 2026 10:44

Frankenbauer83 hat geschrieben:Ich sehe hier mittel bis langfristig mehr als genug Fläche auf dem Markt. Die Bauern die mit der Tierhaltung aufhöhren betreiben ihren Ackerbau noch 5-10 Jahr und plündern dabei die Böden leer. Wenn dann nichts mehr wächst, wird verpachtet. Diese Flächen sind ohne Tierhaltung nicht mehr in die Gänge zu bekommen. Phosophor weg, Humus weg. Kannst komplett vergessen. Funktioniert nur bei sehr moderaten Pachtpreisen von max. 250€ und eigener Tierhaltung mit Gülle.

warum soll da nach 5-10 Jahren nichts mehr wachsen?
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Re: Pacht

Beitragvon 210ponys » Mi Jul 22, 2026 10:47

Höffti hat geschrieben:
Wie ich oben schon schrieb: Wenn man anspricht und auch im Vertrag festhält, wie man sich die Bewirtschaftung vorstellt, und dann sich das Ganze erstmal drei Jahre anschaut (quasi auf Bewährung), dann findet man schon "den Richtigen". Das Gute ist: man hat ja eine riesige Auswahl an Interessenten...

dem nächsten sein Scheißdampfer und was da sonst noch alles rumfährt ist nicht kleiner. Die Fruchtfolge auch nicht besser. Und bevor Du was davon hast, wollen es die nicht!
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Re: Pacht

Beitragvon T5060 » Mi Jul 22, 2026 11:09

210ponys hat geschrieben:
Frankenbauer83 hat geschrieben:Ich sehe hier mittel bis langfristig mehr als genug Fläche auf dem Markt. Die Bauern die mit der Tierhaltung aufhöhren betreiben ihren Ackerbau noch 5-10 Jahr und plündern dabei die Böden leer. Wenn dann nichts mehr wächst, wird verpachtet. Diese Flächen sind ohne Tierhaltung nicht mehr in die Gänge zu bekommen. Phosophor weg, Humus weg. Kannst komplett vergessen. Funktioniert nur bei sehr moderaten Pachtpreisen von max. 250€ und eigener Tierhaltung mit Gülle.

warum soll da nach 5-10 Jahren nichts mehr wachsen?


Bei so einer ausgelutschten und vermurksten Fläche hast du so 5.000 € pro ha an Kosten und Minderertrag bis die wieder in die Gänge kommt, was so 5 Jahre dauert und bei einer größeren Übernahme dann auch richtig ins Geld geht. Umgekehrt ist die Zahl "5.000 €/ha" auch der Wert, der einem Verpächter entsteht, wenn der Pächter die Flächen verkommen lässt.
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Re: Pacht

Beitragvon Fahrer412 » Mi Jul 22, 2026 11:13

210ponys hat geschrieben:
Frankenbauer83 hat geschrieben:Ich sehe hier mittel bis langfristig mehr als genug Fläche auf dem Markt. Die Bauern die mit der Tierhaltung aufhöhren betreiben ihren Ackerbau noch 5-10 Jahr und plündern dabei die Böden leer. Wenn dann nichts mehr wächst, wird verpachtet. Diese Flächen sind ohne Tierhaltung nicht mehr in die Gänge zu bekommen. Phosophor weg, Humus weg. Kannst komplett vergessen. Funktioniert nur bei sehr moderaten Pachtpreisen von max. 250€ und eigener Tierhaltung mit Gülle.

warum soll da nach 5-10 Jahren nichts mehr wachsen?


Humusabbau, Nährstoffabfuhr, Verschlechterung des Bodengefüges.

Hatte heuer einen schönen Vergleich, diesen sogar bildlich festgehalten. Zwei direkt aneinander grenzende Schläge. Auf einem rollt der Mais die Blätter, direkt nach der Grenze nicht mehr. Da zeigt sich was 15 Jahre Bewirtschaftung anrichten können.
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Re: Pacht

Beitragvon Höffti » Mi Jul 22, 2026 11:18

Fahrer412 hat geschrieben:
210ponys hat geschrieben:
Frankenbauer83 hat geschrieben:Ich sehe hier mittel bis langfristig mehr als genug Fläche auf dem Markt. Die Bauern die mit der Tierhaltung aufhöhren betreiben ihren Ackerbau noch 5-10 Jahr und plündern dabei die Böden leer. Wenn dann nichts mehr wächst, wird verpachtet. Diese Flächen sind ohne Tierhaltung nicht mehr in die Gänge zu bekommen. Phosophor weg, Humus weg. Kannst komplett vergessen. Funktioniert nur bei sehr moderaten Pachtpreisen von max. 250€ und eigener Tierhaltung mit Gülle.

warum soll da nach 5-10 Jahren nichts mehr wachsen?


Humusabbau, Nährstoffabfuhr, Verschlechterung des Bodengefüges.

Hatte heuer einen schönen Vergleich, diesen sogar bildlich festgehalten. Zwei direkt aneinander grenzende Schläge. Auf einem rollt der Mais die Blätter, direkt nach der Grenze nicht mehr. Da zeigt sich was 15 Jahre Bewirtschaftung anrichten können.

Ja, oder positiv formuliert ' Was langjährige Topf-Bewirtschaftung auch im positiven bewirken kann.
Das heurige Jahr ist ein Paradebeispiel, wo das auch mal sichtbar wird. :D
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Re: Pacht

Beitragvon Fahrer412 » Mi Jul 22, 2026 11:35

Bloß das die Verschlechterung viel schneller geht als das wieder aufzubauen.

Wenn wir ab und zu in die Straubinger Richtung kommen und sieht man die Felder wo Kraut oder Salat angebaut wird. Die Spuren von Pflanzenschutz und Ernte sind da teilweise extrem. Das wird einige Zeit brauchen, bis sich das wieder regeneriert.

Was ich noch vergessen haben, Erossion ist auch ein Thema was die Flächen schädigen kann. Aber nicht nur durch Wasser, auch Wind und Bearbeitungserossion kann viel Schaden anrichten. Manche legen viel Wert auf Erossionsschutz, andere interessiert es gleich gar nicht.
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Re: Pacht

Beitragvon 210ponys » Mi Jul 22, 2026 19:35

Höffti hat geschrieben:
Humusabbau, Nährstoffabfuhr, Verschlechterung des Bodengefüges.

Hatte heuer einen schönen Vergleich, diesen sogar bildlich festgehalten. Zwei direkt aneinander grenzende Schläge. Auf einem rollt der Mais die Blätter, direkt nach der Grenze nicht mehr. Da zeigt sich was 15 Jahre Bewirtschaftung anrichten können.


hier sehe ich aber genau das Gegenteil. die Steine werden nur bei den Vieh intensiv Betriebe immer mehr. Wo beim Maisen schon einen Gummiwagen Dreck rausschleifen...
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Re: Pacht

Beitragvon 240236 » Mi Jul 22, 2026 19:39

210ponys hat geschrieben:
Höffti hat geschrieben:
Humusabbau, Nährstoffabfuhr, Verschlechterung des Bodengefüges.

Hatte heuer einen schönen Vergleich, diesen sogar bildlich festgehalten. Zwei direkt aneinander grenzende Schläge. Auf einem rollt der Mais die Blätter, direkt nach der Grenze nicht mehr. Da zeigt sich was 15 Jahre Bewirtschaftung anrichten können.


hier sehe ich aber genau das Gegenteil. die Steine werden nur bei den Vieh intensiv Betriebe immer mehr. Wo beim Maisen schon einen Gummiwagen Dreck rausschleifen...
prozentual zur Fläche, ist das in einem nicht messbaren Bereich
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Re: Pacht

Beitragvon 210ponys » Do Jul 23, 2026 7:44

240236 hat geschrieben:
prozentual zur Fläche, ist das in einem nicht messbaren Bereich

ich sehe was ich sehe und das wird kein Wortemacher dieser Welt schönreden können.
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Re: Pacht

Beitragvon T5060 » Do Jul 23, 2026 12:27

Steine sind relativ unter 10/15 cm sind die ohnehin egal und die kommen hoch und gehen auch wieder runter.
Kalk - und Sandsteine verkleinern sich im Lauf der Zeit, Basalt - und Granit sind da ne andere Hausnummer.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Pacht

Beitragvon 210ponys » Do Jul 23, 2026 20:05

T5060 hat geschrieben:Steine sind relativ unter 10/15 cm sind die ohnehin egal und die kommen hoch und gehen auch wieder runter.
sicher kommen die hoch und runter kommen Sie auch, und zwar durch lesen. Wärst sicher ein gern gesehener Gast, wen deine Allergien gegen Rundholz und so, zuhause lässt...
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Re: Pacht

Beitragvon Manfred » Do Jul 23, 2026 20:29

Durch Erschütterung (mechanische Bodenbearbeitung, von der Umkehrfräse mal abgesehen) wandern sie noch oben.
Das ist, wie wenn du eine Müslipackung schüttelst. Das kleine Zeug wandern in die Lücken unter dem großen Zeug und das große Zeug so nach oben in der Schachtel.
Durch aktives Bodenleben wandern die Steine nach unten, weil das Kleinvieh ständig Krümel nach oben fördert und die Lebendverbauung bei Erschütterung das Wandern der Kleinteile nach unten behindert.
"Es gibt ein Sprichwort, das besagt: Was sich mit einer Hacke beseitigen ließe, erfordert schließlich eine Schaufel, wenn man sich nicht frühzeitig darum kümmert."
Shin Hyun-song
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Re: Pacht

Beitragvon T5060 » Do Jul 23, 2026 20:32

210ponys hat geschrieben:
T5060 hat geschrieben:Steine sind relativ unter 10/15 cm sind die ohnehin egal und die kommen hoch und gehen auch wieder runter.
sicher kommen die hoch und runter kommen Sie auch, und zwar durch lesen. Wärst sicher ein gern gesehener Gast, wen deine Allergien gegen Rundholz und so, zuhause lässt...


Ich hatte noch nie eine Rundholzallergie und wir haben ne kleine Göweil-Kiste bei der Bodenbearbeitung vorne dran, wo gleich die größeren Steine reinkommen.
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Re: Pacht

Beitragvon T5060 » Fr Jul 24, 2026 9:46

Bei ARTE:
Wer zuviel Land kauft oder pachtet, schmälert das Recht der Anderen auf ihren Broterwerb.
Dann kommen die Dämonen aus dem Boden und bringen Unheil über das Dorf.
Erst der heilige Mann muss dann die Dämonen wieder einpflügen bzw. untergrubbern oder wegscheiben.
Bei Grünland und Direktsaat bleiben die Dämonen da ..... :lol: :lol:
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