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Pachtflächen abgeben oder behalten?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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84 Beiträge • Seite 2 von 6 • 1, 2, 3, 4, 5, 6
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Re: Pachtflächen abgeben oder behalten?

Beitragvon Flecki_aus_Bayern » Mo Jan 09, 2017 9:31

Wie alt bist du? Wie viele Jahre möchtest du noch arbeiten? Hofnachfolge? Gewinn pro Hektar im Gesamtbetrieb? Gewinn pro Hektar durch die Schweinehaltung? Wie lange läuft der Pachtvertrag noch?

Falls du Baujahr 60 wie in deinem Nick steht bist und du keinen wirklichen Hofnachfolger im Haupterwerb hast: Bis zum 5.10. eher wegducken und auf die Kündigung warten. Dann darfst du noch weitere 2 Jahre weiterackern.
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Re: Pachtflächen abgeben oder behalten?

Beitragvon 210ponys » Mo Jan 09, 2017 9:51

zuerst einmal würde ich durchrechnen bis wieviel Pacht, die Fläche interessant bleibt. Und die wenigsten Verpächter stehen darauf das auf ihren Feldern das Letzte rausgeholt wird, aber genau das wird ein Biogaser tun. Und was bringen 1000Euro am Hektar wenn so intensiv gewirtschaftet wird das man seine Felder nach ein Paar Jahren nicht mehr erkennt? Und wenn der Verpächter meint er müsse aufs letzte draufsitzen das es für dich nicht mehr wirtschaftlich ist lass dich am Arsch lecken... Dann hast weniger Arbeit und genau so viel Geld wie vorher.
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Re: Pachtflächen abgeben oder behalten?

Beitragvon Qtreiber » Mo Jan 09, 2017 10:16

Flecki_aus_Bayern hat geschrieben:Falls du Baujahr 60 wie in deinem Nick steht bist und du keinen wirklichen Hofnachfolger im Haupterwerb hast: Bis zum 5.10. eher wegducken und auf die Kündigung warten. Dann darfst du noch weitere 2 Jahre weiterackern.

Ein befristeter Pachtvertrag (und so beschreibt ihn der TE) bedarf keiner Kündigung.
Befristete Pachtverträge

Ein solcher Pachtvertrag endet mit dem Ablauf der Zeit, für die er eingegangen wurde und bedarf keiner Kündigung. Lediglich aus Klarstellungsgründen ist es empfehlenswert, eine gewisse Zeit vor Ablauf des Vertrages zwischen den Vertragsparteien Klarheit über den Fortgang des bestehenden Pachtverhältnisses zu schaffen (Verlängerung ja oder nein, Neuabschluss, Ende u.ä.).

Eine automatische Verlängerung gibt es nicht !

https://www.bodenseekreis.de/umwelt-lan ... issen.html
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Re: Pachtflächen abgeben oder behalten?

Beitragvon Estomil » Mo Jan 09, 2017 10:21

Ohne genauere Angaben wird das schwer eine Summe zu schätzen.

Wir müssten wissen:
Ertragserwartung und erlöse.
Region deines Betriebes
Vorhandene Fläche für vieheinheiten und was nötig wäre
Kosten der überregionalen gülleentsorgung

Zudem wäre es gut zu wissen ob es sich um einen Betrieb handelt der weitergefphrt werden soll oder nicht.

Unter bestimmten Umständen könnten selbst 1300€ pacht noch rentabel sein. Um wenn die nur wenig Fläche für die vieheinheiten fehlt.

Wenn andere Flächen leicht verfügbar wären erübrigt sich das natürlich alles.
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Re: Pachtflächen abgeben oder behalten?

Beitragvon Meini » Mo Jan 09, 2017 11:48

bauer hans hat geschrieben:
marius hat geschrieben:
Ich hab das dann so geregelt : Dem potentiellen Hofnachfolger hab ich Landwirtschaftsverbot erteilt, er machte deshalb eine Lehre in der Industrie.

Im Nachhinein betrachtet muss ich mir täglich immer wieder aufs neue für diese Entscheidung gratulieren. :prost:


..und ich hab gerade meine tochter,die selbständig ist und nie ambitionen richtung landwirtschaft hatte,davon überzeugt,den hof zu pachten :prost:



Ja klar weil du langeweile hast und dein Altersgeld kassieren willst :lol: :prost: viel spaß dabei und das meine ich von Herzen.


Ansonsten sind 600€ deutlich über dem was von der Fläche zu holen ist, es sei denn Sonderkulturen oder Kartoffeln und jedem sollte klar sein wer bei einem Verpächter richtig ins Portmanie greift wird das sehr bald bei allen müssen. Pachten um den Betrieb aufrecht zu halten kann auch den Betrieb vernichten.
Pessimisten suchen nach Gründe, Optimisten finden Wege.
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Re: Pachtflächen abgeben oder behalten?

Beitragvon julius » Mo Jan 09, 2017 11:54

Estomil hat geschrieben:Unter bestimmten Umständen könnten selbst 1300€ pacht noch rentabel sein. Um wenn die nur wenig Fläche für die vieheinheiten fehlt.



Diese Umstände müssen dann aber sehr bestimmt sein. :D
Mit der Verschärfung der Düngeverordnung und Nitratprobleme wird der Flächenbedarf pro GV weiter ansteigen. Pachtpreise werden somit in Zukunft eher weiter ansteigen.
julius
 
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Re: Pachtflächen abgeben oder behalten?

Beitragvon julius » Mo Jan 09, 2017 11:58

meyenburg1975 hat geschrieben:
aber wissen, was man an der Fläche verdienen kann, muss man schon...


Wer kann das bei einem Vertragsabschluß für die nächsten 10 Jahre schon wissen ?
julius
 
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Re: Pachtflächen abgeben oder behalten?

Beitragvon Manfred » Mo Jan 09, 2017 12:11

julius hat geschrieben:Mit der Verschärfung der Düngeverordnung und Nitratprobleme wird der Flächenbedarf pro GV weiter ansteigen. Pachtpreise werden somit in Zukunft eher weiter ansteigen.


Diese Meinung war hier die letzten Monate ja häufig zu lesen.
Ich frage mich, wie diese Betriebe mit weniger Tieren pro ha noch höhere Pachtpreise finanzieren sollen, wenn jetzt schon die Preise nach verklappbarer Güllemenge und Steuervorteilen entlang der Gewerblichkeitsgrenze kalkuliert werden.
Die logische Folge wäre, dass die Pachtpreise fallen.
Da Bauern aber offenbar gerne irrational handeln, könnte es bis dahin durchaus sein, dass die Preise einen weiteren Peak erleben, bis das restliche Eigenkapital diverser Betriebe verbrannt ist.
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Re: Pachtflächen abgeben oder behalten?

Beitragvon julius » Mo Jan 09, 2017 12:15

Manfred hat geschrieben:
julius hat geschrieben:Mit der Verschärfung der Düngeverordnung und Nitratprobleme wird der Flächenbedarf pro GV weiter ansteigen. Pachtpreise werden somit in Zukunft eher weiter ansteigen.


Diese Meinung war hier die letzten Monate ja häufig zu lesen.
Ich frage mich, wie diese Betriebe mit weniger Tieren pro ha noch höhere Pachtpreise finanzieren sollen,


Weniger Tiere / ha bedeutet doch weniger Ware ( Fleisch, Milch ).
Weniger Ware also weniger Angebot bedeutet höhere Erzeugerpreise.
So argumentiert der Einzelhandel und die müssens wissen.
julius
 
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Re: Pachtflächen abgeben oder behalten?

Beitragvon bauer hans » Mo Jan 09, 2017 12:19

Meini hat geschrieben:

Ansonsten sind 600€ deutlich über dem was von der Fläche zu holen ist...


im südlichen kreis musste der kartoffelbauer gerade die segel streichen und der andere milchbauer hatte vom onkel die zusage,aber der vetter hatte ne "höhere" meinung,obwohl er noch kein eigentümer ist.
wir schaffen uns :mrgreen:
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Re: Pachtflächen abgeben oder behalten?

Beitragvon T5060 » Mo Jan 09, 2017 12:20

Etwa auf bundesweit weniger als 10 % der Fläche wird es mit Gülle/Gärrest eng, der Rest hat Luft und wäre froh, wenn der nachbar ihm Gülle geben würde.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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[ :klee: Werte schätzen :klee: ]
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Re: Pachtflächen abgeben oder behalten?

Beitragvon 210ponys » Mo Jan 09, 2017 12:30

das es nur 10% sind glaube ich nie, wenn ich bei uns im Ort so schaue haben 50% der Betriebe zu viel Gülle...
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Re: Pachtflächen abgeben oder behalten?

Beitragvon askari » Mo Jan 09, 2017 12:37

Qtreiber hat geschrieben:
Flecki_aus_Bayern hat geschrieben:Falls du Baujahr 60 wie in deinem Nick steht bist und du keinen wirklichen Hofnachfolger im Haupterwerb hast: Bis zum 5.10. eher wegducken und auf die Kündigung warten. Dann darfst du noch weitere 2 Jahre weiterackern.

Ein befristeter Pachtvertrag (und so beschreibt ihn der TE) bedarf keiner Kündigung.
Befristete Pachtverträge

Ein solcher Pachtvertrag endet mit dem Ablauf der Zeit, für die er eingegangen wurde und bedarf keiner Kündigung. Lediglich aus Klarstellungsgründen ist es empfehlenswert, eine gewisse Zeit vor Ablauf des Vertrages zwischen den Vertragsparteien Klarheit über den Fortgang des bestehenden Pachtverhältnisses zu schaffen (Verlängerung ja oder nein, Neuabschluss, Ende u.ä.).

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Ein befristeter Pachtvertrag bedarf sehrwohl einer Kündigung. Kündigungsfrist 6 Monate.
Ein unbefristeter Pachtvertrag: Kündigungsfrist zwei Jahre.
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Re: Pachtflächen abgeben oder behalten?

Beitragvon Manfred » Mo Jan 09, 2017 12:39

@210ponys:
10% heißt ja nicht, dass es in jedem Dorf 10% der Fläche sind, sondern dass sich der Überschuss in einigen Regionen konzentriert, während andere Regionen viel zu wenig Wirtschaftsdünger haben.
Und dazwischen gibt es halt diverse Regionen, wo einzelne Betriebe Überschuss haben, den sie leicht in Kooperation an Nachbarn abgeben könnten, statt sich gegenseitig die Pachtpreise hochzutreiben.
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Re: Pachtflächen abgeben oder behalten?

Beitragvon Flecki_aus_Bayern » Mo Jan 09, 2017 13:07

Michael1860 hat geschrieben:Seit ein paar Tagen beschäftigt meine Frau und mich ein grösseres Problem,
wir haben ein Fläche von 15 ha zugepachtet für Getreidebau/Schweinehaltung. Ein älterer länger laufender Pachtvertrag mit 600 Euro für das ha mittlere bis gute Bodenqualität.
Der Verpächter hat uns angekündigt dass bei Vertragsverlängerung der Pachtpreis angepasst wird, das bedeutet deutlich nach oben meint er. Ich bin berufstätig meine Frau macht viel, und ich in der Freizeit. Bis jetzt hat es gepasst finanziell, aber falls sich die Pachtsumme um mehr als 50% erhöht, dann wird es dünn.
Fläche reduzieren oder pachten??


Also hier ist nichts zu lesen ob der Pachtvertrag schriftlich abgeschlossen wurde oder ob eine zeitige Befristung zu Grunde liegt. Ist der Vertrag nicht schriftlich abgeschlossen, so gilt vor dem Gericht die Regelung für unbefristete Pachtverträge. Also habe ich Recht....!
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