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Pachtflächen abgeben oder behalten?

Hier kann man über aktuelle Themen aus den Medien und Allgemeines der Landwirtschaft diskutieren.
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84 Beiträge • Seite 5 von 6 • 1, 2, 3, 4, 5, 6
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Postfaktische Landwirtschaft

Beitragvon adefrankl » Mi Jan 18, 2017 23:58

KarlGustav hat geschrieben:Natürlich laugt Mineraldünger den ursprünglichen Boden aus. Mineraldünger füttert die Pflanzen und lässt den Boden und die notwendigen Lebewesen und Mikroorganismen nicht nur links liegen, sondern schädigt sie vehement. Mineralsalze und die Haut des wichtigen Wurms sind nur ein Hinweis.

Die biologisch-dynamische Landwirtschaft düngt den Boden und füttert so die Pflanzen, weil ein funktionierendes Gleichgewicht der organischen Verwertung der anliegenden Substanzen von bodenimmanenten Lebewesen und der daraus resultierenden Verfügbarkeit für die Pflanze gewährleistet wird.

Du willst nur mit schnell verfügbaren NPK-Salzen ein schnelles und möglichst grosses Wachstum erreichen.

Sehr kurz gedacht und prägnant für Dein ganzes Auftreten hier.

Wieder so eine postfaktische Aussage aus der esoterischen Landwirtschaft in der Tradition der Wandervogelbewegung und seiner extremen Auswüchse.
Aber bei den Ökos, den Soziologen, unserer Führerin kann man sicherlich damit punkten. Aber es ist fern aller Fakten.
Versuche zeigten, dass eine ausreichende Nährstoffversorgung durch Mineraldünger (natürlich ginge auch Mist, Gülle ...) zu einer Zunahme von Mikroorganismen im Boden führt (Naheliegend dadurch, dass die Pflanzen besser wachsen und dadurch mehr organisches Material in den Boden kommt).
vgl. z.B. http://www.agrarheute.com/news/studie-i ... smen-acker
Und dass ein Wurm durch dein Düngerkorn geschädigt wird ist weit unwahrscheinlicher als eine Schädigung durch eine mechanische Unkrautbekämpfung im biologisch-esoterischen Landbau. Ansonsten auch Menschen können an Salzmangel sterben (vgl. Hyponatriämie). Insofern sind die Nährsalze keineswegs schädlich, sondern es kommt auf die richtige Dosis an. Aber das beachtet heute jeder normale Landwirt.
Die Geschichte von "Des Kaisers neue Kleider" würde heutzutage mit einer Hausdurchsuchung im Elternhaus des Kindes enden.
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Re: Pachtflächen abgeben oder behalten?

Beitragvon KarlGustav » Do Jan 19, 2017 18:42

Durch und durch verkehrt.

Mineralsalze fördern wohl das Wachstum Deiner Pflanzen. Und wenn Deine Pflanzen 10 Jahre stehenbleiben würden, könnte man sogar davon sprechen, dass diese Pflanzen durch ihr Wurzelwachstum organische Masse in den Boden bringen. Aber Du lebst von Pflanzen die flott angebaut und flott geerntet werden. Ansonsten bekämst Du ja die Ernte des Jahres garnicht rein. Von daher ... Flopp.

Dass Menschen sterben, wenn sie nicht genug Salz bekommen ist ja nix neues.

Die Aussenhaut des bodenverarbeitenden Wurms wird jedoch durch die Gabe von unnötigen Salzen geschädigt.

Informiere er sich!
Karl
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Re: Pachtflächen abgeben oder behalten?

Beitragvon Holmer 91 » Do Jan 19, 2017 18:53

Schön für dich und deine Würmer, aber versuch doch bitte nicht alle zu bekehren.
Außerdem, was hat das mit dem Pachtpreis zu tun?

mfg, Holmer
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Re: Pachtflächen abgeben oder behalten?

Beitragvon T5060 » Do Jan 19, 2017 18:59

Salzgehalt im Boden und die Regenwurmpopulation, schönes Thema.

Also erst ab 6.000 mS ist ein meßbarer Rückgang der Regenwurmpopulation (u.a. Kleinlebewesen) festzustellen.

Bei 6.000 mS braucht man auch nichts mehr düngen. Bis 2.000 mS ist der Boden "Normal", mit Intensivdüngung verschiebt sich das um max. 500 mS nach oben.

Nun kommt die Frage der organischen Substanz ins Spiel und die zeigt deutliche Unterschiede auf.

Wo keine organische Substanz ist, gibt es auch kein Wurm.
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
[ :klee: Man muss nicht den Rechtsradikalismus bekämpfen, sondern die Blödheit von CDU, Grünen, SPD und FDP :klee: ]
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Re: Pachtflächen abgeben oder behalten?

Beitragvon KarlGustav » Do Jan 19, 2017 19:01

Holmer 91 hat geschrieben:Schön für dich und deine Würmer, aber versuch doch bitte nicht alle zu bekehren.
Außerdem, was hat das mit dem Pachtpreis zu tun?

mfg, Holmer


Ich bekehre doch niemanden. Ich spreche (schreibe) nur meine Überzeugungen aus.

Der Pachtpreis ist in der Dynamik der Diskussion versunken. Holmer, bleib an der Playstation.
Karl
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Re: Pachtflächen abgeben oder behalten?

Beitragvon Holmer 91 » Do Jan 19, 2017 19:46

KarlGustav hat geschrieben:
Holmer 91 hat geschrieben:Schön für dich und deine Würmer, aber versuch doch bitte nicht alle zu bekehren.
Außerdem, was hat das mit dem Pachtpreis zu tun?
mfg, Holmer

Ich bekehre doch niemanden. Ich spreche (schreibe) nur meine Überzeugungen aus.
Der Pachtpreis ist in der Dynamik der Diskussion versunken. Holmer, bleib an der Playstation.


Bei so viel geballter Kompetenz zock ich lieber noch ein bisschen LS bevor mich Mama um 8 ins Bett schickt... richtig fett maishäckseln nääää?!

Weil eh schon off topic: Jupp, mS = milli Siemens?

mfg, Holmer
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Re: Pachtflächen abgeben oder behalten?

Beitragvon T5060 » Do Jan 19, 2017 21:04

Ja Holmer MilliSiemens - ist der Kehrwert von Ohm
[ :klee: Ein Botaniker ist sowas wie ein Cowboy, der auf einem Pony reitet :-) :klee: ]
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Re: Pachtflächen abgeben oder behalten?

Beitragvon simmal1 » Fr Jan 20, 2017 8:47

@Gustav: deine Flächen möchte ich nicht geschenkt, wenn du sie so bewirtschaftest, wie du schreibst...
Selten so einen Schwachsinn gehört :roll:
"Halte deine Freunde nahe bei dir, aber deine Feinde noch näher"- Vito Corleone
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Re: Pachtflächen abgeben oder behalten?

Beitragvon Estomil » Fr Jan 20, 2017 10:30

Wer bodenleben will muss zwei Dinge tun:
1. Viel ernten um genügend enrtereste in den Boden zu bringen durch zb Stroh und zwischenfrüchte und
2. Viel Stickstoff düngen.
Es gibt im Boden ein c:n Verhältnis das eingehalten werden muss wenn sich Humus ausbauen soll. Auf unseren Flächen sind laut ner Rechnung die ich mal gemacht habe ca 2t Stickstoff pro ha nur durch Humus festgesetzt. Wenn ich meine Düngung jetzt stark einschränke wird dieser im Laufe der Jahre wieder freigesetzt. Damit verschwindet jedoch auch der humus.
Und genau das ist das Problem der biobetriebe die es in den ersten zehn Jahren nicht wahrhaben wollen, dass sich ihr Boden verschlechtert. Irgendwann kommt aber der knall.

Wer seinen Boden in Schuss halten will oder sogar Verbesserungen anstrebt muss wenigstens leicht überdüngen.
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Re: Pachtflächen abgeben oder behalten?

Beitragvon Manfred » Fr Jan 20, 2017 11:02

Oje...
Wie viel % Humus haben denn deine Böden?
Und wie hat sich das in den letzten Jahren entwickelt?
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Re: Pachtflächen abgeben oder behalten?

Beitragvon T5060 » Fr Jan 20, 2017 11:28

Wobei bei fehlender organischer Substanz, sich die Salztoleranz bei der Anwendung von Mineraldünger reduziert.

Deshalb empfiehlt es sich bei der Übernahme von regenwurmreduzierten Bioflächen, die Flächen regelrecht mit Gülle zu fluten.
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Re: Pachtflächen abgeben oder behalten?

Beitragvon Manfred » Fr Jan 20, 2017 11:35

Ach das Stickstoff-Puffervermögen ist bei fehlender organischer Substanz massiv reduziert.
Deshalb haben wir ja in Unterfranken so hohe Nitratwerte.
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Re: Pachtflächen abgeben oder behalten?

Beitragvon Lonar » Fr Jan 20, 2017 12:49

Lonar hat geschrieben:Und die Überproduktion von Getreide in den Börderegionen. Dieser Fruchtfolgeabfall mit unter 12 % Rp drängt seit Jahren zu uns. Ist auch fraglich wie lange das so erlaubt bleibt den Boden nur mit Mineraldünger auszulaugen. :mrgreen:
Wir sollten den Bauern das Land und die Viecher wegnehmen, Dörfer plattschieben und eine schöne neue Weltordnung mit Produktionsgemeindschaften schaffen. Das wird sich durchsetzen :mrgreen:


Schon beachtlich was sich so aus Mist entwickeln kann.
Einmal organischen Dünger im Forum aufgebracht und das Thema wächst und gedeiht! :mrgreen:
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Re: Pachtflächen abgeben oder behalten?

Beitragvon germane » Fr Jan 20, 2017 13:24

Estomil hat geschrieben:Und genau das ist das Problem der biobetriebe die es in den ersten zehn Jahren nicht wahrhaben wollen, dass sich ihr Boden verschlechtert. Irgendwann kommt aber der knall.


Das Institut für Bodenkunde an der Uni Dresden jammert doch schon über den schlechten Zustand der Böden im Ökolandbau.
PH-Wert schlecht und Abnahme der Nährstoffgehalte allgemein, insbesondere bei P!
Das Volk der Ukraine verteidigt die Ausbeutung Europas durch die Amerikaner
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Re: Pachtflächen abgeben oder behalten?

Beitragvon Manfred » Fr Jan 20, 2017 13:41

Künast-Bio ist ja in weiten Teilen nur die Fortsetzung des Kampfes gegen die Natur mit anderen Mitteln.
Vom ursprünglichen Bio-Gedanken ist nicht viel übrig geblieben, seit sich der Staat des Themas angenommen hat.
Das das in die Hose gehen würde, war absehbar.
Deshalb auch die Absetzbewegung in Richtung wiederherstellender/aufbauender Landwirtschaft, wo sich weltweit die Leute sammeln, die an der Kooperation mit der Natur und der Nachahmung natürlich Abläufe arbeiten, Böden und Wasserkreisläufe wieder aufbauen und die Tiere zurück auf die Flächen bringen.
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