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Pachtpreiserhöhung Ackerland

Hier ist Platz für alles was auf dem Acker wächst ;-).
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53 Beiträge • Seite 2 von 4 • 1, 2, 3, 4
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Beitragvon hektik-elektrik » Mi Apr 29, 2009 22:16

Hallo,

die Tabelle muß aber nicht im Einzelfall richtig sein.

Bei uns (S-H, Landkreis Angeln, Ackerland für Biogasmais) um 900,-€/ha.

Hab auch schon aus glaubhafter Quelle Pachtzins über 1000,-€ gehört.

Und es werden noch mehr Biogasanlagen gebaut :wink:

MfG
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Beitragvon hans g » Do Apr 30, 2009 7:31

frankenvieh hat geschrieben:Ich habe den Eindruck, daß hier einige Schreiber in diesem Thread sich besser in psychatrische Behandlung begeben, als selbstständig Landwirtschaft zu machen. Vom Geld aus dem Fenster werfen, hat noch kein Bauer sich ne nase dran verdient.

Man muss immer etwas weniger zahlen als die Konkurrenz und warten bis die pleite ist und den dann kaufen.

das grundbuch ist GROSS und GEDULDIG
hans g
 
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Beitragvon Brock » Do Apr 30, 2009 8:22

bei 900 Euro das Hektar, ehm... wie wird da bei Mais gerechnet dass man sich noch in einer Gewinnspanne befindet? .... Wenn der Hektar stehender Mais ganz Grob im Schnitt um die 1200 Euro kostet, dann komm ich da nicht mit... Anbau ist auch nicht gerade billig, wo bleibt hier der Gewinn?
Niemand hat mich gefragt ob ich Leben will, jetzt braucht mir auch keiner vorschreiben wie ich es tun soll!
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Beitragvon Vinyard » Do Apr 30, 2009 8:54

Ich verstehe manche Sachen auch nicht. Aber bei uns werden gerade Angebote für einen zu verpachtenden Gutshof abgegeben. Und was man so hört sollen sich die höchsten Gebote auch um 1.000,- € für das hektar bewegen.

Wir selbst bekommen übrigens auch 300,- € für das hektar und die prämie (weil betriebsbezogen mit Rinderprämie) bleibt bei uns. Ist aber in dem Fall nur für Felder die nur alle 3 Jahre für Speisekartoffeln verpachtet werden. Dort sind die Gewinnmargen aber auch noch deutlich höher.
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Beitragvon hektik-elektrik » Do Apr 30, 2009 9:38

Es gilt eben der Grundsatz:

Angebot und Nachfrage.


Ist das, was die Milchbauern auch noch nicht begriffen haben.

MfG
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Beitragvon Jangoben » Do Apr 30, 2009 11:42

Es gilt eben der Grundsatz:

Angebot und Nachfrage.


Ist das, was die Milchbauern auch noch nicht begriffen haben.

MfG




GENAU SO IST ES. Die Tabelle sieht ja "nett" aus aber ich glaube ich kann guten gewissens sagen zu 99% aller Fälle gebe ich gerne 100€ mehr als da angegeben ist und befinde mich noch DICKE in der Gewinnspanne. Aber seltsammerweise bekommt man für das Geld hier niergends Ackerland :o
Naja ich dem Sinne :cry:
Immer locker durch die Hose atmen!
Fehlende Leistung wird leider durch Wahnsinn ersetzt ....
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Beitragvon Christian Schulz » Do Apr 30, 2009 12:00

Bei uns in Mv sind die Pachtpreise auich stark gestiegen, neuverpachtungen kaum unter 300 euro. Also wenn mir einer kommt und bietet mir nur ein bruchteil von dem was hier geannt wird,( mein vorstellung mal, 500+ euro/ha, dann kann er 500 ha pachten. Lage bei Güstrow, Mv. 600mm Niederschlag 40-45 BP. Aber ich glaub das wird wohl keiner geben.
MfG Christian
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Beitragvon hektik-elektrik » Do Apr 30, 2009 12:39

Die ganzen Biogasanlagen stehen wohl bei uns.....
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Beitragvon hans g » Do Apr 30, 2009 12:59

Christian Schulz hat geschrieben:Bei uns in Mv sind die Pachtpreise auich stark gestiegen, neuverpachtungen kaum unter 300 euro. Also wenn mir einer kommt und bietet mir nur ein bruchteil von dem was hier geannt wird,( mein vorstellung mal, 500+ euro/ha, dann kann er 500 ha pachten. Lage bei Güstrow, Mv. 600mm Niederschlag 40-45 BP. Aber ich glaub das wird wohl keiner geben.
MfG Christian

du zahlst dann 250,kriegst 500,macht 250 mal 500--nicht schlecht :wink:
aber mithilfe bei ernte und aussaat ist dann aber noch drin-ja
hans g
 
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Re: Pachtpreiserhöhung Ackerland

Beitragvon Pferdí » Di Nov 13, 2012 17:37

Bin immer wieder überrascht über die Qualität der Fragen als auch der Antworten. Bin kein Anwalt! Rechtsauskünfte dürfen nur Anwälte geben! Das vorweg. Ich bin in der Verpächterrolle und habe vor ca. 10 Jahren beim BGH ein richtungsweisendes Urteil erwirkt. Waren die Gerichte im OLG Oldenburg-Gebiet bis dato der Ansicht, dass sich der Pachtpreis am unmittelbaren Ernteerlös orientieren müsse, so folgte der BGH meiner Rechtsansicht , wonach alle preisbildenden Faktoren bei der Pachtpreisfindung berücksichtigt werden müssten. Kurzum, der angemessene Pachtpreis hat sich an Angebot und Nachfrage zu orientieren. Basta. Zu lesen im Internet unter "Pachtpreisanpassung". Natürlich gilt in diesem Zusammenhang, sofern nicht unabdingbar, das, was im Vertrag steht. Wer wie ich im Raum Cloppenburg wohnt, bekommt für neu abgeschlossene Pachtverträge stets jenseits von 1000 €, das Intervall 1200 bis 1600 €/ha ist absolut normal und zwar unabhängig von der Bodengüte. Ackerland sollte es aber sehr wohl sein. Und natürlich werden die Pachtlandwirte bei den Politikern und bei der Justiz vorstellig, doch etwas dagegen zu tun. Musste in meinem Fall der BGH noch veranlassen, dass der ganze OLG Oldenburg Senat ausgetauscht werden musste, so ist durchaus beobachtbar, dass das Bestreben zurückzurudern sowohl von der Politik als auch der Justiz angegangen wird. In meiner seinerzeitigen Argumentation habe ich ungestraft die Ansicht vertreten, dass der OLG Oldenburg Senat entweder vollkommen rechtsunkundig oder aber hoch korrupt sei, eine Ansicht, die sich der BGH Senat in seinem juristischen Duktus anschloss,sonst braucht man einen kompletten Senat nicht einfach auszutauschen. Wenn ich einen aktiven Landwirt danach frage, warum er denn mit seinen Gewinnen kein Ackerland kaufe, dann entgegnet er mir zurecht, dass sich der Kaufpreis auf diese Art schlecht verzinse. Politik und Justiz sollen es hinbiegen wie einst. Deshalb ist sowohl der Pächter als auch der Verpächter gut beraten, keine längeren Pachtzeiten als 5 Jahre einzugehen. Werden von einer Behörde längere Pachtzeiten eingefordert, dann muss die Anpassung stimmen. Am besten, ist eben der örtliche Vergleichspachtpreis. Dass dieser maßgebend ist, hat der BGH Senat seinerzeit 1999 ausdrücklich ausgeführt. Gebe kostenlos Ratschlag unter Tel. Nr. 05438-331.
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Re: Pachtpreiserhöhung Ackerland

Beitragvon zitteraal » Di Nov 13, 2012 19:11

Schöner Beitrag :D :D :D

Dann ist mit meinem Pachtvertrag ja alles OK...
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Re: Pachtpreiserhöhung Ackerland

Beitragvon take_it_1999 » Di Nov 13, 2012 21:23

Hallo,

wirklich ein schöner Beitrag von Pferdi.
Im Moment habe ich ein ähnliches Problem. Mein Onkel hat 15ha Ackerland bis 2024 an die Agrargenossenschaft verpachtet. Da mein Onkel 2010 gestorben ist, sind somit wir Eigentümer der Fläche. Jetzt gab es die Pachtpreisabrechnung für 2012. Längerfrisitig möchte ich eine Pachtpreisanpassung haben, ab woher bekommt man den Vergleichspachtpreis?

Wir möchten von unseren Pächter einen fairen Pachtpreis haben, aber bei 54er Böden und 15 ha auf 5 Schlägen (Schläge liegen direkt nebeneinander und sind nur durch Straßen/Wege getrennt) und dann ein Pachtzins der knapp über 99 Euro liegt.


Danke und Gruß
take_it_1999
 
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Re: Pachtpreiserhöhung Ackerland

Beitragvon Erlengrund » Do Nov 15, 2012 21:58

take_it_1999 hat geschrieben:Hallo,

wirklich ein schöner Beitrag von Pferdi.
Im Moment habe ich ein ähnliches Problem. Mein Onkel hat 15ha Ackerland bis 2024 an die Agrargenossenschaft verpachtet. Da mein Onkel 2010 gestorben ist, sind somit wir Eigentümer der Fläche. Jetzt gab es die Pachtpreisabrechnung für 2012. Längerfrisitig möchte ich eine Pachtpreisanpassung haben, ab woher bekommt man den Vergleichspachtpreis?

Wir möchten von unseren Pächter einen fairen Pachtpreis haben, aber bei 54er Böden und 15 ha auf 5 Schlägen (Schläge liegen direkt nebeneinander und sind nur durch Straßen/Wege getrennt) und dann ein Pachtzins der knapp über 99 Euro liegt.


Danke und Gruß


Ich empfehle auf folgender Seite nachzuschauen: http://www.bvvg.de . Dort unter Service/ Höchstgebote beendeter Ausschreibeungen Acker und Grünland erhält man geordnet nach den Bundesländern die erzielten Kauf- und Pachtpreise der BVVG.
Das ist zumindest ein guter Anhaltspunkt. Es kommt wohl auf die näheren Umstände an (Angebot, Nachfrage, usw), Aber 99 € sind definitiv zu wenig.

Mit freundlichen Grüßen
Erlengrund
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Re: Pachtpreiserhöhung Ackerland

Beitragvon Pferdí » So Nov 18, 2012 21:07

Bin ziemlich neu in diesem Forum. Bin kein Rechtsanwalt. Meine Stellungnahme ist stets rechtsunverbindlich. Ein Forum- Mitglied stellt die Frage, wie man denn an einen Vergleichspachtpreis herankomme. Eigentlich könnte dies ähnlich wie bei der Mietpreisfrage geschehen. Landpachtverträge sind per Gesetz vom Verpächter anzuzeigen. Allerdings handhaben dies weniger als 5 % aller Verpächter so. Will man allerdings einen Anspruch aus einem Vertrag gerichtl. überprüfen lassen, so prüft das Gericht vorab, ob der Vertrag angezeigt wurde. Keine Verhandlung ohne angezeigten Vertrag. Die Anzeige lässt sich allerdings sanktionslos nachholen. Die Anzeigebehörde (Landkreis) soll u. darf u.a. überprüfen, ob der Pachtzins in einem angemessenen Verhältnis zum Pachtobjekt steht. Hier müsste ein Verpächter Angst bekommen, gäbe es nicht § 5 (Härteklausel), wonach der Pachtvertrag nicht beanstandet werden darf, wenn die Beanstandung eine unzumutbare Härte für einen Vertragsteil darstellen würde. Und weil es eben eine unzumutbare Härte für einen potentiellen Verpächter darstellt einen höheren Pachtpreis bekommen zu können als es die Anzeigebehörde u.U. ansieht, hat eine sich etablierende "Pachtpreismafia" nicht gerade leichtes Spiel, es sei, Gerichte treiben ein mafiöses Spiel einfach mit. Dass dies durchaus sein kann, darüber in meinem nächsten Bericht. Die Stellungnahme der Anzeigebehörde zu der Höhe der angezeigten Pachtverträge ist absolut untauglich zur Beantwortung der Frage nach der Vergleichspachthöhe.Sie würde Jahrzehnte hinterher hinken. Eine weitere Frage in diesem Forum ist: " Wann, und wie kann ich einen Pachtpreis neu festsetzen lassen?" Auch wenn der Pachtvertrag keine Anpassungsklausel enthält, kann der Vertrag nach 2 Jahren Laufzeit auf der Grundlage § 593 BGB in Sachen Pachtpreis geändert werden. Ein Verpächter ist gut beraten, wenn er dies mit mindestens 2 Angeboten von Pachtinteressenten begründet. Dies ist durchaus möglich. Viele Verpächter fürchten die Öffentlichkeit, haben eine Hemmung, ihre zu verpachtende Landfläche in der Zeitung auszuschreiben. Ein Selbsttor sondergleichen. Auch bei einem niedrigen Pachtpreis "hört" das Finanzamt mit. Der Pächter hat ein hohes Eigeninteresse, den zu zahlenden Pachtpreis steuerlich abzusetzen. Das Finanzamt kennt also die Lage. Im Intriegenspiel um die Pachtpreise sind die Pächter weit besser organisiert, zumal diese mit Landwirtschaftskammer, Landvolkverbände, Landwirtschaftliche Zeitungen und letztendlich auch die Landwirtschaftlichen Gerichte ihre Vertreter sitzen haben. ( Landwirte als Schöffen im Landwirtschaftsgericht) Aber hierzu mehr in meiner nächsten Abhandlung. Meine Tel. Nr. ist: 05438-331.
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Re: Pachtpreiserhöhung Ackerland

Beitragvon Frankenbauer » So Nov 18, 2012 22:30

Ich weiß ja nicht, wo unser neuer Rechtsbeistand wohnt und seine Kanzlei betreibt, hier in Bayern entsprechen mindestens die Hälfte der Aussagen nicht der Realität, lediglich einige Zitate von BGB Auszügen wären nicht zu beanstanden wenn ... (und da fängt Rechtsberatung an, die ausdrücklich verboten ist!).

Was die Verpächterseite gerne übersieht ist die ordnungsgemäße Bewirtschaftung ihrer Flächen. Ich habe neuerdings Flächen in "Pacht", die erst nach erfolgter Sanierung wieder mit einer Zahlung rechnen können, die Flächen wollte nach Verpachtung an einen auswärtigen Landwirt und totaler Abwirtschaftung keiner mehr haben. Die Erben des geldgierigen Verpächters könnten sich nun sonstwohin beißen, die Eltern hinterlassen sprichwörtlich "verbrannte Erde". Der höchste Pachtpreis taugt nichts, wenn dann ein kaputter Boden zurückgegeben wird. Gott sei Dank sind, von Baronen, Fürsten und der Kirche abgesehen die Verpächter hier weitgehend auf dem Boden geblieben und stellen den langfristigen Schutz ihres Eigentums über den schnellen Euro.
Was auch noch nicht zu verachten ist, wenn Flächen neu verpachtet werden: Was weiß man über den Pächter, welche Sicherheiten bietet er? Was nutzt ein hoher Pacht im Vertrag, wenn der Pächter nicht flüssig ist?

Gruß

Werner
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