Hallo,
folgendes Szenario: Westsachsen, 5 nicht zusammenhängende Flurstücke = 3x grün (in Summe gut 1,8ha), 2x Acker (in Summe gut 2ha).
Die Flurstücke liegen bis auf 2x grün in großen Weide/ Ackerlandschaften (typisch ehem. LPG Zusammenstellung).
Bestehender Pachtvertrag läuft bis 2020.
Der bestehende Pachtvertrag sieht eine Klausel zur jährlichen Kündigung seitens des Verpächters vor.
Seit Anfang des Jahres macht der Pächter (Genossenschaft) "Druck", das er einen neuen Pachvertrag unterzeichnen möchte mit möglichst langfristiger Ausrichtung OHNE die Regelung zu einer jährlichen Kündigung.
Er sieht dabei ein Prämienmodell vor 1, 5 ,10, 15, 20 Jahre.
Die Staffelung für Acker 90/110/150/200/270Euro, grün 50/60/80/130/140Euro
Forciert wird von ihm der 20Jahre Vertrag.
Sind das gängige Preise?
Zu uns: wir haben einen alten kleinen Hof, betreiben selbst aktuell keine Landwirtschaft
Für das Ackerland sehe ich jetzt aus meiner Perspektive keine sinnvolle Verwendung für uns - mittel- bis langfristig (liegt mitten in großen Feldern).
Bei dem Grünland ist es so, ein Teil des Grünlandes grenzt direkt an unseren Hof - leichter Hang mit schöner Südwestausrichtung - evtl. Verwendung könnte schon mittel- bis langfristig gegeben sein (keiner weiß was kommt).
Eine weitere Grünfläche ist verkehrgünstig in direkter Nähe zu einer Bundesstraße gelegen, schön eben - vielleicht interessant!?
Seit gut 2 Jahren befindet sich ein Biokraftwerk in direkter Nähe (bis heute erst Teilinbetriebnahme, immernoch Baustelle).
Nunja - zum Pächter - wir hatten nie Probleme und sind immer gut miteinander ausgekommen, gilt als seriös.
Jetzt möchten wir diesen auch nicht verstimmen oder so...
Wie gesagt möchte er gern den langfristigen Vertrag abschließen.
Wenn ich das jetzt richtig verstehe hat er dann für die nächsten 20Jahre das Nutzungsrecht, es sei denn er benimmt sich irgendwie daneben (wie ist das eigentlich, wenn der Betrieb(=Pächter) von jemand anderem übernommen wird?)?
Oder gibt es irgendeine gesetzliche Regelung nach der man bei Eigenbedarf in irgendeiner Form vom Pachtvertrag zurücktreten kann?
Irgendwie wissen wir nicht so richtig wie wir uns verhalten sollen, im Moment sind wir froh, das die Flächen einen Nutzen haben und wir nicht drauflegen - weder mit Zeit noch Geld.
Wenn man nun auf Nummer sicher gehen wöllte würde man halt einfach den 1 oder 5 Jahres Vertrag hernehmen, aber das kann natürlich vom Pächter auch als "nervig" gewertet werden, sodass dieser sich nach anderen Flächen umschaut und wir dann im dümmsten Fall ohne dastehen (ist diese Sorge real?).
Würde es Sinn machen Acker und Grünflächen mit verschieden Fristen zu verpachten (oder ist das auch schon als "nervig" zu werten)?
Wie sind da eure Erfahrungen?
Vielen Dank.
